Pflanzen: Heilen durch Informationskraft

Pflanzen: Heilen durch Informationskraft

„Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen“ – diesen Spruch haben wir alle schon mal gehört. Möglicherweise ist es ein Sprichwort, möglicherweise ist es auch von Sebastian Kneipp, doch wie dem auch sei, die Aussage hat auf jeden Fall ihre Berechtigung.

Pflanzenheilkunde ist vermutlich die älteste Heilkunst überhaupt,

da wir Menschen die Pflanzen für vieles in unserem Leben benutzen. In früheren Zeiten besaßen Heilerinnen und Heiler ein sehr umfangreiches Pflanzenwissen, von dem in den letzten fünfhundert Jahren sehr viel verloren gegangen ist. Einerseits durch die Inquisition, andererseits aber auch durch unser wissenschaftlich geprägtes Weltbild.

Heute schauen wir uns oft die Inhaltsstoffe der Pflanze an und setzen sie der Wirkung dieser Stoffe entsprechend ein. Wenn ich weiß, dass eine Pflanze viele Gerbstoffe enthält, weiß ich, dass sie entzündete Schleimhäute heilen kann (u. a. im Rachenbereich und im Darm), da Gerbstoffe die Schleimhaut festigen und zusammenziehend und entzündungshemmend wirken. Bei dieser Art der Pflanzenheilkunde geht etwas verloren:

Die Informationskraft der Pflanze.

Die blutwurz ist eine feine PflanzeEin Beispiel: Es gibt sehr unterschiedliche Pflanzen, die viele Gerbstoffe enthalten, wie die Blutwurz (Potentilla erecta), eine kleine krautige Pflanze mit kleinen gelben Blüten, und die Eiche (Quercus robur), ein großer, mächtiger Baum. Wenn wir uns diese beiden Pflanzen anschauen, wird uns auf den ersten Blick klar, dass sie eine sehr unterschiedliche Ausstrahlung haben. Je besser und sensibler wir die Ausstrahlung einer Pflanze wahrnehmen können, desto effektiver können wir sie einsetzen, denn es gibt Menschen, die brauchen die Kraft der Eiche und andere, denen eher die Kraft der Blutwurz hilft, auch wenn beide Symptome haben, die gut mit Gerbstoffen zu heilen sind.

Es ist wichtig, die Pflanzen genau zu kennen, nicht nur ihre Inhaltsstoffe, sondern auch das, was sie uns durch ihre Signatur (ihre Farben, Formen, Wuchsart etc.) mitteilen, also auch die Informationen wahrzunehmen, die eine Pflanze für uns hat. Dies tun wir am besten mit allen Sinnen: Sehen, Riechen, Schmecken, Fühlen, Hören (mit dem inneren Ohr).

Schauen wir uns als Beispiel die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) an: Die Blüte besteht aus einem weichen, glänzenden, gelben Blütenboden, der Blütenkranz ist strahlend weiß. Die Kamille hat sehr feine, fiederschnittige Blätter, die sie wie Antennen in alle Richtungen ausstreckt. Sie ist auf Empfangen und Aufnehmen eingestellt, es spricht eine hohe Sensibilität aus ihr. Dennoch ist sie nicht hypernervös, denn sie ist eine Meisterin der Abfederung. Ihre Blätter sind weich, wie Federn. Ihr Blütenboden wölbt sich im Laufe der Blütezeit nach oben, so dass ein Hohlraum entsteht – die Blüte dämpft alle Heftigkeiten durch dieses luftgefüllte Polster ab. Wenn wir das ätherische Öl der Kamille durch Destillation herstellen, hat es eine tiefblaue Farbe (was für ätherische Öle sehr ungewöhnlich ist). Blau ist eine Farbe, die Sanftheit, Ruhe und Geborgenheit vermittelt. Der Duft der Kamille hat einen warmen Charakter.

Wir können die Kamille demzufolge überall dort einsetzen, wo wir (zu) sensibel auf Reize aus der Umwelt reagieren.

Die Kamille kann uns lehren, damit umzugehen, die Eindrücke abzufedern und zu einer ruhigen Geborgenheit zu finden und große Stärke zu entwickeln.

Dies kommt auch in den vielen althergebrachten Anwendungen der Kamille zum Tragen: Gerne wird sie bei kleinen Kindern eingesetzt. Nach der Geburt ist alles, besonders auch das Licht, für das Baby ein sehr starker Reiz. Die Kamille kann diesen Schock sehr gut auffangen. Auch bei Bauchweh und Menstruationskrämpfen wird die Kamille verwendet, und tatsächlich geht es ja vielen Frauen während dieser Zeit am besten, wenn sie sich ganz allein ins Bett legen. In ganz alten Zeiten war die „Mondzeit“ eine Zeit, in der Frauen sich zurückgezogen haben, um die besondere Sensibilität und den Zugang zu ihrer Intuition während dieser Tage für Visionen zu nutzen. Auch Atemwegsbeschwerden sind ein wichtiges Einsatzgebiet – wenn wir die Nase voll von etwas haben, ist das ein Zuviel an Reizen. Eine weitere wichtige Indikation ist die Magenschleimhautentzündung, die wir bekommen, wenn alles zu viel wird und wir keine Reize, keinen Stress mehr vertragen oder eben verdauen können.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, die Pflanzen für uns anzuwenden.

Das Einfachste ist immer ein Tee, dazu werden die Pflanzenteile mit den meisten Wirkstoffen getrocknet und dann bei Bedarf mit heißem Wasser aufgegossen. Etwas aufwändiger ist es, eine Tinktur herzustellen, dabei werden die frischen Pflanzenteile mit Alkohol angesetzt. Alkohol kann andere Substanzen lösen als Wasser. Um die Information der Pflanze zu lösen, eignet sich eine Urtinktur, hier wird weniger Pflanzenmaterial benutzt, damit sich die Information besser ausbreiten kann, außerdem wird die Arznei rhythmisiert. Wenn wir ein ätherisches Öl herstellen, z. B. durch Destillation, können wir dieses einfach in ein Duftlämpchen geben und die Pflanzenkraft über die Nase aufnehmen. In alten Zeiten haben sich die Menschen einfach ein Sträußchen gebunden und es bei sich getragen. Gerade für empfängliche Menschen ist dies eine sehr schöne Anwendungsmöglichkeit.

Das Beispiel der Echten Kamille zeigt sehr schön, wie wichtig es ist, Pflanzen heute wieder umfassend kennenzulernen und ihr gesamtes Wesen zu erfassen. Es gibt Menschen, die sich darum bemühen, wie z. B. Susanne Fischer-Rizzi, Susun Weed, Roger Kalbermatten u. a.

Wenn wir uns dieses umfangreiche Wissen über Pflanzen wieder aneignen,

können wir die große Kraft der Heilpflanzen, nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf der emotionalen und geistigen Ebene, verstehen und heilbringend einsetzen.

Wer sich für die Heilkräfte der Pflanzen interessiert und bereit ist, die Pflanzen in ihrer ganzen Ausdrucksstärke wahrzunehmen, der/dem sei meine Ausbildung in Heilpflanzenkunde empfohlen: http://www.karen-lass.de/pflanzenheilkunde.html

Ohne Kunst kann ich nicht leben

Ohne Kunst kann ich nicht leben

Kunst hat in meinem Leben eine ganz besondere Bedeutung und ich bin sicher, dass es hier einen direkten Bezug zu meiner Hochsensibilität gibt. In entsprechenden HSP-Tests gibt es fast immer eine Frage oder Feststellung zum Ankreuzen, die lautet „Kunst kann mich zu Tränen rühren“ oder ähnlich. Gestern war ich im Museum und hatte ein eher schräg geartetes Kunstlerlebnis, was ich zum Anlass nehme, mir einmal Gedanken über die Kunst in meinem Leben zu machen.

Gestern war ich also spontan im Museum um mir dort die Erweiterung der August-Macke-Ausstellung anzusehen. Ausgestellt waren dort zusätzliche Skizzen und Zeichnungen Mackes. Und weil das nicht besonders lange dauerte, haben wir uns gleich anschließend noch die Gerhard Richter Ausstellung angesehen, die auch derzeit im Kunstmuseum in Bonn zu sehen ist.

Einer unbekannten Person begegnen

Ich muss sagen, ich war richtig ein wenig nervös – es war, wie eine unbekannte Person zu treffen, von der ich schon viel gehört habe. Mit Gerhard Richter habe ich mich bislang nicht besonders beschäftigt, ich habe lediglich ein paar seiner Landschaftsbilder gesehen, die mir aber sehr gefallen haben. Ich ging davon aus, dass mich dort weitere Landschaften in blauweißgrau erwarteten. Und war zunächst sehr irritiert, als ich dann Exponate vorfand, wie etwa zwei riesige, verschieden grau lackierte Flächen. Nichts, zu dem man in Beziehung treten kann, ich quasi völlig auf mich selbst zurückgeworfen wurde. (Aber wer weiß, vielleicht hat der Künstler ja genau dies im Sinn gehabt?) Ich begann mich zunehmend unwohl zu fühlen und bin im Eilschritt durch die Ausstellungsräume.

Bedrängnis

Noch schlimmer wurde es, als wir in eine höhere Etage stiegen, auf der Suche nach einem weiteren Exponat. Dort fanden wir uns in den Räumen zeitgenössischer Kunst wieder. Riesengroße Exponate, die manchmal eine ganze Wand einnahmen, häufig neonfarben, mit wilden Kritzeleien und absonderlichen Formen. Es ist vielleicht ein wenig sonderbar, aber ich war binnen von Sekunden total gestresst, ich merkte richtig, wie mir der Schweiß ausbrach und ich mich extrem unwohl fühlte. Bloß raus hier! Von diesen Bildern fühlte ich mich aufs äußerste bedrängt, verstand ich noch und dann machte ich, dass ich wieder in das graue, neutrale Foyer zurückkam, wo ich mich beruhigen konnte.

Das Gefühl, geschlagen worden zu sein

Mir fiel der letzte Ausstellungsbesuch ein, der auch kein besonderer Erfolg war: Katharina Sieverding: Kunst und Kapital in der Bundeskunsthalle. Katharina Sieverding hat Details aus Fotoaufnahmen vergrößert und hineinkopiert in andere Aufnahmen. Eine interessante Idee, nur leider ganz unverständlich ohne das ausführliche Studium der erklärenden Tafeln. Und meistens sehr, sehr politisch und im Weltgeschehen verhaftet. Womit ich mich üblicherweise weniger beschäftige. Und auch hier wieder riesige Wandformate. Als ich wieder nach Hause ging, hatte ich das Gefühl, geschlagen worden zu sein, nicht nur auf einer seelischen Ebene, sondern auch körperlich. Danach hatte ich, so fällt mir jetzt eben ein, auch längere Zeit kein Bedürfnis nach einer Ausstellung.

Ohne Kunst kann ich nicht leben

Das ist schon ein wenig seltsam, denn eigentlich kann ich ohne Kunst nicht leben. Wenn ich mir eine Ausstellung ansehe, die mich anspricht, ist es eher so, dass ich merke, dass sich in mir etwas öffnet, wenn ich vor einem Bild stehe. Ich merke, wie lange ich es schon vermisst habe, mir Kunst anzusehen. Ich frage mich dann immer, wieso es so lange gedauert hat, warum ich das nicht öfter mache? In solchen Augenblicken hat ein Kunstwerk immer etwas sehr Essentielles, etwas unbedingt Notwendiges, etwas ohne das ich nicht sein kann.

Ein wenig verstört durch das gestrige Erlebnis habe ich mich gefragt, was Kunst eigentlich für mich bedeutet  und was an Kunst für mich wichtig ist? Muss Kunst nur „schön“ sein? Darf Kunst mich nicht aufregen?

Was hat meine Hochsensibilität mit Kunst zu tun?

Sehr viel, wurde mir sehr schnell klar. Drei Dinge gibt es, die für mich im Umgang mit Kunst sehr wichtig sind, die mit relativ typischen hochsensiblen Eigenschaften zu tun haben:

1. Das Interesse am Menschen

Ich kann ein Kunstwerk niemals abgekoppelt ohne den Künstler dahinter betrachten, ich will immer auch wissen, was hat dieser Mensch erlebt, warum hat er etwas so und so gemacht, schließlich ist das Kunstwerk ja Ausdruck des Menschen, der es geschaffen hat. Und es ist auch gar nicht so selten, dass ich mich dann auf irgendeine Weise mit diesem Menschen verbinde, selbst wenn er schon tot ist und ich ihn persönlich niemals kennenlernen kann.

2. Das Bedürfnis verstehen zu wollen

Für mich ist es ganz wichtig, Kunst verstehen zu können, also, dass ich verstehen kann, was auf einem Bild oder einer Fotografie abgebildet ist, ohne dass mir jemand das noch erklären muss. Abstrakte Kunst z. B. macht mich meist ärgerlich, weil sie sich meinem unmittelbaren Verständnis entzieht und ich zu einfachen Formen und Linien auch keinen besonderen Bezug habe.

Jetzt ist dazu noch eine weitere, technische Komponente gekommen. Seit etwas mehr als einem halben Jahr nehme ich regelmäßig Zeichenunterricht. Das führt dazu, dass ich Zeichnungen nicht nur einfach ansehe um das Ergebnis zu bewundern, sondern ich sehe sie mir genauer an um herauszufinden, welche Techniken der Künstler verwendet hat, um bestimmte Effekte zu erzielen usw.

3. Das Bedürfnis nach Harmonie

Hochsensible Menschen haben häufig ein besonderes Bedürfnis nach Harmonie, die sich in vielfältiger Form äußern kann. In meinem Fall bezieht sich die Harmonie in der Kunst auf die verwendeten Farben, ist mir klargeworden. Grelle Neonfarben empfinde ich als so aufdringlich, dass ich nicht einmal hinsehen mag. Wenn es keine Harmonie gibt in einem Kunstwerk ist es für mich absolut unmöglich mit ihm in Beziehung zu treten. Und das ist es, was an der Kunst für mich schön ist. Ich trete in Beziehung mit etwas, das jemand anderer geschaffen hat. Oder trete ich durch etwas, was jemand anderer geschaffen hat, eher in Beziehung mit mir selbst?

Meine Kreativität wurde immer gefördert

Diese Frage lässt sich wohl genauso wenig beantworten, wie die Frage, ob die Kunst in mir selbst ist, oder ob sie mir vielleicht vererbt wurde, denn für meine Mutter war Kunst alles. Sie hat dafür gesorgt, dass Kunst in unserem Leben einfach allgegenwärtig war und hat auch dafür gesorgt, dass wir schon als Kinder immer wieder mit Formen künstlerischen Ausdrucks in Berührung kamen, indem sie uns bei verschiedenen Workshops und Kursen angemeldet hat. Und wenn ich mich für eine große Sache entscheiden müsste, die meine Mutter mir geschenkt hat im Leben und für das Leben, dann wäre es, dass sie meine überbordende Kreativität immer gefördert hat. Und dafür werde ich ihr ewig dankbar sein. Kreativer Ausdruck ist für hochsensible Menschen ja sowieso sehr wichtig.

Riesige Wandformate stören mich übrigens nicht immer. Bei Hockney oder Baselitz hatte ich gar kein Problem damit … aber möglicherweise tendiere ich doch eher zu kleinen Bildern, das muss ich einmal beobachten …  Schlichtheit finde ich ebenfalls anziehend.

Wie sieht es mit Ihnen aus? Welche Rolle spielt Kunst in Ihrem Leben? Was brauchen Sie um mit einem Kunstwerk in Beziehung zu treten? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzlichst,

Ihre
Monika Richrath 

 

Dieser Schmerz ist nicht meiner – eine Rezension

Dieser Schmerz ist nicht meiner – eine Rezension

Auf dieses Buch habe ich richtig lange warten müssen. Seit das Erscheinen der deutschen Übersetzung in der Facebook Klopfkongress-Gruppe angekündigt wurde, war mir klar, dieses Buch möchte ich lesen und auf meinem Blog rezensieren, denn ich bin sicher, dass viele von Ihnen etwas damit anfangen können. Ich denke, gerade wir als hochsensible Menschen sind besonders empfänglich für die Erlebnisse unserer Vorfahren, die für uns unverständlich bleiben, so lange wir nicht wissen, wo sie herkommen.

Wie wir uns mit dem seelischen Erbe unserer Familie aussöhnen

lautet der Untertitel dieses vor kurzem erschienenen Buches, das sich mit den Folgen von Familientraumata über Generationen hinweg beschäftigt. Wenn wir unter unerklärlichen Ängsten oder sonderbaren Verhaltensweisen leiden, im Leben keinen Erfolg haben, immer wieder an Grenzen stoßen, die wir scheinbar nicht überwinden können, kann dies an einem Familientrauma liegen, das in uns weiterlebt, obwohl es uns nicht selbst zugestoßen ist. Ich habe erst vor relativ kurzer Zeit begonnen, mich mit

Mein Vater 1935/36 in einer Kinderbewahranstalt

Familien-
forschung

zu beschäftigen, aber sehr schnell gemerkt, dass die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte nicht nur äußerst spannend ist, sondern auch viele heilende Aspekte in sich birgt (mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass es das Verhältnis zu unseren Eltern verändern kann, wenn wir uns auf die Suche nach Hochsensibilität in unserer Familie machen). Von meiner Mutter habe ich eines Tages erfahren, dass der Vater meines Vaters an Multipler Sklerose litt. Unmittelbar nachdem meine Mutter mir dies erzählt hatte, spürte ich eine Veränderung in meinem Körper, wo sich im unteren Rückenbereich etwas löste – als seien mir sozusagen Steine vom Rücken gefallen.

In der Zwischenzeit ist meine Mutter gestorben und ich habe begonnen, meine Familiengeschichte aufzubereiten. Das ist alles andere als ein Klacks und geht immer nur in ganz kleinen Schritten. Zwischendurch brauche ich sehr viel Zeit um das Erfahrene zu verdauen.

Ich habe unerhörtes Glück

Die Ehe meiner Eltern bestand im wesentlichen aus Abwesenheiten. Diesem Umstand verdanke ich die erfreuliche Tatsache, dass es viele Briefe gibt, anhand derer ich die Vergangenheit meiner Familie rekonstruieren kann. Und ohne jetzt auf die Einzelheiten eingehen zu wollen, kann ich doch sagen: nichts ist so, wie ich geglaubt habe. Mir ist außerdem schon seit längerem klar, dass ich mich unbedingt mit meinem schon in den 1970er Jahren gestorbenen Vater auseinandersetzen muss. Vor dieser Auseinandersetzung habe ich mich lange Zeit gedrückt. Vielleicht hat mich deshalb das Thema von Mark Wolynn so angesprochen.

Ich weiß, ich schreibe das oft (aber es ist jedesmal wahr!), aber dieses Buch wird mein Leben verändern. Vielleicht sogar auf den Kopf stellen, wer weiß.

Wir sind mit unserer Familie über Generationen hinweg verbunden

und daran ändert sich auch nichts, wenn wir diese Verbindung oder einzelne Familienmitglieder ablehnen. Es kann vorkommen, dass wir heute Traumata ausleben, die andere Menschen vor uns erlebt haben, wie die Eltern oder sogar auch die Großeltern oder andere Personen im Familienverband. Ich denke, dass für uns als hochsensible Kriegskinder und Kriegsenkel es besonders wichtig ist, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, weil es vermutlich kaum eine Familie gibt, die nicht in irgendeiner Art und Weise von den Spätfolgen des zweiten Weltkriegs betroffen ist. Gerade für meine Generation der Kriegsenkel ist es besonders schwierig, denn entweder wollen die Eltern nicht über das reden, was sie im Krieg erlebt haben oder sie reden die ganze Zeit darüber. Das Fatale daran ist: wir müssen nicht einmal etwas wissen über die Traumata unserer Vorfahren, damit sie unser Leben lenken und bestimmen.

Hier kommt Mark Wolynn mit seinem Buch ins Spiel

Er möchte uns LeserInnen dabei unterstützen, unser Leben heute zu verbessern, indem wir herausfinden, was mit unseren Ahnen geschehen ist und ihnen und uns dabei helfen, sich damit auszusöhnen. Seine Vorgehensweise dabei ist bestrickend einfach und genial.

Das Buch ist in drei Teile unterteilt:

in Teil I. (Das seelische Erbe unserer Familie) geht es um allgemeine Grundlagen, wie z. B. die Auswirkung von Stress auf gegenwärtige und künftige Generationen. Es geht darum, was passiert, wenn unser Fluss der Lebenskraft unterbrochen wird, und was diesen Fluss unterbricht.

Lt. Wolynn sind vier Themen dafür verantwortlich:

  1. Verschmelzung mit einem Elternteil
  2. Ablehnung eines Elternteils
  3. Bruch in der frühen Bindung mit der Mutter
  4. Identifikation mit einem anderen Mitglied unseres Familienverbandes

Immer wieder gibt es kleine Übungen zur Vertiefung des Gelesenen, die es ziemlich in sich haben, zum Beispiel soll man sich vorstellen, die Eltern oder eine Elternenergie vor sich zu haben und sich vorzustellen, dass von den Eltern eine lebensspendende Kraft zu einem fließt. Wie viel davon ankäme? Von meinem Vater bekam ich in meiner Vorstellung schlappe 5 %. Die 100 % konnte ich übrigens auch mit meiner Mutter nicht voll machen. Höchst aufschlussreich …

In Teil II. „Die Erforschung unserer Schlüsselsprache“ geht es darum, wie wir herausfinden können, welche Traumata in unserer Familie leben. Auch hierzu gibt es Übungen. Mark Wolynns Konzept ist zwar einfach (im Sinne von nicht kompliziert), aber absolut schlüssig. Mir war zwar immer klar, dass das Thema meiner Familie „Bindung“ ist, aber ich habe noch ganz neue Ideen bekommen, über eine Sache, die mich im Grunde genommen seit meiner Kindheit verfolgt. Nun frage ich mich, ob das wirklich meins ist?

Am meisten war ich auf Teil III gespannt „Die Verbindung wieder herstellen“. Mark Wolynn weist uns eindringlich darauf hin, dass immer dann, wenn wir jemanden aus unserer Familie ablehnen, wir uns selbst ablehnen. Ja, die Ablehnung kann sogar dazu führen, dass wir keinen Erfolg im Leben oder mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Die Vorschläge, die der Autor uns hierzu macht, sind sehr einfach umzusetzen, ich für meinen Teil weiß jedoch schon, dass es ein längerer Prozess werden wird – den ich auch gerne in Angriff nehmen möchte, ohne stets die Rezension im Hinterkopf haben zu müssen. Denn ich betrachte mich im Grunde genommen als eine vaterlos aufgewachsene Person. Ein einziges, wie ich finde, herzzerreißendes Foto gibt es für mich, auf dem ich mich mit meinem Vater verbinden kann: mein Vater auf dem Schoß einer Nonne in einer Kinderbewahranstalt. Immer, wenn ich dieses Foto ansehe, könnte ich weinen. Mein erster Plan ist es, Fotos von meinen Eltern als Babies auf kleine Leinwände abziehen zu lassen und diese aufzuhängen und mit ihnen zu sprechen. Mir ist schon ein wenig mulmig, meinen Vater nach 40jähriger Abwesenheit wieder „in mein Leben zu lassen“, aber ich bin sicher, dass Mark Wolynn recht hat. Meine Mutter ist als Energie übrigens seit ihrem Tod so präsent in meinem Leben, wie sie es zu Lebzeiten nie war …

Die Schlüsselsprache von Beziehungen

Ein Kapitel von Dieser Schmerz ist nicht meiner fand meine ganz besondere Aufmerksamkeit und Begeisterung. Ich finde, dieses Kapitel sollten alle Menschen lesen, die in irgendeiner Form Schwierigkeiten in Beziehungen haben, unter Bindungsängsten, Bindungsschwierigkeiten usw. leiden. Hier erfahren Sie nämlich warum. Mark Wolynn beschreibt sehr anschaulich „21 unsichtbare Dynamiken, die sich auf Beziehungen auswirken können“. Es ist einfach etwas ganz anderes, zu wissen, in meiner Familie ist das und das passiert oder mir ist das und das passiert und zu lesen und zu verstehen, welche Auswirkungen das auf unsere Beziehungen haben kann. Dazu passt die sehr wunderbare Übung einen Vergleich zu ziehen zwischen der aktuellen Beziehung und einem Muster der Familiengeschichte. (Das sind übrigens Elemente, die auch in den Klopfakupressur-Sitzungen mit meinen KlientInnen häufig zum Tragen kommen). Sicherlich ist es sehr nutzbringend, wenn Sie die Erkenntnisse aus diesem Buch zum Klopfen verwenden, um sich weitezuentwickeln.

Die Schlüsselsprache des Erfolgs

Auch das 13. Kapitel hat mir außerordentlich gut gefallen. Von den 21 Fragen zum Thema Erfolg hätte ich schon 10 mit ja beantworten können … In

die Schlüsselsprache als Medizin

geht es schließlich darum, wie wir selbst Traumata in unserem Körper heilen können, mit ganz einfachen Gesten und Gedanken, z. B. indem wir zu uns selbst sagen „ich bin hier“, oder „ich tröste dich“, „ich bin bei dir“ usw.

Mein Fazit

Ein wirklich tolles Buch, dem ich eine große und breite Aufmerksamkeit wünsche. Sachlich und trotzdem liebevoll nimmt Mark Wolynn uns Leser an die Hand, damit wir diesen notwendigen Schritt der Aussöhnung ohne Angst beginnen. Ich für meinen Teil bin sicher, dass ich das Buch noch öfter lesen werde und es in meinem Bücherschrank einen festen Platz bekommt.

Wie sieht es mit Ihnen aus? Haben Sie auch etwas aus Ihrer Familie übernommen, das Sie gerne loswerden möchten?

Ihre
Monika Richrath

Dieser Schmerz ist nicht meiner„*, Kösel, 2017, ISBN 978-3-466-34655-4 € 17,99

Versteckte Wohnstresse beseitigen

Versteckte Wohnstresse beseitigen

Wohnen bedeutet, in einer vertrauten Umgebung zu sich selbst zu kommen. Wohnen bedeutet, sich regenerieren zu können, sich zurückziehen zu können und die Akkus wieder aufzuladen.

Hier hat Stress nichts verloren. Und doch gibt es Wohnstress, der uns häufig gar nicht bewusst ist. Hochsensible sind für verstecke Wohnstresse anfälliger, eben weil sie sehr sensibel sind und die Eindrücke intensiver wahrnehmen.

Wo lauern die versteckten Wohnstresse? Häufig sind es Dinge, die gerade modern sind, wie viel zu viel Glas. Etwas, das gerade dann, wenn wir Schutz und Geborgenheit brauchen, nicht unseren Bedürfnissen entspricht. Aber auch das genaue Gegenteil kann Stress verursachen. Kleine Fenster, wenig Licht und dunkle Farben bewirken eine Beengung, die uns nicht gut tut. Sollen wir also überall den „goldenen“ Mittelweg gehen?

Meine Antwort ist ganz klar NEIN, weil wir dann indifferente Räume schaffen. Wir brauchen Räume, die unseren Bedürfnissen entsprechen, oder die wir entsprechend unseren Bedürfnissen anpassen können. Wir brauchen Sonne und wir brauchen Blickschutz. Dies sollte sich verbinden lassen.

copyright: FotoliaWohnstress Einblick

Wie bereits erwähnt, kann der Modetrend Glas zu einem massiven Stressfaktor werden. In einem meiner Artikel, zum Thema „Authentisch Wohnen“, habe ich beschrieben, wie Modetrends unsere Bedürfnisse zudecken. Damit verhindern wir Erholung und schaffen Stress. Was auf diesem Bild behaglich aussieht, ist von innen betrachtet weit weniger attraktiv, weil wir uns in einem schutzlosen Raum befinden. Mangelnder Blickschutz ist mittlerweile einer der häufigsten Wohnstresse. Besonders in Gebäuden aus den letzten Jahren, kommt dies sehr häufig vor.

Modetrends vs. Bedürfnisse

Dieses Haus ist modern gestaltet und entspricht dem Trend nach Transparenz und Offenheit. Es kann bestimmt auch als gelungene Architektur bezeichnet werden. Es kann sein, dass Dir dieses Haus gefällt, und dass Du dieses Haus vielleicht auch kaufen würdest. Ich möchte auch durchaus offenlassen, dass es eine Gruppe von Menschen gibt, die sich darin wohl fühlen würden. Was ich jedoch ganz klar vermitteln möchte: Durch trendige Gestaltung und durch moderne Architektur werden wir verleitet, einige unserer wesentlichen Bedürfnisse in den Hintergrund zu stellen. Nämlich das Bedürfnis nach Schutz, Geborgenheit und Behaglichkeit. Auch das Bedürfnis nach einem konfliktfreien Zusammenleben wird oft untergraben. Wir haben dann zwar ein modernes Haus, das wahrscheinlich vielen Menschen gefällt, jedoch kaum Geborgenheit bieten kann.

Wohnstress Zusammenleben

Im Zusammenleben, sei es in der Familie, als Paar oder auch in einer anderen Wohngemeinschaft, erleben wir fast immer auch Konflikte. Dies ist natürlich, weil wir alle verschiedene Bedürfnisse haben. Unterschiedliche Bedürfnisse sind jedoch die Ursache von Konflikten. Problematisch wird es, wenn die Wohnung diese Konflikte verstärkt, bzw. wenn es raumbedingt nicht möglich ist, gewisse Konflikte zu lösen. Meist ist dies bei zu offenen Grundrissen der Fall. Modern sind Häuser, wo der Gemeinschaftsbereich von Kochen, Essen und Wohnen ohne Abgrenzung ineinander über geht. Um zu veranschaulichen, wo die Probleme dabei liegen, möchte ich einfach einige Alltagssituationen beschreiben:

  • Du kommst von einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause und die Kinder spielen im Gemeinschaftsbereich. Du wünscht Dir Ruhe und eine halbe Stunde abschalten. Wenn es keinen Rückzugsraum gibt, so kannst Du dieser Situation nicht entfliehen und wirst dies mürrisch über Dich ergehen lassen
  • Dein Partner hat Besuch und Du willst nicht dabei sein. Bei einem offenen Wohn- Essbereich bleibt möglicherweise nur noch das Schlafzimmer als Ausweichvariante
  • Ein Kind will am Esstisch Hausübungen machen und braucht dazu Deine Unterstützung. Die anderen, jüngeren Kinder, spielen im Gemeinschaftsbereich, machen Lärm und toben. Du versuchst sie zur Ruhe zu bringen, was Dir wahrscheinlich nicht gelingen wird, weil Du Dich ja auf das Kind mit den Hausübungen konzentrierst.

Die Lösung für diese Form von Wohnstress ist es stets, Zonen zu schaffen und diese voneinander abzugrenzen. Sobald 2 Personen zusammen leben, ist die Minimumvariante 2 Aufenthaltsräume, unabhängig von den Schlafzimmern, damit ein aktiver und ein passiver Bereich geschaffen werden kann. Stehen diese Räume nicht zur Verfügung, können Nischen eine Lösung anbieten, die man auch mit Raumteiler schaffen kann.

Wohnstress Reizüberflutung

Die mediale Reizüberflutung ist in aller Munde. Umso wichtiger wird es immer mehr, zumindest Zuhause Ruhezonen zu schaffen, und dies hat viel mit Gestaltung zu tun. Menschen, die in der Natur sparzieren gehen, verarbeiten Stress wesentlich schneller als Menschen, die in einer Stadt sparzieren gehen. Diese einfache Tatsache sollte uns animieren, diesen Erholungseffekt auch in die Wohnung zu holen. Stattdessen streben wir nach klaren Linien und einer Farbgebung, die keine ist. Weiß – Grau – möglicherweise sogar Schwarz. Auch hier spielt der Modetrend unsere Bedürfnisse aus. Forscher haben herausgefunden, dass jenes satte Grün, das wir so häufig in der Natur sehen, Stresshormone senkt. Exotische Bäume mit roten Blättern, entfalten bei Weitem nicht die erholsame Wirkung, wie Bäume mit unserem Grün. Die Natur ist in uns genetisch verankert und wirkt jeder Reizüberflutung entgegen. Einige Möglichkeiten der Reizüberflutung habe ich in „Die Heilkraft der Natur“ beschrieben. Farben, Bilder und andere Accessoires können Gesten der Natur sein und damit deren Wirkung in unsere Räume bringen. Dadurch erreichen wir auch, dass Wohnen gesund macht.

Was können wir machen?

Um nicht in die Falle der versteckten Wohnstresse zu geraten, können wir uns folgende Fragen stellen:

  • Erlebe ich in meiner Wohnung einen Mangel an Geborgenheit und Schutz?
  • Kommt es im Zusammenleben mit meiner Familie immer wieder zu Konflikten, die eigentlich nicht sein müssten?
  • Fällt es mir in meiner Wohnung schwer, zur Ruhe zu kommen und Stress zu verarbeiten?

Wenn Du eine dieser Fragen mit Ja beantwortest, dann solltest Du der Ursache auf den Grund gehen. Die Ursachen können vielfältig sein, und möglicherweise gibt es eine Reihe von Stressfaktoren, die entschärft werden sollten. Hier einige Beispiele.

Blickschutz für unsere Geborgenheit

„Sehen ohne gesehen zu werden“ gibt Sicherheit. Dieses Bedürfnis stammt aus unserer Stammesgeschichte, wo es galt Gefahren zu erkennen und selbst möglichst unsichtbar zu sein. Man könnte meinen, dies ist heute nicht mehr relevant – sagt der Kopf. Aber unser Gefühl spricht eine andere Sprache. Das Bedürfnis nach Geborgenheit können wir nicht negieren, es wird uns immer begleiten, es ist ein genetisches Erbe aus unserer Evolutionsgeschichte.

Wenn Du an einem Platz zu wenig Geborgenheit spürst, ist der erste Schritt, auf fehlenden Blickschutz zu achten. Hast Du eine Glasfläche identifiziert, die Dir nicht behagt, solltest Du noch überlegen, in welchem Bereich das Glas verdeckt sein sollte. Rollläden und Jalousien lassen sich nur von oben nach unten schließen, was nicht optimal ist. Vor allem bei raumhohen Fenstern und Türen sollte eher der Brüstungsbereich verdeckt werden. Dies kann man mit Plissees erreichen, die man meist beliebig verschließen kann, also auch von unten nach oben.

Lichtqualität für unsere gute Stimmung

Für unser Empfinden und unsere Stimmung ist nicht nur die Lichtstärke entscheidend, sondern vor allem die Lichtfarbe. Durch warmes Licht (3000 Kelvin und weniger) erreichen wir Entspannung und Erholung, durch kühles Licht (5000 Kelvin und mehr) erreichen wir Aktivierung und geistige Frische. Dies spiegelt sich auch im Tagesverlauf wider. Morgens ist das Licht kühler als abends und unterstützt damit auch das Aufwachen, wohingegen das Abendlicht Ruhe und Beschaulichkeit bewirkt. Es gibt auch Lampen, wo diese Lichtfarbe geändert werden kann, womit wir also die Lichtqualität unseren Bedürfnissen anpassen können. Wollen wir diese Lampen nicht kaufen, so sollte man sich auf die jeweilige Raumfunktion beziehen. Warmes Licht im Schlafzimmer, kühles Licht am Schreibtisch.

Schallschlucker für eine bessere Kommunikation

Räume mit viel Glas und harten Oberflächen, haben meist eine schlechte Akustik. Dies bedeutet, Du hörst nicht nur das gesprochene Wort, sondern auch das Echo und das gleichzeitig. Dann wird es schwierig, den anderen zu verstehen. Längere Gespräche sind hier fast unmöglich. Gerade Hochsensible sind dabei sehr leicht irritiert.

Was wir hier brauchen, sind Schallschlucker, in Form von weichen Materialien. Es gibt etwa Fliesen und Trennwände aus Filz. Sogar schallschluckende Bilder werden angeboten. Einige dieser Elemente im Raum verbessern nicht nur die Akustik, sondern meist auch das Behaglichkeitsempfinden.

Holz und Lehm für unsere Nase

Es gibt Räume, wo sprichwörtlich dicke Luft herrscht. Schlechter Geruch kann sich in den Materialien festsetzen. Wollen wir unserer Nase etwas Gutes tun, so ist offenporiges Holz zu empfehlen. Allgemein herrscht die Meinung vor, Holz sollte unbedingt behandelt werden, und so wird es zumindest geölt. Flächen jedoch, die kaum beansprucht werden, können ruhig unbehandelt, also gehobelt, aber nicht mehr weiter behandelt werden. Was ist hier der Unterschied. Das Holz hat die Fähigkeit Feuchtigkeit aufzunehmen und bindet damit gleichzeitig diverse Geruchsstoffe. Der Meister in dieser Qualität ist jedoch der Lehm, der aus mehreren Gründen das Raumklima verbessert. Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit im mittleren Niveau (ca. 50%), wo wir Menschen uns am wohlsten fühlen. Einen Hauch von Lehmputz bekommt man auch mit Lehmfarbe in den Raum.

Mein Geschenk für Hochsensible

Speziell für hochsensible Menschen habe ich meine „8 Wohntipps“ zusammen gestellt, die Du Dir gratis herunter laden kannst. Öfters bin ich darauf angesprochen worden, ob diese Wohntipps nur für Hochsensible gedacht sind. Natürlich sind diese Empfehlungen auch für Nicht Hochsensible wertvoll. Hochsensible sind für verstecke Wohnstresse zwar anfälliger, Du wirst jedoch auch davon profitieren, wenn Du nicht weißt, ob Du hochsensibel bist. 91% aller Menschen sagen, dass Erholung und Regeneration für sie ein wesentlicher Aspekt des Wohnens ist. Im Online-Kurs „Erholsam Wohnen“, spreche ich alle diese 91% von uns an, die Wohnstresse beseitigen wollen und sich mehr Erholung wünschen.

Die Botschaft dieses Artikels ist ganz einfach

Die Hauptbotschaft dieses Artikels lautet: Deine Bedürfnisse und nicht Modetrends geben vor, wie die Räume gestaltet sein sollen, die Dir gut tun. Dabei kannst Du an mehreren Schrauben drehen, je nachdem wo in Deiner Wohnung die Stresspunkte sitzen. Im Artikel „Die 3 Wege den Wohnstress zu beseitigen“ findest Du weitere Gedanken dazu, wie man sich dem Thema nähern kann.

Viel Freude beim Wohngestalten wünscht

Herbert Reichl

Herbert Reichl

Herbert Reichl

Wohnpsychologe und Planer

Spezialgebiet erholsam Wohnen 54 Jahre, verheiratet, 1 Tochter (13 Jahre) Meine beiden Berufe miteinander verbunden sind zu meiner Leidenschaft geworden. Räume so zu planen und gestalten, dass sie den Menschen entsprechen.
de_DEDeutsch