Als ich das Buch Mediale Medizin* von Anthony William in die Hand bekam, habe ich als erstes, ich gestehe es, im hinteren Teil nachgesehen, um mir die Empfehlungen von Anthony William zur Ernährung anzusehen. Meine erste Reaktion war eine bodenlose Enttäuschung, am liebsten hätte ich das Buch in die Ecke gepfeffert und es nie wieder in die Hand genommen …
Ausgerechnet Selleriesaft …
ist das beste Darmsanierungsmittel von Anthony William. Und das mir, wo ich Sellerie schon als Kind nicht mochte (und natürlich immer noch nicht mag!)
Aber ich habe dann einmal tief durchgeatmet, und beschlossen, das Buch trotzdem zu lesen (außerdem wollte ich es ja auch rezensieren) und als ich das Buch ausgelesen hatte, war klar, dass ich Anthony William eine Chance einräume – eher, dass ich mir eine Chance einräume, wieder richtig gesund zu werden. Denn bis dieses Buch mich gefunden hat, war mir ehrlich gesagt überhaupt nicht klar, dass ich auch mit Heilpraktikern bislang nicht so richtig auf einen grünen Zweig gekommen bin (obwohl es natürlich eine ungeheure Entlastung ist, dass viele Dinge dort einfach bekannt sind und man nicht in eine
Ecke gestellt wird mit der Diagnose „psychosomatisch“,
bloß, weil der Arzt die Symptome des Epstein Barr Virus nicht kennt!)
Und natürlich ist mir beim Lesen des Buches auch gedämmert: das bin ich. Das hat einen Zusammenhang mit meiner körperlichen Leidensgeschichte – und ehrlich gesagt ist es mir vollkommen egal, ob sich
der Epstein-Barr-Virus oder Antikörper desselben in mir nachweisen lassen
oder nicht. Ich hatte in den 30ern eineinhalb Jahre lang immer wieder mit Pfeifferschem Drüsenfieber zu tun, obwohl meine Ärztin damals behauptet hat, das bekäme man nur einmal und dann nie wieder. Sie hatte einfach keine Ahnung …
Mittlerweile bringe ich Hochsensibilität und Hochsensitivität durchaus einen Zusammenhang mit dem Herpes Virus, aber natürlich nicht in einen direkt ursächlichen. Was ich meine ist Folgendes:
Wenn sich durch Hochsensibilität und belastende Kindheitserfahrungen ein Entwicklungstrauma oder Bindungstrauma entwickelt hat,
steht der Körper permanent unter Stress. Das kann zu einer Aktivierung oder Reaktivierung des vorhandenen EBV-Virus führen. Die Einzelheiten kannst du am besten im Buch von Anthony William nachlesen, es gibt eine Neuauflage 2022.
Ich versuche es mit der medialen Medizin,
allerdings wurde mir natürlich ganz schnell klar, dass ich die Empfehlungen von Anthony Willilam ganz individuell für mich anpassen muss. Nicht nur, dass ich den Geschmack von Sellerie hasse. Ich hasse auch die von ihm zur Entgiftung vorgeschlagenen Kräuter. Ich mag keine Petersilie und frischer Koriander schmeckt für mich nach Seife. Ich vertrage keine Rohkost oder nur wenig … und dass er vorschlägt, sehr viel Obst zu essen, wo doch alle Welt von Obst abrückt, ist auch ungewöhnlich. Nichtsdestotrotz, es gibt keine Alternativen für mich erst einmal.
Erst einmal probiere ich den Selleriesaft aus dem Reformhaus
Interessanterweise merke ich gleich nach dem ersten Glas, dass ich an dem Tag wesentlich mehr Energie habe. Den Saft kann ich auch trinken, allerdings handelt es sich dabei um Knollensellerie und nicht um den verlangten Staudensellerie. Weil es mit diesem Saft gut klappt, entscheide ich mich für den nächsten Schritt:
einen Entsafter zu kaufen
Ich habe mich für dieses Modell* entschieden. Hauptsächlich wegen des Preises, weil ich nicht sicher war, ob ich das wirklich durchziehen werde. Es sieht auch billig aus und macht den Eindruck, es könnte bei der ersten besten Gelegenheit kaputtgehen, aber es erfüllt seinen Zweck und hat bislang durchgehalten. Ehrlich gesagt,
ich hatte richtig Muffe vor meinem ersten Glas Selleriesaft
am ersten Tag habe ich nur ein kleines Glas voll getrunken. Die Überraschung meines Lebens: der Selleriesaft schmeckt gar nicht nach Sellerie, sondern ist einfach unbekannt und ich kann ihn trinken! Viel schwieriger erscheint es mir, dass ich meinen Tagesablauf neu strukturieren muss, denn nach dem Selleriesaft (der dazu da ist, den Salzsäuregehalt im Magen zu erhöhen, um die Kapazitäten des Verdauungstrakts aufzubauen) darf ich erst einmal 30 Minuten lang nichts essen. Ok, ich kann auch Tagebuch schreiben, ohne dabei Tee zu trinken …
Anschließend habe ich Listen erstellt
über Nahrungsmittel und Nahrungsmittelergänzungen, die jeweils gut geeignet sind, um meine diversen Krankheiten positiv zu beeinflussen. Aus der Nahrungsmittelliste habe ich ein Formular erstellt (das Sie sich hier herunterladen können – ich habe es extra im Excel-Format belassen, damit Sie es für sich anpassen können), auf der ich die Nahrungsmittel, die ich am Tag verwendet habe, ankreuzen kann. Das Ziel ist es, in einem bestimmten Zeitraum alle Nahrungsmittel mindestens einmal zu konsumieren, mit der Liste kann man sehr gut den Überblick behalten. (Ein sehr praktischer Nebeneffekt ist es, dass das Einkaufen viel schneller geht, weil ich zum großen Teil nur noch Sachen kaufe, die auf meiner Liste stehen).
Anschließend habe ich überprüft, wie viele der Nahrungsmittelergänzungen, die auf der Liste stehen, ich sowieso schon nehme. Das waren eine ganze Menge. Denn
eine Menge Erkrankungen wurden mir schon bescheinigt
- Fibromyalgie (Wenn du wissen willst, was das ist, schau hier nach)
- Hashimoto-Thyreoiditis
- Nebennierenschwäche
- Candida
- Borreliose
- chronische Gastritis
- Reizdarm
Die meisten dieser Erkrankungen werden von Anthony William auch besprochen.
Mein erster Plan war es, auf allen Ebenen gleichzeitig zu arbeiten. Ich habe die meisten Sachen gegoogelt, und dann einiges bestellt, was äußerst vielversprechend klang und im Netz geradezu gepriesen wurde, wie Teufelskralle oder Asthaxanthin (das 600 x mehr Vitamin C haben soll als Orangen).
Eigentlich weiß ich, dass es blöd ist, mehr als eine neue Medizin am Tag zu nehmen, aber trotzdem habe ich begierig die Nahrungsergänzungsmittel Teufelskralle und Astaxanthin zusammen eingenommen, nachdem ich beides bekommen hatte, weil ich so versessen darauf war. Völlig unbesonnen, auch noch an einem Donnerstag, meinem Praxistag. Unbedacht auch, weil es mir sowieso irgendwie übel war.
der erste Eindruck war phänomenal:
plötzlich erfüllte mich ein ganz unbekannter Frieden, ein Zustand in dem alles perfekt war, einfach göttlich, ich war begeistert, beglückt,
bis der zweite Eindruck einsetzte:
mir fiel der Kreislauf total ab, in den Keller. Ich schaffte es kaum bis in die Praxis, wo ich dann ganz viel grünen Tee in mich hineinschüttete. Zum Glück hatte ich an dem Tag nur einen Termin und konnte schnell wieder nach Hause. Um meinen Kreislauf anzukurbeln bin ich dann eine lange Strecke gelaufen, habe unterwegs noch einen Mandel-Macchiato Drink getrunken (mit echtem Kaffee), der richtig gut kam, so dass es mir am Nachmittag wieder halbwegs gut ging.
Die Übelkeit wurde dann allerdings immer schlimmer
so dass ich mich zuhause erst einmal an den Computer gesetzt und recherchiert habe über die Nebenwirkungen von Teufelskralle. Da stand es auch: Kann zu Übelkeit und Erbrechen führen. Und: beide Mittel senken den Blutdruck. Da mein Blutdruck sowieso tendenziell niedrig ist, war klar:
ich muss etwas gegen meinen niedrigen Blutdruck tun
sonst kann ich vielleicht keines dieser Supermittel nehmen.
Meine erste Hilfe Maßnahme: Ich habe mir Korodin Tropfen gekauft, auf das ich im Laufe meines Lebens immer wieder zurückgegriffen habe. Man nimmt es nur dann, wenn man es braucht, das ist das Praktische. Allerdings muss man immer ein Würfel Zucker dabei haben. Mir sind wieder Heilsteine in den Sinn gekommen, die mir schon oft geholfen haben.
Heilstein gegen niedrigen Blutdruck
Folgende Steine sollen gegen niedrigen Blutdruck geeignet sein:
- Rubin
- Smaragd
- Stern Rubin (eine ziemliche Investition)
- Feueropal
Übrigens hat alleine der Selleriesaft auch eine blutdrucksenkende Wirkung. Ich habe mich für einen Rubin entschieden, den ich seitdem fast täglich trage.
Mit den Nahrungsergänzungsmitteln bin ich aber noch nicht fertig
Mir ist eingefallen, dass ich schon homöopathische Mittel einfach nur in die Hand genommen habe, weil eine orale Einnahme einfach zu stark war. Also habe ich die Teufelskralle einfach einmal in die Hand genommen, leider ist mir trotzdem davon wieder schlecht geworden. Darum habe ich beide Mittel erst einmal verbannt.
So oder so ist mir klargeworden, dass es zu chaotisch ist, wenn ich versuche, alle Krankheiten auf einmal anzugehen. Darum habe ich entschieden, ich konzentriere mich als erstes auf den Eppstein-Barr-Virus.
Folgende Mittel nehme ich jetzt ein:
Es ist gar nicht so einfach, all diese Mittel über den Tag zu verteilen. Zink ist problematisch, soll nicht mit anderen Sachen zusammen genommen werden und mit 2 Stunden Abstand zu einem anderen Mittel. Also Zink abends, nach dem Essen, Magnesium vor dem Schlafengehen und alles andere verteilt über den Morgen und Mittag.
Schade mit der Teufelskralle. Die stand bei Anthony William ganz oben auf der Liste. Dann probiere ich als nächstes Kolloidales Silber.
Eins habe ich noch nicht erwähnt:
um den Eppstein-Barr-Virus loszuwerden, ist es
sehr wichtig, auf welche Nahrungsmittel man verzichten sollte und welche sinnvoll sind,
da einige das EBV Virus aushungern und andere es füttern. Das ganze kann also nur einen Sinn machen, wenn man die Ernährung wirklich umstellt und folgendes meidet
- Gluten
- Milchprodukte
- Soja
- Mais
- Rapsöl
- Raffinierter Zucker
- Eier
- Schweinefleisch
- Glutamat
- Zitronensäure
- Süßstoffe
- künstliche und natürliche Aromen
- Fisch aus Aquakultur
Und natürlich braucht man auch eine gewisse Konsequenz. Ich beginne mich ziemlich schnell über mich selbst zu ärgern, dass ich mich einerseits sehr anstrenge, diesen Virus loszuwerden, andererseits meine Bemühungen aber saboriere, indem ich irgendwelchen Mist zu mir nehme, wie Kartoffelchips z. B.
Was kann man denn da noch essen?
Zu mir wird häufig mal gesagt: darfst du überhaupt noch IRGENDWAS essen? Ich teile dieses Mitleid mit meiner Ernährung keineswegs, denn jetzt mag ich mein Essen wieder. Viele Obst finde ich genial und es tut mir sehr gut. Einen Obstsalat kann ich mit 8 oder 9 Nahrungsmitteln aus meiner Liste machen und ehrlich gesagt, finde ich eher, dass ich wie Gott in Frankreich speise. (Obwohl es natürlich Schwachpunkte gibt …)
Ich habe ziemlich schnell abgenommen
und mein Körper verändert sich seitdem andauernd. Eine Hose, die ich auf dem Flohmarkt gekauft hatte, die am Anfang dieses Experiments ziemlich spack saß, ist mir nun zu groß … und das ist weit mehr an Veränderung, als irgendein anderes Mittel bislang bewirkt hat.
Ich entscheide, dabei zu bleiben und werde in Abständen weiter berichten, wie es mir damit geht und was ich ausprobiert habe.
Hast du vielleicht sogar schon eigene Erfahrungen gemacht mit Anthony William und seinen Ideen? Wie immer freue ich mich über deine Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath