Die Geheimnisse des gesunden Schlafs – eine Rezension

Die Geheimnisse des gesunden Schlafs – eine Rezension

Der Titel des Buches verspricht nicht zu viel. Behandelt werden mehr als die üblicherweise genannten Ursachen für Schlafstörungen und auch zum Thema Auflösen der Schlafstörungen wird viel ganzheitliches und nicht übliches Wissen vermittelt. Ein interessant zu lesender Ratgeber mit vielen persönlichen Einblicken. Aufgrund der vielen im Buch vorkommenden Übungen, Checklisten, Fragebogen zur Ursachenerforschung und einer Vorlage für ein Schlafprotokoll kann das Buch auch als Arbeitsbuch genutzt werden, wenn man wieder gut schlafen möchte. Ich lese bei Büchern immer zuerst die Rückseite. Schon hier hat mich die Lust gepackt, das Buch zu lesen. Die Fragen, die dort gestellt und im Buch beantwortet werden, lassen sofort vermuten, dass es sich um einen Ratgeber zum Thema Schlaf handelt, der neue und interessante Fakten verspricht. Das Buch hat mir viele Impulse gegeben, sich mit mir und meiner inneren Haltung zum Schlaf auseinanderzusetzen: auch mit meinen Glaubenssätzen und meinen Bedürfnissen. Ich arbeite beruflich viel mit Menschen, die unter Schlafstörungen leiden und werden Ihnen das Buch wärmstens zur Lektüre ans Herz legen. Ulrike Schlüter

Monika Richrath
Die Geheimnisse des gesunden Schlafs*
Dielus Edition
ISBN 978-3-9819383-8-8
19,95 EUR

Ulrike Schlüter

Ulrike Schlüter

Hausbesuchspraxis Ulrike Schlüter

Heilpraktikerin, 
Ernährungsberaterin
und Autorin

Webseite

Die kürzeste Reise der Welt

Die kürzeste Reise der Welt

Irgendwie bin ich im Netz auf die Blogparade Reiseglück – Mein Sommer 2019 gestoßen und hatte spontan Lust mitzumachen, auch wenn mein Reiseglück dieses Sommers vielleicht etwas schräg ist. Aber ich dachte, es schadet nichts, mit meinem Thema auch mal woanders hin zu gehen …

Vorab: ich bin keine große Reisende. Und ich arbeite wirklich gerne. Nach einem Wochenendtrip, den ich vor einigen Jahren allein nach Brüssel unternahm, habe ich entschieden, dass mir das Alleinreisen einfach zu anstrengend und mit zu viel Stress verbunden ist.

Meine Urlaubsvariante ist daher, einfach mal einen Tacken herunterzuschalten, keine Kliententermine zu vereinbaren usw. Eigentlich

ein Eigentor in Sachen Hochsensibilität.

Schließlich weiß ich ganz genau, dass ich viel Erholung brauche. Und es ist ganz egal, dass ich mir mein Leben so eingerichtet habe, dass es weitestgehend meinen Bedürfnissen entspricht. Die Erholung brauche ich trotzdem. Da habe ich also noch sehr viel Nachbesserungsbedarf. Und einfach mal runterzuschalten ist schließlich noch längst nicht das gleiche wie sich einmal ganz aus dem eigenen Leben heraus zu bewegen.

Dieses Jahr ist mir das aber gelungen:

mit der kürzesten Reise der Welt.

Mit minimalsten Mitteln. Alles in allem eine Stunde.

Ich bin schon seit Jahren Mitglied im Förderverein meines hiesigen Schwimmbads. Dies beinhaltet den Erwerb einer Saisonkarte, die nur für dieses Bad gilt. Die Karte kaufe ich jedes Jahr, gehe dann aber doch aus den verschiedensten Gründen nicht öfter als 3 x in der Saison hin.

Dieses Jahr war alles anders. Der Preis der Karte war um 50 % gestiegen, deswegen habe ich mir geschworen, sie diesmal gut auszunützen und außerdem lechzte mein Körper förmlich nach regelmäßiger Bewegung. So kam ich zu

meinem Sommerglück 2019.

Ab dem ersten Öffnungstag der Freibäder habe ich mich von Montag bis Freitag zwischen sechs und sieben auf mein Fahrrad geschwungen und bin dabei fast vor Vorfreude geplatzt.

In meiner Erinnerung liegt eine endlose Folge von Tagen hinter mir, in denen ein

sonnenbeschienenes Becken vor mir liegt,

entweder ganz leer oder indem die immer gleichen 3–4 Personen ihre Bahnen ziehen, ruhig und unbehelligt, während sich im großen Sportbecken mit der steigenden Hitze ein Sardinenszenario entwickelt.

Da ich gerne auf dem Rücken schwimme, habe ich mich schon vor langer Zeit für das Kinderbecken entschieden. Hauptsache, Wasser unter mir. Ich mag meine kleine Kinderbecken-Gemeinschaft, um diese Uhrzeit haben wir das Becken ganz für uns.

In das Wasser einzutauchen

ist wie eine fremde Welt zu betreten.

Ein fremdes Element.

Ein anderer Seinszustand.

Eintauchen in das kühle Nass.

Ich mag das Gefühl des Wassers auf meiner Haut.

Wie mein Körper sich im Wasser anfühlt.

Mein Körper (von dem ich oft das Gefühl habe er ist wie ein junger verspielter Hund) freut sich, freut sich, freut sich über die Bewegung, die er nun bekommt, fast jeden Tag.

Langsam gleite ich durch das Wasser, ab und zu mache ich mal einen Armschlag nach hinten.

Ich habe alle Zeit der Welt.

Ich muss nirgendwo hin.

Ich muss nichts erreichen.

Ich muss nichts sein.

Ich bin genug.

Ich bin richtig.

Alles, was zählt ist JETZT.

Ich schaue in den blauen Himmel

in die Wolken

zu den Vögeln

in die Bäume

oder ich schaue auf meine Füße, die aus dem Wasser ragen oder ich schaue auf meine Hände und Arme, wie sie das Wasser vor mir teilen

Ich lasse meine Gedanken einfach vorbeiziehen

Ich lasse mich treiben

Ich freue mich an dem Glitzern des Wassers

Das gibt mir Kraft und Energie

Ich mag es, wie still es unter Wasser ist.

Ich höre nur das Plätschern meines eigenen Körpers, wenn er durch das Wasser gleitet

Alle anderen Geräusche gehen mich nichts an

Jetzt ist Urlaub. Jetzt ist vollkommen.

Anfangs bin ich nicht mehr als 10 Minuten geschwommen. Aber das war so etwas von unwichtig. Diese Zeit, die ich mir an den Wochentagen im Schwimmbad geschenkt habe, hat sich irgendwie in mein Bewusstsein eingebrannt. In Wirklichkeit war ich gar nicht jeden Tag dort. Im Juli habe ich geschwächelt und ab der 2. Augustwoche auch und habe mich dann nicht mehr hingetraut.

Meiner Erinnerung ist das egal

In meiner Erinnerung habe ich diesen Sommer im Schwimmbad verbracht. In meiner Erinnerung hatte ich das jeden Tag.

Was mir von diesem Sommer im Gedächtnis bleiben wird sind nicht 42° Temperatur oder 90% Luftfeuchtigkeit, sondern

ein leeres sonnenbeschienenes Becken voller Wasser

das auf mich zu warten scheint. Und meine Vorfreude.

Was haben Sie in diesem Sommer gemacht? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare. Und wenn Sie bei der Blogparade mitmachen wollen, die läuft noch bis zum 20. September.

Von Herzen,
Ihre
Monika Richrath

Bild von Pexels auf Pixabay

Heile deine Leber – eine Rezension

Heile deine Leber – eine Rezension

Auf das Erscheinen dieses Buches in deutscher Sprache habe ich ungeduldig gewartet, denn wenn ich nach der Mediale Medizin* ein Buch über Gesundheit gebraucht habe, dann dieses. Und, soviel kann ich an dieser Stelle schon verraten, es war ganz entscheidend auf meinem Weg der Gesundung.

Ich weiß schon sehr, sehr, sehr lange, dass meine Leber offenbar nicht richtig arbeitet, überfordert zu sein scheint mit den täglichen Aufgaben, bzw. mit dem, was ich ihr zumute, obwohl ich mich für mein Dafürhalten einer relativ gesunden Ernährung befleißige …

Übrigens haben sehr viele hochsensible Menschen so ein Leberproblem. Offenbar führt die erhöhte Stress-Empfindlichkeit, die häufig mit der Hochsensibilität einher geht, zu Stoffwechselstörungen, wie z. B. HPU/KPU.

„Revolutionäres Heilwissen

für die rundum gesunde Leber“ steht auf dem Rückumschlag. Dies ist eine äußerst treffende Beschreibung dieses wunderbaren Buches, das sich liest wie ein Roman. Ich habe es jedenfalls verschlungen, weil ich dachte, ich bekomme hier Antworten auf unerklärliche Fragen (z. B. warum ich einfach nicht richtig abnehmen kann), hier finde ich vielleicht Hinweise darauf, wie es jetzt mit mir  und meinem Körper weitergeht, nachdem ich mit Anthony William meine Viren und Schwermetallbelastung losgeworden bin. „Heile deine Leber“* hat alle meine Erwartungen mehr als erfüllt.

Wie in den anderen Büchern von Anthony William besticht auch dieses Buch durch eine sehr übersichtliche Struktur.

Im ersten Teil geht es um die Aufgaben der Leber, die so vielseitig und unglaublich sind, dass man gar nicht umhin kommt, ein ganz neues Verständnis und Gefühl für dieses so wichtige Organ zu entwickeln.  Und das brauchen wir auch, denn letzten Endes geht es ja darum, dass wir die Entscheidung treffen, dass wir bereit sind, unsere Leber zu unterstützen, um ihr all diese überlebenswichtigen Aufgaben zu erleichtern.

Es ist natürlich sehr schwer, diese komplizierten Vorgänge zu behalten oder zu verinnerlichen, aber wie immer macht es uns der Autor leicht, indem er drollige Geschichten erzählt, die die jeweiligen Aufgaben veranschaulichen sollen.

Der zweite Teil beschäftigt sich damit, was passiert, wenn wir das nicht tun, welche

Symptome, Beschwerden und Leberstörungen

sich dann einstellen. Dazu gehört z. B. nicht nur die Fettleber, sondern auch unerklärliche Gewichtszunahme. Da bin ich natürlich sofort ganz Auge und Ohr gewesen.

Im dritten Teil geht es dann noch weiter. Er befasst sich mit Krankheiten und Beschwerden, die einen Bezug zur Leber haben, z. B. Gehirnnebel, Unverträglichkeiten, Ekzeme, Diabetes, Blutdruckschwankungen, um nur einige zu nennen. (Bis auf Diabetes leide ich unter allen hier genannten).

Im vierten Teil geht es dann darum

wie die Leber geheilt werden kann.

Denn die Leber will gepflegt werden. Erst einmal räumt Anthony William mit allerlei Mythen auf, die sich um die Leber ranken, z. B. dass Leber essen für die Leber gut ist, oder Apfelessig trinken. (Schade, ich liebe Leber …)

In

Leber Störenfriede

erfahren wir z. B, welche Nahrungsmittel nicht gut bei Leberstörungen sind. Falls Sie, wie ich, zu den Fans von Anthony William gehören, wissen Sie schon, was Sie hier erwartet, aber es geht unter anderem auch um Schadstoffe in der Umwelt und im eigenen Körper.

Ein Kapitel ist

leberfreundlichen Nahrungsmitteln, Kräutern usw.

gewidmet. Mit ausführlichen Beschreibungen über die jeweiligen Wirkungen.

Auch hier gibt es klare Handlungsanweisungen, welche Mittel man bei welchen Problemen einnehmen sollte. Häufig ist das eine ganze Latte, die Menschen, die neu bei Anthony William sind, vielleicht verschrecken wird.

Meiner Erfahrung nach ist es jedoch gar nicht notwendig, ALLE Mittel auf einmal zu nehmen.

Bei der Umsetzung der Ernährung mit der Medialen Medizin habe ich mir seinerzeit eine Strichliste angelegt, welche Mittel bei den Symptomen, die ich hatte, auftauchten, davon habe ich mir einiges besorgt (aber ich konnte gar nicht alles nehmen, das ein oder andere habe ich sogar verschenkt, z. B. die Übelkeit hervorrufende und den auf unterirdische Tiefen Blutdruck senkende Katzenkralle).

Das Beste kommt zum Schluss:

nämlich die Rezepte von „Heile deine Leber“* . Der Rezeptteil ist sehr schön und ansprechend gestaltet. Die meisten Rezepte finde ich wunderbar, nicht nur, weil sie sehr lecker sind, sondern auch, weil sie auch öfter mal warmes Essen enthalten. Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich vertrage Rohkost nicht, bzw. besser nur in homöopathischen Dosen und ich liebe warmes Essen.

Die Kartoffelpuffer aus dem Ofen von Anthony William sind der Renner für mich. Ich habe mir sofort eine eigene Version davon kreiert, als Kartoffelplätzchen aus dem Ofen, sie kommen bei mir jetzt bestimmt einmal in der Woche auf den Tisch.

Ganz besonders begeistert bin ich von dem äußerst einfachen, aber sehr leckeren Salatdressing, das bei Anthony William nur mit Zitronensaft und Honig angemacht wird. Sonst nichts. Ich finde es köstlich.

Das Wassermelonen-Slushy aus frischer und gefrorener Melone und Limettensaft (ich habe noch extra Wasser hinzugefügt) war in den Tagen der großen Hitze eine wunderbar kühlende Erfrischung am Morgen.

Das Buch enthält auch

eine Leberreinigung über 9 Tage zu Hause

die sehr praktisch aussieht. Bislang habe ich es nicht geschafft, sie umzusetzen, da der Sommer für mich immer mit vielen geselligen Aktivitäten verbunden ist und ich weiß, dass ich dann sowieso schwach werde.

Nichtsdestotrotz habe ich versucht, so oft wie möglich, Rezepte aus dem Buch zu kochen, bzw. habe ich meine Ernährung entsprechend angepasst. Auch das Frühstück habe ich nach Anthony William angepasst. Der  Smoothie am Morgen wird jetzt ohne Kokosmilch, sondern nur noch mit Obst, Wasser und Gerstengrassaft*– oder Drachenfruchtpulver angemacht.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten.

Nicht nur die Pfunde purzeln nach zehn Jahren endlich wieder, sondern ich habe auch viel mehr Energie und Kraft. Ich kann auf dem Fahrrad jetzt längere Strecken im sechsten Gang fahren, das gab es noch nie!

Und es ist eine ganz neue Erfahrung, die Wirkung meines Handelns (bislang häufig eher von Vergeblichkeit geprägt) ganz direkt und unmittelbar zu erleben, jetzt, wo ich alle diese Dinge über meine Leber weiß.

Um den persönlichen Kontakt mit der Leber zu vertiefen schlägt uns Anthony William eine Lebermeditation vor, die es in verschiedenen Ausführungen gibt und die wunderschön zu lesen sind. Ich gestehe, dass ich sie noch nicht ausprobiert habe, werde ich aber auf jeden Fall tun. Warum sollte ich mir oder meiner Leber so etwas Schönes vorenthalten …

Kurzum: Wenn Sie in irgendeiner Form an körperlichen Symptomen und Erschöpfung leiden, ist

 „Heile deine Leber“* ein Must Have.

Bei mir liegt dieses Buch jedenfalls in der Küche, weil ich immer wieder hineinschaue. So schnell wird es sicher nicht im Bücherregal verschwinden.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Von Herzen,
Ihre
Monika Richrath

Anthony William
Heile deine Leber*
arkana
ISBN 978-3-442-34251-8
24 EUR

Francine und die total heiße Phase – eine Rezension

Francine und die total heiße Phase – eine Rezension

Vor kurzem bekam ich dieses wunderbare Buch in die Hände gedrückt. Schade, dass ich es damals zu der Zeit, um der es in diesem Buch geht, noch nicht zur Hand hatte. Konnte ich auch nicht, denn Francine und die total heiße Phase – Wechseljahre für Anfängerinnen* ist erst Anfang diesen Jahres erschienen.

 

Das Besondere: Es handelt sich dabei um eine Graphic Novel, in der die belgische Kinderbuchautorin Francine Oomen uns auf

unnachahmliche, selbstironische und urkomische

Weise an ihrem Wechseljahresdebakel teilhaben lässt. Und klar – natürlich habe ich sehr viele Parallelen zu meiner eigenen heißen Phase entdeckt.

Was mir an Graphic Novels so gut gefällt, ist, dass sich in ihr auch sehr gut nicht-lineare Strukturen unterbringen lassen und Platz ist für anderes, hier z. B. für ein Haferkeksrezept oder den Songtext von David Bowie „Changes“ usw.

Wie es so geht im Leben beginnt alles mit

unerklärlichen, seltsamen Symptomen,

die die Autorin als „Hirngeblubber“ bezeichnet. Gegenstände verschwinden und tauchen an den unmöglichsten Orten wieder auf, Namen entfallen, die Kreativität verschwindet, Abgabetermine platzen, weil der Autorin nichts mehr oder nur Mist einfällt. Sie ist nicht mehr in der Lage, sich zu konzentrieren und nachzudenken. Alles in allem hat sie das Gefühl sich in die gleiche Richtung zu entwickeln

wie die demente Mutter.

Für die Autorin ein katastrophaler Zustand, den zu verbergen sie sich alle Mühe gibt. Das geht (natürlich) nur eine Zeitlang gut. Auch die Beziehung leidet zwangsläufig darunter, zumal es offenbar eine ganze Zeit dauert, bis sie ihrer Partnerin gesteht, was los ist. Diese (sie tat mir echt leid!) hatte schon gedacht, sie würde nicht mehr geliebt, Francine hätte eine andere oder ähnliches. Jedenfalls ist es die praktisch veranlagte Partnerin, die Francine nach intensiver Internetrecherche eröffnet, dass sie wohl

in den Wechseljahren

ist. Francine ist verstört. Zumal sie noch ihre Periode hat. Fangen die Wechseljahre nicht erst dann an, wenn man seine Tage nicht mehr regelmäßig hat? Eben nicht. Francine begibt sich auf eine Forschungsreise und findet allerhand heraus und wir können so quasi nebenbei allerlei Wissenswertes erfahren, z. B., dass die Wechseljahre sich

über 20 Jahre hinziehen können

und sich in drei verschiedene Zeitzonen gliedern: die Prä-, Peri- und Postmenopause. Francine befindet sich offenbar in der Peri-Menopause, wo die Symptome am intensivsten sind, daher die „heiße Phase“.

Dass das Kind nun einen Namen hat, führt allerdings nur zu

einer kurzfristigen Verbesserung der Lage.

Erst einmal beschließt Francine, dass sie zu den 20 % gehören wird, die keine Probleme damit haben werden. Aber wir ahnen natürlich schon an dieser Stelle, dass es sich dabei um einen Fall krasser Augenwischerei handelt. Eine Menge Dingen 

werden den Bach runtergehen,

(z. B. die Beziehung), bevor Francine zur Einsicht kommt und sich zu einem wirklich radikalen Schritt entschließt, der ihr dabei helfen wird, ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen.

Von Hochsensibilität ist natürlich dabei niemals die Rede. Aber der Beschreibung ihres Lebens stoßen wir doch auf 

sehr altbekannte Symptome,

die viele hochsensible Menschen teilen, wie Perfektionismus, Aufschieberitis und die Stress verursachende innere Kritikerin. Schon wegen letzterer werden Sie dieses Buch lieben. Sie heißt ZANG und ist eine unbarmherzige, peitschenschwingende Sklaventreiberin!

Nebenbei wird uns sehr schön erklärt, wie der Zwang zu Perfektionismus und die innere Kritikerin/der innere Kritiker entstehen.

Ich finde Francine und die heißt Phase* einfach köstlich und hoffe, Sie werden dieses Buch ebenso lieben wie ich, ob Sie nun in den Wechseljahren sind oder nicht, oder auch nur jemanden kennen, der gerade in der heißen Phase ist. Und natürlich supergut geeignet als vergnügliche Urlaubslektüre.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Von Herzen,
Ihre
Monika Richrath

Bild von adrian schüpbach auf Pixabay 

Francine Oomen
Francine und die total heiße Phase – Wechseljahre für Anfängerinnen*
Knaur
ISBN 978-3-426-21457-2
18 EUR

Blogparade: 100 Momente der Freude

Blogparade: 100 Momente der Freude

Hochsensibilität ist wirklich ein weites Feld. 

Belastende Kindheitserfahrungen, Trauma, Entwicklungstrauma

sind Themen, die immer häufiger erscheinen.  Mein Blog entwickelt sich organisch, mal hierhin, mal dorthin. Wenn Sie mir folgen, haben Sie es vielleicht schon bemerkt. Das ist nur ein folgerichtiger Weg für diesen Blog, denn möglicherweise hat die Hochsensibilität selbst mit Trauma zu tun.  Von daher werde ich mich weiter mit diesem Thema beschäftigen und und meine Erkenntnisse mit Ihnen teilen.

Aber trotzdem finde ich, dass wir jetzt mal viel Freude verdient haben. Darum starte ich, bevor ich mich in meine Sommerpause verabschiede, die Blogparade „100 Momente der Freude“. Die Idee habe ich von einigen Mütterblogs geklaut, wo sich dieses Thema großer Beliebtheit zu erfreuen scheint.

Das ist genau die richtige Aufgabe für die Sommerpause finde ich. Die Auswahl dieser 100 Momente war ganz willkürlich, ich habe alles aufgeschrieben, was mir eingefallen ist. Sie werden sehen, dass eine sehr bunte Mischung aus Kindheit, Erwachsensein, privatem und beruflichem, Körper- Geist- und Seelenfreuden dabei herausgekommen ist.

Übrigens habe ich selbst ein gutes halbes Jahr gebraucht, um diese 100 Punkte zusammen zu bekommen, daher habe ich entschieden, dieser Blogparade kein Verfallsdatum zu verpassen. Ich hoffe auf rege Beteiligung!

 

  1. Ich weiß nicht, wann ich dieses wunderschöne, ganz neue Kleid und diese Marienkäferbrosche bekommen habe, auf jeden Fall bin ich das schönste Kind auf der Welt und unendlich stolz.
  2. Meine Mutter sagt zum ersten Mal, dass sie uns nie für alles Geld im Leben hergeben würde.
  3. Jeder Tag, an dem es Apfelauflauf zu essen gibt
  4. Ich sehe zum ersten Mal einen Pippi-Langstrumpf-Film und verliebe mich auf der Stelle in Pippi, Thommi und Annika gleichzeitig
  5. Im Winter mit dem Schlitten einen verschneiten Abhang herunterfahren
  6. Zu den Auserwählten gehören, die mein Vater am Sonntag mitnimmt zum Spazierengehen
  7. Auf einen Baum klettern
  8. Jeder Tag, an dem es schöne Melusine zu essen gibt (ein Auflauf aus überbackenem Blumenkohl, Kartoffeln, Hackfleisch und Tomaten)
  9. Endlich lerne ich lesen: mein erstes Buch: der Drachenfisch von Pearl S. Buck
  10. Ich bekomme eine Puppe mit dunkler Hautfarbe. Ich taufe sie „George“ und schneide ihr die Haare kurz.
  11. Ich bekomme ein ganz neues T-Shirt, das nur mir gehört.
  12. Ich höre zum ersten Mal die Nussknacker-Suite. Es ist das schönste, was ich je gehört habe.
  13. In der ersten Klasse sagt die Lehrerin zu mir, dass ich so schnell lese, dass sie gleich aus dem Fenster fällt. Ich platze fast vor Stolz.
  14. Der Geruch meiner Haut, wenn ich an einem sonnigen Tag viel draußen war
  15. Im Kindergarten bin ich verliebt in Schwester Hildegard. Am liebsten möchte ich immer in ihrer Nähe sein.
  16. Meine Mutter erzählt uns auf Wanderungen im Urlaub von ihrer Kindheit um uns vom Laufen abzulenken, davon kann ich gar nicht genug bekommen.
  17. Alvaro und ich küssen uns. Zwar sind wir erst acht, aber wir wissen jetzt schon, dass wir heiraten werden.
  18. Eigentlich bin ich schon fast zu alt für Puppen, aber meine Mutter hat sich doch zu Herzen genommen, dass ich gesagt habe, wenn ich diese Babypuppe (die mit den Augen klimpern und weinen und Pippi machen kann) nicht bekomme, sterbe ich. So kommt Sissi zu mir.
  19. Ich bekomme ein abschließbares Tagebuch geschenkt.
  20. Das Freibad in unserer Nähe wird neu gebaut. Und es bekommt sogar ein Wellenbad. Von den Wellen bekomme ich nie genug!
  21. Jeder Tag, an dem meine Mutter Steak ’n Kidney Pies mitbringt. Mjam, mjam …  ein super special treat …
  22. Auf Sylt sein
  23. Meine Ballettlehrerin angucken. Sie ist sehr süß. Sie hat kurze, rote Locken und ist über und über mit Sommersprossen übersät.
  24. Ich bekomme zum ersten Mal meine Periode. Ein großer Moment. Ich fühle mich sehr erwachsen.
  25. Das erste Mal im Meer nackt baden. Wonne pur!
  26. An einem heißen Sommertag öffnet der Himmel seine Schleusen und schickt riesengroße, warme Regentropfen, die auf meinem Körper zerplatzen. Das fühlt sich so gut an.
  27. Abhängen mit meiner Freundin Kati
  28. Zum ersten Mal sehe ich, wie sich zwei Frauen küssen. Sie sind so zart wie Elfen und es sieht sehr schön aus. Ich beschließe, dass ich auch „mal was mit einer Frau haben“ möchte.
  29. Jeder Samstagabend, den ich im Hippiekeller der Tanzschule Schäfer-Gröbel verbringen kann und wo ich mir die Seele aus dem Leib tanze.
  30. C. körperlich näher zu kommen ist wie nach Hause zu kommen. Unsere Körper kennen sich schon.
  31. Man macht mir den Vorschlag, die gerade freigewordene Stelle einer Assistentin in Paris anzunehmen.
  32. Mit F. durch Schottland reisen
  33. Ein Blick aus Babyaugen, tief und umfassend, wie nur ein Baby gucken kann. Ich fühle mich erkannt und zutiefst berührt.
  34. Mit F. durch Cornwall reisen
  35. Nach der ersten Tasse grünen Tees bin ich diesem Getränk auf immer verfallen
  36. Ulrike A. und ich beschließen, das Lesbenmagazin „lespress“ herauszugeben.
  37. Eines Tages bekomme ich eine E-Mail von einer Frau, die mich auf einer Party gesehen hat und mich unbedingt kennen lernen will. Das ist sooo romantisch!
  38. „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ ist eine Offenbarung und verändert mein Leben für immer.
  39. Die Verlegerin von rororo neue Frau ruft mich höchstpersönlich! an um mir zu sagen, dass mein Manuskript leider nicht in ihr Konzept passt, aber sie möchte mir Empfehlungen geben, wo ich es probieren kann. Offenbar glaubt sie an mich.
  40. Kurz vor dem Weihnachtsfest bekomme ich einen Anruf vom Verlag, dass mein Buch (das erste!) verlegt wird.
  41. Meine erste Begegnung mit der Klopfakupressur elektrisiert mich.
  42. Das drei-/vierjährige Pflegekind meiner Schwester erzählt mir, kurz nachdem wir uns kennen gelernt haben, dass es mich schon von ganz früher kennt. Ein Gänsehautmoment …
  43. Mir wird klar, dass ich immer alles bekomme, was ich brauche. Und meistens ist es sogar schon da.
  44. Ich erfahre in einem Test auf keirsey.com, dass ich die Persönlichkeit einer „idealistischen Heilerin“ habe und dass nur 2 % aller Menschen so sind.
  45. Zum ersten Mal höre ich den Begriff „hochsensibel“
  46. Endlich! Endlich! Endlich! Die langersehnte Kündigung meines verhassten Arbeitgebers ist endlich im Briefkasten! Der Stress und das Leiden haben ein Ende!
  47. Ich kaufe mir eine Nähmaschine
  48. Ich bekomme zum ersten Mal eine Klangschalenbehandlung. Etwas Vergleichbares habe ich noch niemals erlebt.
  49. Tanzen (immer)
  50. Meine Mutter leiht mir Geld, damit ich mir den ersten Laptop meines Lebens kaufen kann
  51. Mein Verleger ist nun doch bereit, mein Klopfbuch zu veröffentlichen, wenn ich es überarbeite
  52. Meine erste Kreditkarte – juchhu, ich bin wieder kreditwürdig!
  53. Die Serie „Six Feet under“
  54. Auf Amrum sein. Schon am 2. Tag habe ich alles vergessen, einschließlich des Datums. Außerdem scheint dort fast immer die Sonne …
  55. „Vollmond“ von Pina Bausch
  56. Die Oper „Lakme“ wird auf immer unvergesslich bleiben
  57. Auf Teneriffa sein.
  58. Jede Hochzeit
  59. Ich mache Bekanntschaft mit Bodo Schäfer (Nicht persönlich, aber es reicht seine Bücher zu lesen, und die Ärmel hochzukrempeln).
  60. Wir bekommen einen Garten zur Pacht und noch ganz in der Nähe meiner Wohnung! Wir können unser Glück kaum fassen!
  61. Im ersten Frühjahr entdecken wir in unserem Garten eine Froschfamilie und sogar Lurche im Teich!
  62. Mir wird klar, dass ich keine Angst mehr habe, allein im Wald spazieren zu gehen.
  63. Gemeinsam weine ich mit meinen Geschwistern am Grab meiner Mutter. Jetzt weiß ich, wie sich TROST anfühlt.
  64. Zu wissen, dass meine Mutter jetzt frei ist und erlöst und dass es ihr gut geht.
  65. Ich gewinne ein Seminar auf Amrum!
  66. Jede Matrix Birth Reimprinting-Sitzung
  67. Zum ersten Mal ziehe ich die von mir genähte Marlene-Hose an und beschließe, nie wieder etwas anderes zu tragen, so großartig fühle ich mich.
  68. Der Tag, an dem mir klar wird, dass die Glitzerenergie des Wassers eine echte Ressource für mich und meinen Körper ist.
  69. Ich belege den 5. Platz beim Ergo-Award
  70. Mit der Freundesclique Stücke zum Aufführen zu entwickeln und zu proben
  71. Jede Rauhnacht: Selbst, wenn die Zeit an sich häufig schwierig ist, bereitet es mir Freude, die Rauhnächte zu begehen (noch mehr, nachdem ich die Klopfreise durch die Rauhnächte ins Leben gerufen habe)
  72. Ein neuer Auftraggeber kommt wie aus dem Nichts auf mich zu und verändert mein Leben
  73. Eine Wohnungsbesichtigung: Ich betrete ein Zimmer und der Wald scheint von den Hängen in die Wohnung zu fließen. So etwas habe ich noch nie gesehen!
  74. Ich erfahre, dass ich diese große, wunderbare Wohnung mit Waldblick bekomme
  75. Zum ersten Mal zeichne ich ein gelungenes Portrait
  76. Der „Heal Summit 2018“
  77. Ich lese „Mediale Medizin“ von Anthony William. Endlich bekomme ich Antworten auf unerklärliche Fragen.
  78. Ein junger Mann kommt bei einer Tanzveranstaltung zu mir und sagt mir, dass er meinen Hüftschwung einmalig findet. Das trägt mich über Monate …
  79. Jeder Moment der Erkenntnis, der mir hilft, mich selbst besser zu verstehen
  80. Jeder Klopfkongress ist spannend und bereichernd, ob ich nun als Referentin teilnehme oder „nur“ Zuhörerin“ bin
  81. Der Tag, an dem mir klar wird, dass ich wieder weitgehend gesund bin.
  82. Die Serie „So gut wie tot“ angucken
  83. Der Augenblick, an dem ich beschließe, keine Nahrungsmittelergänzungen mehr zu mir zu nehmen
  84. Jede Mahlzeit, die ich an meinem Küchentisch mit Blick auf den Wald verzehre
  85. Der Moneymindset-Summit von Jen Cincurak, der mein Leben verwandelt hat, und alles, was Jen macht
  86. Mit meinen Freundinnen über ALLES reden
  87. Wir beenden die Beziehung, in der wir uns schon seit ein paar Jahren nicht mehr wohl fühlen.
  88. Die Erkenntnis, dass wir trotzdem Freundinnen bleiben können (das geht ja auch nicht immer!)
  89. Jedes Mal, wenn ich das Orakel der inneren Stimmen lege
  90. Ich merke, dass das Weglassen von Zucker bei mir wirklich Dinge in Gang bringt
  91. Gerade bin ich in Leipzig angekommen, aber ich habe schon das Gefühl von Entfaltung und Freude. Hier könnte ich leben!
  92. Der Heilpraktiker fährt mit seiner Viren-CD um meinen Körper herum und ich merke, dass da  NICHTS ist.
  93. Meine erste Nacht auf einer 15 cm dicken Matratze. Das ist wie auf Luft schlafen.
  94. Jedesmal, wenn ich in meinem Erfolgsbuch lese, in der alle schönen Dinge stehen, die mir Klient*innen, Besucher*innen und andere mir sagen
  95. Ein wildfremdes Baby lehrt mich, wie einfühlsame Kommunikation mit Säuglingen funktioniert.
  96. Das Buch „Heile deine Leber“ von Anthony William lesen
  97. Viele, viele wunderschöne, sehr berührende Sitzungen, die ich mit Klient*innen gemeinsam erlebe
  98. Fast jeder Film mit Shah Rukh Khan (Das beruhigt meine aufgebrachte Seele)
  99. Andreas Goldemann* etwas singen und hören sehen. Ich bin verzaubert!
  100. Mich an all diese schönen Momente meines Lebens zu erinnern hat ein glückliches Lächeln auf mein Gesicht gezaubert.

Hoffentlich haben Sie Lust bekommen, sich auch an 100 schöne Momente Ihres Lebens zu erinnern!

So nehmen Sie an der Blogparade teil: Veröffentlichen Sie Ihren Blogbeitrag auf Ihrem Blog, erwähnen Sie meine Blogparade und verlinken Sie sie. Posten Sie dann Ihren Blogbeitrag in die Kommentare unter diesem Beitrag.

Wenn Sie keinen eigenen Blog haben, schreiben Sie Ihren Beitrag in ein Word-Dokument und schicken Sie es an info@eft-fuer-hochsensible-menschen.de. Ich werde es dann in diesen Beitrag einbauen.
Von Herzen,
Ihre
Monika Richrath

Bild von Prawny auf Pixabay

Was mich am Klopfen begeistert

Was mich am Klopfen begeistert

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Klopfparade „Was begeistert dich am Klopfen“ von Michaela Thiede teil, und freue mich sehr, dass dies eine gute Gelegenheit ist, zu erzählen, wie ich eigentlich zum Klopfen gekommen bin.

Meine erste Begegnung mit der Klopfakupressur

hatte ich schon ganz früh, Anfang der 90er Jahre, als die Klopftechnik noch in den Kinderschuhen gesteckt hat. Dort wurde sie mir im Rahmen eines Qi Gong Kurses von der Lehrerin als chinesische Klopftechnik vorgestellt. Ich war sofort elektrisiert. Ich wusste sofort: DAS IST MEIN DING! Vielleicht weil ich mich nach dem Klopfen sofort besser fühlte als vorher.

Aber wie es so geht, damals hatte ich noch Schwierigkeiten mit Gruppen und ich glaube, es war das einzige Mal, dass ich diesen Kurs überhaupt besucht habe.

Ein paar Jahre später

brachte mir eine Freundin freudestrahlend eine Anleitung aus dem Internet mit, die sie mir überreichte mit den Worten: „Ich habe gedacht, das ist etwas für dich.“ Eine Klopfanleitung, wie sich herausstellte. Ich war hocherfreut und probiere das eine Zeitlang aus, vergaß es dann aber wieder.

Noch ein paar Jahre später, als ich selbst in einer emotionalen Notsituation steckte, kam mir das Klopfen wieder in den Sinn und ich suchte mir selbst eine Anleitung im Netz. Irgendwas habe ich aber nicht richtig gemacht, ich hatte nicht den erhofften Erfolg. Aber da ich verstanden hatte, dass

das Klopfen für mich richtig ist,

habe ich mich dann zu einem Kurs angemeldet um es jetzt wirklich richtig zu lernen. Das war 2009. Seitdem klopfe ich.

An der Klopfakupressur begeistert mich vieles

Ganz oben auf meiner Liste steht die Effektivität. Ich selbst habe in meinen ersten 1–3 Jahren (zugegebenermaßen fast täglichen Klopfens) mehr Veränderung erreicht als in 20 Jahren Psychotherapie. Noch dazu mit sehr viel weniger Aufwand, denn ich habe im ersten Jahr nie mehr als zwei Sätze geklopft und in der Folge nie mehr als einen Satz. Dabei bin ich übrigens geblieben.

An der Klopfakupressur gefällt mir ansonsten vor allem, dass sie

so unglaublich flexibel ist,

dass man sich sein Klopfritual so einrichten kann, wie es einem gefällt. Ich betrachte schon das Einrichten selbst als eine Art Akt der Selbstliebe.

Für hochsensible Menschen, die ja tendenziell eher auf andere schauen, als sich selbst, ist es also eine sehr gute Sache, sich zu überlegen, was ihnen gefällt, und wie sie den Klopfvorgang für sich gestalten wollen, so dass sie sich damit wirklich wohl fühlen. Welche Formulierung soll im Einstimmungssatz (Setup) verwendet werden? Welche Art der Abkürzung? Gibt es Punkte, die unangenehm sind? Wie wirkt das Klopfen auf mich und gibt es eine Tageszeit für mein Klopfritual, mit dem ich für mich das meiste herausholen kann?

Die Flexibilität bezieht sich auch noch auf andere Dinge, z. B. dass man das Klopfen

je nach Situation unterschiedlich anwenden kann,

z. B.

  • in einer ganz akuten Stress-Situation zur sofortigen Beruhigung
  • oder zur Bewältigung einer schwierigen Lebenssituation
  • oder zum Auflösen von Blockaden, Schmerzzuständen oder Belastungen aus der Vergangenheit, die sich bin die Gegenwart auswirken
  • oder für thematische Arbeit (wie ich das ja für Hochsensibilität anbiete).

Außerdem finde ich es grandios, dass ich das Klopfen

so gut für hochsensible Menschen anpassen kann.

Es gibt ja einiges im normalen Klopfprotokoll, was für hochsensible Menschen eher schwierig ist:

zum Beispiel die Stress-Skala.

Immer wieder höre und erlebe ich, dass der Umgang mit der Stress-Skala für hochsensible Menschen hochgradig stressig ist. Das kann an dem Bemühen liegen, immer alles ganz genau richtig machen zu wollen. Perfekt eben. Oder daran, dass man sich schlecht entscheiden und festlegen kann … was dann so schwierig ist, dass man lieber gar nicht klopft. Jedenfalls ist dies eine Hürde, über die hochsensible Menschen dann oft nicht hinwegkommen, dann eben nicht klopfen, obwohl sie merken, dass das Klopfen für sie angenehm ist.

Daher verwende ich die Stress-Skala meistens nicht, um diese Hemmschwelle zu entfernen.

Es geht ja auch anders.

Sowieso gilt beim Klopfen für hochsensible Menschen, dass

weniger mehr ist.

Und viel nicht zwangsläufig viel hilft.

Obwohl man sich ja sagen könnte, das wirkt jetzt so gut, ich klopfe jetzt ganz, ganz viele und löse alle meine Themen sofort auf. Ich kann Sie nur inständig bitten, das nicht zu tun, sich selbst zuliebe.

Dies betrifft ebenfalls die Dauer. Ich selbst habe schon gehört, dass manche Klopfcoaches grundsätzlich nur zweistündige Sitzungen machen. Das wäre für mich unvorstellbar. Nicht nur für meine Klient*innen, sondern auch für mich selbst. Was meine Klient*innen angeht, ist manchmal schon eine Stunde zuviel und es geht nicht länger als 30 Minuten. 15 Minuten habe ich auch schon gehabt.

Wenn ich noch länger nachdenken würde, fielen mir bestimmt noch andere Beispiele ein, aber fürs erste habe ich meiner Begeisterung für die Klopfakupressur genug Raum gegeben.

Vielleicht haben Sie ja Lust, bei der Blogparade von Michaela Thiede mitzumachen.

Auf jeden Fall freue ich mich, wie immer über Ihre Kommentare hier.

Von Herzen,
Ihre
Monika Richrath

Bild von John Hain auf Pixabay

de_DEDeutsch