Was hinter Armut steckt – Anfänge

Was hinter Armut steckt – Anfänge

Eigentlich sollte dieser Blogbeitrag zuerst heißen „Das liebe Geld …“, aber dann erschien mir dieser Titel viel zu seicht und nichtssagend für dieses elementare Thema, mit dem auch Hochsensible häufig ganz besonders zu tun haben. Warum, erfahren Sie u. a. in diesem Artikel.

Dieser Artikel arbeitet ehrlich gesagt schon seit Jahren in mir. Bislang habe ich mich immer nicht getraut, vielleicht ist es die alte Scham, die mich zurückgehalten hat, die mit meinem sozialen Hintergrund verbunden ist. Ich habe das Gefühl, ich muss mich diesmal nackiger machen als sonst. Und obwohl ich genau weiß, dass das nicht wirklich stimmt, musste ich  ziemlich mit mir kämpfen um über meinen Schatten zu springen. Aber ich glaube, es ist wichtig, diesen Artikel zu schreiben, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es einen Weg aus dem Mangel heraus gibt. Diese Erfahrung teile ich gerne mit Ihnen, bzw. hoffe, dass es den einen  oder die andere inspirieren wird, sich ebenfalls auf den Weg zu machen. Denn dieser Weg steht allen Menschen offen. Damit das aber richtig zu verstehen ist, muss ich einfach ausführlicher werden und habe den Inhalt auf mehrere Artikel verteilt. Diese Woche geht es also um meine früheren Erfahrungen mit Geld.

Für mich selbst ist

Geld mit einer Art Hassliebe verbunden

gewesen und zwar 99,9 % meines bisherigen Lebens. Geld hat sich für mich vor allen Dingen dadurch ausgezeichnet, dass es nicht da war und auch unmöglich zu beschaffen schien.

Vor kurzem saß ich mit Freundinnen in einer kleinen Runde zusammen. Ich weiß gar nicht mehr, wie das Gespräch darauf kam, jedenfalls hat eine von uns sich dahingehend geoutet, dass sie erzählte, dass sie in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist. (Das hätte ich niemals vermutet, weil sie heute ziemlich wohlhabend ist.) In mir ging richtig ein Fenster auf. Bisher war ich davon ausgegangen, dass ich in unserer Clique die einzige sei, deren Kindheit und Jugend von Mangel geprägt gewesen ist. Ich habe mich geirrt, gründlich geirrt. Von sechs Personen war es genau die Hälfte, die ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht hat.

Das hat mich unglaublich berührt

zu wissen, dass diese Menschen einen ähnlichen Erfahrungshintergrund haben, dass sie wissen, was Armut und Mangel mit Stress, Scham, fehlender Selbstliebe (und vielleicht auch Selbstfürsorge) zu tun haben –  es war eine unglaubliche Befreiung mit ihnen darüber zu reden.

Ich nehme das als Anlass, mich endlich diesem Thema zuzuwenden, das schon so lange in mir gärt, vor allen Dingen, weil ich davon überzeugt bin, dass es

einen Zusammenhang zwischen Hochsensibilität und Armut gibt.

Sehr, sehr viele hochsensible Menschen werden so so krank durch durch permanente Überforderung und den chronischen Stress, dass sie aufgeben und sich aus dem Arbeitsprozess herausziehen oder vielleicht auch unfreiwillig herausfallen. Ich selbst hatte diesen Weg ja auch schon eingeschlagen. Allerdings führt für die meisten Menschen der Weg in die ständige Erwerbsunfähigkeit in ein Leben am Existenzminimum und darunter.

Ich finde es äußerst verständlich, dass viele Menschen dieses Leben einem Leben unter permanentem Druck vorziehen. Die Aussicht, nicht mehr unter Druck stehen zu müssen, ist äußerst verlockend. Wie gesagt, hatte ich mich selbst ja auch schon auf diesen Weg gemacht.

Armut kannte ich.

Kannte ich so gut sogar, dass mich das kein bisschen erschreckte.

Ich bin wirklich in Armut groß geworden

An die allerersten Jahre habe ich keine diesbezüglichen Erinnerungen. Es war Anfang der 60er Jahre, meine Familie lebte in einer funkelnagelneuen Wohnung des sozialen Wohnungsbaus, wo alle zuerst einmal ähnliche Einkommen zu haben schienen. Erst im Laufe der Jahre schälten sich krasse Einkommensunterschiede heraus. In die ein oder andere Wohnung bin ich auch gekommen: Fernseher gab es überall, manchmal Gardinen mit Goldkante, manchmal sogar Perserteppiche. Bei niemandem sah es aus wie bei uns. Niemand lebte in so drangvoller Enge wir wir zu siebt (später zu sechst) auf knapp 80m2. Nachdem mein Vater weg war, zog meine Mutter uns fünf Kinder alleine mit einer Halbtagsarbeit groß, und soweit mir bekannt ist, war mein Vater den Großteil der Zeit nicht in der Lage, Alimente zu zahlen. Sie können sich sich meine Jahre in Mangel sicherlich vorstellen …

Taschengeld gab es nur ganz sporadisch, meistens aber nicht.

Und es kam vor, dass wir unsere Sparschweine, die in der Regel sowieso nur ein paar Pfennig enthielten, schlachten mussten, um unsere paar Kröten für einen Liter Milch für alle zu opfern. Manchmal gab es nichts anderes zu essen als Mayonnaise auf geröstetem Brot. Oder noch schlimmer: ein Gericht, das alle hassten und

Bleisuppe

genannt wurde: in heißes Wasser angerührtes Mondamin. Es schmeck genauso wie es klingt.

Wenn meine Mutter ihr Gehalt bekam, dann war das immer ein Festtag. Dann gab es frische Brötchen mit vielen leckeren Käsesorten (Cheddar war damals z. B. eine Köstlichkeit, die es nur an der Käsetheke gab). Heute erscheint mir dieses Verhalten eher kontraproduktiv, aber ich habe das natürlich übernommen …

Obwohl wir schon in einer Wohnung des sozialen Wohnungsbaus lebten, waren wir in der Siedlung so etwas wie

Underdogs.

Wir galten als asozial. Einfach, weil wir fünf Kinder waren. Oder weil mein Vater öfter einmal im Vollrausch von der Polizei nach Hause gebracht wurde und noch später, weil es keinen Vater mehr gab.

Manchmal stellten uns Nachbarn

Kisten mit altem Essen vor die Tür.

Nie wieder bin ich so stolz auf ein Kleidungsstück gewesen wie auf dieses Kleid – ein eigenes

Das hörte erst auf, als meine Mutter eines Tages die Kiste zurückbrachte und sie vor der Tür der betreffenden Nachbarin abstellte. Kleidung wurde grundsätzlich nach unten weitergereicht durch die Schwesternfolge. Eigene Sachen besaß ich kaum und es war mit viel Aufregung verbunden, wenn ich etwas Eigenes bekam.

Als sie uns als groß genug erachtete, begann meine Mutter dann Vollzeit zu arbeiten, es wurde zwar besser, blieb aber insgesamt schwierig.

In den 70er Jahren wurde in den Medien übrigens ein neuer Begriff geprägt für diese Lebensweise. Man nannte sie

die neue deutsche Armut.

Sie können sich sicherlich selbst ausmalen, was es für ein Kind bedeutet, keinen Raum für sich selbst zu haben, sich nirgendwo zurückziehen zu können. (Während ich dies schreibe, fällt mir auf, dass dies sicher auch zu Abgrenzungsschwierigkeiten beigetragen hat, weil es ja nichts Eigenes gab, was ich hätte verteidigen können.)

Und wie beschämend das ist, wenn so viele Menschen mit Verachtung auf einen heruntersehen, nur, weil man ein Teil dieser Familie ist und es nichts, absolut nichts gibt, was man tun könnte, um in ihren Augen Gnade zu finden.

Das ist eine Art von Scham, die man nur sehr schwer wieder los wird.

die Scham, einfach nicht richtig zu sein, so, wie man ist.

Im Mangel aufzuwachsen bedeutetet immer auch eine Einschränkung der Selbstentfaltung,

denn wenn ein Kind nicht das bekommt, was es sich wünscht, kann es über kurz oder lang den Schluss daraus ziehen, dass es die Erfüllung seines Wunsches nicht verdient. Oder dass es sich nicht lohnt, sich für seine Wünsche einzusetzen, wenn sie sowieso nicht erfüllt werden. Es kann seine Wünsche dann genauso wenig wichtig nehmen wie andere und sie einfach vergessen. Und später im Leben den Preis zahlen für eine geringere Fähigkeit sich abzugrenzen. Ganz zu schweigen, von der Ausgrenzung, die Armut mit sich bringt, weil man viele Dinge einfach nicht mitmachen kann oder nur mit sehr viel Aufwand möglich sind (jeder Schullandheim-Aufenthalt eine Katastrophe!). Ich erinnere mich jedenfalls an allerhand Demütigungen, die ich dafür in Kauf nehmen musste …

Heute ist es, glaube ich (hoffe ich jedenfalls!) anders, aber damals war es so, dass man auch auf den Ämtern betteln musste, dass einem Leistungen, auf die man von Rechts wegen Anspruch hatte, nur gnädig und mit Verachtung gewährt wurden.

Ich bin in meinem Leben bisher nur sehr wenig gereist, was ich mir damit erkläre, dass es in der Familie keine Reisegewohnheit gab. Zwar wurden wir als Kinder immer wieder mit Wohltätigkeitsorganisationen in Kinderheime irgendwo in Deutschland verschickt, aber unter „Reisen“ habe ich das nicht abgespeichert. Einmal gab es auch einen

Familienurlaub für einkommensschwache Familien

in Süddeutschland. Hurra! Endlich gab es mal eine Familie, die noch mehr Kinder hatte als wir!

Zwei Wochen nach meinem 18. Geburtstag bin ich ausgezogen, endlich hatte ich das langersehnte eigene Zimmer. Zum Glück gab es damals Bafög, das nicht zurückgezahlt werden musste. Trotzdem haben meine 400 Mark hinten und vorne nicht gereicht (allein für das Zimmer gingen 170 Mark weg).

Natürlich hat es auch Phasen gegeben, in denen ich gut verdient und in einem gewissen Wohlstand gelebt habe. Trotzdem würde ich sagen, dass der Großteil meines Lebens sich vor einem Mangel-Hintergrund abgespielt hat. Es hing natürlich immer davon ab, ob ich Arbeit hatte oder nicht (und welche Arbeit), und mit wem ich zusammen war und nachdem ich dann krank geworden und aus dem Erwerbsprozess für längere Zeit herausgefallen bin, war meine Einkommenslage – sagen wir mal: äußerst bescheiden. Das änderte sich auch kaum, als ich mich zur Selbstständigkeit entschloss. Wenn überhaupt, hat

die Selbstständigkeit die Situation weiter verschlimmert.

Weil ich um nichts in der Welt wieder in „normalen Strukturen“ arbeiten wollte (und ich auch denke, dass ich da nicht „hingehöre“), habe ich irgendwann den Schritt gemacht und Leistungen des Jobcenters beantragt. Dummerweise hatte ich null Anleitung und wusste nicht, was ich tun und was ich besser lassen sollte und habe alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann und musste mühsam durch Versuch und Irrtum lernen, mit dieser Situation umzugehen. Einige Monate lang hatte ich trotz Leistungen des Jobcenters nur die Miete und sonst gar nichts. Klienten kamen eher sporadisch. Das war eine ganz schön harte Zeit. Ich hatte praktisch gar nichts.

Aber irgendwann habe ich

The Secret

kennengelernt, wo es um das Gesetzt der Resonanz geht. Dass alles, was man aussendet, auch genau so zu einem zurückkommt. Das war mir ganz neu, leuchtete mir aber sofort ein. Oh weh! Mir wurde natürlich sehr schnell klar, dass ich hier jede Menge Handlungsbedarf habe. Bis dahin hatten sich viele, viele, viele Gefühle um das Geld und  das Fehlen desselben angehäuft …

Nächste Woche erfahren Sie dann, was für Glaubenssätze sich aus meinen Herkunftsbedingungen ergeben haben und wie es mir gelang, mein Verhältnis zu Geld zum Positiven zu verändern. Es war ein sehr langer Weg. Möglicherweise wird da jetzt eine Mini-Serie draus.

Erkennen Sie sich in meiner Beschreibung wieder? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise: Pixabay

Was Sicherheit uns bedeutet

Was Sicherheit uns bedeutet

Ich glaube, dass die Bedeutung der Sicherheit für unser eigenes Leben allgemein ziemlich unterschätzt wird. Wenn gesagt wird, dass jemand “ in Sicherheit“ ist, gehen wir erst einmal von körperlicher Unversehrtheit aus, bzw. von einem Schutz, der der Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit dient. Wir haben dabei weniger im Blick, dass „Sicherheit“ fast unser gesamtes Denken und Handeln bestimmt und die Grundmotivation allen Handelns ist.

Vermutlich haben Sie schon einmal von der Bedürfnispyramide, bzw. der Maslowschen Bedürfnishierarchie gehört, ein Modell, das von dem amerikanischen Psychologen Abraham Maslow stammt und in dem er versucht, eine Rangfolge menschlicher Bedürfnisse und Motivationen zu beschreiben. Die Pyramidenform, in der dieses Modell hauptsächlich bekannt ist, stammt übrigens nicht von ihm selbst, was uns aber nicht weiter beschäftigen muss, ebensowenig, dass dieses Modell seit seiner Entstehung vielkritisiert wurde.

Die Bedürfnispyramide erklärt unser Sicherheitsbedürfnis

Wie Sie sehen können, kommt die Sicherheit dabei direkt hinter den physiologischen Grundbedürfnissen wie essen, trinken und schlafen.

Sicherheit das bedeutet nicht nur körperliche Unversehrtheit, es bedeutet auch z. B. materielle Sicherheit, wie es uns ein geregeltes Einkommen bieten kann oder finanzielle Unabhängigkeit.

 

Wie würden Sie „Sicherheit“ für sich definieren?

Wenn ich so in mich hineinhorche, dann wäre meine Definition von Sicherheit das Gefühl, dass es keine Bedrohungen irgendwelcher Art gibt. Hochsensibilität könnte in diesem Zusammenhang natürlich dazu führen, dass wir uns schneller bedroht fühlen als andere. Dabei geht es um wesentlich mehr als nur den finanziellen Rahmen. Nahezu alles kann sich bedrohlich anfühlen.

Wir können uns z. B. bedroht fühlen, wenn

  • unser Selbstbild ins Wanken gerät
  • wir unsere Komfortzone verlassen sollen
  • wir erfolgreich sind (nicht nur, aber auch in finanzieller Hinsicht)
  • sich das Gefüge unserer sozialen Beziehungen verändert
  • wir für uns selbst einstehen sollen
  • wir unsere Gefühle zeigen sollen
  • wenn wir unsere Gefühle als unkontrollierbar erleben
  • wenn wir das Gefühl haben, uns gegen die Eltern zu wenden
  • wir uns verlieben oder uns in anderer Weise gefühlsmäßig auf einen Menschen oder eine Gruppe einlassen

etc. um nur ein paar Möglichkeiten zu benennen. Zu dem Thema Sicherheit hatte ich schon einmal einen Artikel geschrieben, über Dinge, die sich nicht sicher anfühlen können.

Unsere Sicherheitsbedürfnisse haben sehr viel zu tun mit unseren Grundüberzeugungen und Glaubenssätzen, darauf, wie wir die  die Welt sehen, damit, was wir über die Welt gelernt haben. Als Säugling und Kleinkind (vermutlich schon seit der Zeugung) wissen wir instinktiv, dass unser Überleben von unseren Eltern abhängt. Wir sind in diesem Alter jedoch nicht in der Lage, Situationen objektiv zu beurteilen, da wir uns selbst als Mittelpunkt erleben und alles, was passiert, auf uns selbst beziehen.

Wenn sich also ein Elternteil unerwartet von uns abwendet,

kann dies durchaus einen lebensbedrohenden Charakter haben. Wir wissen ja nicht, ob es vorübergehend ist und dass es gleich anders sein kann, weil es für uns nur das Jetzt gibt und sonst nichts. Das Unterbewusstsein versucht mit seinen beschränkten Mitteln die Situation zu erklären (denn es muss ja dafür sorgen, dass uns nicht geschieht). Oft zieht es dann Schlussfolgerungen wie: Ich bin nicht gut genug, ich bin es nicht wert, geliebt zu werden usw.

Eine einzige Situation kann durchaus ausreichen,

um eine Grundüberzeugung zu entwickeln, die sich auf das ganze Leben auswirkt. Sicher ist jedenfalls, dass wir im Laufe unseres Lebens einen ganzen Katalog an Glaubenssätzen entwickeln, die eins gemeinsam haben: sie sollen für unsere Sicherheit sorgen, bzw., jedes Mal, wenn wir in eine Situation geraten, die der ursprünglichen Situation in irgendeiner Form ähnelt, können wir uns existentiell bedroht fühlen, ohne uns vielleicht erklären zu können, wo dieses massive Gefühl der Bedrohung herkommt. Auch dies dient unserem Schutz, das Unbewusste möchte  vermeiden, dass wir eine ähnliche lebensbedrohliche Situation wieder erleiden müssen und reagiert daher mit Stress.

Besonders wichtig ist dabei:

Manche Situationen können sich so bedrohlich anühlen (ohne dass es uns bewusst ist), dass wir nicht in der Lage sind, sie zu verändern, solange wir uns nicht mit dem Sicherheitsaspekt beschätigen. Zum Beispiel könnte eine Person unbedingt abnehmen wollen. Sie strengt sich an wie verrückt, aber es funktioniert einfach nicht. Dabei kann die Motivation durchaus sein, sich selbst als attraktiver zu erleben. Aber die Konsequenz aus der gesteigerten Attraktivität kann sich grauenvoll anfühlen für das Sicherheitsbedürfnis dieser Person. Vielleicht wird sie dann als möglicheR SexualpartnerIn wahrgenommen, und entsprechende Angebote werden an sie herangetragen. DAS will sie auf keinen Fall. Und weil das so ist, wird es mit dem Abnehmen nichts werden, dafür sorgt das Unbewusste dieser Person, denn es möchte sie ja schützen. Denken Sie daran: alle Ihre Systeme arbeiten für, nicht gegen Sie!

Glaubenssätze kann man zum Glück verändern

z. B. durch die Klopfakupressur. Gerade bei Sicherheitsthemen kann das Klopfen Wunder wirken, z. B., indem man statt „liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz“ sagt „bin ich sicher“ oder „bin ich in Sicherheit“ oder „bin ich behütet und beschützt.“

Manchmal können sich Grundüberzeugungen aber auch ganz von allein verändern, oder Huckepack im Gepäck anderer Glaubenssätze.

In den vergangenen Wochen wurden meine Sicherheitsbedürfnisse wegen der Eigenbedarfskündigung, die ich bekommen habe, auf eine ziemlich harte Probe gestellt … Alle möglichen Glaubenssätze tauchten auf, nicht nur meine eigenen. Angefangen von: „Du wirst unter der Brücke schlafen“ (von meiner Mutter), über „Sie sollten das annehmen“ (meine Vermieterin) bis hin zu „Kein Vermieter will mich“ (mein eigener).

Diese Woche habe ich selbst so eine Art Erleuchtung gehabt, was meine eigenen Glaubenssätze angeht. Bislang habe ich fast nur in eher kleinen Wohnungen gelebt, meistens in 1-Zimmer-Wohnungen. In größeren Wohnungen fühlte ich mich nicht wohl. Ich habe mir das immer erklärt mit: zuviel Platz.

Nun bin ich ja in eine größere Wohnung gezogen, in der ich mich sehr wohl fühle – so, als wäre ich schon immer dort gewesen. Am Anfang war der viele Platz tatsächlich verwirrend. Kurzfristig tauchte auch das Gefühl existentieller Bedrohung auf, aber nach ein bis zwei Tagen war es verschwunden. Vielleicht wegen meines Wohlgefühls. Jedenfalls wurde mir an einem Tag schlagartig klar, woher das Gefühl der Bedrohung kam: Es hat natürlich einen Zusammenhang mit der Wohnung, in der ich aufgewachsen bin (3 Zimmer).

Es ist eigentlich ganz einfach: wenn ich in einem Zimmer bin, kann ich nicht wissen, was in den anderen Zimmern vor sich geht. Offenbar meint mein Unbewusstes, dass ich das wissen sollte. Es erklärt sehr gut meine bisherige Vorliebe für 1-Zimmer-Wohnungen: Da habe ich immer alles im Blick und unter Kontrolle. Das ist in der neuen Wohnung offenbar nicht mehr notwendig. Wunderbar, zumal ich dieses Thema meines Wissens nach niemals bewusst bearbeitet habe, hat es sich dennoch erledigt, das finde ich klasse.

Dies ist nur ein klitzekleiner Ausschnitt aus dem Thema Sicherheit.  Was bedeutet Sicherheit für Sie? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise: Pixabay

Was sind eigentlich PUs?

Was sind eigentlich PUs?

Vielleicht sind Sie mit der Klopfakupressur schon einmal an einen Punkt gekommen, an dem es einfach nicht weiterzugehen schien.

Es wäre sehr gut möglich, dass Sie es in diesem Fall mit einer PU zu tun haben. PU ist eine Abkürzung für Psychische Umkehr und bezeichnet eine Heilungsblockade.

Viele Menschen tun sich mit PUs schwer

dabei ist das Konzept gar nicht so schwer zu verstehen, bzw. ich werde mich bemühen, diese Heilblockaden hier besser verständlich zu machen. Vorab sei gesagt, dass der Entwickler der EFT-Klopftechnik ®, Gary Craig, sich vom Konzept der PUs sich vollkommen distanziert hat, wofür ich persönlich aber überhaupt keine Notwendigkeit sehe, zumal ich auch bei meinen KlientInnen häufig sehe, dass diese

PUs im Zusammenhang mit der Hochsensibilität

häufig vorhanden sind, bzw. dadurch vielleicht häufig verschlimmert werden, weil es zum einen oft eine Schwierigkeit damit gibt, Dinge loszulassen. Zum anderen gibt es häufig ein Problem mit dem Selbstwert durch das empfundene Anderssein und in der Folge Probleme damit, etwas „zu verdienen“.

Der Begriff der „Psychischen Umkehr“ klingt tatsächlich kompliziert, aber wenn Sie ihn durch „Heilblockaden“ ersetzen, wird sofort verständlicher, worum es geht.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten etwas in Ihrem Leben verändern und stoßen dabei auf die Klopfakupressur. Vielleicht sind Sie ein sehr kopfgesteuerter Mensch, der die Klopfakupressur zwar ausprobieren wird, aber von vornherein große Zweifel hat, ob etwas so Einfaches tatsächlich etwas bewirken kann. (Die Frage „Warum machen das dann nicht alle?“ wird mir wirklich ziemlich häufig gestellt). Sie fangen an zu klopfen, bemerken vermutlich, dass es sich irgendwie gut anfühlt auf körperlicher Ebene, aber weil Sie schon von Anfang an Zweifel haben, sind Sie zum einen nicht mehr richtig offen, zum anderen werden Sie eventuelle spätere, weitergehende Veränderungen einfach nicht bemerken. Damit wir uns richtig verstehen,

die Klopfakupressur funktioniert nicht, weil Sie daran glauben

sondern weil es handfeste Reaktionen auf der körperlichen Ebene gibt, wie die Ausschüttung von körpereigenen Opioiden, Serotonin etc.,kurzum Botenstoffen, die sich beruhigend auf die Stressreaktion Ihres Körpers auswirken und insgesamt ausgleichend wirken.

Dies alles wird durch das Klopfen ausgelöst. Egal, ob Sie daran glauben oder nicht.

Aber natürlich gibt es auch Reaktionen auf der psychologischen Ebene, die sehr subtil sein können und meistens so  vollkommen unaufgeregt daher kommen, dass man sie auch gut übersehen kann – weil sie sich so natürlich anfühlen (z. B., wenn man plötzlich in einer Situation ganz anders reagiert als gewöhnlich). Wenn Sie aber nicht bereit sind, diese Veränderungen überhaupt wahrzunehmen (was sehr wahrscheinlich ist, wenn Sie die Wirkung an sich anzweifeln), dann gibt es von vornherein eine Blockade und die Klopfakupressur kann nicht ihr ganzes Potential entfalten.

Es gibt viele Formen von Blockaden

Die Blockaden entstehen immer in uns selbst und sind häufig verbunden mit der Angst, etwas Bestimmtes loszulassen, dahinter kann z. B. stecken

  • Angst vor Veränderung
  • Angst die eigene Identität zu verlieren
  • Angst illoyal zu sein anderen Menschen gegenüber
  • Angst davor, etwas nicht zu verdienen
  • Angst davor, nicht sicher zu sein

Der Begriff der Psychischen Umkehr stammt von Roger Callahan und bezeichnet eine Umkehrung des Energieflusses im Körpersystem.

Die verschiedenen Formen der PU

Problemspezifische PU

Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, warum eigentlich jeder Satz mit Formulierung „Auch wenn (dies und das ist) …“ beginnt? Der Satz beginnt im Grunde genommen mit einer problemspezifischen PU. Es ist sozusagen eine Präventivmaßnahme, für den Fall, dass es ein Problem damit gibt, sich überhaupt mit diesem Problem zu befassen …

Die massive PU

Sie kann sich auf das ganze Leben auswirken und vielleicht stellen Sie fest, dass Heilmaßnahmen entweder gar nicht wirken oder nicht so, wie Sie sollten. Dahinter könnte die Grundüberzeugung stecken, dass die ganze Welt gegen Sie ist. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie an dieser Art von Blockade leiden, klopfen Sie keine Sätze, sondern reiben alle 1–2 Stunden den wunden Punkt und sagen dabei „Ich liebe und akzeptiere mich mit all meinen Einschränkungen“

Die massive Selbstwert PU

Dies ist eine Unterform der massiven PU. Ihr liegt die Überzeugung zugrunde, dass man es nicht verdient glücklich zu sein. Davon sind z. B. Menschen besonders betroffen, die burnoutgefährdet sind, zu wenig an sich selbst denken, zu viel Verantwortung übernehmen, Harmonie brauchen (beim Schreiben fällt mir auf, dass dies hochsensible Menschen häufig betrifft …). Die Behandlung einer massiven Selbstwert PU: Alle 1–2 Stunden den Punkt auf dem Kinn klopfen und dabei sagen „Auch wenn ich es nicht verdiene, glücklich zu sein, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“ (oder etwas Ähnliches).

Wenn Sie das Gefühl haben, eine dieser beiden Blockaden trifft auf Sie zu, versuchen Sie, meine Klopfvorschläge ein paar Monate lang durchzuziehen. Und bevor Sie jetzt entsetzt sind über den langen Zeitraum: geben Sie sich selbst eine Chance und probieren Sie es aus. Ich kann Ihnen vorab schon sagen, dass man es meistens nicht alle 1–2 Stunden schafft. Probieren Sie es trotzdem aus. Selbst wenn Sie es nur 3 Mal am Tag machen, ist es schon gut und wirkt es, aber natürlich braucht es dafür einen längeren Zeitraum …

Tiefsitzende PU

Manchmal hat man das Gefühl, man kann ein Problem grundsätzlich nicht lösen. Diesem Problem könnte man so auf den Leib rücken, dass man vor jedem Klopfdurchgang den Punkt unter der Nase beklopft und dabei 3 Mal den Satz sagt „Auch wenn ich xy nicht lösen kann, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“

Problemspezifische Selbstwert PU

Zuguterletzt gibt es noch als letzte Kombination die problemspezifische Selbstwert PU, wenn Sie nämlich das Gefühl haben, dass Sie es nicht verdienen, ein Problem grundsätzlich zu lösen.

Diesem können Sie begegnen, indem Sie vor dem normalen Klopfen den Punkt unter der Nase klopfen und dabei 3 x den Satz sagen „Auch wenn ich es nicht verdiene, xy zu lösen, liebe und akzpetiere ich mich voll und ganz.“

Ich hoffe, ich konnte das Konzept der PUs, bzw. Heilblockaden etwas verständlicher machen. Eine PU aufzulösen, bedeutet nicht, dass man das ursprüngliche Problem damit auflöst, sondern, dass man sozusagen HIndernisse aus dem Weg räumt, die die Auflösung des Problems behindern.

Haben Sie schon Erfahrungen gemacht mit Heilblockaden oder mit der Arbeit mit PUs? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweis: Privat

Wie Glauben Berge versetzt – oder Wohnungen herbeischafft

Wie Glauben Berge versetzt – oder Wohnungen herbeischafft

Nach so viel Gesundheitsthemen in den letzten Wochen erzähle ich diese Woche gerne einmal wieder etwas Privates, über eine ausgesprochen gute Erfahrung, die ich mit mir selbst gemacht habe.

Wenn Sie diesem Blog schon längere Zeit folgen, können Sie sich vielleicht noch daran erinnern, dass ich erst letztes Jahr im Oktober in eine neue Wohnung am Waldrand gezogen bin, in der ich mich sehr wohl fühlte und aus der ich auch nicht so schnell wieder weg wollte. Nun, das Leben hatte offenbar anderes mit mir vor …

im September bekam ich eine Kündigung wegen Eigenbedarf

Verrückterweise kam es nicht ganz und gar überraschend für mich, denn einige Wochen zuvor hatte ich ein paar Tage lang das ganz intensive Gefühl „Ich werde hier nicht mehr lange sein“, was ich aber beiseite geschoben habe, als völlig irrationale Panikgefühle. Dazu muss ich noch sagen, dass meine Vermieterin beim Einzug gesagt hatte, ich bräuchte mir keine Sorgen zu machen, dass jemals eine Kündigung wegen Eigenbedarf käme – was natürlich dazu führte, dass mir immer klar war, dass es einmal so kommen könnte. Und so war es dann ja auch …

Die Nacht nach dieser Ankündigung konnte ich kaum schlafen

Ich fühlte mich hochgradig bedroht und hatte einen Megastress. Es geht mir so gut in der Nähe des Waldes, hier ist ein absoluter Sehnsuchtsort für mich. Trotzdem habe ich schon in dieser Nacht begonnen, die ganze Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ganz automatisch habe ich mit allen Dingen beschäftigt, die mir an der Wohnung nicht gefallen. Vor allen Dingen die winzige Küche, die wohl eher für einen 2-m großen Telekom-Manager gedacht ist, der kaum jemals etwas kocht, war von Anfang an eine echte Herausforderung für mich … aber es gab noch allerhand Anderes. Kurz und gut, am nächsten Morgen

war ich bereit für etwas Neues

Zum Glück bin ich unglaublich flexibel 😉 Meine Vermieterin hatte mir übrigens eine andere Wohnung angeboten, die für ihre Tochter nicht passte, die jedoch in einem anderen Stadtteil liegt (genau genommen, in dem Staddteil, von dem aus ich an den Wald gezogen bin und in den ich partout nicht zurückwollte), die aber noch nicht bezugsfertig war. So hatte ich vielleicht einen Monat Zeit, etwas Neues zu finden. Ich habe keine Ahnung, wieviel Wohnungssuchende auf eine Wohnung kommen in Bonn, aber die Wohnungssituation war hier schon immer sehr angespannt, wegen der vielen Studenten. Der Flüchtlingszuzug hat die Lage natürlich noch weiter verschärft. Zunächst verfiel ich in Apathie. Zwar studierte ich Wohnungsangebote im Internet, aber die Preise verursachten mir eher Schnappatmung und aus dem letzten Jahr hatte ich noch sehr gut in Erinnung, wie beliebt Selbstständige bei Vermietern sind … Dazu kam noch, dass meine „alte“ Wohnung im vergangenen Jahr durch den hochwertigen Standard selbst für die Verhältnisse meiner Stadt (die schon immer mit die höchsten Mieten in Deutschland hat) deutlich über dem Durchschnitt lag. Mittlerweile aber sind die Mieten so angestiegen, dass der Preis jetzt normal ist, aber ohne den gehobenen Standard …

Bis eine Freundin mir ein günstiges Wohnungsangebot schickte in der Gegend, in der ich gerne wohnen wollte, das ich einfach nicht ignorieren konnte und auf das ich mich kurzerhand bewarb. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich trotzdem immer noch sehr bedroht und war schon halb entschlossen, diese Wohnung unbedingt zu nehmen, wenn sie nur halbwegs in Frage käme … Das Leben hat mich aber eines anderen belehrt. Im Augenblick wohne ich zwar in einer 1-Zimmer-Wohnung, diese besteht jedoch aus einem sehr großen Zimmer. Es ist ja immer ein wenig schwierig bei Besichtigungen, viel zu viele Menschen schieben sich durch Räume, man hat nicht wirklichZeit, den Ort zu erspüren. Ich nehme mir das immer wieder vor, aber scheitere in der konkreten Besichtigungssitution immer wieder. Ich habe keine Ahnung, ob meine Hochsensibilität in diesen Augenblicken eher hinderlich ist oder nützlich. Nach meinen jüngsten Erfahrungen würde ich aber eher sagen: nützlich.

Die nun zu besichtigende Wohnung verursachte mir nämlich irgendwie Beklemmungen, ohne dass ich hätte genau sagen können warum. Sie hatte den von mir gewünschten traumhaften Blick auf den Wald, eine wunderbare Küche, in der ich hätte schön kochen können, einen Parkettboden, aber Teppichboden im Schlafzimmer und die Hälfte der Badewanne wurde von einer riesigen Gastherme eingenommen, das ging gar nicht, ich konnte das Badezimmer gar nicht betreten und prallte schon bei Anblick dieses Monstrums zurück. Meine Vorsätze zerstoben wie Sand im Wind. Natürlich gab es auch jede Menge Mitbewerber (viel zu viel für den vorhandenen Raum), von denen sich einer hartnäckig an die Fersen der Vermieterin geheftet hatte. Ich hätte diese Wohnung vielleicht bekommen können (mit einer Eigenbedarfkündigung hat man vielleicht so etwas wie einen Mitleidsbonus), aber letzten Endes habe ich nicht einmal meine Unterlagen eingereicht, wegen dieses Beklemmungsgefühls. Mir wurde klar, dass – Notlage hin, Notlage her – ich nur einen Ort auswählen kann, an dem ich mich wirklich richtig wohlfühle. Vielleicht ist das ein bisschen albern oder banal, aber so ein Umzug kostet jede Menge Energie, von der ich immer noch viel zu wenig habe. Diese Besichtigung hatte aber zumindest den Effekt, dass ich aus meiner Lethargie erwachte und mir zwei weitere Wohnungen ansah. In einer davon (palastuöse 3 Zimmer mit Wohnküche) spürte ich ein Gefühl von Entfaltung im Brustraum, in der dritten wieder Beklemmungen in der Herzgegend.

In der Zwischenzeit quälte ich mich mit Fragen wie

„Soll ich nicht doch nach X ziehen?“ „Nochmal diesen Wohnungsuchstress stehe ich nicht durch!“ „Und wenn ich einfach hier bleibe – selbst wenn ich vorübergehend keine eigene Wohnung habe?“ Auf keine dieser Fragen hatte ich eine Antwort. Eines Tages fiel mir beim Aufräumen „Das kleine Buch der Antworten“ in die Hände. Also stellte ich die Frage: „Soll ich nach x ziehen?“ Die Antwort des Buches „Das wäre ein Kompromiss.“ Natürlich habe ich sehr geschmunzelt. Ich habe dem Buch eine weitere Frage gestellt: „Soll ich hier am Wald bleiben?“ Die Antwort des Buches hat gelautet „Das gibt dir Kraft.“ Genau das war die Antwort, die ich gebraucht hatte.

Die Nähe zum Wald gibt mir Kraft

wie nichts sonst. Und ich würde nicht wegziehen, bloß weil woanders eine Wohnung verfügbar wäre. Außerdem würde dann jemand anderer über mein Leben bestimmen. Das wollte ich nicht. Lieber würde ich ein paar Wochen bei einer Freundin unterkriechen.

Ich war also felsenfest entschlossen

in dieser Ecke meiner Stadt zu bleiben. Am darauffolgenden Wochenende war ich auf einem auf einem Stadtteilfest und habe etwas gemacht, was ich immer schon mal machen wollte: Ich habe mir aus der Hand lesen lassen. Das war echt ziemlich krass, weil die Handleserin zu mir sagte, sie sehe einen Umzug in den nächsten 1–2 Jahren. „Oh“, habe ich etwas überrascht gesagt, „Der steht unmittelbar bevor“. Sie studierte dann eingehend meine Hand und sagte, „Es gibt keine Probleme“ und noch „Sie kommen an einen guten Ort“, und das hat mich darin bestärkt, dass alles gut ist und ich alles daran setzen sollte, hier zu bleiben.

Ein paar Tage später bekomme ich eine E-Mail

des Immobilienmaklers der einzigen Wohnung, die mir wirklich gefallen hat. (Zwar nicht direkt am Waldrand, dafür aber mit Blick auf den Wald und viel viel Himmel …) Der Hausverwalter möchte mich kennenlernen … ein paar Tage später habe ich meinen neuen Mietvertrag unterschrieben

und dem Himmel gedankt.

Es kann also doch ganz leicht gehen, selbst wenn die äußeren Umstände dagegen sprechen zu scheinen. Und ich glaube, dass mir zwei „Dinge“ dabei besonders geholfen haben: Ich hatte keine Angst (z. B. auf der Straße zu landen) und ich war felsenfest entschlossen, in dieser Ecke meiner Stadt zu bleiben. Komme, was wolle …

Haben Sie auch schon einmal etwas erreicht durch schieren Willen? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare. 

 Herzliche Grüße,

Ihre Monika Richrath 

Bildnachweise: Pixabay

Mediale Medizin – die Umsetzung Teil 1

Mediale Medizin – die Umsetzung Teil 1

Als ich das Buch Mediale Medizin* von Anthony William  in die Hand bekam, habe ich als erstes, ich gestehe es, im hinteren Teil nachgesehen, um mir die Empfehlungen von Anthony William zur Ernährung anzusehen. Meine erste Reaktion war eine bodenlose Enttäuschung, am liebsten hätte ich das Buch in die Ecke gepfeffert und es nie wieder in die Hand genommen …

Ausgerechnet Selleriesaft …

ist das beste Darmsanierungsmittel von Anthony William. Und das mir, wo ich Sellerie schon als Kind nicht mochte (und natürlich immer noch nicht mag!)

Aber ich habe dann einmal tief durchgeatmet, und beschlossen, das Buch trotzdem zu lesen (außerdem wollte ich es ja auch rezensieren) und als ich das Buch ausgelesen hatte, war  klar, dass ich Anthony William eine Chance einräume – eher, dass ich mir eine Chance einräume, wieder richtig gesund zu werden. Denn bis dieses Buch mich gefunden hat, war mir ehrlich gesagt überhaupt nicht klar, dass ich auch mit Heilpraktikern bislang nicht so richtig auf einen grünen Zweig gekommen bin (obwohl es natürlich eine ungeheure Entlastung ist, dass viele Dinge dort einfach bekannt sind und man nicht in eine

Ecke gestellt wird mit der Diagnose „psychosomatisch“,

bloß, weil der Arzt die Symptome des Epstein Barr Virus nicht kennt!)

Und natürlich ist mir beim Lesen des Buches auch gedämmert: das bin ich. Das hat einen Zusammenhang mit meiner körperlichen Leidensgeschichte – und ehrlich gesagt ist es mir vollkommen egal, ob sich

der Epstein-Barr-Virus oder Antikörper desselben in mir nachweisen lassen

oder nicht. Ich hatte in den 30ern eineinhalb Jahre lang immer wieder mit Pfeifferschem Drüsenfieber zu tun, obwohl meine Ärztin damals behauptet hat, das bekäme man nur einmal und dann nie wieder. Sie hatte einfach keine Ahnung …

Mittlerweile bringe ich Hochsensibilität und Hochsensitivität durchaus einen Zusammenhang mit dem Herpes Virus, aber natürlich nicht in einen direkt ursächlichen. Was ich meine ist Folgendes:

Wenn sich durch Hochsensibilität und belastende Kindheitserfahrungen ein Entwicklungstrauma oder Bindungstrauma entwickelt hat,

steht der Körper permanent unter Stress. Das kann zu einer Aktivierung oder Reaktivierung des vorhandenen EBV-Virus führen. Die Einzelheiten kannst du am besten im Buch von Anthony William nachlesen, es gibt eine Neuauflage 2022.

Ich versuche es mit der medialen Medizin,

allerdings wurde mir natürlich ganz schnell klar, dass ich die Empfehlungen von Anthony Willilam ganz individuell für mich anpassen muss. Nicht nur, dass ich den Geschmack von Sellerie hasse. Ich hasse auch die von ihm zur Entgiftung vorgeschlagenen Kräuter. Ich mag keine Petersilie und frischer Koriander schmeckt für mich nach Seife. Ich vertrage keine Rohkost oder nur wenig … und dass er vorschlägt, sehr viel Obst zu essen, wo doch alle Welt von Obst abrückt, ist auch ungewöhnlich. Nichtsdestotrotz, es gibt keine Alternativen für mich erst einmal.

Erst einmal probiere ich den Selleriesaft aus dem Reformhaus

Interessanterweise merke ich gleich nach dem ersten Glas, dass ich an dem Tag wesentlich mehr Energie habe. Den Saft kann ich auch trinken, allerdings handelt es sich dabei um Knollensellerie und nicht um den verlangten Staudensellerie. Weil es mit diesem Saft gut klappt, entscheide ich mich für den nächsten Schritt:

einen Entsafter zu kaufen

Ich habe mich für dieses Modell* entschieden. Hauptsächlich wegen des Preises, weil ich nicht sicher war, ob ich das wirklich durchziehen werde. Es sieht auch billig aus und macht den Eindruck, es könnte bei der ersten besten Gelegenheit kaputtgehen, aber es erfüllt seinen Zweck und hat bislang durchgehalten. Ehrlich gesagt,

ich hatte richtig Muffe vor meinem ersten Glas Selleriesaft

am ersten Tag habe ich nur ein kleines Glas voll getrunken. Die Überraschung meines Lebens: der Selleriesaft schmeckt gar nicht nach Sellerie, sondern ist einfach unbekannt und ich kann ihn trinken! Viel schwieriger erscheint es mir, dass ich meinen Tagesablauf neu strukturieren muss, denn nach dem Selleriesaft (der dazu da ist, den Salzsäuregehalt im Magen zu erhöhen, um die Kapazitäten des Verdauungstrakts aufzubauen) darf ich erst einmal 30 Minuten lang nichts essen. Ok, ich kann auch Tagebuch schreiben, ohne dabei Tee zu trinken …

Anschließend habe ich Listen erstellt

über Nahrungsmittel und Nahrungsmittelergänzungen, die jeweils gut geeignet sind, um meine diversen Krankheiten positiv zu beeinflussen. Aus der Nahrungsmittelliste habe ich ein Formular erstellt (das Sie sich hier herunterladen können – ich habe es extra im Excel-Format belassen, damit Sie es für sich anpassen können), auf der ich die Nahrungsmittel, die ich am Tag verwendet habe, ankreuzen kann. Das Ziel ist es, in einem bestimmten Zeitraum alle Nahrungsmittel mindestens einmal zu konsumieren, mit der Liste kann man sehr gut den Überblick behalten. (Ein sehr praktischer Nebeneffekt ist es, dass das Einkaufen viel schneller geht, weil ich zum großen Teil nur noch Sachen kaufe, die auf meiner Liste stehen).

Anschließend habe ich überprüft, wie viele der Nahrungsmittelergänzungen, die auf der Liste stehen, ich sowieso schon nehme. Das waren eine ganze Menge. Denn

eine Menge Erkrankungen wurden mir schon bescheinigt

  • Fibromyalgie (Wenn du wissen willst, was das ist, schau hier nach)
  • Hashimoto-Thyreoiditis
  • Nebennierenschwäche
  • Candida
  • Borreliose
  • chronische Gastritis
  • Reizdarm

Die meisten dieser Erkrankungen werden von Anthony William auch besprochen.

Mein erster Plan war es, auf allen Ebenen gleichzeitig zu arbeiten. Ich habe die meisten Sachen gegoogelt, und dann einiges bestellt, was äußerst vielversprechend klang und im Netz geradezu gepriesen wurde, wie Teufelskralle oder Asthaxanthin (das 600 x mehr Vitamin C haben soll als Orangen).

Eigentlich weiß ich, dass es blöd ist, mehr als eine neue Medizin am Tag zu nehmen, aber trotzdem habe ich begierig die Nahrungsergänzungsmittel Teufelskralle und Astaxanthin zusammen eingenommen, nachdem ich beides bekommen hatte, weil ich so versessen darauf war. Völlig unbesonnen, auch noch an einem Donnerstag, meinem Praxistag. Unbedacht auch, weil es mir sowieso irgendwie übel war.

der erste Eindruck war phänomenal:

plötzlich erfüllte mich ein ganz unbekannter Frieden, ein Zustand in dem alles perfekt war, einfach göttlich, ich war begeistert, beglückt,

bis der zweite Eindruck einsetzte:

mir fiel der Kreislauf total ab,  in den Keller. Ich schaffte es kaum bis in die Praxis, wo ich dann ganz viel grünen Tee in mich hineinschüttete. Zum Glück hatte ich an dem Tag nur einen Termin und konnte schnell wieder nach Hause. Um meinen Kreislauf anzukurbeln bin ich dann eine lange Strecke gelaufen, habe unterwegs noch einen Mandel-Macchiato Drink getrunken (mit echtem Kaffee), der richtig gut kam, so dass es mir am Nachmittag wieder halbwegs gut ging.

Die Übelkeit wurde dann allerdings immer schlimmer

so dass ich mich zuhause erst einmal an den Computer gesetzt und recherchiert habe über die Nebenwirkungen von Teufelskralle. Da stand es auch: Kann zu Übelkeit und Erbrechen führen. Und: beide Mittel senken den Blutdruck. Da mein Blutdruck sowieso tendenziell  niedrig ist, war klar:

ich muss etwas gegen meinen niedrigen Blutdruck tun

sonst kann ich vielleicht keines dieser Supermittel nehmen.

Meine erste Hilfe Maßnahme: Ich habe mir Korodin Tropfen gekauft, auf das ich im Laufe meines Lebens immer wieder zurückgegriffen habe. Man nimmt es nur dann, wenn man es braucht, das ist das Praktische. Allerdings muss man immer ein Würfel Zucker dabei haben. Mir sind wieder Heilsteine in den Sinn gekommen, die mir schon oft geholfen haben.

Heilstein gegen niedrigen Blutdruck

Folgende Steine sollen gegen niedrigen Blutdruck geeignet sein:

  • Rubin
  • Smaragd
  • Stern Rubin (eine ziemliche Investition)
  • Feueropal

Übrigens hat alleine der Selleriesaft auch eine blutdrucksenkende Wirkung. Ich habe mich für einen Rubin entschieden, den ich seitdem fast täglich trage.

Mit den Nahrungsergänzungsmitteln bin ich aber noch nicht fertig

Mir ist eingefallen, dass ich schon homöopathische Mittel einfach nur in die Hand genommen habe, weil eine orale Einnahme einfach zu stark war. Also habe ich die Teufelskralle einfach einmal in die Hand genommen, leider ist mir trotzdem davon wieder schlecht geworden. Darum habe ich beide Mittel erst einmal verbannt.

So oder so ist mir klargeworden, dass es zu chaotisch ist, wenn ich versuche, alle Krankheiten auf einmal anzugehen. Darum habe ich entschieden, ich konzentriere mich als erstes auf den Eppstein-Barr-Virus.

Folgende Mittel nehme ich jetzt ein:

Es ist gar nicht so einfach, all diese Mittel über den Tag zu verteilen. Zink ist problematisch, soll nicht mit anderen Sachen zusammen genommen werden und mit 2 Stunden Abstand zu einem anderen Mittel. Also Zink abends, nach dem Essen, Magnesium vor dem Schlafengehen und alles andere verteilt über den Morgen und Mittag.

Schade mit der Teufelskralle. Die stand bei Anthony William ganz oben auf der Liste. Dann probiere ich als nächstes Kolloidales Silber.

Eins habe ich noch nicht erwähnt:

um den Eppstein-Barr-Virus loszuwerden, ist es

sehr wichtig, auf welche Nahrungsmittel man verzichten sollte und welche sinnvoll sind,

da einige das EBV Virus aushungern und andere es füttern. Das ganze kann also nur einen Sinn machen, wenn man die Ernährung wirklich umstellt und folgendes meidet

  • Gluten
  • Milchprodukte
  • Soja
  • Mais
  • Rapsöl
  • Raffinierter Zucker
  • Eier
  • Schweinefleisch
  • Glutamat
  • Zitronensäure
  • Süßstoffe
  • künstliche und natürliche Aromen
  • Fisch aus Aquakultur

Und natürlich braucht man auch eine gewisse Konsequenz. Ich beginne mich ziemlich schnell über mich selbst zu ärgern, dass ich mich einerseits sehr anstrenge, diesen Virus loszuwerden, andererseits meine Bemühungen aber saboriere, indem ich irgendwelchen Mist zu mir nehme, wie Kartoffelchips z. B.

Was kann man denn da noch essen?

Zu mir wird häufig mal gesagt: darfst du überhaupt noch IRGENDWAS essen? Ich teile dieses Mitleid mit meiner Ernährung keineswegs, denn jetzt mag ich mein Essen wieder. Viele Obst finde ich genial und es tut mir sehr gut. Einen Obstsalat  kann ich mit 8 oder 9 Nahrungsmitteln aus meiner Liste machen und ehrlich gesagt, finde ich eher, dass ich wie Gott in Frankreich speise. (Obwohl es natürlich Schwachpunkte gibt …)

Ich habe ziemlich schnell abgenommen

und mein Körper verändert sich seitdem andauernd. Eine Hose, die ich auf dem Flohmarkt gekauft hatte, die am Anfang dieses Experiments ziemlich spack saß, ist mir nun zu groß … und das ist weit mehr an Veränderung, als irgendein anderes Mittel bislang bewirkt hat.

Ich entscheide, dabei zu bleiben und werde in Abständen weiter berichten, wie es mir damit geht und was ich ausprobiert habe.

Hast du vielleicht sogar schon eigene Erfahrungen gemacht mit Anthony William und seinen Ideen? Wie immer freue ich mich über deine Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Mediale Medizin – eine Rezension

Mediale Medizin – eine Rezension

Das Buch „Mediale Medizin“ wurde mir von einer Klientin empfohlen und es ist in meinem Leben eingeschlagen wie eine Bombe.

Der Autor des Buches Mediale Medizin* ist Anthony William, der die Meinung vertritt, dass ein Großteil der heute bestehenden unerklärlichen Erkrankungen wie Fibromyalgie, Hashimoto, Nebennierenschwäche, MS, Diabetes Typ 2 etc. durch Viren ausgelöst werden, z. B. den Eppstein-Barr-Virus. Ich war sofort wie elektrisiert, als ich das hörte, denn in meinen frühen 30ern hatte ich geschlagene eineinhalb Jahre mit Pfeifferschem Drüsenfieber zu tun. Mir wurde schlagartig klar, dass

es mir bislang nicht gelungen ist, eine grundsätzliche Verbesserung meines Gesundheitszustandes zu erreichen

trotz mehrjähriger Heilpraktiker-Behandlungen, die mir zwar irgendwie geholfen, aber immer nur zu graduellen Verbesserungen geführt haben. Könnte dieses Buch vielleicht der Schlüssel für meine Gesundheit sein?

Das Buch ist zu einem besonderen Zeitpunkt in mein Leben gekommen: Gerade hatte ich am online Healing-Kongress teilgenommen, wo viele hochkarätige Speaker iwie Bruce Lipton, Joe Diszpenza, Deepak Chopra und andere zum Thema Heilung gesprochen haben. Eine sehr deutliche Aussage haben alle getroffen:

es gibt keine Autoimmunkrankheiten

dass der Körper sich NIEMALS selbst angreift und alles, was er tut, immer nur tut, um etwas anderes zu verhindern, was er als noch schlimmer erachtet. Anthony William war übrigens bei dem Kongress auch dabei.

Ich habe dieses Buch daher verschlungen. Danach ging es mir zwei Tage lang ziemlich blendend und hatte ich plötzlich ein ganz anderes Verhältnis zu meinem Körper, ich kann gar nicht sagen, welche unglaubliche Last von mir gefallen ist beim Gedanken daran, dass ich nicht schuld bin am Zustand meines Körpers. Es war phänomenal!

Für mich war der Inhalt des Buches wirklich überzeugend und plausibel (zumal ich gefühlt die Hälfte der in diesem Buch vorkommenden Krankheiten habe …)

Das Buch ist in vier verschiedene Teile gegliedert

Im ersten Teil geht es um Anthony William selbst, in dem er seinen beschwerlichen Weg als medizinisches Medium beschreibt und es um Grundsätzliches zu unerklärlichen Krankheiten geht.

Im zweiten Teil erfahren wir allerhand Wissenswertes über den Eppstein-Barr-Virus und den Zusammenhang mit Fibromyalgie, dem chronischen Müdigkeitssyndrom, Multiple Sklerose, Lupus, Hashimoto Thyreoidits, Tinnitus, Rheumatische Arthritis und Schwindel.

Im dritten Teil geht es um weitere unerklärliche Erkrankungen wie Typ 2 Diabetes, Hypoglykämie, Nebennierenschwäche, Candida, Migräne. Ein sehr ausführliches Kapitel befasst sich mit dem Varizella-Zoster-Virus (Gürtelrose), das ebenfalls für viele Folgeerkrankungen sorgen kann wie Jucken, Brennen, Krämpfe, Kopfschmerzen, chronische Migräne, Faszialisparese, Frozen Shoulder, Dickdarmentzündung, kraniomandibuläre Dysfunktion und Lyme Borreliose.

Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit ADHAS und Autismus. Es geht ebenfalls um Posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen, PMS und Menopause.

Bei allen hier aufgezählten Erkrankungen geht es dabei immer um die möglichen Ursachen und was sich dagegen tun lässt.

Im vierten Kapitel geht es dann um das Wiederherstellen der Darmgesundheit. William empfiehlt täglich einen halben Liter frischgepressten Selleriesaft.

Am Anfang war ich ganz bitterlich enttäuscht (ehrlich gesagt, hätte ich das Buch am liebsten in eine Ecke gepfeffert), weil Sellerie schon immer ein absolutes Bääähhh-Gemüse für mich ist. Ich habe mich trotzdem darauf eingelassen und: es wirkt! Dazu später mehr.

Im vierten Teil geht es ebenfalls um Nahrungsmittel oder Nahrungsmittelbestandteile, die es zu vermeiden gilt: Gluten, Milchprodukte, Soja, Rübenzucker, Rapsöl, Schweinefleisch, um mal die wichtigsten zu nennen. Und natürlich beschäftigt sich dieses Kapitel  mit Schwermetallbelastung und den Dos und Don’ts zur Entgiftung.

Meiner Meinung nach ist das Buch ausgezeichnet dafür geeignet, sich schon einmal selbst auf den Weg zu machen, denn es gibt zu jeder Erkrankung Empfehlungen für Nahrungsmittel, die bevorzugt verzehrt werden als auch Nahrungsergänzungsmittel, die den Heilungsprozess unterstützen.

Zwei Schwächen hat das Buch allerdings:

Zum einen habe ich ganz schmerzlich ein Schlagwortverzeichnis vermisst. Es wäre nützlich gewesen bei der Fülle der besprochenen Krankheiten.

Zum anderen weiß der Autor zwar um die eingeschränkte Entgiftungsfähigkeit der Leber bei vielen der angesprochenen Erkrankungen, hat es aber leider versäumt bei den ganzen Tipps zur Entgiftung darauf hinzuweisen, dass diese für viele Menschen aufgrund der geringen Entgiftungsfähigkeit gar nicht möglich sind, weil dies zu einer schlagartigen Verschlechterung des eigenen Befindens führen kann. Von daher habe ich mich überhaupt nicht mit der vorgeschlagenen Detox-Kur über 28 Tage beschäftigt, sondern mir einen ganz eigenen Ansatz überlegt. Wie viele andere Menschen vertrage ich nämlich nur wenig rohes Obst und Gemüse, welche für Anthony William ein Pfeiler auf dem Weg zur Heilung sind.

Das ganz besondere an diesem Buch ist,

dass Anthony William ein medizinisches Medium ist und Krankheiten bei anderen Menschen erkennen kann seit er vier Jahre alt ist.  Ich sehe und fühle schon förmlich jetzt, dass viele Stirnfalten meiner HSP-LeserInnen sich irritiert runzeln werden, weil sie sich gerne auf die Wissenschaft und ihre Errungenschaft verlassen.

Anthony William hat sein Wissen von einer anderen Ebene erhalten und die Wissenschaft hat zur Zeit keine Mittel und Wege, diese Behauptungen zu überprüfen. Bislang ist z. B. das Eppstein-Barr-Virus im Körper nicht mehr nachweisbar, lediglich ein Antikörpertest kann Aufschluss darüber geben, ob man eine Infektion mit diesem Virus durchlaufen hat.

Ich habe mich dafür entschieden, mich darauf einzulassen, denn meine letzten 20–30 Jahre waren gesundheitlich mehr als schwierig. Seit einem Jahr habe ich so viel in meinem Leben in Ordnung bringen können und es wäre an der Zeit, dass auch meine Gesundheit von der Ordnung erfasst wird. Ich bin weder mit der Schul-, noch mit der Alternativmedizin wirklich weitergekommen. Ich habe nichts zu verlieren. Daher habe ich mich entschieden, diesem Mann mein Vertrauen zu schenken.

HPU/KPU wird übrigens von Anthony William nicht erwähnt oder benannt, aber die mit der HPU verbundenen notwendigen Nahrungsergänzungen Zink*, Mangan und aktives Vitamin B6 tauchen immer wieder auf.

Übrigens fand ich kürzlich in einem anderen HPU-Buch alle diese Zusammenhänge ebenfalls angesprochen, wenn auch nicht so verbunden wie hier. Um Hochsensibilität geht es in diesem Buch überhaupt nicht, aber als geneigteR hochsensibleR LeserIn kann man sich ja an allen fünf Fingern abzählen, dass jedwede Zustände durch die  Hochsensibilität verschärft werden.

Bevor Sie nun losstürzen und sich die Nahrungsergänzungen besorgen, die für Ihre Erkrankungen notwendig sind, warten Sie doch noch meinen Blogbeitrag für die nächste Woche ab. Ich habe mich richtig in diesen neuen Weg hineingestürzt und werde über meine ersten Erfahrungen mit der Heilung nach Anthony William berichten und auch über die Erfahrungen, die ich mit den Nahrungsergänzungen gemacht habe, das war nämlich wirklich nicht ohne und erspare ich Ihnen sehr gern 😉

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise: Pixabay

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