4 Ungewöhnliche Orte für die EFT Klopftechnik
Wer sagt denn eigentlich, dass man zum EFT Klopfen immer zuhause auf dem Stuhl sitzen oder im Bett liegen sollte? Es gibt Alternativen, wirklich tolle Alternativen, finde ich. Sowieso gilt, dass deine Hochsensibilität hier eine wunderbare Unterstützung ist, weil sich die Wirkung des Ortes durch deine Wahrnehmung für dich vermutlich noch verstärkt. Hier stelle ich dir meine besten vier ungewöhnlichen Klopforte vor:
1. Unterwegs klopfen
Zugegebenermaßen ist dies eigentlich kein richtiger Ort, weil er ja ständig verändernd ist. Bewegung durch Laufen und Gehen form das Gehirn, das haben Forscher herausgefunden. Durch das Auftreten der Füße sollen in den Adern Druckwellen erzeugt werden, die für eine bessere Durchblutung des Gehirns sorgen. Bestimmt hast du selbst schon die Erfahrung gemacht, dass ein einfacher Spaziergang dazu führen kann, dass man plötzlich in der Lage ist eine Entscheidung zu fällen, die man vorher nicht treffen konnte. Was passiert, wenn man joggt, ist dass es noch krassere Effekte gibt, dabei soll sich das Gehirn neu strukturieren – aber ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass du während des Joggens klopfen willst, bzw. für mich als bekennende Nichtjoggerin fühlt sich allein die Vorstellung ziemlich anstrengend an …

Zurück zum Gehen: Es ist sehr angenehm, sich langsam zu bewegen, während man klopft, denn beim Klopfen selbst führt man ja durch das Bewegen von Punkt zu Punkt einfach eine Art von Bewegung aus, die insgesamt ein rundes Fließen ergeben. Probiere das einfach einmal aus. Es ist insofern auch ganz praktisch, als dass du nicht allzuviel Rücksicht nehmen musst auf andere Spaziergänger, bzw. falls dir welche entgegenkommen, kannst einfach deine Klopfsession kurz unterbrechen und wieder aufnehmen, wenn sie vorbei sind. Außerdem bist du dann an der frischen Luft, was per se ja schon mal gut ist. Natürlich kannst du auch zuhause herumwandern, wenn deine Wohnung das hergibt …
2. An einem Fluss
An einem Fluss zu sitzen, aufs träge vorbeiziehendes Wasser zu schauen und dabei zu klopfen, hat etwas ganz Magisches. Ich finde, der Fluss des Wassers intensiviert den Klopffluss. Man hat das Gefühl, dass das, was man gerade beklopft, leichter mit dem Strom des Wassers davonfließt.

Wenn du Glück hast und die Sonne scheint gerade, gibt dir vielleicht das Funkeln des Wassers genauso einen Energiekick wie mir. Sowieso denke ich, dass dadurch, dass du mit dem Klopfen in einen besonders empfänglichen Alpha Zustand kommst, auch das Wasser anders wahr- und aufnimmst. Außerdem gilt auch hier: Du bist (höchstwahrscheinlich) an der frischen Luft und atmest tiefer ein- und aus.
3. Im Wald
Auch im Wald bekommt das Klopfen etwas Mysthisches. Das Grün der Bäume, die Stille, die Natur haben sowieso schon einen positiven Effekt auf uns und führen dazu, dass wir Stress loslassen, uns entspannen und beruhigen. Mit dem Klopfen wird diese Beruhigung und Entspannung noch vertieft. Dazu kommen die Terpene in der Waldluft, die unserer Gesundheit besonders zuträglich sind und von denen wir dann durch tiefes Ein- und Ausatmen besonders viele aufnehmen.
Im Wald zu klopfen ist wie in eine andere Welt einzutauchen. Probiere es einmal aus und erzähle uns von deinen Erfahrungen. Ich bin sehr gespannt.
4. Unter der Dusche
Klopfen beim Duschen gehört zu meinen krassesten Klopfakupressur Erfahrungen. Vermutlich liegt es daran, dass das fließende Wasser irgendetwas in unserem Gehirn in Gang setzt. Schließlich habe ich selbst unter der Dusche oft großartige Ideen. Für diesen Artikel habe ich mal gegoogelt, woran die liegen könnte. Die Antwort war ganz einfach: beim Duschen braucht sich das Gehirn nicht nicht mit eingehenden Informationen in Form von Sinneseindrücken auseinanderzusetzen (bzw. weniger) und kann sich darum mit anderen Dingen beschäftigen.
Aber sowieso ist Wasser hervorragend dazu geeignet, Loslassprozesse zu unterstützen, meine Klient:innen trinken z. B. immer während des EFT-Coachings viel Wasser. Es tut einfach gut und hilft ungemein, das Klopfen zu unterstützen. Und das strömende Wasser, das du unter der Dusche hast, ist wirklich etwas ganz Besonderes.

ABER ACHTUNG: Die Intensität hat auch eine Kehrseite. Meine Erfahrung ist, dass sich beim Klopfen unter der Dusche Türen öffnen, die sonst verschlossen bleiben oder sich nicht so weit öffnen (denn ich klopfe meistens ja auch nur einen Satz.) Ich komme mit dieser Intensität an Emotionen, die sich sonst nicht zeigen. Das kann aber durchaus auch beängstigend sein. Vor allen Dingen, wenn du es mit einem Entwicklungstrauma aus belastenden Kindheitserfahrungen zu tun hast. Darum kann ich dir nur sagen: Probiere das Klopfen unter der Dusche nicht, wenn du in einem labilen Zustand bist und nimm dazu keinen krassen Satz. Sonst schadest du dir mehr als dass du dir hilfst.
Falls du mit dem Begriff „Klopfen“ gar nichts anfangen kannst, siehe dir doch den nachstehenden Clip zur Klopfakupressur mal an und probiere das Klopfen einfach einmal aus.
Hast du auch ungewöhnliche Klopforte? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Ich freue mich, wenn du mir schreibst.
Von Herzen,


Ein Beispiel: Es gibt sehr unterschiedliche Pflanzen, die viele Gerbstoffe enthalten, wie die Blutwurz (Potentilla erecta), eine kleine krautige Pflanze mit kleinen gelben Blüten, und die Eiche (Quercus robur), ein großer, mächtiger Baum. Wenn wir uns diese beiden Pflanzen anschauen, wird uns auf den ersten Blick klar, dass sie eine sehr unterschiedliche Ausstrahlung haben. Je besser und sensibler wir die Ausstrahlung einer Pflanze wahrnehmen können, desto effektiver können wir sie einsetzen, denn es gibt Menschen, die brauchen die Kraft der Eiche und andere, denen eher die Kraft der Blutwurz hilft, auch wenn beide Symptome haben, die gut mit Gerbstoffen zu heilen sind.
Bedrängnis

und daran ändert sich auch nichts, wenn wir diese Verbindung oder einzelne Familienmitglieder ablehnen. Es kann vorkommen, dass wir heute Traumata ausleben, die andere Menschen vor uns erlebt haben, wie die Eltern oder sogar auch die Großeltern oder andere Personen im Familienverband. Ich denke, dass für uns als hochsensible Kriegskinder und Kriegsenkel es besonders wichtig ist, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, weil es vermutlich kaum eine Familie gibt, die nicht in irgendeiner Art und Weise von den Spätfolgen des zweiten Weltkriegs betroffen ist. Gerade für meine Generation der Kriegsenkel ist es besonders schwierig, denn entweder wollen die Eltern nicht über das reden, was sie im Krieg erlebt haben oder sie reden die ganze Zeit darüber. Das Fatale daran ist: wir müssen nicht einmal etwas wissen über die Traumata unserer Vorfahren, damit sie unser Leben lenken und bestimmen.

