Warum ich mit der KIopfakupressur arbeite

Warum ich mit der KIopfakupressur arbeite

Als hochsensibler Mensch weiß ich, wie schwierig der Alltag und die sozialen Interaktionen für hochsensible Menschen sein können. Ich musste erst drei Burn-outs hinter mich bringen, bis ich endlich eingesehen habe, dass mein Weg nicht in abhängiger Arbeit für andere liegt. Dieser Weg hat mich buchstäblich krank gemacht und mir nicht nur Burnouts beschert, sondern auch eine Fibromyalgie. Früher war ich ein sehr unglücklicher Mensch. Durch das Klopfen habe ich jedoch herausgefunden, dass in mir ein sehr fröhlicher Mensch steckt. Die EFT tapping (or tapping acupressure) hat hat mein Leben vollkommen verändert und damit auch das Erleben einer chronischen Erkrankung positiv beeinflusst. Mein Wunsch ist es, als HSP und Coach und Trainerin für Klopfakuprssur andere Menschen in akuten Stress-Situationen dabei zu unterstützen, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen und schon frühzeitig Warnsignale ernst zu nehmen um die richtigen Weichen zu stellen. Die eigenen positiven Erfahrungen mit der EFT fundierten Klopfakupressur motivierten mich die Meridian-Klopftechnik in einer qualifizierten und fundierten Ausbildung von der Pike an zu lernen, die ich 2009 nach den Richtlinien des EFT-D.AC.H (heute Verband für Klopfakupressur) (Modul 1-3 beim Zentrum für Feng Shui und energetische Therapien, Bonn), absolvierte. Von 2010 bis 2011 ergänzte ich diese um eine Ausbildung als psychologische Beraterin beim Institut für Lernsysteme, Hamburg und erwarb die Qualifikation „Ausgebildete Hypnotiseurin (TMI)“ beim Thermedius-Institut, Köln. Schließlich erweiterte ich 2012 meine Kompetenzen noch durch eine „Train-The-Trainer“ Ausbildung bei Neues Lernen, Köln. Die EFT tapping (or tapping acupressure) kann ich mir nicht nicht mehr aus meinem täglichen Leben weg denken. Die thematische Arbeit finde ich einfach wunderbar. Ich staune immer noch oft über die unglaublich vielfältigen und kreativen Möglichkeiten, die diese Methode bietet. Ich bin dankbar, miterleben zu dürfen, wie sich die Ausstrahlung von Menschen durch das Klopfen verändert. Darum bin ich  aus Leidenschaft coach und Trainerin für Klopfakupressur. Ich freue mich, wenn ich Ihnen vermitteln kann, wie leicht es ist, Änderungen in Ihrem Leben herbeizuführen, damit auch Sie gelöst, mit leuchtenden Augen und einem Lächeln im Gesicht neue Wege gehen können. Falls Sie interessiert, warum aus der EFT-Klopftechnik die Klopfakupressur wurde, gibt es hier einen extra Beitrag dazu. Herzliche Grüße, Ihre Monika Richrath
Mittwoch um eins

Mittwoch um eins

Je mehr ich mich mit dem Thema Körper und High sensitivity beschäftige, umso wichtiger scheint es mir zu sein, mit meinem (häufig vernachlässigten) Körper in Kontakt zu treten und ihm in vielfältiger Form Gutes zu tun. Bislang habe ich das nicht aktiv bearbeitet, weil mir anderes immer wichtiger schien. Allerdings gibt es in meinem EFT-Seminaren und Workshops nicht nur eine Anleitung für die Klopfakupressur, sondern auch immer einen Reframing Part, der sich mit der Umsetzung einer positiven Neubewertung und -ausrichtung befasst. Dies habe ich in der letzten Zeit nicht nur für HSP getan, sondern auch für andere Menschen in akuten Stress-Situationen, wie Pflegekräfte z. B.

Offensichtlich hat mein Körper einfach die für andere bestimmten Neuorientierungen aufgegriffen und umgesetzt. Für mich fühlt es sich jedenfalls so an, als hätte mein Körper die Regie übernommen – und so kommt es, dass ich seit Anfang des Jahres zweimal in der Woche ins Schwimmbad gehe (wohin ich es im vergangenen Jahr nicht ein einziges Mal geschafft habe!). Für mich ist das wie Magie – aber es zeigt auch wieder mal sehr schön die wunderbaren Nebeneffekte, die die Klopfakupressur haben kann.

Mittwoch um eins ist ein Termin, der sich bei mir schon fest eingebürgert hat und den ich nur ausfallen lasse, wenn eine Krankheit im Anflug ist. Schon den ganzen Morgen über bin ich freudig beflügelt beim Gedanken an das Schwimmbad. Um eins steige ich dann ins Becken zu den anderen. Das Durchschnittsalter der TeilnehmerInnen dürfte zwischen 60 und 70 liegen. Mit meinen 51 Jahren gehöre ich eher zu den Youngstern. Einige hüpfen sich schon einmal warm und auch ich plantsche erwartungsvoll im Wasser herum. Jeglicher Stress fällt von mir ab. Jetzt gehts gleich los!

Da kommt der Trainer mit dem Equipment, es ist immer das gleiche: erst die Hanteln, dann die Nudeln, dann Scheiben. Auch die Choreographie der Übungen ist immer die gleiche, nur die Musik nicht. Heute hatten wir Prince und Frieda Gold. In der Woche vor Karneval die Höhner, da wurde ein wenig mitgesungen (soweit das während der Wassergymnastik möglich war). Jetzt geht es los: Es wird gerempelt und gekichert und mit dem Trainer geflirtet …

Mit mir geht jedenfalls im Wasser eine sonderbare Metamorphose vor sich: ich werde nicht nur leichter, ich verjünge mich auch, ich werde fünf oder 12 oder 18, wenn die Musik losgeht. Das fühlt sich ein bißchen wie Disco an (Nur dass ich beim Bewegen schon mal den Boden unter den Füßen verliere oder abgetrieben werde ins tiefere Wasser). Plötzlich bin ich nur noch Bewegung, Musik und Rhythmus. Alles ist perfekt. Ich höre meinen Körper förmlich vor Wonne seufzen. Heute schien die Sonne ins Becken und zauberte silbrige Reflexe aufs Wasser, zauberhaft. Ich wollte das Becken gar nicht mehr verlassen.

Ich verstehe selbst nicht mehr, wieso ich mir das jahrelang selbst vorenthalten habe? Egal, es ist nie zu spät dafür, neue Akte und Zeichen der Selbstliebe zu finden, schon gar nicht, wenn man hochsensibel ist 😉

Wie halten Sie es denn mit dem Sport? Ich freue mich, wie immer, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit
Ihre Monika Richrath

Bild von StockSnap auf Pixabay 

Hunger

Hunger

Als Kind habe ich immer davon geträumt, „erwachsen“ zu sein und fieberte meiner Volljährigkeit entgegen. Der 18. Geburtstag kam und ging. Gut, jetzt konnte ich meine eigenen Entschuldigungen schreiben und in ein eigenes Zimmer ziehen, aber gegen viele (sehr viele) Dinge war ich vollkommen machtlos. Nie hätte ich mir als Teenager träumen lassen, dass die so lang ersehnte Unabhängigkeit schon bald verblassen würde neben einem sonderbaren, unerklärlichen Phänomen: Mir war immer schlecht. Morgens mittags abends. Immer. Es gab nur graduelle Abweichungen – gelegentlich gelang es mir, diesen Zustand kurzfristig zu vergessen. Natürlich habe ich sehr viel über die Ursache dieses sonderbaren Phänomens nachgegrübelt – herausgekommen ist dabei aber nicht viel – außer vielleicht der vagen Erkenntnis, dass ich besser aufhören sollte zu rauchen – was einfach nicht möglich war.

Medizinische Untersuchungen blieben übrigens auch relativ ergebnislos. Stets wurde mir eine kleine Rötung der Magenschleimhaut bescheinigt, was zur Folge hatte, dass ich mich wie eine Hypochonderin fühlte. Auch wurde mir stets geraten, doch kein Aspirin mehr zu mir zu nehmen. Der Clou war, dass ich noch nie Aspirin genommen hatte, in meiner Familie war das nicht üblich. „Psychosomatisch“ war das Etikett für unerklärliche Leiden, das die Ärzte einem in den 80er und 90er Jahren gern verpassten, wenn sie nicht weiter wussten. „Psychosomatisch“, das klang für mich so, als sei ich es selbst irgendwie schuld, jedenfalls fühlte ich mich auf vage Weise schuldig an meinem Zustand.

Meiner Mutter zufolge bin ich immer eine „schwierigere Esserin“ gewesen. Die Übelkeit machte alles noch schlimmer. Meistens hatte ich gar keine Lust, etwas zu essen. Wenn ich gestresst war, hatte ich einen Kloß im Hals und einen Knoten im Magen und empfand einfach keinen Hunger. Am Ende war ich so dünn, dass meine Freundin begann, sich Sorgen zu machen und mich öfter zum Essen einlud. Therapie- und Selbsthilfegruppen waren damals nicht verfügbar. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob mir „so etwas“ genutzt hätte, denn ein Bewusstsein für eine Essstörung hatte ich nicht. Viele Ärzte haben sich mit der leichten Rötung meiner Magenschleimhaut beschäftigt. Am Ende waren es alle leid, sich mit meinem Magen auseinander zu setzen – mich eingeschlossen. Ich hatte mich letztendlich für konsequentes Ignorieren der Signale meines Körpers entschieden (eine Vorgehensweise, die ich mit vielen anderen hochsensiblen Menschen teilte) und dies führte dazu, dass niemand entdeckte, dass ich in aller Stille ein Magengeschwür entwickelt hatte, an dessen Perforation ich 1996 fast gestorben wäre. Es ging noch gerade eben so.

Für mich war das Gefühl „gerade eben noch davon gekommen zu sein“, ein entscheidender Wendepunkt. Ich verstand, dass ich für mich selbst verantwortlich war, für mein Leben und dafür, dass es mir gut ging. Ich begann besser auf mich zu achten, darauf, was ich aß und wie es mir ging, in winzigen und kleinen Schritten kam ich so vorwärts. Irgendwann entdeckte ich meine Hochsensibilität. Eines Tages lieh mir jemand das Buch: „Die Frau, die im Mondlicht aß (Ess-Störungen überwinden durch die Weisheit uralter Märchen und Mythen von Anita Johnston)“. Ich war wie vom Donner gerührt. Zwar fiel der Begriff „Hochsensibilität“ nicht ein einziges Mal, aber ich hatte das Gefühl, das es genau darum ging: seiner feinen Wahrnehmung zu vertrauen, egal, was andere dazu sagen. Dieses Buch zu lesen war für mich ein nachdrückliches Erlebnis, auch, weil die Autorin sehr schön beschreibt, wie der Zugang zu den eigenen Gefühlen (wieder) leichter wird.

Im Rückblick denke ich, dass ich mir als junger Erwachsener immerzu schlecht war, weil ich das, was da war, nicht wollte. Vor allen Dingen wollte ich selbst mich nicht. Ich hatte eine sehr genaue Vorstellung davon, wie ich sein wollte oder wie ich sein könnte – aber wie ich es schaffen könnte, so zu sein, das wusste ich nicht.

Jetzt, viele, viele Jahre später, verfüge ich auch über Erfahrungen mit der Kehrseite der Medaille: Essen als Ersatz, Essen als Trost, Essen aus Frust, Essen aus Stress. Essen, weil die Dinge nicht so sind, wie ich sie gerne hätte. Essen, weil ich nicht so bin, wie ich sein möchte – mit jedem Bissen weniger …

Zum Glück habe ich mittlerweile die EFT tapping (or tapping acupressure) (früher EFT) entdeckt – und welche Freude darin steckt, heraus zu finden, wonach man wirklich hungert und wie und womit man sich nährt (Ich finde die 5-Elemente-Küche einfach genial)! Sehr gerne mache ich Sie auf lebenshungrig, den Blog von Simone Happel, aufmerksam, in dem es um das Thema Essstörungen geht – sehr spannend und interessant.

Frau Happel hat im Oktober 2013 ein Interview mit mir zum Thema Essstörungen und EFT geführt, auf das ich hier gerne noch einmal aufmerksam möchte.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Frühling!

Ihre
Monika Richrath

Warum Klopfen hochsensiblen Menschen besonders gut tut

Warum Klopfen hochsensiblen Menschen besonders gut tut

Ich war schon immer der Überzeugung, dass dass die Klopfakupressur (früher EFT – Emotional Freedom Techniques) eine Technik ist, die hochsensiblen Menschen ganz besonders viel zu geben hat.

Dies weiß ich nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern auch aus der Arbeit mit KlientInnen. Nun sind dies ja subjektive Erfahrungen, aus denen sich noch keine Allgemeingültigkeit herleiten lässt.

Gut, wir wissen, dass das Klopfen mit der EFT tapping (or tapping acupressure) den Neurotransmitter Serotonin freisetzt und dass Serotonin an vierzehn verschiedenen Stellen im Körper benötigt wird. Es spielt eine wichtige Rolle im Herzkreislauf-, Magen-Darm- und Zentralnervensystem. Depressive Verstimmungen und Angst können z. B. auf einem Serotonin-Mangel beruhen. (mehr …)

Das Recht auf negative Gefühle

Das Recht auf negative Gefühle

 

Immer wieder höre ich von den TeilnehmerInnen meiner Seminare und Workshops, dass es ihnen unglaublich schwer fällt, sich mit negativen Dingen zu beschäftigen und dass die EFT tapping (or tapping acupressure) allem zuwider läuft, was sie bis jetzt im Rahmen ihrer (häufig auch spirituellen) Weiterbildung gelernt haben. Dazu gehört vor allem, sich nicht mit negativen Dingen zu beschäftigen. Dazu gehört aber auch, dass mittlerweile bekannt ist, dass das Gehirn das Wörtchen „Nein“ nicht kennt. Das führt zu einiger Verunsicherung. Ich werde oft gefragt, ob durch das Klopfen und explizite Benennen von Problemen diese nicht erst recht im Körper verankert werden?

 

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