Trauma in Liebesbeziehungen: Viele

Trauma in Liebesbeziehungen: Viele

Nach all der Aufregung der letzten Zeit komme ich nun endlich dazu, mit meiner Serie Trauma in Liebesbeziehungen weiterzumachen. (Ehrlich gesagt, musste ich dazu auch ein bisschen Mut sammeln!) Denn jetzt wird es Zeit, die Katze aus dem Sack zu lassen. Vorsorglich sage ich schon mal, dass hier allerhand Triggerpotential besteht, bitte klopf beim Lesen die Handkante oder lies nicht weiter.

Nach einem 3/4 Jahr Beziehung hatten wir uns ganz gut zusammengerauft. Es hätte eigentlich alles ganz gut sein können. Bloß ging es meiner Liebsten immer schlechter und schlechter.

Eines Tages hat sie mir überraschend

eröffnet, Viele zu sein.

Erstmal war ich wirklich froh. Das erklärte so vieles. Im Nachhinein ergaben die für mich unverständlichen Reaktionen in bestimmten Situationen jetzt  einen Sinn.

Falls dir das nicht geläufig ist: kennst du vielleicht

den Begriff multiple Persönlichkeit.

Es bedeutet, mehrere Persönlichkeiten (Innenpersonen) zu besitzen, die nicht unbedingt miteinander in Verbindung stehen müssen und je nachdem dann auch unabhängig voneinander agieren können. Sie sind unterschiedlich alt (da zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstanden), können verschiedene Geschlechter besitzen und haben oft besondere Aufgaben. Manche Innenpersonen kommen nie nach außen und werden von anderen beschützt.

So etwas entsteht, wenn man schon ganz

früh schwere Traumata erlebt.

Dinge, die die Seele nicht verarbeiten kann.

Zunächst brachte das Bekenntnis meiner Liebsten eine riesige Erleichterung für uns beide und für die Partnerschaft. Ihr Geständnis öffnete Raum zwischen uns für Nähe, sehr viel und intensive Nähe.

Jetzt war klar z. B., warum sie auf Fotos so unterschiedlich aussah. Am Anfang hatte ich einmal ein Foto von ihr gemacht (sehr süß) von jemandem, der niemals wieder auftauchte später.

Es erklärte vor allem auch, warum wir scheinbar aus dem Nichts heraus in für mich

retraumatisierende Situationen gerieten,

in denen sie mich total heruntermachte. Das lag vor allen Dingen an einer bestimmten Innenperson, die ich die „Hauswirtschaftsmeisterin“ nannte. In Wahrheit war sie natürlich eine Schutzperson, die ihr System vor mir schützen sollte/wollte. Dazu kam auch noch, dass mich diese Person gar nicht mochte. Habe ich schon erwähnt, dass alle Innenpersonen eigene Persönlichkeiten sind mit bestimmten Vorlieben, Fähigkeiten und Verhaltensmustern?

Die Dynamik zwischen uns war kompliziert. Es konnte zum Beispiel so laufen: wir unternahmen eine wunderschöne Radtour. In der Pause bekam X mit, dass ich vergessen hatte, mir eine Wasserflasche einzupacken. Das war dann das Signal für den Startschuss der Hauswirtschaftsmeisterin, auf mir herumzuhacken und mir den Rest der Tour beweisen zu wollen, wie unfähig und lebensuntüchtig ich sei. Bis ich am Ende in Tränen aufgelöst war, oder sauer – jedenfalls nur noch weg wollte.

Sowas nennt man übrigens Täter Introjekt.

Das Opfer (sie) hatte sich das Verhalten und die Denkweise ihrer Bezugspersonen (also ihrer Täter) angeeignet als eigenes Verhaltensmuster.

Es gibt ganz viele unterschiedliche

dissoziative Störungsbilder,

bzw. Diagnosen.

Michaela Huber schreibt in ihrem Buch „Trauma und die Folgen“*, dass mehr als 80 % aller Persönlichkeitsstörungsdiagnosen durch Traumatisierungen wie frühe Vernachlässigung, Verwahrlosung, körperliche, seelische und/oder sexuelle Gewalt erklärt werden.

Und sie nennt fünf Bedingungen, die zusammenkommen müssen,

um eine dissoziative Identitätsstörung entstehen zu lassen:

1. Langjährige Misshandlungen zwischen Geburt und 6. Lebensjahr

2. Es betrifft zu 80 % Mädchen.

3. Gute Dissoziationsfähigkeiten

4. Keine kontinuierliche und sichere Bindung zu einem Elternteil oder einer anderen Bezugsperson.

5. Keine Hilfe bei der Verarbeitung des Erlebten.

Wir hatten uns ja online kennen gelernt. Obwohl ich ganz explizit geschrieben hatte: „Keine psychischen Krankheiten“ und Viele für mich wirklich am äußersten Extrem von möglichen Folgen von Entwicklungstrauma steht, ist es mir zu keinem Zeitpunkt in den Sinn gekommen mich zu trennen. Wir liebten uns ja ganz innig.

Dadurch, dass ich selbst so viel mit inneren Anteilen arbeite, war mir das Konzept an sich geläufig und vertraut. Und ich habe gedacht anfangs (ganz naiv), dass ich es lernen muss

die unterschiedlichen Innenpersonen kennen zu lernen

und einen Weg des Umgangs damit zu finden. Ich habe wohl mal wieder gedacht – merke ich gerade – dass ich glaubte, ich sei dafür verantwortlich, diese neue Tatsache in unsere Beziehung zu integrieren.

„Matt und die anderen“* hatte ich schon mit 20 gelesen. Ich wusste also grob, worum es ging. Als nächstes habe ich mir ein paar youTube-Videos einiger junger Viele-Frauen angesehen. Das war sowas von niederschmetternd. Keine von ihnen arbeitete.

Keine von ihnen hatte eine Beziehung.

(Denn dies bedeutet, jemanden zu haben, mit dem alle im System einverstanden sind.)

Meine Partnerin hat mich dann getröstet und gemeint, bei ihr wäre das doch alles nicht so, sie arbeitete und funktionierte unter normalen Umständen doch relativ gut und mit ihrer Gastgeber- oder Alltagspersönlichkeit konnte man gut zurechtkommen. Das war schon richtig.

Aber ich würde eher sagen, es hatte gut funktioniert, solange sie allein war. Mit meinem Eintreffen geriet nach und nach alles aus den Fugen. Rückblickend kann ich natürlich sehen, dass die grundsätzliche Schieflage unserer Beziehung jetzt zu einem Abrutschen wurde.

Erstmal blieb aber alles, wie es war. Weil sie mir dann vorwarf, ich kümmere mich gar nicht um diese neue Tatsache, habe ich mir Literatur besorgt und mich in das Thema

Multiple Persönlichkeitsstörungen

hineinvertieft. Irgendwo habe ich sogar ein Buch für Partner:innen aufgetrieben. Leider erinnere ich mich nicht an den Titel. Ich habe mich sogar in einer Facebook-Trauma-Gruppe angemeldet und mir dort gelegentlich Rat und Zuspruch geholt. Dort gab es allerhand Paare, bei denen ein Teil Viele waren und die manchmal schon ewig zusammen waren. Das hat mir wieder Mut gemacht.

Jetzt wollte ich die

verschiedenen Innenpersonen

kennen lernen, um einen adäquaten Umgang mit ihnen zu entwickeln. Ich wollte ja alles richtig machen. Dann wurde mir beschieden, ich solle mich nicht so bemühen. Nach und nach hat sich dann herausgestellt, dass meine Liebste selbst eher wenig über ihr System wusste und sich auch mit der Auseinandersetzung mit diesem System überfordert fühlte.

So etwas wie eine Innenkonferenz

(wo alle Innenpersonen zusammenkommen um Dinge zu besprechen, fand auch eher nicht statt. Und offenbar kam es auch nicht in Frage, mich in Einzelheiten über das System einzuweihen.

Ich glaube eigentlich immer noch, dass ich es hätte lernen können, mit den einzelnen Personen umzugehen, wenn es mir erlaubt worden wäre.

Interessanterweise sind mir manche Dinge über bestimmte Innenpersonen erst sehr, sehr viel später klar geworden. Als wir schon längst nicht mehr zusammen waren.

Rückblickend kann ich jedenfalls sagen, dass der Großteil der Auseinandersetzungen und Konflikte, die wir hatten, entstanden, wenn die Hauswirtschaftsmeisterin entweder das

System bedroht sah

oder meinte, wenn sie mich schon toleriere, solle ich mich doch nützlich machen …

Und so näherte sich auf leisen Pfoten die Erkenntnis, dass es nicht möglich ist, eine Beziehung mit einer Viele-Person zu haben, wenn nicht alle Innenpersonen mit der Partnerin einverstanden sind …

Das ist noch nicht das Ende. Aber wir rutschten jetzt schneller …

Puh, das war echt schwer. Für diesen Artikel habe ich einen ganzen Tag gebraucht.

Vielleicht hast du ja schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Wie immer freue ich mich über deine Kommentare.

Im Netz bin ich über diese Seite gestolpert, wenn du mehr über dissoziative Persönlichkeitsstörungen wissen möchtest.

Von Herzen,

 

 

Healy – Verliebt in die Frequenz-Medizin

Healy – Verliebt in die Frequenz-Medizin

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da bin ich regelmäßig zur Heilpraktikerin gefahren, vor allen Dingen, als ich mich mit der Stoffwechselstörung HPU und ihrer Behandlung beschäftigte. Vor kurzem bin ich nochmal zu ihr gefahren, habe aber entschieden, das nicht weiterzuverfolgen. Das, was mich dazu bewegt hat, diese Strapaze von 2,5 Stunden für 40 km (eine Fahrstrecke!) auf mich zu nehmen, war übrigens nicht die Heilpraktikerin selbst, sondern ihr Bioresonanzgerät.

Ich finde, es ist eine so wundersame Maschine. Sie findet nicht nur körperliche Schwachstellen heraus, sondern auch tiefe emotionale Themen, die ich mir selbst kaum eingestehen mag. Ok, aber der Aufwand war einfach zu groß. Ich müsste mir wohl selbst jemanden vor Ort suchen, mit einem solchen Gerät. Seufz.

Und genau zu diesem Zeitpunkt

ist der Healy in mein Leben geplatzt.

Der Healy ist sozusagen ein Bioresonanzgerät für den Hausgebrauch. Schon, als ich davon hörte, wusste ich sofort: das will ich ausprobieren! Ein wenig hatte ich zunächst die unhandlichen und lästigen Tensgeräte im Kopf, die ich früher in psychosomatischen Kliniken gegen meine Krankheit Fibromyalgie bekommen habe. (Geholfen haben sie übrigens nicht).

Der Healy ist gottlob ganz anders. Ein 5,5 x 5,5 cm „großes“, leichtes Gerät, in das Kabel gesteckt werden, die am anderen Ende an einer Manschette mit Klettverschluss befestigt sind, die man um das Handgelenk wickelt. Das Gerät ist über Bluetooth mit einer App auf dem Handy verbunden, auf der die Programme hinterlegt sind. Man wählt über die App sein Programm, dies wird dann auf den Healy geladen.

Die Programmgruppen sind recht umfangreich, es gibt die sog.

Healy Goldzyklus Programmgruppe zur bioenergetischen Balancierung des Körpers

mit verschiedenen Schwerpunkten. Es gibt Programme gegen Schmerzen oder psychische Probleme, zum Lernen, für Fitness, bzw. Schlafen, bzw. Arbeiten, für die mentale Balance, zum Schutz, für die Organe, Meridiane, Chakren usw. Es gibt sogar eine Programmgruppe für Tiere!

Ich war zugegebenermaßen schon ein wenig ängstlich vor der ersten Anwendung, weil ich sehr empfindlich bin. Deswegen bin ich als erstes mit 25 % Ladung mit dem Goldyzyklusprogramm Pure eingestiegen. Ich fand es köstlich! Es fühlte sich an, als würden meine Zellen gebadet! Umgehend habe ich mich in dieses Gerät und seine Frequenz Anwendungen verliebt.

Jedes Programm ist anders. Und sowieso niemals gleich. Im Healy Programm Toxine fühlte es sich an, als flösse eine samtige Flüssigkeit durch meine Zellen, die sanft schädliche Kristalle aus den Wänden spült, sie einschließt und abtransportiert …

Wie ich mich so durch die Programme probiere, merke ich, dass

die verschiedenen Frequenzen Eigenschaften haben.

Einige empfand ich als lärmend, wie eine Horde Schulkinder, die eine Bahn erstürmt, andere sind so zart wie Spinnweben oder Seide.

Ich habe relativ schnell begonnen, hauptsächlich mit dem Chakra-Programm zu arbeiten, rein intuitiv und ich fand, dass ich damit mehr erreichen konnte als mit den anderen Programmen.

Mein erstes Fazit nach einer Woche Healy:

  • ich habe mehr Energie
  • ich trinke sehr viel mehr Wasser
  • ich schaffe viel mehr
  • ich bin fokussierter
  • Verfehlungen mit unverträglichen Lebenssmitteln haben eine weniger dramatische Wirkung
  • mir scheint auch, ich vertrage Essen besser

Bevor ich aber intensiver in meine Erfahrungen mit dem Healy Bioresonanzgerät einsteige, ist für dich sicher viel sinnvoller zu wissen, was der Healy eigentlich macht?

Frequenztherapie

Alles um uns herum sendet eine bestimmte eigene Schwingung aus: Pflanzen, Tiere, Menschen. Manchmal kann man das sogar wahrnehmen. Als hochsensibler Mensch hast Du bestimmt schon erlebt, dass z. B. bestimmte Menschen eine sehr unangenehme Ausstrahlung haben … Statt Schwingung kann man auch das Wort Frequenz verwenden. Eine Frequenz ist eine Größe, mit der die Geschwindigkeit und Anzahl der Erzeugung eines elektrischen Impulses oder einer Schallwelle bezeichnet wird.

In der Frequenz- (oder Bioresonanz-)therapie wird die Schwingungsfrequenz eines Lebewesens, eines Organs, Körpers, usw. gemessen. Dabei werden Schwachstellen aufgespürt, identifiziert und mit passenden Frequenzen ausgeglichen (für mich hat es sich immer so angefühlt, als ob die Frequenzen aus den Healy-Programmen etwas auffüllen, was vorher nicht dagewesen ist.

Dazu wird Strom im Mikroampere-Bereich (sog. frequenzspezifischer Mikrostrom bzw. individualisierte Mikrostrom Frequenzen) verwendet. Das ganz Besondere am Healy ist dabei, dass er nicht nur ermitteln kann, welche Programme man jetzt braucht, sondern welche speziellen Frequenzen aus den jeweiligen Programmen! Die Frequenzmedizin ist nicht invasiv, nicht medikamentös und in meinen Augen wirklich revolutionär, weil sie Wissenschaft, Technik, Gesundheit und Spiritualität miteinander verbindet. Es versteht sich von selbst, dass die Frequenzmedizin von der Schulmedizin nicht anerkannt wird und man kann sich sicherlich darüber streiten, ob man das Wort „Medizin“ hier verwenden darf oder nicht.

Das Analysemodul

Nachdem ich dann auch das Analysemodul nutzen konnte, habe ich richtig losgelegt. Im Analysemodul verfügt man über unglaubliche Möglichkeiten: Zum einen gibt es die Resonanzanalyse, die einem sagt, was man jetzt am dringendsten braucht. Dazu legt man einfach den Finger auf das entsprechende Symbol auf dem Handy-Display, wählt die entsprechende Datenbank aus und los gehts. Einfach toll. Die Ergebnisse werden dann in der Reihenfolge der Relevanz angezeigt.

Noch spannender wurde es, als ich mich

der Aura-Analyse zuwandte.

Bei der Aura-Analyse lädt man ein Foto von sich hoch und drückt wieder einen Button. Während das Gerät die Aura analysiert, denkt man den Satz „Meine Aura ist stark und stabil“. Und dann spuckt das Gerät unglaubliche Dinge aus. Beim ersten Mal saß ich quasi mit offenem Mund da. Weil ich Dinge erfuhr, die mir so in dieser Form gar nicht bewusst waren. Sehr, sehr viele Kindheitsthemen. Ich habe hier schon darüber geschrieben. Das war echt krass. Ich muss gestehen, dass ich eine Zeitlang die Aura-Analyse 3 x täglich gemacht habe. Irgendwann wurde es mir aber zuviel. Und mir wurde auch bewusst, dass nicht alles, was sich in meiner Aura findet, auch noch wirklich aktuell ist.

Man hat übrigens verschiedene Möglichkeiten, mit der Aura-Analyse weiterzuarbeiten. Man kann die Ergebnisse aufschwingen (d. h. mit entsprechenden Frequenzen besenden), oder man stellt sich eigene Affirmationen zusammen in einer Liste und besendet sich mit den Affirmationen. So kann man auch etwas verändern.

Vom Spirituellen her übrigens echt spannend, dass

alles, was ich in meinem Leben erlebt habe,

in den Körpern um mich herum gespeichert wird.

Ich wusste es schon, es aber so zu erfahren, war anders. Außerdem zeigten sich häufig verschiedene Aspekte einer Sache.

Das benutzte Foto spielt hierbei eine nicht unerhebliche Rolle. Mir kam der Gedanke, dass sich aufgrund der bisherigen Frequenzbehandlung meine Ausstrahlung doch laufend ändern müsste? Bingo. Dann tauchten mit jedem Foto neue Themen auf.

Weil es mir dann damit zuviel wurde, habe ich meinen Testfokus woanders hin gewandt.

Nämlich auf die Digital Nutrition Programme.

Das war sowas von interessant. Eins der ganz großen Themen war ja gewesen, dass es bei mir Probleme mit Männern gibt (nicht weiter erstaunlich), aber dass ich aufgrund dessen meine eigenen männlichen Anteile nicht auslebe und mich auf meinem Lebensweg zu sehr von anderen beeinflussen lasse, war mir überhaupt nicht klar.  Ich habe also eine Resonanzanalyse mit den Digital Nutrition Programmen gemacht und bekam dort mit einem sehr hohen Prozentsatz an Relevanz (77 % oder so) das Programm „Männer“ vorgeschlagen. Ich habe es gemacht, es hat mir gut getan. An dem Tag habe ich dann später einen unglaublichen Aktionismus entwickelt … Das Programm habe ich 2 x laufen lassen, dann ist es nicht mehr aufgetaucht.

Insgesamt gesehen finde ich das Analyse-Modul großartig, weil man damit auch ermitteln kann (mit der Suche in allen Datenbanken) was jetzt gerade wirklich das Dringendste ist. Das kann ganz unterschiedlicher Natur sein, mal brauchte ich Bettruhe, mal Entgiftung, oder Beruhigung oder Hormone …

Monika Richrath freut sich über den HealyZuguterletzt habe ich mich noch sehr intensiv mit der Analyse von 3 Programmen beschäftigt: den Alaskanischen Edelstein-Elixieren (da geht es um Verbindungen auf feinstofflicher Ebene), den australischen Buschblüten (viel feiner und genauer als Bachblüten) und der kreativen Homöopathie. Bei letzterer werden verschiedene Stressmuster angezeigt (die mir mal wieder samt und sonders nicht bewusst waren).

Ich habe den Healy jetzt ein paar Wochen sehr exzessiv genutzt. Vermutlich wesentlich intensiver, als dies von dem Erfinder und Entwickler Marcus Schmieke beabsichtigt war. Aber ich wollte

die Chance nutzen, so viel wie möglich über mich selbst zu erfahren 😉

Und das habe ich. In einem Ausmaß, dass mir scheint, ich laufe jetzt mit Siebenmeilenstiefeln vorwärts.

An einem Tag habe ich dann aber gemerkt: Uff, ich brauche eine Pause. Ich war mehr als nur dankbar, als ich in einem Meeting für Anwender den Tipp bekam, dass es gut ist, sich von Zeit zu Zeit mal zu erden, d. h. barfuß über Gras zu laufen (war nicht ganz einfach bei den Temperaturen).

Nach gut drei Wochen mit dem Healy fühle ich mich gefüllter, ich gewinne mehr an Präsenz. Das kann ich an meinen Videos sehen und vor kurzem hat mir eine Klientin, die ich ein paar Monate nicht gesehen hatte, etwas Ähnliches bestätigt.

Und jetzt habe ich auch das Bedürfnis einer Pause.  Denn so toll der Healy auch ist: eines kann er mir nicht abnehmen: mir einen Weg durch das Leben zu suchen, meinen Weg zu finden.

Aber der Healy kann mich dabei unterstützen.

Man hat natürlich die Möglichkeit, bestimmte Themen aufzuschwingen, aber ich habe gemerkt, dass mein Körper sich schon mit 5 Minuten besenden häufig richtig schwer tut. Außerdem sollte ich mein Leben selbst leben und es nicht vollkommen einem Gerät (sei es auch noch so toll) überlassen. Deswegen habe ich begonnen, die Ergebnisse der Aura-Analyse zu klopfen …

Soweit erst einmal mein persönlicher Eindruck. Ich glaube, der Healy ist ein Gerät, das für Menschen, die mit Hochsensibilität und belastenden Kindheitserfahrungen zu tun haben, äußerst nützlich ist. Zumal es dabei ja fast immer sehr viele körperliche Themen und Begleiterscheinungen gibt.

Das hat natürlich alles seinen Preis. Den Healy gibt es in verschiedenen Ausführungen und Preisklassen (ab 500 EUR aufwärts). Und den kauft man nicht einfach so, sondern über einen Betreuer, den sog. Sponsor. Das erscheint erstmal etwas befremdlich, ist aber letzten Endes absolut vorteilhaft, weil man immer einen Ansprechpartner hat, an den man sich wenden kann, wenn man Fragen hat.

Mich hat das jedenfalls hochgradig begeistert. So sehr, dass ich mich als Affiliate angemeldet habe und jetzt gemeinsame Sache mache mit Daniela (meiner Sponsorin). Du hast also die Möglichkeit, den Healy in einem Zoom-Meeting vorgestellt zu bekommen und Daniela kann euch evtl. die Fern-Aura-Analyse vorführen, falls Interesse besteht. (In diesem Fall bitte unbedingt vorher melden). Falls du mehr über den Healy erfahren willst, melde dich also gerne hier an.

Von Herzen

Die Gürtelgemeinschaft

Die Gürtelgemeinschaft

Ich quäle mich wirklich schon lange mit den körperlichen Auswirkungen von Hochsensibilität und belastenden Kindheitserfahrungen (Entwicklungstrauma) herum. Das eine steht in direktem Zusammenhang mit dem anderen. Über die unglaublichen Auswirkungen auf mein Gewicht insgesamt habe ich schon hier geschrieben.

Psychopharmaka, verabreicht wegen Fibromyalgie,

haben dafür gesorgt, dass mein Gewicht von 54 auf 78 kg kletterte. Und da blieb es dann auch, selbst nach dem Absetzen des Medikaments. Über Jahre.

Geändert hat sich das erst mit der Entdeckung Anthony Williams. Das hat nicht nur dazu geführt, dass sich ein paar Kilo verabschiedet haben, sondern ich bin das Gefühl von Schwere und Schwerfälligkeit losgeworden.

Jetzt hat sich noch einmal für mich etwas sehr zum Positiven verändert: Ich habe mich mit meiner besten Freundin zu einer Art

Gürtelgemeinschaft

zusammengetan. Unser erklärtes Ziel ist es abzunehmen und fitter zu werden. Dabei verfolgt jede eigene Unterziele und auch Wege, um dies zu erreichen.

Einmal in der Woche sprechen wir darüber, was wir erreicht haben, auf welche Schwierigkeiten wir gestoßen sind und was wir uns überlegt haben, um diese Schwierigkeiten zu überwinden.

Meine Entscheidung, meinen Fokus eine Zeitlang hauptsächlich auf Essen und Nahrungsaufnahme zu richten, hat zu phänomenalen Erkenntnissen und Auswirkungen geführt.

Essen ist von jeher für mich mit unglaublich viel Stress verbunden. Auf der einen Seite gerate ich innerhalb kürzester Zeit in totale Stresszustände, wenn ich Essen brauche, es aber gerade nicht verfügbar ist. Auf der anderen Seite

nutze ich Essen wohl auch, um Gefühle zu unterdrücken.

Mein erster Ansatz war einfach – zumindest von der Idee her: Dafür zu sorgen, dass immer etwas zu essen da ist, wenn ich es brauche. Die Idee hatte ich schon öfter, aber neu ist, dass ich zum ersten Mal diesem Thema absolute Priorität eingeräumt habe. Und zum ersten Mal war ich bereit, dafür zu sorgen, dass ich meine Erkenntnisse auch wirklich umsetze (Vorher war es eher ein „ich sollte eigentlich …“).

Zuerst habe ich damit begonnen, mich zu beobachten, im Hinblick darauf, wann mein Essverhalten aus dem Ruder läuft. Dann war ganz schnell klar: Ich muss um 11 Uhr anfangen zu kochen und um 17:00 Uhr muss ich zumindest mit der Zubereitung des Abendessens beginnen, sonst mache ich es nicht mehr.

Ich will nicht unter den Tisch fallen lassen, dass diese Anfangsphase meines Projekts wirklich emotional war. Es ist noch einmal sehr intensiv hochgekocht, dass meine Mutter, als sie nach meiner Geburt ein paar Tage später mit mir aus dem Krankenhaus nach Hause kam,

keine Milch für mich hatte.

Ich weiß das schon eine ganze Weile, aber jedes Mal erschließen sich nach und nach für mich neue Gefühle und Bedeutungen.

Jedenfalls habe ich dann dafür gesorgt, dass ich um 11 Uhr und 17 Uhr in der Küche stehe und mir zu essen mache. Welcher Kochrichtung ich folge, ist relativ egal. (Obwohl ich mich vermutlich Peganer nennen könnte. Vom Wesen her vegan, glutenfrei, kaseinfrei, aber gelegentlich tierische Produkte). Das geht kreuz und queerbeet. Anthony William, ich mag viele Sachen von Attila Hildmann, Paleo, ich koche mit Vergnügen Lieblingsrezepte aus meiner Kindheit …

Das Wichtigste ist:

Ich muss richtig Lust auf das Essen haben.

Letzten Endes ist das, was ich esse, weniger wichtig (solange ich es vertrage) als diese Lust, genau das zu essen.

Nach relativ kurzer Zeit habe ich wunderbare Dinge bemerkt:

Ich begann plötzlich abzunehmen.

Ich konnte sogar das schlimme a-Wort schreiben und sprechen (früher ein echter Garant dafür, sofort alle Bemühungen im Keim zu ersticken und wieder zuzunehmen).

Ich hörte auf Chips, Haribo und Schokolade zu essen. Einfach so.

Jetzt, nach ein paar Monaten, merke ich, dass sich mein Stress zum Thema Essen gelegt hat. Obwohl Stress eigentlich kein gutes Wort ist. Ich denke, dass mein Körper sich bislang in seiner Existenz bedroht gefühlt hat, wenn nur der Gedanke aufkam, dass Essen gerade nicht verfügbar ist (was ja auch schon passieren kann, wenn die Schränke voll sind, aber eben erst gekocht werden muss).

Dadurch, dass ich das

Essen zur Top-Priorität gemacht habe,

und es unternommen habe, immer dafür zu sorgen, dass ich etwas kriege, habe ich für die Sicherheit in Sachen Nahrung gesorgt, die mir bis dahin offenbar gefehlt hat. In gewisser Weise habe ich mich nach-beeltert. Jetzt muss ich nicht mehr alle zwei Stunden essen, um micht gut zu fühlen. Ich komme mit 4 Mahlzeiten am Tag aus.

In der Zwischenzeit habe ich tatsächlich

meinen Gürtel enger schnallen können.

6 cm Bauchumfang sind schon weg.

Langsam beginne ich meinen Körper wiederzuerkennen und mich darin wohler zu fühlen. Meine kleine Gürtelgemeinschaft hat daran einen nicht unerheblichen Anteil. (Manchmal gehen wir zusammen einkaufen und halten uns davon ab, irgendwelche Scheiße zu kaufen.)

Schwache Momente gibt es natürlich schon noch dann und wann. Aber die Selbstbeobachtung hilft ungemein. Ich werde nicht mehr automatisch rückfällig.

Ich finde, meine kleine Gürtelgemeinschaft ist ein supergutes Beispiel für das,

was im Intensivkurs passiert:

Wir bilden eine Gemeinschaft mit ähnlichen Problemen (belastende Kindheitserfahrungen) und einem gemeinsamen Ziel (sich grundsätzlich besser fühlen). Wie wir dorthin kommen und was wichtig ist, um dieses Ziel zu erreichen, entscheidet jedeR für sich. Es braucht ja jedeR etwas anderes.

Dadurch, dass jedeR sich selbst an die erste Stelle setzt, bekommt sie/er den Raum, sich selbst zu erforschen und zu verändern.

Die Gemeinschaft Gleichgesinnter

sorgt dafür, dass man sich darauf verlassen kann, dass die anderen wissen, wie sich bestimmte Dinge anfühlen. Alleine das ist schon ungemein tröstlich, wohltuend und stärkend …

Der Intensivkurs hat wieder geöffnet,

und zwar vom 21. bis 27. April 2023. Es gibt Platz für 10 Menschen, die sich nicht länger einfach immer nur hindurchwurschteln möchten und einfach nicht mehr so weitermachen wollen wie bisher. Menschen, die sich mehr wünschen für sich und ihr Leben.

Wie gut das funktioniert, kannst du hier nachhören. Zwei Intensivkursteilnehmerinnen, die bald schon das Jahr um haben, haben mir wunderschöne Feedbacks gegeben:

Sabine

Daniela

Klingt das nicht verlockend? Du hast noch bis zum 27. April Gelegenheit, dich anzumelden. Unter Umständen kannst du zu einem reduzierten Preis teilnehmen.

Von Herzen,

 

 

 

Was kann man bei Schmerzen machen?

Was kann man bei Schmerzen machen?

Als ich 2009 zum ersten Mal und ENDLICH die Diagnose „Fibromyalgie“ bekam mit den Worten „Unheilbar, da kann man nichts machen.“ war ich erst einmal nur unendlich erleichtert. Es gab einen Namen für meinen Zustand. Ich war nicht verrückt. Ich hatte mir nichts eingebildet …

Der Diagnose Fibromyalgie

waren 20 lange Jahre des Leidens vorangegangen. Denn dieser Zustand hatte mich nicht über Nacht ereilt, er hatte sich über einen unglaublich langen Zeitraum aufgebaut.

1986 habe ich angefangen zu arbeiten und 1989 kamen dann die ersten Ganzkörperschmerzattacken – die nicht nur unglaublichen Stress bedeuteten, sondern mich verwirrten und ängstigten. (Heute finde ich es kein Wunder, dass sie dort begannen, da man mir und meiner Kollegin ein schier unmenschliches Arbeitspensum abverlangte.)

Ich traute mich nicht,

mit irgendjemandem über meine Schmerzen zu sprechen.

Manchmal habe ich mich gefragt, ob ich vielleicht verrückt bin? Wo sollten denn diese Schmerzen herkommen? Sie dauerten auch nicht lange, ein paar Stunden, oder einen Tag lang. Dann vergingen Monate, bis wieder etwas passierte. Ich hatte

Angst, einem Arzt von meinen Schmerzen zu erzählen,

Angst, er würde wieder diesen gewissen Blick aufsetzen, dieses schlimme Wort „psychosomatisch“ ausstoßen und mich in gewisser Weise damit schuldig sprechen. Das wollte ich nicht. Da litt ich lieber still vor mich hin. Es war ja auch nicht so, als hätte ich es nicht aushalten können. Wie Grippeschmerzen hat es sich angefühlt.

Heute bin ich froh, dass ich damals zu keinem Arzt etwas gesagt habe.

Fibromyalgie war sowas von unbekannt damals

und es ist sehr wahrscheinlich, dass ich genau diese Reaktion bekommen hätte …

Die Jahre vergingen, ich wurde älter und älter und die Schmerzen veränderten sich. Je mehr Zeit verging, umso öfter traten sie auf – aber ich wollte immer noch nicht mit einem Arzt sprechen.

Wie ich das so schreibe, kommt mir so der Gedanke in den Kopf: „Ich hätte ja auch etwas anderes haben können, was dringend behandelt hätte werden müssen, aber ich habe vermutlich gedacht, es ist egal, weil ich sowieso niemandem wichtig bin. Den Großteil meines Lebens war ich tatsächlich sehr bindungslos. Jedenfalls habe ich mich so gesehen und gefühlt …

Irgendwann kehrte sich alles um.

Die Schmerzen wurden zu einem Dauerzustand,

ebenso die Erschöpfung. Jetzt waren es die schmerzfreien Zeiten, die die Ausnahme bildeten. 2009 – 20 Jahre nach dem ersten Auftreten der Symptome, gab es nur noch ganz gelegentliche schmerzfreie Phasen.

Fibromyalgie kommt häufig bei Hochsensibilität vorSchließlich kam es zu einer Art Knall, bei dem mein bisheriges Leben einfach in die Luft flog. Ich zog mir eine Grippe zu, eine richtige Grippe. Diese dauerte zwar nur eine Nacht, aber der sich danach ergebende Erschöpfungszustand dauerte ewig und das, was ich nicht in der Lage gewesen war, selbst herbeizuführen, wurde mir aufgezwungen: eine Arbeitsunfähigkeit und endlich kam dann auch die ersehnte Kündigung.

Heute kann ich sagen, dass die Fibromyalgie das Beste war,

was mir bis dahin passiert ist. So wurde ich gezwungen, einzusehen, dass ich in diesen Strukturen nicht überleben kann. (Natürlich befand ich mich zu diesem Zeitpunkt schon wieder in einem Burnout, in das ich zwar sehenden Auges, aber vollkommen machtlos hineingerutscht bin.) Und ich musste auch einsehen, dass mit mir einfach etwas nicht stimmte. Dass ich psychisch unglaublich angeschlagen war – um es einmal ein wenig beschönigend zu umschreiben …

Eines Tages fiel mir ein, dass meine Mutter doch in langen, akribischen Arztbesuchen herausgefunden hatte, dass sie

an einer seltsamen Krankheit mit namen Fibromyalgie litt.

Ich begann im Internet die Symptome zu recherchieren und es war sehr schnell offensichtlich, dass die Symptome zu meinen passten.

Zu dem Zeitpunkt war ich schon so fertig, dass die Diagnose „unheilbar“ für mich eher gut klang. Sowieso wollte ich am liebsten nie wieder arbeiten gehen und mit solchen Menschen zu tun haben. Mein letzter Vorgesetzter war ein hochgradig neurotischer Wissenschaftler gewesen (dem ich aber immerhin äußerst erhellende Einblicke in den Wissenschaftsbetrieb verdanke). Jetzt galt es nur noch in den Besitz einer ärztlichen Diagnose zu kommen.

Das war echt schwer. Alle Rheumatologen meiner Stadt hatten entweder einen Patientenannahmestopp oder Wartenzeiten von einem halben Jahr.

Schließlich gelang es mir, einen Termin 2 Monate später in einer kleinen Stadt außerhalb zu ergattern, wo ich dann endlich, endlich

die offizielle Diagnose „Fibromyalgie“ bekam.

Mittlerweile sehe ich viele Dinge anders, was die Fibromyalgie betrifft. „Unheilbar“ ist ein großes Wort mit eher erschlagendem Charakter, das ich weitgehend aus meinem Wortschatz gestrichen habe.

Meine Erfahrung ist:

Wieviel Schmerzen ich habe, habe ich weitestgehend selbst in der Hand

– heute bin ich weitestgehend schmerzfrei. (Und wenn mal nicht, weiß ich warum). Das EFT Klopfen, die Klopfakupressur, oder wie du es nennen willst, hat daran einen ganz entscheidenden Anteil gehabt.

Die Frage ist: Wie habe ich das gemacht?

1. Ich habe geklopft.

2. Ich habe meine Ernährung umgestellt. 

Wie ich das gemacht habe und was dabei wichtig ist, kannst du in meinem kostenlosen Workshop zum Thema Schmerzen erfahren, der direkt nach Ostern startet.

Am 19./21./22. April erfährst du, wo die Schmerzen herkommen und wie man das EFT Klopfen auf Schmerzen anwendet.

Du erfährst auch, was Hochsensibilität in Verbindung mit belastenden Lebenserfahrungen (Entwicklungsstrauma) mit deinen chronischen Schmerzen zu tun hat, bzw. warum sehr, sehr viele Menschen mit Entwicklungs- bzw. Bindungstrauma auch mit Schmerzen zu tun haben.

Du hast außerdem die Gelegenheit, einen eigenen Satz zum Thema Schmerzen zum Klopfen einzubringen, denn es gibt wieder eine gemeinsame Klopfsession zum Thema Schmerzen.

Wenn du Lust hast, dabei zu sein, freue ich mich. Denn es gibt keinen Grund, Schmerzen aushalten zu müssen und du kannst etwas gegen Schmerzen tun. Aber natürlich ist das kein Heilversprechen in irgendeiner Form. Ich zeige dir lediglich ein paar Möglichkeiten.

Sehen wir uns im Workshop? Ich freue mich, wenn du dabei bist. Falls du nicht live dabei sein kannst: es gibt eine Aufzeichnung, die dir eine Woche zum Ansehen oder Download zur Verfügung steht.

Von Herzen,

 

 

 

 

Image by unknownuserpanama from Pixabay 

Image by Anastasia Gepp from Pixabay 

Was ist ein Gottes Geschenk?

Was ist ein Gottes Geschenk?

Als ich das erste Mal in meinem Leben den Gedanken gehört oder gelesen habe, dass jedwede Erfahrung ein Geschenk sei, war ich hellauf empört. Das ist einige Zeit her, ich hatte vorher noch nie von Hochsensibilität, Bindungs- oder Entwicklungstrauma gehört. Alles, was ich damals sehen konnte, war, dass von mir gefordert wurde, einen Schritt zurückzutreten, aus dem Leiden heraus. Und mir schien damals auch, dass dabei schon anklang, dass mein Leiden ganz umsonst sei.

Und ich habe doch so gelitten!

Ich litt vor allem unter Verbindungslosigkeit.

(Über Einsamkeit habe ich schon hier geschrieben). Ich hatte keine Verbindung zu anderen Menschen und keine Verbindung zu mir selbst. Ich hatte auch keine Verbindung zu Dingen wie Selbstermächtigung. Und ich wusste natürlich vor allem nicht, dass dies alles typische Auswirkungen von Bindungs- und Entwicklungstrauma sind.

Mit Geschenken habe ich schon immer ein Problem gehabt.

Auf der einen Seite hat meine Mutter mir öfter mal Dinge geschenkt, die sie selbst haben wollte und nicht von mir gewünscht waren, auf der anderen Seite habe ich vielfach die Erfahrung gemacht, dass mit den Geschenken auch Formen emotionaler Erpressung verbunden waren.

Wie du vielleicht schon weißt, habe ich den Weg aus meiner Lebensmisere hinaus mit dem Klopfen gefunden. Wie ein Schmetterling bin ich aus dem von Einsamkeit, Unglück, und Depression gewobenen Kokon geschlüpft, mit meinem wahren Selbst, das unverbesserlich optimistisch und freudvoll ist.

Und mit diesem Optimismus

bekam ich gleichzeitig ein anderes Geschenk,

die wahnsinnig wertvolle Fähigkeit, in allem das Gute zu sehen und einen Sinn zu finden. Neulich habe ich den Ausdruck Arsch-Geschenk gehört oder gelesen. Das hat mir durchaus gefallen.

Aber Gottesgeschenk finde ich noch besser.

Man denkt, man befindet sich in einer Art Katastrophe, aber in Wahrheit hat man ein unglaubliches Entwicklungsgeschenk bekommen. So ist es mir letzten Endes mit meiner letzten Beziehung gegangen.

Vor der Beziehung ging es mir gut. Richtig gut. Ich fand mein Leben schön und erfüllt. Aber dann ist diese Frau in mein Leben geplatzt. Und obwohl ich so eine Angst hatte, mich einzulassen, wusste ich auch:

ich muss das machen.

Das war die einzige Gewissheit, die ich hatte, das einzige, woran ich mich festhalten konnte.

Denn innerhalb ganz kurzer Zeit ging es mir plötzlich total schlecht. Meine Sicherheit und relative Souveränität war flöten gegangen. Aber obwohl es mir so schlecht ging, habe ich nicht aufgegeben. (Ehrlich gesagt, war ich viel zu gestresst, um zu merken, wie schlecht es mir wirklich ging).  Ich hatte die Vorstellung,

die Beziehung könne heilsam für mich sein.

(Das war sie auch, aber anders als gedacht!)

Natürlich gab es Liebe, ganz viel Liebe sogar, aber wenn ich heute auf die eineinhalb Jahre zurückblicke, kann ich es nicht mehr anders sehen als einen Alptraum – zwar mit viel Liebe – aber dennoch ein Alptraum.

Einer der sehr schwierigen und strittigen Punkte in der Partnerschaft war meine Arbeit, der meine Partnerin skeptisch bis ablehnend gegenüberstand. Das Klopfen fand sie dubios und sie war der Meinung, dass es mir aufgrund meiner eigenen Traumatisierung nicht zustünde, mit traumatisierten Menschen zu arbeiten. Vor lauter Stress ist es mir aber nie in den Sinn gekommen, dass dies für sie auch hätte gelten müssen …

Es war mir schon relativ früh nach der Aufnahme meiner Arbeit als EFT-Coach klar geworden, dass die Menschen, die zu mir fanden,

nicht nur Hochsensibilität, sondern auch Trauma im Gepäck hatten.

Ich habe diese Herausforderung gemeistert, indem ich nicht mit dem Trauma selbst gearbeitet habe, sondern nur drumherum. Das hat gut funktioniert.

Nun war es ja auch so, dass ich zwar immer gewusst habe, dass ich selbst noch allerhand Leichen im Keller habe, mich jedoch davor drückte, mich damit zu beschäftigen. Im Verlauf meiner Beziehung wurden

Mein Geschenk war eine hochtraumatische Beziehungmeine Traumatisierungen ans Tageslicht gezerrt,

worauf ich überhaupt nicht vorbereitet war. Gefühle, die ich nicht kannte. Ich mich selbst erleben musste auf eine Art und Weise, die ich nicht kannte. Und auch nicht wollte.

Es war, als hätte ich eine Art Raum betreten, in dem ich eineinhalb Jahre lang durcheinander gewirbelt, geklopft, geknetet und gepufft wurde. Am Ende wurde ich einfach wieder klein zusammengefaltet ausgespuckt. Total verstört und mitgenommen. Nichts war mehr, wie es war. Auch mein Business hatte gelitten. Und ich selbst hatte mich bei dem Versuch, immer neue Wege zu finden, wie wir die Beziehung doch fortsetzen können, finanziell ziemlich ruiniert.

Dann kam die innere Aufforderung, darüber zu schreiben. Erst habe ich mich nicht getraut. Ich dachte, ich kann das meiner Ex nicht antun, sie würde sterben, wenn sie das liest. Aber da sie sich schon nicht zu Beziehungszeiten für meinen Blog interessiert hat, habe ich mich schließlich über meine Bedenken hinweggesetzt und die Artikelserie Trauma in Liebesbeziehungen begonnen (Die übrigens demnächst weitergeht).  Dadurch hat sich mein ganzes Leben vollkommen verändert.

Heute, ein Jahr nach der Trennung kann ich sehen,

welch unglaubliches Geschenk ich mit diesem Alptraum bekommen habe.

Ich habe einen richtigen Entwicklungssprung gemacht. Dadurch, dass ich ganz

wesentliche Auswirkungen von Bindungs- und Entwicklungstrauma

am eigenen Leib erfahren habe, habe ich erst verstanden, was Entwicklungstrauma wirklich ist.

So bin ich in gewisser Weise zu einer Art Traumaforscherin geworden, mit mir selbst als Studienobjekt. Die Ergebnisse kannst du auf diesem Blog lesen.

Auch der Fokus meiner Arbeit hat sich vollkommen verlagert. Weil mich ja offenbar vor allem Menschen finden,

bei denen Hochsensibilität und Entwicklungstrauma zusammenkommen,

habe ich auch die Art meines Klopfens verändert und den Conscious-EFT Ansatz der kanadischen EFT-Masterin Nancy Forrester übernommen. D. h. der Fokus liegt jetzt vor allem Dingen auf der Sicherheit. Ich habe es Achtsames EFT Klopfen genannt.

Mein Fokus liegt jetzt darauf, anderen Menschen mit ähnlichen Lebens- und Lernerfahrungen zu einem anderen Lebensgefühl zu verhelfen, ohne beim Klopfen überhaupt nur in die Nähe von Trauma zu kommen. Wie wichtig das ist, und wie man das erreichen kann, weiß ich überhaupt nur durch dieses Beziehungsgeschenk …

Und darum habe ich den Intensivkurs entwickelt. Da geht es nämlich genau darum: Lernerfahrungen aus Trauma aufzulösen, ohne sich mit dem Trauma selbst zu beschäftigen. Ein bisschen Leerklopfen dann und wann reicht natürlich nicht für ein anderes Lebensgefühl. Darum geht der Intensivkurs auch über ein Jahr, indem ich dich unterstütze und motiviere, dabei zu bleiben. Denn dann kannst du wirklich was erreichen. Der Intensivkurs öffnet bald wieder vom 21. bis 27. April 2023 für max 10 Teilnehmer:innen.

Am 17./20./21. April (also kurz vorher) gebe ich wieder einen kostenlosen online Workshop, in dem du die Gelegenheit hast, schon mal ein bisschen Intensivkursfeeling zu schnuppern. Dabei stelle ich dir 3 Wege achtsamen Klopfens vor. Warum das so schwer ist und was die belastenden Lebenserfahrungen damit zu tun haben und ich gebe auch wieder eine Klopfsession. Melde dich gerne hier an.

Übrigens glaube ich, dass die vergangenen Jahre für uns alle eine Art Gottes Geschenk waren. Ich weiß jedenfalls, dass ich nicht mehr so weitermachen will wie bisher. Und du? Kannst du/willst du so weitermachen wie bisher?

Von Herzen,

 

 

Image by Bob Dmyt from Pixabay 

Bild von photosforyou auf Pixabay 

 

 

 

Vatergefühle

Vatergefühle

Vor einiger Zeit habe ich einmal einen Artikel über 10 belastende Kindheitserfahrungen geschrieben, die das Entstehen von Entwicklungstrauma begünstigen (Beteilige dich sehr gerne an der anonymen Umfrage – und nein, du musst dich nicht bei google anmelden dafür).

Der letzte der 10 Punkte von der Liste:

ein oder beide Elternteile sind psychisch krank.

Aus meiner Arbeit im Umgang mit Hochsensibilität und Entwicklungstrauma weiß ich, dass sich dieser Punkt besonders verheerend auswirkt.

Nun hatte ich ja selbst einen psychisch kranken Vater.

Ich habe aber bis vor kurzem das Gefühl gehabt, ich sei von den Auswirkungen (die ich bei anderen beobachten konnte) selbst gar nicht betroffen. Mein Vater glänzte ja vor allen Dingen durch seine Abwesenheiten. Es gab ein kurzes Ehe Glück mit dem ersten Kind, aber sehr schnell fühlte mein (hochtraumatisierter) Vater sich auch mit Familienleben und Kindern überfordert und zog die Flucht vor. Er fand wohl eine Art Geborgenheit in „Nervenkliniken“, aus denen er dann und wann zurückkehrte, um meine Mutter zu schwängern und sich dann wieder zu entziehen. Bei meiner Geburt war die Ehe meiner Eltern eigentlich schon gelaufen …

Ganz lange Zeit

hatte ich überhaupt keine Gefühle für meinen Vater,

weil er meinem Empfinden nach vor allen Dingen weg gewesen ist.

Die ersten Gefühle, die ich überhaupt für ihn entwickelte, waren eher wutbehaftet, ich hielt ihn für einen Versager. (Ich glaube, das kam auf im Zuge meiner ersten Beschäftigung mit Ahnenforschung.) Wut, weil ich sehen konnte, wie sehr meine Mutter sich allein gelassen fühlte. (Beim Schreiben kommt mir gerade die Idee, dass ich mir da vielleicht die Gefühle meiner Mutter übertragen und übergestülpt habe …)

Wie auch immer, am Ende war ich aufgrund diverser Prozesse (wozu auch das Klopfen) gehörte, in der Lage, mich auf irgendeine Art und Weise mit meinem Vater zu versöhnen. Viel schneller und einfacher übrigens als mit meiner Mutter …

Vor kurzem ist dann (mal wieder völlig unerwartet)

in meinem Leben eine Bombe hochgegangen.

Ich habe nämlich die Gelegenheit bekommen, mit einem Healy Gerät herumzuexperimentieren. Der Healy ist so etwas wie ein Biofrequenz- oder Resonanzgerät für den Hausgebrauch. Neben einer Menge wundersamer Funktionen (Ende April kannst du hier einen umfangreichen Erfahrungsbericht lesen) besitzt der Healy auch eine Funktion der Aura-Analyse. (Falls du mehr über den Healy wissen willst, trage dich bitte hier ein, dann hast du die Möglichkeit, den Healy in einer Präsentation vorgestellt zu bekommen – kostenlos und unverbindlich.)

Ich bin fast umgekippt, was die Healy-Analyse ausspuckte.

Erstmal Probleme mit Männern allgemein – nicht weiter verwunderlich, da ich in einer Art Frauenuniversum lebe, auch männliche Klienten sind eher selten. Dann jede Menge Aussagen über meinen Vater, mein Verhältnis zu meinem Vater und deren Auswirkungen auf mein Leben. Die meisten Dinge hätte ich nicht so formuliert, sie sind mir bislang nicht in den Sinn gekommen, aber ich habe die Aussagen gelesen und wusste „das stimmt.“

Letzten Endes habe ich verstanden, dass die meisten der

Lernerfahrungen, die in der Interaktion mit meinem Vater entstanden sind,

mein Leben heute noch prägen. Ich befürchte auch, ich liege nicht falsch mit der Annahme, dass vor allen Dingen sie mein Leben immer noch in seiner jetzigen Form prägen. Das geht wirklich in alle Lebensbereiche hinein: über Sexualität, Liebe und Beziehungen, Selbstausdruck, Beruf, Verhalten usw.

Ich habe mich sogar gefragt, ob ich meine ursprüngliche Berufswahl (Übersetzerin) nicht getroffen habe, aus dem Wunsch heraus, meinen Vater glücklich zu machen? Das wäre sehr gut denkbar.

Nicht zuletzt musste ich mich der Tatsache stellen, dass traumatische Erlebnisse (die zu einer Retraumatisierung geführt haben), die durch meine letzte Liebe ans Tageslicht gezerrt wurden, Echos sind von

Angst- und Panikgefühlen, die durch Interaktionen mit meinem Vater

entstanden sind. Puh. (Falls dich hier was triggert, klopf bitte den Schlüsselbeinpunkt oder die Handkante, oder atme tief ein und aus.)

Und nicht nur das. Ich muss mich jetzt natürlich auch fragen, ob ich nicht vielleicht deswegen nicht halb so erfolgreich bin, wie ich sein könnte, weil es einen Teil in mir gibt, der vermutlich glaubt, sich nicht eindeutig für den von mir gewählten Lebensweg entscheiden zu dürfen …

So oder so ist sicher, dass ich enorme Schwierigkeiten habe, meine eigenen männlichen Anteile auszuleben.

Ich mache mich lieber klein und übe mich in Vermeidungsverhalten.

Habe mich in Vermeidungsverhalten geübt 😉

Denn jetzt, wo all diese Sachen vor mir auf dem Tisch liegen, bin ich auch ungeheuer erleichtert. Zumal ich so viele Möglichkeiten habe, diese neuen Erkenntnisse zu verarbeiten und zu integrieren.

Ich freue mich schon darauf, wer ich dann sein werde, bzw. welches Thema dann nachrücken wird …

Wie ist dein Verhältnis zu deinem Vater? Konntest du für dich etwas klären und was hat sich dadurch für dich verändert? Wie immer freue ich mich, wenn du deine Erfahrungen mit uns teilst.

Von Herzen,

 

 

 

 

P. S. Übrigens öffnet am 21. April 2023 wieder der Jahres-Intensivkurs seine Türen. Dabei geht es darum, die Lernerfahrungen, die du im Zusammenhang mit Hochsensibilität durch deine belastenden Kindheitserfahrungen gemacht hast, mit Klopfen in einer Gemeinschaft aufzulösen und/oder zu verändern.

 

Was ist achtsames Klopfen?

Was ist achtsames Klopfen?

Seit mehr als 10 Jahren ist Klopfen ein fester Bestandteil meines Lebens. Sowohl beruflich als auch privat. Als mir eingefallen ist (na ja,eher zugefallen ist), das Klopfen mit dem Thema Hochsensibilität zu verbinden, hatte ich eigentlich noch keine Vorstellung davon, wie gut das Klopfen geeignet ist, wirklich grundlegende Veränderungen einzuleiten.

Denn:

Wenn man klopft, beginnt man zu wachsen.

Und zwar auf eine unglaublich unaufgeregte Art und Weise. Zum Beispiel tauchen plötzlich Fragen im eigenen Bewusstsein auf, die man sich vielleicht noch nie oder schon lange nicht mehr gestellt hat: „Wer bin ich? Was will ich eigentlich? …“

Oft ist dieses Wachstum übrigens so selbstverständlich, dass man den Shift oder die Veränderung gar nicht richtig wahrnimmt oder ihr andere Gründe zuschreibt. (Es gibt sogar das seltsame Phänomen, dass man vergisst, dass man ein Thema überhaupt geklopft hat! Dieses Phänomen hat sogar einen extra Namen.)

Als ich begann, als Klopfcoach zu arbeiten, wusste man noch relativ wenig über Hochsensibilität. Das Konzept der Hochsensibilität wurde z. B. von der Wissenschaft selbst offenbar gar nicht wirklich ernst genommen. Mittlerweile weiß man mehr.

Für mich hat sich in den letzten Jahren deutlich herausgeschält, dass die Menschen, die zu mir finden, hochsensitive Menschen sind (also Menschen, die grundsätzlich mehr wahrnehmen können als die meisten anderen). Dazu kommt noch, dass diese Menschen

ein Entwicklungstrauma erlebt haben,

also in ihrer Kindheit belastende Kindheitserfahrungen gemacht haben. Bei den meisten ist dadurch etwas entstanden, was man Vulnerabilität nennt. Dieser Begriff bezeichnet eine Tendenz zu Ängsten, Grübeleien, geringem Selbstwertgefühl usw.

Dieser Begriff ist echt schrecklich, aber trotzdem passt er auch total gut. Ich weiß aus eigener Erfahrung nur zu gut, wie sich das Leben in so einem Zustand anfühlen kann: Der Großteil meines bisherigen Lebens hat sich angefühlt wie eine einzige große Wunde. Ich habe mich in diesem Zustand selbst als Opfer gesehen, dem Dinge immer zustießen. Ich habe mich machtlos und ohnmächtig gefühlt.

Das Gefühl des Ausgeliefertseins ist

durch das Klopfen verschwunden,

hat sich aufgelöst. Einfach so. (Aber natürlich stellt sich wahre Veränderung nur ein, wenn du über einen längeren Zeitraum regelmäßig klopfst!) Ich habe durch das Klopfen einen ganz anderen Zustand erreicht. Für mich war außerdem die sensationellste Veränderung, dass ich herausgefunden habe, dass ich gar nicht diese depressive, lebensuntüchtige und ängstliche Person bin, für die ich mich hielt. Mein wahres Wesen ist Fröhlichkeit, Optimismus und ganz viel Freude. Das habe ich einfach durch das Klopfen herausgefunden. 20 Jahre Psychotherapie hatten keinen vergleichbaren Effekt …

Sehr lange Zeit bin ich in einem relativ stabilen Zustand gewesen.

Aber das Leben ändert sich. Und wir uns mit.

Auch mein Klopfen verändert sich.

Meine Art zu klopfen und meine Arbeit mit Klient*innen wurden von den Entwicklungen in meinem Leben beeinflusst. In den letzten zwei Jahren wurde ich quasi dazu gezwungen, etwas zu tun, was ich lange Zeit einfach vermieden habe:

mich mit meinem Entwicklungstrauma auseinanderzusetzen,

mit meinen belastenden Kindheitserfahrungen zu beschäftigen, den Lernerfahrungen, die ich gemacht habe, den Glaubenssätzen und Blockaden, die dadurch entstanden sind.

Als ich verstanden habe, dass es so gut wie immer einen traumatischen Hintergrund bei meinen Klient*innen gibt, habe ich zunächst versucht, diesem durch entsprechende Ausbildungen zu begegnen. Aber ich habe relativ schnell gemerkt, dass dieser Weg für mich nicht passt.

Und dann habe ich von dem Conscious EFT-Ansatz gehört,

ein Ansatz, den die französische EFT-Masterin Nancy Forrester entwickelt hat. Das war wie eine Offenbarung für mich. (Ehrlich gesagt, glaube ich ja, dass ich geführt werde, auch in meiner Arbeit!) Ich habe diesen Ansatz sofort übernommen und in meine Arbeit integriert.

Grundsätzlich ist es so, dass Klopfen immer auch Gefühle mit hochholt. Das bedeutet, dass hochsensible Menschen mit einem Trauma Hintergrund sehr viel mehr Vorsicht walten lassen sollten, weil die Gefahr, getriggert zu werden und ganz schnell in unerwünschte Zustände zu geraten, relativ groß ist. Es geht also darum,

Klopfen viel sicherer zu gestalten.

Das bedeutet z. B.: nicht mehr in der Vergangenheit herumstochern, sondern in der Gegenwart klopfen. Viel Leerklopfen. Außerdem habe ich diesen Ansatz für mich und meine Arbeit noch weiterentwickelt:

Mit dem Klopfen von Impulsen.

Das heißt, wir klopfen gar keine ganzen Sätze mehr, sondern nur noch Satzteile oder ganz kurze Sätze. Sie beziehen sich weniger auf einzelne Situationen, sondern auf Lernerfahrungen, die in einem Entwicklungstrauma in vielen verschiedenen Sitautionen gemacht wurden. So kannst du mit dem Klopfen von Impulsen sehr viel mehr erreichen als mit dem Klopfen einzelner Sätze.

Außerdem wirken sie auf einer sehr viel tieferen Ebene und haben eine nachhaltigere Wirkung. Und – ganz wichtig: du läufst weniger Gefahr getriggert zu werden.

Die Impulse sind übrigens einer der Grundpfeiler meines Jahres-Intensivkurses, der vom 21. bis 27. April wieder öffnet. Wir bewegen uns dabei im Laufe eines Jahres durch die wichtigsten Themen der Hochsensibilität. Im Intensivkurs begleite ich dich ein Jahr lang in einer kleinen Gruppe auf deinem Weg, damit du mit dem EFT Klopfen wirklich einen Durchbruch für dein Lebensgefühl erreichen kannst, eine stabile Ebene.

Alles in allem ist achtsames Klopfen (so nenne ich es jetzt für mich) einfach sehr sinnvoll, wenn du belastende Erfahrungen in der Kindheit gemacht hast. Weil Sicherheit da auf jeden Fall ein Thema für dich ist, ebenso wie Verbindung oder Scham, um nur einmal die wichtigsten Themen herauszugreifen, die meist durch ein Entwicklungstrauma zu Beeinträchtigungen in deinem Leben und deiner Psyche führen. Ich selbst sehe das achtsame Klopfen übrigens tatsächlich als eine Art Schlüssel dafür, mit dem Klopfen für sich selbst nicht nur viel mehr zu erreichen, sondern auch viel nachhaltigere Veränderungen.

Für mich bedeutet achtsames Klopfen auch, das Klopfen für mich selbst ebenfalls sicherer zu gestalten. Darum habe ich das Klopfcoaching aufgegeben. Darum klopfe ich jetzt nicht mehr wirklich, sondern lege nur noch meine Finger auf den Punkt. Mal sehen, was noch so kommt …

Was für Erfahrungen hast du mit dieser neuen Art zu klopfen gemacht? Wie immer freue ich mich, wenn du deine Erfahrungen mit uns teilst.

Von Herzen,

 

 

 

 

Image by Екатерина Киселёва from Pixabay 

Täglich achtsam klopfen mit mir: Switchwords live

Täglich achtsam klopfen mit mir: Switchwords live

Vor kurzem habe ich mir überlegt, was ich zur allgemeinen Lage beitragen könnte. Es ist klar, dass, wenn du mit Hochensibilität und/oder vielleicht auch Entwicklungstrauma zu tun hast (und vielleicht zusätzlich sogar noch ein oder mehrere Kriegstrauma von deinen Eltern „geerbt“ hast), es sehr schwer sein kann, ruhig zu bleiben. Ängste werden ja auch vererbt.  Der Ukraine Krieg und die Pandemie sorgen dafür, dass

Angst und Ohnmacht entstehen.

Viele dieser Ohnmachtsgefühle haben übrigens mit unserer Kindheit zu tun. Dadurch, dass die Generation unserer Eltern den 2. Weltkrieg als Kinder erlebt haben, und infolgedessen eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelt haben, wurden wir als Generation der Kriegsenkel ebenfalls unglaublich beeinträchtigt. Vielfach haben die belastenden Erfahrungen der Eltern in unserer Generation zu einer Traumatisierung durch die Eltern geführt.

Die Folgen sind ein Entwicklungstrauma, bzw. Bindungstrauma.

Deswegen triggert Angst häufig einen ganzen Trauma Hintergrund mit an.

Ich habe in der Zwischenzeit für den deutschsprachigen Markt den Ansatz für Achtsames EFT entwickelt (in Anlehnung an den Conscious EFT Ansatz von Nancy Forrester), bei dem es darum geht, Klopfen sicherer und möglichst triggerfrei zu machen. Eine Art

EFT Klopftechnik für Hochsensible 2.0

Es erscheint mir sinnvoll, möglichst vielen Menschen das Klopfen ans Herz zu legen. Weil Klopfen beruhigt und dir dabei hilft, deinen Fokus wieder auf dich selbst zu richten. Zum 1001sten Klopfanleitungsvideo auf youtube hatte ich aber keine Lust. Das gibt es wirklich schon zuhauf.

Da hatte ich die Eingebung, mehr Menschen das Klopfen mit Switchwords zugänglich zu machen. Für Menschen, die mit mir im Intensivkurs  zusammenarbeiten, ist das Klopfen von Switchwords mittlerweile ganz selbstverständlich. (Und ehrlich, ich glaube, wenn man einmal damit angefangen hat, wird es zu einer sehr lieben Gewohnheit.) Warum es also nicht einer breiteren Masse zugänglich machen?

Gleichzeitig ist es eine supergute Gelegenheit, anderen Menschen zu zeigen, wie achtsames Klopfen aussehen kann (was für hochsensible Menschen einfach supersinnvoll ist).

Wenn du mit dem Begriff Switchwords nichts anfangen kannst:

Switchwords sind kleine Schalt- und Machtworte,

die die Kraft haben, durch die Übertragung von Schwingungen etwas in dir zu bewirken. Vielleicht hast du schon einmal versucht, mit Affirmationen zu arbeiten und bist dabei kläglich gescheitert? Weil es da diese kleine innere Stimme in dir gibt, die sehr hartnäckig darauf besteht, dass das doch gar nicht alles stimmt, du bist eben nicht gelassen oder froh und glücklich … Wie kannst du da behaupten, es sei so? (Meine Erfahrung ist übrigens, dass diese Stimme nicht verschwindet, selbst, wenn man versteht, dass man es so sagen muss, damit es erst wahr werden kann).

Switchwords lösen diese Widerstände nicht aus.

Meistens jedenfalls. In der Regel sind es einfach nur bestimmte Worte oder Wortkombinationen, die dem Gehirn gar nichts sagen, die sozusagen völlig ungefährlich sind, und von daher auch keine inneren Wächter auf den Plan rufen müssen. Mit Switchwörtern kann man ganz viele verschiedene Dinge machen. Man kann sie einfach vor sich hin sagen (das mache ich morgens beim Nordic Walken übrigens häufig), man kann sie schreiben, singen und eben auch klopfen!

In diesem Artikel habe ich dazu schon einmal etwas geschrieben. Seit ich die Switchwords kennen gelernt habe, sind sie sofort ein fester Bestandteil meines Alltags geworden. (Seit ein paar Jahren biete ich übrigens auch eine Reise zum Klopfen durch die Rauhnächte an, in denen ich ausschließlich mit Switchwörtern klopfe, und die Tatsache, dass es eine richtige kleine Anhängerschaft für diese Reise gibt, zeigt mir auch, dass andere die Erfahrungen des Klopfens mit Switchwords schätzen …)

Warum ist das Klopfen mit Switchwords so einfach?

  • Du musst dir keinen Satz überlegen. Du ziehst dir einfach ein Switchword für den Tag. Ich benutze dazu dieses Kartenset. Und dann schaust du über den Tag, was das Switchword mit dir macht, wie es sich entfaltet.
  • Switchwords sind eine Art Wegbegleiter. Bei mir ist es häufig so, dass es richtige Handlungsanweisungen sind – die überraschend oft genau mit meinen Impulsen zusammentreffen. (Was mir widerum das Gefühl gibt, vom Universum behütet und getragen zu werden).
  • Mit Switchwords arbeitest du eher situativ. Du musst also nicht ein Switchword 14 Tage klopfen um eine Veränderung zu bemerken. Du kannst also getrost jeden Tag ein neues Switchword ziehen und dich auf dieses eine Wort einlassen. Trotzdem kannst du nebenbei noch deinen Satz klopfen, wenn du möchtest.

Lange Rede kurzer Sinn. Aktuell

klopfe ich jeden Tag live um 9:30 Uhr auf Instagram ein Switchword

mit euch, das ich für euch gezogen habe.

Es ist vielleicht ein bisschen irrwitzig, weil ich da nur 1–2 Minuten live bin, aber du kannst es natürlich immer nachklopfen … Das Klopfen mit anderen gemeinsam verstärkt die Energie aber noch.

Nutze gerne die Möglichkeit, mit dem Klopfen in Verbindung zu bleiben. Außerdem habe ich einen Telegram Infokanal Achtsames_EFT eingerichtet, wo du die Videos ohne Unterbrechung klopfen kannst. In der Telegram Gruppe Switchwords als Weg kannst du mit anderen deine Erfahrungen mit dem Switchwords des Tages teilen.

Ich würde mich total freuen, wenn du meinen Kanal weiterverteilst an Menschen, denen das Klopfen gut tun könnte.

Von Herzen danke an dich,

 

 

 

Was ist Scham?

Was ist Scham?

Bislang habe  ich mich kaum jemals wirklich mit Scham auseinandergesetzt. (Dabei hatten mir schon verschiedene Menschen, z. B. einmal ein Chefarzt in einer psychosomatischen Klinik) auf den Kopf zugesagt, dass Scham für mich ein wichtiges Thema sei, ohne das jedoch näher zu spezifizieren.

Meine eigenen Gefühle zu Scham sind eher chaotisch und wechselhaft. Ich hatte natürlich keine Ahnung gehabt, was dieser Chefarzt denn wirklich meint. Erst als ich begonnen habe, mich mit Hochsensibilität und belastenden Kindheitserfahrungen, also Entwicklungstrauma, auseinanderzusetzen, ist mir so nach und nach gedämmert, dass ich mich

den Großteil meines Lebens permanent geschämt habe,

dass die Scham sozusagen Dauergast war. Eine Sache, für die ich mich schon mein ganzes Leben schäme eigentlich ist, dass ich nicht so essen kann, dass das Essen nur im Mund landet. Es landet eher immer überall. Ich weiß auch nicht, wie das geht. Deswegen kaufe ich nur noch ganz selten weiße Oberteile (obwohl ich die so gerne trage), weil sie immer ganz schnell Flecken bekommen …

Mittlerweile habe ich aber verstanden, dass das Ungeschickt-sein eine Traumafolge ist. Das hat mit der Koordination der Gliedmaßen zu tun, die durch permanenten Stress beeinträchtigt sein kann. Da schreibe ich auf jeden Fall mal einen extra Beitrag zu.  Ich habe auch verstanden,  dass in meiner letztenBeziehung, die mich animiert hat, über Trauma in Liebesbeziehungen zu reflektieren und zu schreiben, Scham eine ganz große Rolle spielte. Meine Partnerin war ja gelernte Hauswirtschafterin ist regelmäßig mir gegenüber entgleist, wenn ich was in ihrem Haushalt gemacht habe.

Vielleicht ist es also meinem geschärften Bewusstsein über Entwicklungstrauma zuzuschreiben, dass mir eines Tages der Gedanke kam, dass der Intensivkurs ohne ein Modul über Scham nicht vollständig ist. Sicher ist es kein Zufall, dass dieses Thema sich mir erst relativ spät geöffnet hat,  denn die Scham ist wirklich im Bodensatz.

Scham ist ein Gefühl, das ganz in der Tiefe verborgen ist.

Scham ist, wie ich gerade gelernt habe, das am niedrigsten schwingende Gefühl.

Und bitte denke daran, falls du merkst, dass dich hier etwas triggert, die Handkante oder den Schlüsselbeinpunkt zu klopfen, oder einen anderen Punkt deiner Wahl, der für dich besonders gut wirkt.

Obwohl wir Scham so gut kennen und es sicherlich viele, viele Dinge gibt, für die jeder sich schämt, wissen wir doch kaum etwas darüber, was es wirklich für ein Gefühl ist. Nur, dass es ein furchtbares Gefühl ist.

Ich habe mich gefragt,

ob Hochsensibilität an sich immer mit Schamgefühlen verbunden ist

und ob die Scham von dem Gefühl herrührt, „nicht in Ordnung“ zu sein?

Erst einmal habe ich im Internet recherchiert, wie Scham definiert wird: Auf Wikipedia habe ich gefunden: „Auslöser für Schamgefühle können innerseelische Vorgänge sein, wie zum Beispiel der Eindruck von Peinlichkeit oder Verlegenheit, aber auch die Bloßstellung oder Beschämung durch andere Menschen in Form von Demütigungen oder Kränkungen.“

Mir erscheint das eine sehr unzureichende Beschreibung für so

ein intensives und zersetzendes Gefühl.

Bei meinen Recherchen bin ich auf das Buch „Scham – die vielen Facetten eines tabuisierten Gefühls“* des französischen Neurologen Boris Cyrulnik gestoßen. Er hat selbst ein großes Thema mit Scham, weil er den Holocaust als „verstecktes Kind“ überlebt hat, also niemals sagen durfte, wer er wirklich ist. Über das Buch schreibe ich auch noch mal extra.

Scham wird z. B. erzeugt durch die Kluft zwischen der Vorstellung, die wir von uns selbst haben und der Wirklichkeit. In meinen 30ern hatte ich einen Minirock, zu dem mir meine damalige Partnerin geraten hatte. Ich fühlte mich darin sehr sexy, aber als ich mich dann auf Fotos sah, habe ich mich geschämt, weil das nicht sexy war, sondern nur komisch aussah …

Das, wofür man sich schämt, wird geheim gehalten, um andere zu schützen, um sie nicht der Notwendigkeit auszusetzen, sich mit bestimmten unangenehmen Dingen oder Gefühlen beschäftigen zu müssen. Aber auch, um sich selbst zu schützen. Um ein bestimmtes Bild von sich aufrecht zu erhalten, um nicht verachtet zu werden.

Wenn man sich jemandem anvertraut, liefert man sich aus und es besteht immer die Gefahr, eine kritische oder abwertende Reaktion zu bekommen.

Darum schweigen viele über das, wofür sie sich schämen,

weil sie diese Gefahr als zu groß empfinden. Sich selbst erzählt man die Geschichte aber dann ununterbrochen. Darum bezeichnet der Neurologe Cyrulnik Scham als Gift, und die pausenlose innere Wiederholung als eine Art „Grundrauschen“. Du kennst das sicherlich selbst in Form des Inneren Kritikers, der sich demütigend und herabsetzend verhält.

Introviertierte Menschen, denen es schwer fällt, sich auszudrücken, haben es schwer. Sie fühlen sich erniedrigt, herabgesetzt, unterlegen, weniger wert als der andere, dem sie von vornherein zuschreiben, dass er eine schlechte Meinung von ihnen hat. Das eigene Schweigen führt zu Enttäuschung über sich selbst und hält wiederum die Scham lebendig.

Trauma bedeutet häufig nichts zu fühlenEine Hypersensitivität kann durch äußere Faktoren verstärkt werden.

Vulnerabilität entsteht vor allen Dingen, wenn es schon Erregungszustände, desorganisierte Bindungen, Trennungsängste usw. gibt. Zusätzliche emotionale Belastungen können dann nicht mehr verarbeitet werden.

Wenn ein Säugling keine Sicherheit erlebt, weil er nicht genügend Zuwendung bekommt, besitzt eine Scham-Demütigung von einem nahestehenden Menschen eine besonders zerstörerische Kraft.  Dies führt zur Ausbildung bestimmter Emotions- und Verhaltensweisen.

Dann ist nicht mehr feststellbar,

ob das Trauma von außen oder innen kommt.

Dies erzeugt eine Erschütterung, ein Gefühl von Wertlosigkeit, eine Vernichtung des Selbstgefühls und der Verlust des Gefühls, unverwundbar zu sein.

Diese Entwicklung kann schleichend oder auch nicht sein, das Kind wird dadurch

überempfindlich für alles, was ihn beschämen könnte.

Jede Art von Beziehung wird dann unmöglich.

Es kann z. B. vorkommen, dass Kinder statt Zuneigung Geringschätzung erfahren oder Zurückweisungen, auch auf subtiler Ebene.

Das erzeugt bei dem Kind eine große Verletzlichkeit.

Der ungarische Psychoanalytiker Imre Hermann ist der Meinung, dass Scham entsteht, wenn das Kind den Kontakt zu der Mutter verliert. Es braucht die Basis der mütterlichen Sicherheit, sonst fühlt es sich herabgewürdigt, weniger als andere.  So verliert ein Kind, das in seiner seelischen Entwicklung nicht richtig unterstützt wird, das Vertrauen in sich selbst und fühlt sich

nach Begegnungen mit anderen Menschen niedergeschlagen.

Die Vorstellung, die das Kind sich von sich selbst macht aufgrund der bisherigen Beziehungserfahrungen bringt es dazu, von anderen nichts Gutes zu erwarten. Für andere empfindet es Angst und Wut und für sich selbst eine Kombination aus Scham und Verachtung.

Als ich das gelesen habe, habe ich plötzlich verstanden, dass mir genau das passiert ist früher. Und ich glaube, dies hat eine Rolle in fast all meinen Beziehungen gespielt!

Es gibt

ganz unterschiedliche Gründe für Scham:

  • Gesellschaftliche Gründe
  • Kulturelle Gründe
  • Familiäre Gründe z. B. Ablehnung. Es ist auch möglich, dass Eltern ihre Scham auf ihre Kinder übertragen.

Interessant ist dabei, dass bei den beiden ersten die Ursachen für Scham sich durchaus ändern können, weil die Werte und Annahmen einer Gesellschaft sich ändern können. Früher waren uneheliche Kinder ein Grund für Scham, heute nimmt niemand mehr daran Anstoß.

Es gibt natürlich auch Strategien zur Schambewältigung:

Grundsätzlich alles, was man tun kann, um sich in den Augen der anderen aufzuwerten.

Ehrgeiz und Erfolg können z. B. dazu dienen, ein Siegerbild von sich zu inszenieren.

Manche Menschen flüchten sich in Träume oder Lügen, weil ihnen das den Stolz zurückgibt. Ich musste sofort an eine frühere Klassenkameradin denken, die das Blaue vom Himmel heruntergelogen hat. Was waren wir empört, als wir herausfanden, dass dies alles nicht wahr war. Natürlich haben wir damals nicht verstanden, dass dies ein Weg war, sich besser zu fühlen, der unangenehmen Realität etwas entgegenzusetzen …

Scham ist nicht unheilbar, es gibt die Möglichkeit, auf etwas, dessen man sich geschämt hat, Stolz zu entwickeln und

die Scham so hinter sich zu lassen.

Bei alledem die Entwicklung eigener Herzwerte ungemein förderlich. Und klopfen sowieso.

Ich hatte vor relativ kurzer Zeit ein wunderbares Erlebnis im Bezug auf Scham. Dabei muss ich vorausschicken, dass Scham bei mir oft etwas damit zu tun hatte, dass ich mich geschämt habe dafür, dass andere Menschen sehen können, dass ich jemandem nicht wichtig bin oder nicht wichtig genug. Dieses Gefühl war sehr tief- und weitreichend und kam häufig zum Tragen, z. B. wenn mich jemand warten ließ.

Nun stand ich vor kurzem irgendwo und war verabredet. Und meine Verabredung erschien  nicht. Erschien einfach nicht. 30 Minuten stand ich in der Fußgängerzone meines Viertels herum. Ich bekam nur den AB ans Telefon. Ich stand da und stand da und beobachtete die Leute und irgendwann habe ich gedacht: „Oh wow, ich bin ja ganz gelassen!“ Und da wurde mir klar, dass in mir ein totaler Shift stattgefunden hat.

Früher wäre ich ausgeflippt darüber.

Der Tag wäre gelaufen gewesen. Die Fußgängerzone ist sehr klein und ich war sichtbar für alle, die gerade dort ihre Einkäufe erledigen. Und jeder konnte sehen, dass ich offensichtlich versetzt worden war! Früher hätte ich mich dafür unendlich geschämt. (Übrigens beruhte letzten Endes alles auf einem Missverständnis und nicht auf Missachtung!) Ich weiß nicht, ob du dir vorstellen kannst, wie unglaublich glücklich ich darüber war, als mir klar wurde, dass sich diese Scham verändert hat. Und wir hatten dann doch noch einen schönen Nachmittag zusammen.

Wie ist es mit dir? Ist Scham auch ein Thema für dich? Ich freue mich, wenn du meinen Blog kommentierst, weiterverteilst usw.

Von Herzen,

 

Image by Zichrini from Pixabay 

100 Akte der Selbstliebe

100 Akte der Selbstliebe

Eigentlich wollte ich diese Woche über etwas ganz anderes schreiben. Aber mir kam dann in den Sinn, ich solle doch lieber diesen Artikel, der schon seit Monaten in meiner Wiedervorlage vor sich hin reift, ergänzen und veröffentlichen. Ich hoffe, du kannst daraus etwas für dich mitnehmen und umsetzen. Für alle Menschen, die mit Hochsensibilität zu tun haben, ist es jetzt besonders wichtig, bei sich zu bleiben, nicht in Stress zu geraten. Damit hilfst du der Welt gerade am besten. Dir selbst auch 😉

 

1. Keine Nachrichten sehen, hören, lesen.

2. Sich auf keinen Fall morgens von dem Radio wecken lassen.

3. Ganz oft leer klopfen

4. Viel Wasser trinken (als Richtschnur gilt für eher unsportliche Menschen 1 l pro 25 kg pro Tag)

5. Sich viel bewegen

6. In die Natur gehen

7. An ein fließendes Gewässer gehen

8. In die Sonne gehen

9. Sport treiben

10. Kohlensäurehaltige Getränke meiden

11. Wenig koffeinhaltige Getränke zu sich nehmen

12. öfter mal „Nein“ sagen

(Falls nicht möglich, probiere es mit „Ich muss erst einmal gucken, ob das geht.“ Wenn es dir schwer fällt, den wahren Grund zu sagen, probiere es mit „Da habe ich schon etwas vor“ oder „Ich habe jetzt keine Zeit“ als Zwischenschritt oder -Lösung)

13. Ein Bad nehmen

14. Ein Buch lesen

15. Eine Meditation hören

16. Meditieren

17. Klopfen

18. Den Essplatz schön gestalten

19. Sich zum Essen immer an den Essplatz setzen

20. Beim Essen nichts anderes tun.

Gutes nährendes Essen ist in der Hochsensibilität wichtig21. Sich mindestens einmal am Tag eine nährende Mahlzeit zubereiten.

22. Keine Action-Filme gucken

23. Kreativ werden

24. Aufräumen

25. Entrümpeln

26. Negative Menschen meiden

27. Sehr aufgeregte Menschen meiden

(Aufregung und Stress wirken ansteckend auf dich)

28. Das Buch „Der Selbstheilungsnerv“ lesen

29. Zucker, Fette und Alkohol meiden

30. Sowieso Nahrungsmittel meiden, auf die du in irgendeiner Form reagierst

31. Den Fokus auf die Zubereitung nährender Mahlzeiten legen

32. Klopfen

33. Sich eine Massage gönnen

34. Kuscheln

35. Geld spenden

36. Jemandem Liebe schicken

37. Abgrenzungstechniken lernen

38. Eine Liste machen mit all den Dingen, für die du in deinem Leben dankbar bist.

39. Etwas gegen deine Überforderung tun

(z. B. nicht sofort die Verantwortung übernehmen, nur weil du willst, dass etwas gemacht wird.)

40. Abends dafür sorgen, dass die Küche aufgeräumt ist.

41. Eine Person nicht anrufen, wenn du davon ausgehen kannst, dass dabei sehr viele negative Emotionen über dir ausgeschüttet werden.

42. Dafür sorgen, dass immer Notfall-Snacks vorrätig sind.

43. Keine Verantwortung dafür übernehmen, dass sich jemand gut fühlt.

44. An dein eigenes Wohlbefinden denken.

In der Hochsensibilität hört man gerne mal auf zu atmen45. Immer wieder zu dir zurückkommen (z. B., indem du 3 Mal tief ein und ausatmest).

46. Für Tage ohne jegliche Verpflichtung sorgen

47. Den Tag verbummeln

48. Den Tag mit einer sportlichen Aktivitiät beginnen (wie tanzen oder Nordic Walking)

49. Mit jemandem einvernehmlich schweigen

50. Menschen treffen, die bei sich sind.

51. Sich mit Anthony William beschäftigen

52. Ein Mindmap machen mit den Projekten, die bei dir in nächster Zeit anstehen.

53. Eine Liste mit Dingen, die du unbedingt noch machen will und überlegen, welches der erste kleine Schritt ist, den du jetzt machen könntest, um in die Gänge zu kommen.

54. Eine Aufstellung deiner monatlichen Einnahmen und Ausgaben machen.

55. Musik hören

56. Dir selbst einen Liebesbrief schreiben

57. Jemand anderem einen Liebesbrief schreiben

58. Eine Ausstellung besuchen

59. Eine ABC-Liste erstellen der Dinge, die dich beruhigen

In der Hochsensibilität ist Kommunikation sehr wichtig60. Jemand erzählen, was er/sie dir bedeutet

61. Stricken

62. Dich zu einem Online-Kongress für Persönlichkeitsentwicklung anmelden und statt Fernsehen die Interviews gucken

63. Einen Spieleabend veranstalten

64. Gemeinsam mit anderen kochen

65. Dir einen Klopfsatz überlegen,

der dir jetzt in der aktuellen Situation hilft und ihn 14 Tage lang klopfen.

66. Meditieren

67. Bei meiner Blogparade 100 Momente der Freude mitmachen

68. Eine Liste aller guten Eigenschaften erstellen von der Person, die dir am nächsten ist

69. Eine Liste aller guten Eigenschaften deiner Kinder erstellen.

70. Deine Kinder bitten, dir zu sagen,

welche Eigenschaften sie an dir gut finden.

71. Deine/N Partner*in/Freund*in usw. bitten, dir zu sagen, welche Eigenschaften sie an dir gut finden.

72. Eine Collage mit deinen Lebenswünschen/-Zielen basteln

73. Singen

74. Lachen

75. Dir überlegen,

was sich durch das Klopfen für dich verändert hat

76. Dich ehrenamtlich engagieren

77. Ein festliches Abendessen für deine/n Partner*in oder beste/n Freund*in kochen

78. Eine Patience legen

79. Deinen Lieblingsfilm gucken

80. Ins Kino gehen

81. Einen Kurs buchen

mit etwas, was du immer schon mal machen wolltest

82. Eine Liste erstellen aller Dinge, die du immer machen wolltest, dich aber nicht getraut hast (Vielleicht traust du dich jetzt zu dem einen oder anderen?)

83. Alle Fotos von dir entsorgen, auf denen du dir nicht gefällst

84. Einen Heilstein finden, der dich gerade gut unterstützt

85. Ein Gedicht schreiben

86. Dich von Dingen trennen, die du nicht mehr brauchst

87. Dein Schlafzimmer elektrosmog-sicher einrichten

88. Für dich selbst ein Lieblingsgericht aus deiner Kindheit kochen

89. Dir ein Erfolgsbuch erstellen (in das kannst du dann schon mal die Listen mit deinen guten Eigenschaften kleben, die du von anderen bekommen hast. Überlege dir auch, was dir im Leben wirklich gut gelungen ist und schreibe das auf. Und ab da natürlich jeden Erfolg! Jedes Lob! usw.)

90. Wenn du nicht alleine lebst, richte dir einen Ort ein, der nur dir gehört und wo du dich sicher und geborgen fühlst (selbst wenn es nur ein Sessel in einer Ecke ist)

91. Frage dich im Laufe des Tages immer wieder, was du JETZT brauchst,

was du für ein Bedürfnis hast in diesem Moment.

92. Finde heraus, welches Deine Farbe ist und welche 2–3 Farben dazu passen

93. Entsorge alle Kleidungsstücke, in denen du dich nicht wohl fühlst.

94. Wenn du Kinder hast, führe eine familienweite Mittagsruhe ein, so dass du auch ein Nickerchen machen kannst (Von Klientinnen habe ich schon gehört, dass dies von Kindern (auch größeren dankbar angenommen wird).

95. Versuche, mehr Ordnung in deinen Haushalt zu bekommen – falls notwendig – Unordnung ist ein super Stressfaktor.

Hochsensibilität kann sich auf Kinder vererben durch Trauma96. Spiel mit deinen Kindern

oder unternimm etwas Schönes mit der Person, die dir am nächsten ist.

97. Klopfen

98. Leg dich hin und mache ein Nickerchen

99. Umarme dich selbst und tröste dich

100. Trau dich, diese Dinge umzusetzen.

Beim Schreiben dieser Liste bin ich in einen regelrechten Rausch geraten. Bitte ergänze die Liste gerne in den Kommentaren, wenn dir noch etwas einfällt.

Von Herzen,

 

 

 

 

Image by CHILLoutYourMind from Pixabay 

Backen: Image by Finn Bjurvoll Hansen from Pixabay 

Graffity: Image by Harry Fabel from Pixabay 

Liebespaar: Image by S. Hermann & F. Richter from Pixabay 

Kind: Image by 2081671 from Pixabay 

 

de_DEDeutsch