Was hinter Armut steckt – Erkenntnisse

Was hinter Armut steckt – Erkenntnisse

Ich war letzte Woche ziemlich erstaunt, dass es nach meinem letzten Artikel sehr, sehr ruhig geblieben ist. Wenn weniger Menschen diesen Artikel gelesen hätten als andere, wäre es vielleicht verständlich gewesen, aber das ist nicht der Fall (Es gibt ja Tools, mit denen man Besuche auf der Webseite wunderbar nachverfolgen kann). Aber natürlich kann ich nachvollziehen, dass dies ein sehr schmerzliches, schambesetztes Thema ist, über das man in der Öffentlichkeit nicht unbedingt sprechen möchte …

Jedenfalls bleibe ich bei meinem Zusammenhang von Armut, Stress und Hochsensibilität. Diese Woche geht es weiter mit meinen Lernzprozessen um Geld und Fülle …

 

Bevor es weitergeht: möchte ich jedoch noch zwei Sachen erzählen:

Am Schluss des Artikels von letzter Woche habe ich ja erwähnt, dass The Secret in mein Leben trat. Ich lernte den Begriff „Fülle“ kennen. Und natürlich habe ich mich auch mit Pierre Franck und dem erfolgreichen Wünschen beschäftigt. Eine der ersten Erkenntnisse, die mich trafen war:

ich bin erfolgreich.

Meine Arbeit ist erfolgreich. Es gibt eine innere Fülle in mir. Warum bloß nicht im Außen? Damit habe ich unglaublich gehadert und mich dafür abgelehnt, dass ich offenbar einfach nicht in der Lage war, meine Wünsche zu manifestieren. Andere können das, warum ich nicht?

Eine ganze Zeit lang habe ich außerdem gedacht,

ich könnte auf anderem Wege zu Geld kommen.

Konkret habe ich mich an allen möglichen Preisrätseln beteiligt, bei denen man Geld gewinnen kann. Irgendwann kam das Gefühl, bzw. eine innere Gewissheit in mir auf, dass dies nicht der richtige Weg für mich ist. Und dass es nicht nur darum geht, ob ich eine bestimmte Geldsumme habe oder nicht. (Was natürlich sehr schwierig ist, wenn man das Gefühl hat, man braucht gerade eine bestimmte Geldsumme um überhaupt seine Ausgaben bestreiten zu können …und keine Ahnung hat, wie man aus dem Nichts zu dieser Geldsumme kommen könnte). Trotzdem fühlte sich dieser Weg für mich falsch an und ich habe verstanden, dass etwas Anderes von mir verlangt wird. Ich kam einfach nicht daran vorbei:

Ich muss mich mit meinen Glaubenssätzen befassen!

Als erstes wurde mir klar, dass ich richtig von Neid zerfressen war. Ich gönnte niemandem das, was ich selbst nicht hatte. Schon immer nicht. Als Kind neidete ich den anderen Kindern den Umstand, mit Perserteppich, Gardinen mit Goldkante und Fernseher aufzuwachsen. Und Rosinenbrot zu jeder beliebigen Tageszeit …

Außerdem hielt ich Geld für schlecht

und reiche Menschen für unmoralisch und korrupt. Als ob Armut wirklich adeln könnte. So ein Quatsch!

Außerdem wurde mir klar, dass ich

unglaublich häufig mit dem Wert von Dingen beschäftigt

war, mit dem, was etwas kostet. Daran gekoppelt war ganz häufig die Überzeugung: Das kann ich mir nicht leisten. Und nach und nach (das hat tatsächlich seine Zeit gedauert), ist mir klar geworden, dass diese Überzeugung in einem ganz direkten Zusammenhang steht mit meinem Selbstwertgefühl, dass ich es mir nicht wert bin, mir diesen oder jenen Wunsch zu erfüllen.

Natürlich versuchte ich so gut, es ging, mit dem Bisschen zurecht zu kommen, das mir zur Verfügung stand:

Kleidung kaufte ich fast nur Secondhand

und alles andere, wenn möglich, in Billigläden. Man kann da Glück haben und durchaus etwas bekommen, was ein paar Jahre hält, meistens aber nicht. Irgendwann ist mir gedämmert, dass billig nicht unbedingt gut ist. Das war für mich ein sehr langsamer und langer Erkenntnisprozess, dass sich für mich möglicherweise erst dann Dinge ändern können, wenn ich mir öfter etwas leiste. In dem Sinne, dass wenn ich mir etwas kaufe, was ich tatsächlich brauche, z. B. neue Schuhe, dann auch mehr Geld ausgebe, wenn ich wirklich gute Schuhe finde, auch wenn sie mehr kosten. Dass nicht mehr der Kostenpunkt an erster Stelle steht, sondern Qualität und Wohlgefühl. Das habe ich nach und nach umgesetzt. Und dann konnte ich mir die Sachen auch leisten!

Am deutlichsten ist es mir mit dem Heilpraktiker aufgefallen.

Jahrelang war ich unglücklich mit der Schulmedizin und wollte zu einem Heilpraktiker gehen, war aber der Meinung:

Das kann ich mir nicht leisten!

Irgendwann habe ich dann aber mal den Schritt gemacht, als ich eine Heilpraktikerin gefunden hatte, für die ich diesen Schritt machen wollte. Dort gab es sogar die Möglichkeit der Ratenzahlung. Das habe ich genau einmal in Anspruch genommen. Auch wenn das Geld für mich immer noch nicht auf der Straße lag, konnte ich mir das doch leisten. Irgendwie ging es immer. Meistens sogar ohne Mahnung. Das hat mich unglaublich ermutigt. Wenn das ging, warum nicht auch anderes?

Wenn ich so zurückdenke, dann wird mir klar, dass ich vor gut 10 Jahren begonnen habe, mich mit meinem Verhältnis zu Geld auseinanderzusetzen. Natürlich habe ich auch das ein oder andere Buch gelesen und versucht, die Vorschläge darin umzusetzen, z. B., wenn man in einem Geschäft bezahlt, beim Reichen des Geldscheines ein gutes Gefühl zu erzeugen, weil man das Geld nicht weggibt, sondern es gegen etwas eintauscht. Oder ich habe mein Verhältnis zu verschiedenen Münzen beklopft (mit größeren Scheinen wäre es sicherlich noch effektiver gewesen, aber die standen mir damals nicht zur Verfügung). Ein anderer Vorschlag, den ich heute noch praktiziere ist: auf jede Rechnung zu schreiben: Danke für das Geld! und wenn die Rechnung bezahlt ist, dies abzuändern in Danke bezahlt! Das hat mir insgesamt geholfen, mein Verhältnis zu Geld positiv zu beeinflussen.

Die wirklich spannenden Impulse kamen aber von woanders. Eine sehr wichtige Erkenntnis war, dass Geld nur eine Energie ist, dass

Geld für etwas anderes steht.

Mir war es zum Beispiel sehr lange, lange Zeit unmöglich, Geld zurückzulegen. Wenn ich mal eine etwas größere Summe bekam, war ich zuerst sehr glücklich darüber, dann war es mir irgendwie unbehaglich und ich musste das Geld so schnell wie möglich wieder ausgeben. Das war wie eine Art innerer Zwang, gegen den ich nicht ankam. (Das wurde natürlich befeuert durch die Tatsache, dass bestimmte Anschaffungen im normalen Rahmen nicht möglich waren.) Zwar habe ich nichts gekauft, was ich nie gebraucht hätte, aber es wäre doch gut gewesen, ein Polster anzulegen für die Zeiten, in denen es nicht so gut ging. Das war einfach nicht möglich.

Bis ich eines Tages ein Coaching bekam (im Austausch). Da stellte sich heraus, dass ein solches Polster Sicherheit bedeuten würde und das kannte ich nicht. Es stellte sich heraus, dass hier ein (finde ich) echt krasser Zusammenhang bestand. Meine Mutter war ja alleinerziehend und ich denke, sie hatte Angst, dass eins ihrer Kinder ihr später einmal vorwerfen könnte, dass sie ein anderes Kind bevorzugt habe, dass sie sich hinter kein Kind stellte. Jedenfalls nicht hinter mich. Dabei sah sie nicht, dass eine fehlende Parteinahme in einer Situation auch eine Partneinahme für jemand anderes sein kann. Für mein Gefühl hat sich erst Ende der 1980er Jahre, als ich eine Psychotherapie begann, das erste Mal ein Mensch wirklich hinter mich gestellt.

Heute leuchtet mir das natürlich ein:

weil ich als Kind keine Sicherheit kennengelernt habe,

fällt es mir schwer, mir diese Sicherheit selbst zu beschaffen. Puh, das war eine ganz schön harte Nuss zu knacken … Aber durch das Coaching hat sich wieder etwas verändert. Ich habe es dann nach und nach geschafft, mal kleinere Beträge zurückzulegen, so dass es zumindest eine Art von Mini-Polster gab. Zwar musste ich das dann und wann auch wieder ausgeben, aber ich hatte zumindest vom damit einhergehenden beruhigenden Gefühl „genascht“ und wurde nicht mehr davon gebeutelt, wenn das Geld weg war, sondern habe mich daran gemacht, meine kleine Reserve wiederaufzubauen (dabei handelte es sich wirklich nicht um große Beträge, ich glaube über 150,- EUR bin ich in dieser Phase nie hinausgekommen).

Was habe ich noch gelernt in der Kindheit?

Das ist eine äußerst interessante Frage, die sich mir dann in der Folge stellte. Vielleicht erinnern Sie sich noch an meinen Artikel der letzten Woche. Ich hatte ja geschrieben, dass ich meistens kein Taschengeld bekam und wir unsere Ersparnisse manchmal opfern mussten, um Milch für alle zu kaufen. So bin ich darauf gekommen, dass es in mir die sehr starke (unbewusste) innere Überzeugung gibt:

Ich muss mein Geld abgeben

Zum einen war da das Jobcenter, an das ich wegen schwankenden Einkommens gebunden war und mir die von mir so dringend benötigte Sicherheit bot.

Das Jobcenter war sowieso eine sehr zweischneidige Sache. Einerseits war ich sehr glücklich, dass ich diese Möglichkeit bekam, wirklich zu tun, was ich wollte. Andererseits bedeutete es aber auch eine echte Einschränkung, weil ich einfach nicht so handeln konnte, wie ich wollte (Ausgaben ab einem bestimmten Betrag mussten vorher angemeldet werden), man muss sich finanziell richtig nackig machen, Kontoauszüge vorzeigen usw. Es war auch ziemlich angstbesetzt, weil ich vor jedem neuen Bescheid gezittert habe, aus Angst, man könnte mir diese Unterstützung entziehen. Von daher war ich auch nicht wirklich motiviert, viel Geld zu verdienen.

Zum anderen gab es jemanden, der noch weniger hatte als ich, dem ich immer wieder mal aushelfen musste mit kleinen Beträgen. Es hat unglaublich lange gedauert, bis ich bereit war, mich hier besser abzugrenzen. Anfangs tat mir das im Herzen weh. Später habe ich mich daran gewöhnt. Natürlich habe ich auch gespürt, dass dies so für mich richtig war und dass jede*r seinen eigenen Weg gehen und eigene Erfahrungen machen muss.

Bloß mit dem Manifestieren meiner Wünsche klappte es nicht so recht. Aber ich habe wieder Hilfe von außen bekommen. Nämlich als ich bei Yvetta Miosga eine Radionik-Analyse machen ließ. Mit der Analyse bekam ich eine Erklärung dafür, warum nicht:

Dort stand unter „Motivationsmangel“: „Ich weiß, was ich will, kann es aber nicht umsetzen. Die Erwartung, dass das Erwünschte sich realisiert, fehlt.“ Als ich das gelesen habe, wusste ich nicht, ob ich weinen oder lachen sollte. Es war natürlich eine Erleichterung, das mal so schwarz auf weiß zu lesen und in gewissem Sinne auch eine Entlastung. Zumindest wusste ich jetzt, wo es weiter lang geht. Ich habe den Satz

Auch wenn mir die Erwartung fehlt, dass sich das Erwünschte realisiert, …

geklopft (wenn ich mich erinnere, sogar ziemlich lang) und irgendwann ist mir klar geworden, dass es in mir einfach die felsenfeste Überzeugung gab, dass ich das nicht verdiene.

Ich war wirklich enttäuscht, vor allem, weil ich

schon so viel am Thema „Selbstwert“ etc. gearbeitet hatte …

jetzt fischte ich also in den tiefsten Tiefen meiner Seele herum. Das war nicht gerade angenehm, aber ich habe mich ans Werk gemacht und sehr, sehr viel geklopft … und langsam haben sich meine Lebensumstände stabilisiert, es kamen z. B. mehr Kunden. Ich fand einen regelmäßigen Auftraggeber für Lektoratsaufträge und meldete mich auf einer Freelancer-Plattform an. Es fühlte sich so an, als wäre ich aus dem gröbsten heraus.

Ohne all diese Arbeit wäre aber der richtige Durchbruch gar nicht möglich gewesen. Darum geht es dann in der nächsten Woche. Vielleicht wird das dann der letzte Teil meiner Serie zum Thema Armut sein, aber sicher bin ich noch nicht. 😉

Welche Glaubenssätze haben Sie entdeckt, als Sie sich mit dem Thema Geld auseinandergesetzt haben? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise: Pixabay

P.S. Mittlerweile biete ich einen kostengünstigen E-Mail Kurs zum Lernen der Klopfakupressur an.

 

Was hinter Armut steckt – Anfänge

Was hinter Armut steckt – Anfänge

Eigentlich sollte dieser Blogbeitrag zuerst heißen „Das liebe Geld …“, aber dann erschien mir dieser Titel viel zu seicht und nichtssagend für dieses elementare Thema, mit dem auch Hochsensible häufig ganz besonders zu tun haben. Warum, erfahren Sie u. a. in diesem Artikel.

Dieser Artikel arbeitet ehrlich gesagt schon seit Jahren in mir. Bislang habe ich mich immer nicht getraut, vielleicht ist es die alte Scham, die mich zurückgehalten hat, die mit meinem sozialen Hintergrund verbunden ist. Ich habe das Gefühl, ich muss mich diesmal nackiger machen als sonst. Und obwohl ich genau weiß, dass das nicht wirklich stimmt, musste ich  ziemlich mit mir kämpfen um über meinen Schatten zu springen. Aber ich glaube, es ist wichtig, diesen Artikel zu schreiben, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es einen Weg aus dem Mangel heraus gibt. Diese Erfahrung teile ich gerne mit Ihnen, bzw. hoffe, dass es den einen  oder die andere inspirieren wird, sich ebenfalls auf den Weg zu machen. Denn dieser Weg steht allen Menschen offen. Damit das aber richtig zu verstehen ist, muss ich einfach ausführlicher werden und habe den Inhalt auf mehrere Artikel verteilt. Diese Woche geht es also um meine früheren Erfahrungen mit Geld.

Für mich selbst ist

Geld mit einer Art Hassliebe verbunden

gewesen und zwar 99,9 % meines bisherigen Lebens. Geld hat sich für mich vor allen Dingen dadurch ausgezeichnet, dass es nicht da war und auch unmöglich zu beschaffen schien.

Vor kurzem saß ich mit Freundinnen in einer kleinen Runde zusammen. Ich weiß gar nicht mehr, wie das Gespräch darauf kam, jedenfalls hat eine von uns sich dahingehend geoutet, dass sie erzählte, dass sie in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist. (Das hätte ich niemals vermutet, weil sie heute ziemlich wohlhabend ist.) In mir ging richtig ein Fenster auf. Bisher war ich davon ausgegangen, dass ich in unserer Clique die einzige sei, deren Kindheit und Jugend von Mangel geprägt gewesen ist. Ich habe mich geirrt, gründlich geirrt. Von sechs Personen war es genau die Hälfte, die ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht hat.

Das hat mich unglaublich berührt

zu wissen, dass diese Menschen einen ähnlichen Erfahrungshintergrund haben, dass sie wissen, was Armut und Mangel mit Stress, Scham, fehlender Selbstliebe (und vielleicht auch Selbstfürsorge) zu tun haben –  es war eine unglaubliche Befreiung mit ihnen darüber zu reden.

Ich nehme das als Anlass, mich endlich diesem Thema zuzuwenden, das schon so lange in mir gärt, vor allen Dingen, weil ich davon überzeugt bin, dass es

einen Zusammenhang zwischen Hochsensibilität und Armut gibt.

Sehr, sehr viele hochsensible Menschen werden so so krank durch durch permanente Überforderung und den chronischen Stress, dass sie aufgeben und sich aus dem Arbeitsprozess herausziehen oder vielleicht auch unfreiwillig herausfallen. Ich selbst hatte diesen Weg ja auch schon eingeschlagen. Allerdings führt für die meisten Menschen der Weg in die ständige Erwerbsunfähigkeit in ein Leben am Existenzminimum und darunter.

Ich finde es äußerst verständlich, dass viele Menschen dieses Leben einem Leben unter permanentem Druck vorziehen. Die Aussicht, nicht mehr unter Druck stehen zu müssen, ist äußerst verlockend. Wie gesagt, hatte ich mich selbst ja auch schon auf diesen Weg gemacht.

Armut kannte ich.

Kannte ich so gut sogar, dass mich das kein bisschen erschreckte.

Ich bin wirklich in Armut groß geworden

An die allerersten Jahre habe ich keine diesbezüglichen Erinnerungen. Es war Anfang der 60er Jahre, meine Familie lebte in einer funkelnagelneuen Wohnung des sozialen Wohnungsbaus, wo alle zuerst einmal ähnliche Einkommen zu haben schienen. Erst im Laufe der Jahre schälten sich krasse Einkommensunterschiede heraus. In die ein oder andere Wohnung bin ich auch gekommen: Fernseher gab es überall, manchmal Gardinen mit Goldkante, manchmal sogar Perserteppiche. Bei niemandem sah es aus wie bei uns. Niemand lebte in so drangvoller Enge wir wir zu siebt (später zu sechst) auf knapp 80m2. Nachdem mein Vater weg war, zog meine Mutter uns fünf Kinder alleine mit einer Halbtagsarbeit groß, und soweit mir bekannt ist, war mein Vater den Großteil der Zeit nicht in der Lage, Alimente zu zahlen. Sie können sich sich meine Jahre in Mangel sicherlich vorstellen …

Taschengeld gab es nur ganz sporadisch, meistens aber nicht.

Und es kam vor, dass wir unsere Sparschweine, die in der Regel sowieso nur ein paar Pfennig enthielten, schlachten mussten, um unsere paar Kröten für einen Liter Milch für alle zu opfern. Manchmal gab es nichts anderes zu essen als Mayonnaise auf geröstetem Brot. Oder noch schlimmer: ein Gericht, das alle hassten und

Bleisuppe

genannt wurde: in heißes Wasser angerührtes Mondamin. Es schmeck genauso wie es klingt.

Wenn meine Mutter ihr Gehalt bekam, dann war das immer ein Festtag. Dann gab es frische Brötchen mit vielen leckeren Käsesorten (Cheddar war damals z. B. eine Köstlichkeit, die es nur an der Käsetheke gab). Heute erscheint mir dieses Verhalten eher kontraproduktiv, aber ich habe das natürlich übernommen …

Obwohl wir schon in einer Wohnung des sozialen Wohnungsbaus lebten, waren wir in der Siedlung so etwas wie

Underdogs.

Wir galten als asozial. Einfach, weil wir fünf Kinder waren. Oder weil mein Vater öfter einmal im Vollrausch von der Polizei nach Hause gebracht wurde und noch später, weil es keinen Vater mehr gab.

Manchmal stellten uns Nachbarn

Kisten mit altem Essen vor die Tür.

Nie wieder bin ich so stolz auf ein Kleidungsstück gewesen wie auf dieses Kleid – ein eigenes

Das hörte erst auf, als meine Mutter eines Tages die Kiste zurückbrachte und sie vor der Tür der betreffenden Nachbarin abstellte. Kleidung wurde grundsätzlich nach unten weitergereicht durch die Schwesternfolge. Eigene Sachen besaß ich kaum und es war mit viel Aufregung verbunden, wenn ich etwas Eigenes bekam.

Als sie uns als groß genug erachtete, begann meine Mutter dann Vollzeit zu arbeiten, es wurde zwar besser, blieb aber insgesamt schwierig.

In den 70er Jahren wurde in den Medien übrigens ein neuer Begriff geprägt für diese Lebensweise. Man nannte sie

die neue deutsche Armut.

Sie können sich sicherlich selbst ausmalen, was es für ein Kind bedeutet, keinen Raum für sich selbst zu haben, sich nirgendwo zurückziehen zu können. (Während ich dies schreibe, fällt mir auf, dass dies sicher auch zu Abgrenzungsschwierigkeiten beigetragen hat, weil es ja nichts Eigenes gab, was ich hätte verteidigen können.)

Und wie beschämend das ist, wenn so viele Menschen mit Verachtung auf einen heruntersehen, nur, weil man ein Teil dieser Familie ist und es nichts, absolut nichts gibt, was man tun könnte, um in ihren Augen Gnade zu finden.

Das ist eine Art von Scham, die man nur sehr schwer wieder los wird.

die Scham, einfach nicht richtig zu sein, so, wie man ist.

Im Mangel aufzuwachsen bedeutetet immer auch eine Einschränkung der Selbstentfaltung,

denn wenn ein Kind nicht das bekommt, was es sich wünscht, kann es über kurz oder lang den Schluss daraus ziehen, dass es die Erfüllung seines Wunsches nicht verdient. Oder dass es sich nicht lohnt, sich für seine Wünsche einzusetzen, wenn sie sowieso nicht erfüllt werden. Es kann seine Wünsche dann genauso wenig wichtig nehmen wie andere und sie einfach vergessen. Und später im Leben den Preis zahlen für eine geringere Fähigkeit sich abzugrenzen. Ganz zu schweigen, von der Ausgrenzung, die Armut mit sich bringt, weil man viele Dinge einfach nicht mitmachen kann oder nur mit sehr viel Aufwand möglich sind (jeder Schullandheim-Aufenthalt eine Katastrophe!). Ich erinnere mich jedenfalls an allerhand Demütigungen, die ich dafür in Kauf nehmen musste …

Heute ist es, glaube ich (hoffe ich jedenfalls!) anders, aber damals war es so, dass man auch auf den Ämtern betteln musste, dass einem Leistungen, auf die man von Rechts wegen Anspruch hatte, nur gnädig und mit Verachtung gewährt wurden.

Ich bin in meinem Leben bisher nur sehr wenig gereist, was ich mir damit erkläre, dass es in der Familie keine Reisegewohnheit gab. Zwar wurden wir als Kinder immer wieder mit Wohltätigkeitsorganisationen in Kinderheime irgendwo in Deutschland verschickt, aber unter „Reisen“ habe ich das nicht abgespeichert. Einmal gab es auch einen

Familienurlaub für einkommensschwache Familien

in Süddeutschland. Hurra! Endlich gab es mal eine Familie, die noch mehr Kinder hatte als wir!

Zwei Wochen nach meinem 18. Geburtstag bin ich ausgezogen, endlich hatte ich das langersehnte eigene Zimmer. Zum Glück gab es damals Bafög, das nicht zurückgezahlt werden musste. Trotzdem haben meine 400 Mark hinten und vorne nicht gereicht (allein für das Zimmer gingen 170 Mark weg).

Natürlich hat es auch Phasen gegeben, in denen ich gut verdient und in einem gewissen Wohlstand gelebt habe. Trotzdem würde ich sagen, dass der Großteil meines Lebens sich vor einem Mangel-Hintergrund abgespielt hat. Es hing natürlich immer davon ab, ob ich Arbeit hatte oder nicht (und welche Arbeit), und mit wem ich zusammen war und nachdem ich dann krank geworden und aus dem Erwerbsprozess für längere Zeit herausgefallen bin, war meine Einkommenslage – sagen wir mal: äußerst bescheiden. Das änderte sich auch kaum, als ich mich zur Selbstständigkeit entschloss. Wenn überhaupt, hat

die Selbstständigkeit die Situation weiter verschlimmert.

Weil ich um nichts in der Welt wieder in „normalen Strukturen“ arbeiten wollte (und ich auch denke, dass ich da nicht „hingehöre“), habe ich irgendwann den Schritt gemacht und Leistungen des Jobcenters beantragt. Dummerweise hatte ich null Anleitung und wusste nicht, was ich tun und was ich besser lassen sollte und habe alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann und musste mühsam durch Versuch und Irrtum lernen, mit dieser Situation umzugehen. Einige Monate lang hatte ich trotz Leistungen des Jobcenters nur die Miete und sonst gar nichts. Klienten kamen eher sporadisch. Das war eine ganz schön harte Zeit. Ich hatte praktisch gar nichts.

Aber irgendwann habe ich

The Secret

kennengelernt, wo es um das Gesetzt der Resonanz geht. Dass alles, was man aussendet, auch genau so zu einem zurückkommt. Das war mir ganz neu, leuchtete mir aber sofort ein. Oh weh! Mir wurde natürlich sehr schnell klar, dass ich hier jede Menge Handlungsbedarf habe. Bis dahin hatten sich viele, viele, viele Gefühle um das Geld und  das Fehlen desselben angehäuft …

Nächste Woche erfahren Sie dann, was für Glaubenssätze sich aus meinen Herkunftsbedingungen ergeben haben und wie es mir gelang, mein Verhältnis zu Geld zum Positiven zu verändern. Es war ein sehr langer Weg. Möglicherweise wird da jetzt eine Mini-Serie draus.

Erkennen Sie sich in meiner Beschreibung wieder? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise: Pixabay

Mediale Medizin – die Umsetzung Teil 2

Mediale Medizin – die Umsetzung Teil 2

Anfang November habe ich voller Zuversicht mit der Medialen Medizin begonnen. Jetzt zweieinhalb Monate später, habe ich etwas von meiner Zuversicht eingebüßt. Mir beginnt zu dämmern, dass Rückschläge irgendwie normal sind – und dass ich nicht zu denjenigen gehören werde, die innerhalb von drei bis sechs Monaten wieder obenauf schwimmen, war mir eigentlich schon von Anfang an klar.

Vor kurzem ist mir etwas sehr Sonderbares aufgefallen. Eigentlich bin ich ja ein ziemlicher Freigeist (glaube ich jedenfalls), ich habe schon oft irgendwelche Techniken und Methoden kennengelernt, die mir sehr gut gefielen, die mich aber immer nur eine ganz kurze Zeit beschäftigt haben, zum Beispiel Duft-Qi Gong, denn immer kam unweigerlich

eine Art Meister daher und eine Schar Jünger im Gefolge,

zu denen ich schon aus Prinzip nicht gehören wollte. Ich möchte eigentlich nur mir selbst folgen. Nie im Leben hätte ich mir träumen lassen, dass ich mal jemandem so „folgen“ würde wie Anthony William! Nun habe ich fast so etwas wie eine Art „Meister“ und komme damit sehr gut zurecht. Ich vermute, es liegt daran, dass jeder doch für sich einen ganz eigenen Weg finden muss, für mich ist schon ganz klar, dass gewisse Dinge, die vorgeschlagen werden, für mich erstmal gar nicht in Frage kommen – vielleicht nie …Es war extrem hilfreich, dass ich vor kurzem im Netz auf die Seiten des Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung gestoßen bin,

die das, was Anthony William sagt, bestätigen.

Allerdings ist dort von 200 bislang bekannten Herpesviren die Rede. Nicht, dass ich das gebraucht hätte, aber vielleicht könnte es den oder die eine oder andere*n von Ihnen, der/die sich nicht auf die „medialen“ Aspekte verlassen mochte, motivieren, sich näher damit zu beschäftigen.

Seit Anfang November ist viel passiert. Ich war so gepusht von der Vorstellung, endlich einen Schlüssel für all meine körperlichen Schwierigkeiten gefunden zu haben, dass ich mehr wissen wollte. Das erwies sich als problematisch, da es kaum Literatur zu diesem Thema gibt. Ich fand schließlich das Buch* „Das unterschätzte EPSTEIN BARR VIRUS“ der russischen Ärztin Sigrid Nesterenko, das viele, viele Therapie-Vorschläge enthält. Das ein oder andere habe ich ausprobiert:

Mein Favorit ist der Agaricus-Pilz*

ein unglaublicher Immunbooster, der dafür gesorgt hat, dass ich trotz sehr viel Aufregung und Stress fast bis zum Jahresende kam, ohne wirklich krank zu werden, während sich um mich herum all meine Freundinnen und Bekannten immer wieder herummarodierende Viren einfingen und öfter auch mal ins Bett legen mussten. Ich war absolut begeistert.

Flüssiges Zink*

Vor kurzem habe ich mir flüssiges Zink bestellt,  Zink in flüssiger Form, das der Körper offenbar besser verwerten kann als Tabletten. Ich bekomme davon auch erst einmal Kopfschmerzen, allerdings ist der Energiezuwachs so enorm, dass ich die gerne kurzfristig in Kauf nehme.

Die Basisversorgung

In der Zwischenzeit habe ich herausgefunden, dass es eine Basisversorgung, die Anthony William empfiehlt für den Start, bestehend aus:

Mein Heilpraktiker war übrigens hochzufrieden mit mir,

bei meinem letzten Besuch, obwohl ich ganz auf einige Faust das Repertoire einzunehmender Nahrungsergänzungen erweitert habe. Offensichtlich aber mit Erfolg: Ich habe alle Mittel mitgenommen zur nächsten Sitzung und alles wurde kinesiologisch ausgestestet. Es waren nur eine Handvoll Nahrungsergänzungen (erworben in einem Anfall von Ungeduld), die jetzt offenbar nicht passen, z. B. kolloidales Silber oder das vielerorts gepriesene Gluthathion* (phantastische Wirkung, verursacht mir leider aber Kopfschmerzen). Und ich war unglaublich stolz, dass ich offenbar ein Händchen dafür habe, die richtigen Mittel für mich auszusuchen …

Dann kam der Umzug – Ade Mediale Medizin

Das hat mich wieder ganz zurückgeworfen. Zurück auf Los. Oder noch weiter zurück. In der Vorbereitungsphase des Umzugs ging gar nichts mehr. Nach einem Monat mochte ich auch den Selleriesaft einfach nicht mehr trinken. Ich war auch nicht mehr imstande, mir vernünftige Mahlzeiten zuzubereiten, die alte, winzige Küche nervte mich nur noch, es gab zu viel zu tun … Nicht zuletzt waren da noch Renovierungsarbeiten und Vorbereitungen für die Renovierungsarbeiten, der Umzug selbst undsoweiterundsofort. Kurz: ein paar Wochen lang gabs mir bei nur Fastfood (was glutenfrei schon schwierig genug war), jede Menge glutenfreies Brot mit Wurstwaren, Tiefkühlgerichte usw.

Auch nach dem Umzug wurde es leider auch nicht sehr viel besser, war es

nicht möglich, mit der Medialen Medizin weiterzumachen.

Eine ganze Zeitlang war ich ohne Kühlschrank, weil das von mir bestellte Produkt nicht lieferbar war und die Lieferfirma eine gewisse Zeit brauchte, sich aufzuraffen, mir ein lieferbares Alternativprodukt anzubieten. Bis der dann kam, lagerte ich meine Lebensmittel im Hausflur und habe nur von der Hand in den Mund gelebt …

Dafür bin ich jetzt stolze Besitzerin eines Kühlschrankes, der für eine mehrköpfige Familie reichen würde und über ein riesiges Gemüse- und Gefrierfach verfügt.

Ich gehöre jetzt zu einer Art Arbeitsgruppe

Mit ein paar Freundinnen habe ich mich zu einer Art loser Anthony-William-Arbeitsgruppe zusammengeschlossen. Wir tauschen unsere Erfahrungen aus und ich war ganz glücklich, dass ich eine Abnehmerin für die Übelkeit erregende Teufelskralle gefunden habe. In ein paar Monaten treffen wir uns wieder und ich bin sehr neugierig, welche Erfahrungen sie mit der Teufelskralle gemacht hat in der Zwischenzeit.

Mir tun die Nieren öfter mal weh

„Kein Wunder“, meinte mein Heilpraktiker „die arbeiten ja bis zum Anschlag!“ Ich habe nämlich etwas äußerst Wichtiges übersehen: Es ist natürlich sehr gut und wichtig, all diese Lebensmittel und Nahrungsergänzungen zu sich zu nehmen, die antivirale Wirkung haben, oder durch Entgiftung für virale Abfallprodukte sorgen – ebenso wichtig ist es jedoch auch, dafür zu sorgen, dass diese Abfallprodukte aus dem Körper entsorgt werden. Dies geschieht anhand von Bindemitteln. Mir fiel gleich ein, dass ich zuhause noch eine Dose

Zeolith

habe. Gekauft vor drei Jahren. Zeolith gehört zu Vulkanmineralien, die sich äußerst gut zur Entgiftung eignen und sehr viel verwendet werden. (Anthony William empfiehlt Zeolith übrigens auch, allerdings in flüssiger Form!). Ich weiß nicht, wie oft ich schon (vergeblich) versucht habe, mit Zeolith  zu entgiften!

In der Regel fühlte ich mich am ersten Tag super, am nächsten schlechter und dann noch schlechter und am Ende von 14 Tagen (falls ich überhaupt so lange durchhielt) musste ich meine Entgiftung dann spätestens abbrechen, weil mein Körper damit vollkommen überfordert war. Heute weiß ich, dass es an meiner Schwermetallbelastung liegt. Den letzten Entgiftungsversuch hatte ich übrigens mit einer Mini-Mini-Dosis gestartet, ungefährt 1/8 TL. Das führte lediglich dazu, dass der Prozess langsamer vonstatten ging, hatte aber letztendlich doch wieder den gleichen Ablauf.

Letzte Woche habe ich mir übrigens wieder ein Video angesehen und dort wurde etwas sehr Wichtiges mitgeteilt: Dass, wenn man die Leber zu sehr zur Entgiftung pusht, sie sich ganz taub stellen kann und gar nichts mehr macht …

Wundersamerweise klappt es jetzt mit dem Zeolith. Anstandslos und problemlos. Ich bin mit 1/2 TL gestartet und jetzt bei 1 TL täglich. Da man einen zweistündigen Abstand einhalten soll zu Medikamenten, nehme ich Zeolith immer um 22 Uhr vor dem Schlafengehen, da kommt es keinem Mittel in die Quere. Und ich habe keine Nierenschmerzen mehr. Ich hatte schon über eine Steigerung der Dosis nachgedacht. Statt dessen habe ich mir eine Zeolith-Hautcreme gekauft, von der ich sehr begeistert bin. Es sieht so aus, als hätte meine jahrelange Suche nach einer vernünftigen Creme ein Ende gefunden. Aber ich bin mit dem Zeolith noch nicht am Ende …

Es gibt noch andere, die sich mit Anthony William beschäftigen

Im Netz habe ich verschiedene Seiten gefunden, von Coaches o. ä., die Anthony William folgen. Sie gefallen mir nicht alle. Super finde ich allerdings, dass einige von ihnen Zusammenfassungen von Radio Shows von Anthony William verfassen. Vor kurzem habe ich einen Clip von „Psychische und köperliche Gesundheit“ gesehen, in dem es um Rückschritte und Stillstand geht. Das hat mich ungeheuer motiviert. Ich habe mir vorgenommen, mir jede Woche einen Clip von Anthony William anzusehen.

Ich trinke wieder Selleriesaft

Allerdings habe ich das Gefühl, ich starte jetzt auf einem sehr viel höheren Level und ich erlebe etwas, von dem mir Leute, die längere Zeit Yoga machen, erzählt haben: dass sie die Lust auf Fleisch verlieren, weniger Heisshungergelüste haben usw. Alkohol geht fast gar nicht mehr. Statt dessen eine Art Freude, wenn ich Obst und Gemüse esse. Für den Selleriesaft-Verdruss, der ganz gewiss bald wieder kommen wird, habe ich mir schon einen Plan B und Plan C ausgedacht, nämlich, dass ich den Sellerie dann mit Gurke mische, oder nur Gurkensaft oder vielleicht auch Gerstengrassaft* trinke, mal sehen.

Ich probiere die Rezepte aus,

die Anthony William auf seinem Blog vorschlägt. Zum Beispiel habe ich die famose kalte Spinatsuppe gegessen (aus Tomaten, Spinat, Orange, Knoblauch und Basilikum) und fand sie wirklich hammermäßig. Nach Weihnachten habe ich dann leider doch eine Nebenhöhlenentzündung bekommen. Als ich die Suppe aß, habe ich genau gespürt, was sich im Körper dadurch verändert, bzw., dass mein Körper beginnt zu heilen. Anthony William hat gemeint, man könne diese Suppe ruhig jeden Tag essen. Das glaube ich sehr gerne,

aber ich mag einfach nicht jeden Tag kalt essen

und ich mag auch definitiv nicht jeden Tag das Gleiche essen. Jeden Morgen ein kalter Smoothie ist einfach nichts für mich. Ich brauche Abwechselung, vor allen Dingen beim Frühstück, das bei mir auch gerne heiß oder deftig sein darf.

Ein folgenschwerer Entschluss

Meine Abnehmerfolge der ersten Zeit hatte ich übrigens wieder verloren im Zuge der Fastfood-Ernährung während des Umzugs. Daher habe ich mich jetzt zu einem radikalen Schritt entschlossen: Alle zwei Stunden etwas zu essen, um Leber und Nebennieren zu entlasten. Schon nach ein paar Tagen wurde klar, dass der Abstand noch kürzer ist als zwei Stunden: eineinhalb Stunden ist genau richtig.  Und ich bin überrascht, wie viel mehr Energie ich nun habe. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, ich habe wieder ein Energielevel von 80%, das ist schlicht phänomenal. Das behalte ich auf jeden Fall bei …

Ich habe übrigens von vielen Menschen, denen ich die „Mediale Medizin“ empfohlen habe, gehört, dass es Ihnen  viel besser geht. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Oder was hält Sie ab? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise: Pixabay

Rauhnächte 2018 – Die Klopfreise zu dir selbst

Rauhnächte 2018 – Die Klopfreise zu dir selbst

Natürlich gibt es im Leben immer Höhen und Tiefen, aber nach der Aufregung mit dem Umzug des letzten Jahres hatte ich gedacht, jetzt käme so eine Art Plateauphase und ich könnte mich nun erst einmal ausruhen … Falsch gedacht. Ganz im Gegenteil wurde ich dieses Jahr so gebeutelt wie noch nie und dazu noch in einer nie dagewesenen Geschwindigkeit.

Vermutlich werden Sie etwas Ähnliches erlebt haben

Ich beobachte jedenfalls, dass in meinem Umfeld (egal, ob es sich um KlientInnen, Freunde oder Bekannte handelt) die meisten in diesem Jahr ähnlich stressige Berg- und Talfahrten erleben (mit zunehmender Geschwindigkeit zum Jahresende). Offenbar eine Art kosmische Tendenz.

Dabei ging es nicht nur um kurzfristige Befindlichkeitsstörungen, sondern um aufregende Ereignisse, die noch lange nachhallen. Wenn Sie sich schon etwas länger mit Hochsensibilität beschäftigen, dann haben Sie vermutlich schon selbst die Erfahrung gemacht, dass auch positive Aufregung sehr anstrengend sein kann.

Mein Jahr 2018 in Kürze

  • Das erste von mir übersetzte Buch („Heile deine Geburt, heile dein Leben“) ist erschienen (Hat für sehr viel Aufregung bei mir gesorgt)
  • Als Nebeneffekt der Übersetzung habe ich damit begonnen, mich in Matrix Birth Reimprinting coachen zu lassen
  • Meine Liebesbeziehung, die doch ein ganzes Leben lang halten sollte, ist mir abhanden gekommen (aber dafür habe ich eine Freundin gewonnen)
  • Ich habe mit so vielen Menschen geklopft wie noch nie
  • Neue Auftraggeber sind an mich herangetreten
  • Ich habe mich mit TBT coachen lassen
  • Mein drittes Buch, „Die Geheimnisse des gesunden Schlafs“ ist erschienen
  • Ich habe die Mediale Medizin von Anthony William
  • Mir wurde die Wohnung wegen Eigenbedarf gekündigt und ich musste umziehen (was zwar insgesamt supergut gelaufen ist, aber megaanstrengend war und natürlich mit den verschiedensten Stressbelastungen verbunden ist)
  • Ich bin in den Autorinnenclub eingetreten und werde nächstes Jahr auf der Buchmesse in Leipzig mit dabei sein (Wahnsinnig aufregend)
  • Seit mehr als sechs Monaten habe ich eine Zahnentzündung, die nicht in den Griff zu bekommen ist
  • Kurz vor Schluss muss ich mich mit dem erledigt geglaubten Thema der finanziellen Sicherheit auseinandersetzen
  • Ich hatte fast keinen Urlaub

Puh, wenn ich das so schwarz und weiß vor mir sehe, dann wird mir selbst angst und bange. Kein Wunder, dass mir die Puste ausgeht.

Ich ärgere mich aber über mich selbst

Natürlich kommt dies nicht zum ersten Mal vor, es ist leider so, dass es mir mit schöner Regelmäßigkeit passiert, dass ich mir selbst nicht genug Auszeiten nehme. Zum einen liegt es daran, dass ich wirklich gerne arbeite – in einem Test habe ich herausgefunden, dass einer meiner Vorzüge Exzellenz ist, also, gute Arbeit abzuliefern und immer besser zu werden, zum anderen ist es aber wohl so, dass ich das Wohl meiner Klienten häufig über mein eigenes Wohl stelle. Da muss ich noch dran arbeiten …

Ein Beispiel

Zum Jahresende sind sicherlich die meisten Menschen in irgendeiner Form erschöpft von den Anstrengungen des Jahres. Auch wenn ich schon seit Ewigkeiten kein traditionelles Weihnachtsfest mehr feiere, freue ich mich doch schon das ganze Jahr auf die Zeit zwischen den Jahren, einfach, weil dann Zeit zur Erholung ist. Letztes Jahr habe ich mir diese Zeit versagt. Nicht aus reinem Masochismus natürlich. Die Rauhnächte beschäftigen mich nun schon eine ganze Weile. Letztes Jahr hatte ich die Idee einer Klopfreise durch die Rauhnächte und habe dieses auch umgesetzt. Jeden Tag bin ich bei Facebook in einer eigens dafür erstellten Gruppe online gegangen und habe kurze Klopfimpulse gegeben zum jeweiligen Thema des Tages. Ohne großes Schnickschnack und in (rückblickend) ziemlich schlechter Qualität. Es kam trotzdem sehr gut an, wie ich aus den gelegentlichen Kommentaren erfahren habe.

Ich habe aber schon am zweiten Tag gemerkt, dass das einfach nicht richtig war.

Denn ich konnte meine eigene Rauhnacht nicht genießen.

Die Rauhnächte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit

Vielleicht, weil immer mehr Menschen immer weniger mit Weihnachten anfangen können. Oder weil es immer mehr Singles gibt, die der Weihnachtszeit vielleicht eher mit Schrecken entgegensehen, die Rauhnächte aber genießen können … Vielleicht haben auch immer mehr Menschen das Bedürfnis, zu sich selbst zurückzufinden, weil sie sich im immer schneller drehenden Alltag selbst abhanden kommen. Ich kann da nur Vermutungen anstellen. Die Rauhnächte sind jedenfalls ganz wunderbar geeignet, mit sich selbst in Verbindung zu treten, nachzudenken über eigene Wünsche und Bedürfnisse, bewusste Entscheidungen zu treffen (z. B. darüber, wen man im nächsten Jahr gerne öfter sehen möchte und wen weniger, was man aufgeben will, was man braucht und wie man es bekommen kann …) Vielleicht sehnen sich auch immer mehr Menschen nach einer Verbindung mit etwas Höherem … ich kann nur Vermutungen anstellen. Sicher ist jedenfalls: In den Rauhnächten können wir uns wieder mit uns selbst verbinden und es ist uns selbst überlassen, ob wir dem eine spirituelle Bedeutung verleihen wollen oder nicht.

Gerade hochsensible Menschen leben ja häufig vor allem im Kopf

und können sich schwertun mit der spirituellen Dimension – aber es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass gerade sie besonders davon profitieren können. Ob nun so oder so: In den Rauhnächten können wir einen roten Faden für unser Leben finden (vor allem, wenn wir dies regelmäßig tun) und so auch langfristigere Wünsche, Ziele und Projekte umsetzen. Ich möchte auf diesen roten Faden nicht mehr verzichten. Aber ich bin abgeschweift …

Zurück zu meiner eigenen Rauhnachtsreise 2017:

Mir fehlte nicht nur die Muße, in Ruhe über mein eigenes Leben nachzudenken. Ich hatte auch keine Erholungszeit. Als mir die Idee zu der Klopfreise kam, habe ich so großspurig gedacht, „Ach, was machen schon 10 Minuten am Tag“. Die Realität hat mich sehr schnell eines Besseren belehrt. Sicher, die Videos waren nicht sehr lang und erforderten nicht allzuviel Aufwand. Aber ich war im Grunde genommen in der ganzen Zeit nicht frei, ich musste meinen Tag um diese 10 Minuten herumplanen, konnte nicht einfach ausgehen und spontan das tun, wonach mir der Sinn stand. Meine eigenen Rauhnächte kamen dadurch einfach etwas zu kurz. Auch wenn es mir sehr viel Spaß gemacht hat … es war irgendwie ein Arrangement, das für mich schräg war.

Außerdem hatten sich verschiedene Menschen darüber beschwert, dass sie nicht teilnehmen konnten, weil die Reise ausschließlich auf Facebook stattfand.

Darum wird die Klopfreise 2018 anders

Es gibt wieder eine Klopfreise, mit Mitklopfvideos zum jeweiligen Thema des Tages und Anleitungen, was Sie an diesen Tagen sonst noch tun können. Bei den Mitklopfvideos kann es sich um Klopfmeditationen, um geklopfte Switchwörter, von mir verfasste Texte oder anderes handeln. Außerdem habe ich für jeden Tag ein Mitsingvideo ausgesucht (darauf freue ich mich schon ganz besonders). In wesentlich besserer Qualität. Und grundsätzlich in anderer online-Form. Nicht mehr kostenlos, aber zu einem erschwinglichen Preis. Wenn Sie auf der Seite etwas nach unten scrollen können Sie auf dem Reiter „Inhalte“ die beiden ersten Videos ansehen und einen Eindruck davon bekommen, was Sie erwartet.

Wenn Sie mich noch nicht kennen und/oder Lust haben, die Wirkung der Klopfakupressur einfach einmal selbst zu erleben, wäre die Klopfreise auch eine gute Gelegenheit, mich und das Klopfen kennenzulernen. Die Klopfakupressur hilft Ihnen dabei, mehr von dem, was Sie brauchen, in Ihr Leben zu holen, und das loszulassen, was Sie hemmt oder belastet. Ich finde, dass die Klopfreisereise zu dir selbst sehr schön geworden ist. Und ich freue mich riesig darauf, dass ich in diesem Jahr bei meiner Reise als Teilnehmerin mit dabei sein werde. Ich freue mich jetzt ebenfalls schon

auf meine Erkenntnisse dieser Reise.

Denn für mich steht fest: Ich habe noch eine Menge Nachholbedarf in Sachen Selbstfürsorge. Und ich hoffe, wenn ich zwischen den Jahren mal richtig zur Ruhe komme, werden mir noch Dinge einfallen, die ich verbessern kann. Eine Entscheidung habe ich jetzt schon getroffen: Ab 2019 nehme ich nur noch 1–2 neue KlientInnen im Monat an.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße und eine schöne Reise,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise: Pixabay

Die Klopfreise zu mir selbst

Gehen Sie vom 20. Dezember bis zum 6. Januar mit mir auf eine Klopfreise zu sich selbst und finden Sie den roten Faden für Ihr Leben. Ich freue mich auf Sie!

Was Sicherheit uns bedeutet

Was Sicherheit uns bedeutet

Ich glaube, dass die Bedeutung der Sicherheit für unser eigenes Leben allgemein ziemlich unterschätzt wird. Wenn gesagt wird, dass jemand “ in Sicherheit“ ist, gehen wir erst einmal von körperlicher Unversehrtheit aus, bzw. von einem Schutz, der der Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit dient. Wir haben dabei weniger im Blick, dass „Sicherheit“ fast unser gesamtes Denken und Handeln bestimmt und die Grundmotivation allen Handelns ist.

Vermutlich haben Sie schon einmal von der Bedürfnispyramide, bzw. der Maslowschen Bedürfnishierarchie gehört, ein Modell, das von dem amerikanischen Psychologen Abraham Maslow stammt und in dem er versucht, eine Rangfolge menschlicher Bedürfnisse und Motivationen zu beschreiben. Die Pyramidenform, in der dieses Modell hauptsächlich bekannt ist, stammt übrigens nicht von ihm selbst, was uns aber nicht weiter beschäftigen muss, ebensowenig, dass dieses Modell seit seiner Entstehung vielkritisiert wurde.

Die Bedürfnispyramide erklärt unser Sicherheitsbedürfnis

Wie Sie sehen können, kommt die Sicherheit dabei direkt hinter den physiologischen Grundbedürfnissen wie essen, trinken und schlafen.

Sicherheit das bedeutet nicht nur körperliche Unversehrtheit, es bedeutet auch z. B. materielle Sicherheit, wie es uns ein geregeltes Einkommen bieten kann oder finanzielle Unabhängigkeit.

 

Wie würden Sie „Sicherheit“ für sich definieren?

Wenn ich so in mich hineinhorche, dann wäre meine Definition von Sicherheit das Gefühl, dass es keine Bedrohungen irgendwelcher Art gibt. Hochsensibilität könnte in diesem Zusammenhang natürlich dazu führen, dass wir uns schneller bedroht fühlen als andere. Dabei geht es um wesentlich mehr als nur den finanziellen Rahmen. Nahezu alles kann sich bedrohlich anfühlen.

Wir können uns z. B. bedroht fühlen, wenn

  • unser Selbstbild ins Wanken gerät
  • wir unsere Komfortzone verlassen sollen
  • wir erfolgreich sind (nicht nur, aber auch in finanzieller Hinsicht)
  • sich das Gefüge unserer sozialen Beziehungen verändert
  • wir für uns selbst einstehen sollen
  • wir unsere Gefühle zeigen sollen
  • wenn wir unsere Gefühle als unkontrollierbar erleben
  • wenn wir das Gefühl haben, uns gegen die Eltern zu wenden
  • wir uns verlieben oder uns in anderer Weise gefühlsmäßig auf einen Menschen oder eine Gruppe einlassen

etc. um nur ein paar Möglichkeiten zu benennen. Zu dem Thema Sicherheit hatte ich schon einmal einen Artikel geschrieben, über Dinge, die sich nicht sicher anfühlen können.

Unsere Sicherheitsbedürfnisse haben sehr viel zu tun mit unseren Grundüberzeugungen und Glaubenssätzen, darauf, wie wir die  die Welt sehen, damit, was wir über die Welt gelernt haben. Als Säugling und Kleinkind (vermutlich schon seit der Zeugung) wissen wir instinktiv, dass unser Überleben von unseren Eltern abhängt. Wir sind in diesem Alter jedoch nicht in der Lage, Situationen objektiv zu beurteilen, da wir uns selbst als Mittelpunkt erleben und alles, was passiert, auf uns selbst beziehen.

Wenn sich also ein Elternteil unerwartet von uns abwendet,

kann dies durchaus einen lebensbedrohenden Charakter haben. Wir wissen ja nicht, ob es vorübergehend ist und dass es gleich anders sein kann, weil es für uns nur das Jetzt gibt und sonst nichts. Das Unterbewusstsein versucht mit seinen beschränkten Mitteln die Situation zu erklären (denn es muss ja dafür sorgen, dass uns nicht geschieht). Oft zieht es dann Schlussfolgerungen wie: Ich bin nicht gut genug, ich bin es nicht wert, geliebt zu werden usw.

Eine einzige Situation kann durchaus ausreichen,

um eine Grundüberzeugung zu entwickeln, die sich auf das ganze Leben auswirkt. Sicher ist jedenfalls, dass wir im Laufe unseres Lebens einen ganzen Katalog an Glaubenssätzen entwickeln, die eins gemeinsam haben: sie sollen für unsere Sicherheit sorgen, bzw., jedes Mal, wenn wir in eine Situation geraten, die der ursprünglichen Situation in irgendeiner Form ähnelt, können wir uns existentiell bedroht fühlen, ohne uns vielleicht erklären zu können, wo dieses massive Gefühl der Bedrohung herkommt. Auch dies dient unserem Schutz, das Unbewusste möchte  vermeiden, dass wir eine ähnliche lebensbedrohliche Situation wieder erleiden müssen und reagiert daher mit Stress.

Besonders wichtig ist dabei:

Manche Situationen können sich so bedrohlich anühlen (ohne dass es uns bewusst ist), dass wir nicht in der Lage sind, sie zu verändern, solange wir uns nicht mit dem Sicherheitsaspekt beschätigen. Zum Beispiel könnte eine Person unbedingt abnehmen wollen. Sie strengt sich an wie verrückt, aber es funktioniert einfach nicht. Dabei kann die Motivation durchaus sein, sich selbst als attraktiver zu erleben. Aber die Konsequenz aus der gesteigerten Attraktivität kann sich grauenvoll anfühlen für das Sicherheitsbedürfnis dieser Person. Vielleicht wird sie dann als möglicheR SexualpartnerIn wahrgenommen, und entsprechende Angebote werden an sie herangetragen. DAS will sie auf keinen Fall. Und weil das so ist, wird es mit dem Abnehmen nichts werden, dafür sorgt das Unbewusste dieser Person, denn es möchte sie ja schützen. Denken Sie daran: alle Ihre Systeme arbeiten für, nicht gegen Sie!

Glaubenssätze kann man zum Glück verändern

z. B. durch die Klopfakupressur. Gerade bei Sicherheitsthemen kann das Klopfen Wunder wirken, z. B., indem man statt „liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz“ sagt „bin ich sicher“ oder „bin ich in Sicherheit“ oder „bin ich behütet und beschützt.“

Manchmal können sich Grundüberzeugungen aber auch ganz von allein verändern, oder Huckepack im Gepäck anderer Glaubenssätze.

In den vergangenen Wochen wurden meine Sicherheitsbedürfnisse wegen der Eigenbedarfskündigung, die ich bekommen habe, auf eine ziemlich harte Probe gestellt … Alle möglichen Glaubenssätze tauchten auf, nicht nur meine eigenen. Angefangen von: „Du wirst unter der Brücke schlafen“ (von meiner Mutter), über „Sie sollten das annehmen“ (meine Vermieterin) bis hin zu „Kein Vermieter will mich“ (mein eigener).

Diese Woche habe ich selbst so eine Art Erleuchtung gehabt, was meine eigenen Glaubenssätze angeht. Bislang habe ich fast nur in eher kleinen Wohnungen gelebt, meistens in 1-Zimmer-Wohnungen. In größeren Wohnungen fühlte ich mich nicht wohl. Ich habe mir das immer erklärt mit: zuviel Platz.

Nun bin ich ja in eine größere Wohnung gezogen, in der ich mich sehr wohl fühle – so, als wäre ich schon immer dort gewesen. Am Anfang war der viele Platz tatsächlich verwirrend. Kurzfristig tauchte auch das Gefühl existentieller Bedrohung auf, aber nach ein bis zwei Tagen war es verschwunden. Vielleicht wegen meines Wohlgefühls. Jedenfalls wurde mir an einem Tag schlagartig klar, woher das Gefühl der Bedrohung kam: Es hat natürlich einen Zusammenhang mit der Wohnung, in der ich aufgewachsen bin (3 Zimmer).

Es ist eigentlich ganz einfach: wenn ich in einem Zimmer bin, kann ich nicht wissen, was in den anderen Zimmern vor sich geht. Offenbar meint mein Unbewusstes, dass ich das wissen sollte. Es erklärt sehr gut meine bisherige Vorliebe für 1-Zimmer-Wohnungen: Da habe ich immer alles im Blick und unter Kontrolle. Das ist in der neuen Wohnung offenbar nicht mehr notwendig. Wunderbar, zumal ich dieses Thema meines Wissens nach niemals bewusst bearbeitet habe, hat es sich dennoch erledigt, das finde ich klasse.

Dies ist nur ein klitzekleiner Ausschnitt aus dem Thema Sicherheit.  Was bedeutet Sicherheit für Sie? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweise: Pixabay

Was sind eigentlich PUs?

Was sind eigentlich PUs?

Vielleicht sind Sie mit der Klopfakupressur schon einmal an einen Punkt gekommen, an dem es einfach nicht weiterzugehen schien.

Es wäre sehr gut möglich, dass Sie es in diesem Fall mit einer PU zu tun haben. PU ist eine Abkürzung für Psychische Umkehr und bezeichnet eine Heilungsblockade.

Viele Menschen tun sich mit PUs schwer

dabei ist das Konzept gar nicht so schwer zu verstehen, bzw. ich werde mich bemühen, diese Heilblockaden hier besser verständlich zu machen. Vorab sei gesagt, dass der Entwickler der EFT-Klopftechnik ®, Gary Craig, sich vom Konzept der PUs sich vollkommen distanziert hat, wofür ich persönlich aber überhaupt keine Notwendigkeit sehe, zumal ich auch bei meinen KlientInnen häufig sehe, dass diese

PUs im Zusammenhang mit der Hochsensibilität

häufig vorhanden sind, bzw. dadurch vielleicht häufig verschlimmert werden, weil es zum einen oft eine Schwierigkeit damit gibt, Dinge loszulassen. Zum anderen gibt es häufig ein Problem mit dem Selbstwert durch das empfundene Anderssein und in der Folge Probleme damit, etwas „zu verdienen“.

Der Begriff der „Psychischen Umkehr“ klingt tatsächlich kompliziert, aber wenn Sie ihn durch „Heilblockaden“ ersetzen, wird sofort verständlicher, worum es geht.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten etwas in Ihrem Leben verändern und stoßen dabei auf die Klopfakupressur. Vielleicht sind Sie ein sehr kopfgesteuerter Mensch, der die Klopfakupressur zwar ausprobieren wird, aber von vornherein große Zweifel hat, ob etwas so Einfaches tatsächlich etwas bewirken kann. (Die Frage „Warum machen das dann nicht alle?“ wird mir wirklich ziemlich häufig gestellt). Sie fangen an zu klopfen, bemerken vermutlich, dass es sich irgendwie gut anfühlt auf körperlicher Ebene, aber weil Sie schon von Anfang an Zweifel haben, sind Sie zum einen nicht mehr richtig offen, zum anderen werden Sie eventuelle spätere, weitergehende Veränderungen einfach nicht bemerken. Damit wir uns richtig verstehen,

die Klopfakupressur funktioniert nicht, weil Sie daran glauben

sondern weil es handfeste Reaktionen auf der körperlichen Ebene gibt, wie die Ausschüttung von körpereigenen Opioiden, Serotonin etc.,kurzum Botenstoffen, die sich beruhigend auf die Stressreaktion Ihres Körpers auswirken und insgesamt ausgleichend wirken.

Dies alles wird durch das Klopfen ausgelöst. Egal, ob Sie daran glauben oder nicht.

Aber natürlich gibt es auch Reaktionen auf der psychologischen Ebene, die sehr subtil sein können und meistens so  vollkommen unaufgeregt daher kommen, dass man sie auch gut übersehen kann – weil sie sich so natürlich anfühlen (z. B., wenn man plötzlich in einer Situation ganz anders reagiert als gewöhnlich). Wenn Sie aber nicht bereit sind, diese Veränderungen überhaupt wahrzunehmen (was sehr wahrscheinlich ist, wenn Sie die Wirkung an sich anzweifeln), dann gibt es von vornherein eine Blockade und die Klopfakupressur kann nicht ihr ganzes Potential entfalten.

Es gibt viele Formen von Blockaden

Die Blockaden entstehen immer in uns selbst und sind häufig verbunden mit der Angst, etwas Bestimmtes loszulassen, dahinter kann z. B. stecken

  • Angst vor Veränderung
  • Angst die eigene Identität zu verlieren
  • Angst illoyal zu sein anderen Menschen gegenüber
  • Angst davor, etwas nicht zu verdienen
  • Angst davor, nicht sicher zu sein

Der Begriff der Psychischen Umkehr stammt von Roger Callahan und bezeichnet eine Umkehrung des Energieflusses im Körpersystem.

Die verschiedenen Formen der PU

Problemspezifische PU

Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, warum eigentlich jeder Satz mit Formulierung „Auch wenn (dies und das ist) …“ beginnt? Der Satz beginnt im Grunde genommen mit einer problemspezifischen PU. Es ist sozusagen eine Präventivmaßnahme, für den Fall, dass es ein Problem damit gibt, sich überhaupt mit diesem Problem zu befassen …

Die massive PU

Sie kann sich auf das ganze Leben auswirken und vielleicht stellen Sie fest, dass Heilmaßnahmen entweder gar nicht wirken oder nicht so, wie Sie sollten. Dahinter könnte die Grundüberzeugung stecken, dass die ganze Welt gegen Sie ist. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie an dieser Art von Blockade leiden, klopfen Sie keine Sätze, sondern reiben alle 1–2 Stunden den wunden Punkt und sagen dabei „Ich liebe und akzeptiere mich mit all meinen Einschränkungen“

Die massive Selbstwert PU

Dies ist eine Unterform der massiven PU. Ihr liegt die Überzeugung zugrunde, dass man es nicht verdient glücklich zu sein. Davon sind z. B. Menschen besonders betroffen, die burnoutgefährdet sind, zu wenig an sich selbst denken, zu viel Verantwortung übernehmen, Harmonie brauchen (beim Schreiben fällt mir auf, dass dies hochsensible Menschen häufig betrifft …). Die Behandlung einer massiven Selbstwert PU: Alle 1–2 Stunden den Punkt auf dem Kinn klopfen und dabei sagen „Auch wenn ich es nicht verdiene, glücklich zu sein, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“ (oder etwas Ähnliches).

Wenn Sie das Gefühl haben, eine dieser beiden Blockaden trifft auf Sie zu, versuchen Sie, meine Klopfvorschläge ein paar Monate lang durchzuziehen. Und bevor Sie jetzt entsetzt sind über den langen Zeitraum: geben Sie sich selbst eine Chance und probieren Sie es aus. Ich kann Ihnen vorab schon sagen, dass man es meistens nicht alle 1–2 Stunden schafft. Probieren Sie es trotzdem aus. Selbst wenn Sie es nur 3 Mal am Tag machen, ist es schon gut und wirkt es, aber natürlich braucht es dafür einen längeren Zeitraum …

Tiefsitzende PU

Manchmal hat man das Gefühl, man kann ein Problem grundsätzlich nicht lösen. Diesem Problem könnte man so auf den Leib rücken, dass man vor jedem Klopfdurchgang den Punkt unter der Nase beklopft und dabei 3 Mal den Satz sagt „Auch wenn ich xy nicht lösen kann, liebe und akzeptiere ich mich voll und ganz.“

Problemspezifische Selbstwert PU

Zuguterletzt gibt es noch als letzte Kombination die problemspezifische Selbstwert PU, wenn Sie nämlich das Gefühl haben, dass Sie es nicht verdienen, ein Problem grundsätzlich zu lösen.

Diesem können Sie begegnen, indem Sie vor dem normalen Klopfen den Punkt unter der Nase klopfen und dabei 3 x den Satz sagen „Auch wenn ich es nicht verdiene, xy zu lösen, liebe und akzpetiere ich mich voll und ganz.“

Ich hoffe, ich konnte das Konzept der PUs, bzw. Heilblockaden etwas verständlicher machen. Eine PU aufzulösen, bedeutet nicht, dass man das ursprüngliche Problem damit auflöst, sondern, dass man sozusagen HIndernisse aus dem Weg räumt, die die Auflösung des Problems behindern.

Haben Sie schon Erfahrungen gemacht mit Heilblockaden oder mit der Arbeit mit PUs? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

Bildnachweis: Privat

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