Ein seltener Gast: das grundlose Glück

Ein seltener Gast: das grundlose Glück

Heute ist einfach alles perfekt. Die Sonne scheint, es ist warm (aber nicht zu warm), Frühling liegt in der Luft und ich fühle mich einfach super. Ich bin freudig und energiegeladen und kann mich nur mit Mühe davon abhalten, über die Straße zu hüpfen. Ich lächele wildfremde Menschen an, wildfremde Menschen lächeln erfreut zurück. Ich könnte die ganze Welt umarmen …

Was ist passiert?

Kein Sechser im Lotto, keine Heirat, Schwangerschaft, Erbschaft, volles Seminar oder sonstige erfreuliche Nachricht oder Erfolgsbotschaft.

Einfach nur … grundloses Glück

Das letzte Mal, als das grundlose Glück mich ereilte, ist schon ein paar Wochen her. Aber da ist mir aufgefallen, dass das grundlose Glück schon seit Jahren nicht mehr bei mir zu Gast war. An die letzte Gelegenheit erinnere ich mich deswegen so gut, weil ich es im Rahmen eines Klopfseminars vor zwei Jahren als positiven Anker benutzt hatte.

Wie es immer so geht, ich hatte überhaupt nicht gemerkt, dass es sich verabschiedet hatte aus meinem Leben. Vielleicht war das insgesamt gesehen auch kein besonderes Wunder, denn 2015 war ein Jahr, das ganz und gar im Zeichen der ALS-Erkrankung meiner Mutter stand und es nicht allzuviel zu Lachen gab. Natürlich war ich trotzdem hin und wieder glücklich, aber das grundlose Glück ist nun einmal ein ganz besonderer Zustand

in dem ich Lust habe, die ganze Welt zu umarmen, Friedlichkeit und Freundlichkeit versprühe, vital bin, mein Körper sich wohl fühlt. Aber es ist noch mehr.

Es ist das Gefühl, richtig zu sein.

Für mich als hochsensibler Mensch ist dieses Gefühl ganz besonders wertvoll, denn den Großteil meines Lebens habe ich sehr gehadert mit mir selbst, meiner Hochsensibilität, bzw. den Eigenschaften, die meine Hochsensibilität ausmachen und widerspiegeln. Heute weiß ich natürlich, dass ich richtig bin. Aber es wirklich auch zu spüren, mit jeder Faser meine Körpers, ist nach wie vor etwas Besonderes für mich.

Es ist das Gefühl zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Das Gefühl, dass alles miteinander verbunden ist. Das Gefühl, dass alles gut ist, so wie es ist. Was nichts anderes bedeutet, dass ich mein Leben akzeptiere in genau der Form, die es gerade hat. Dass ich dankbar bin, für das, was ich habe.

Grundloses Glück ist offenbar eine Art erweiterter Bewusstseinszustand

wird mir eben beim Schreiben klar. Denn im Zustand des grundlosen Glücks gibt es keine Begrenzungen und Beschränkungen. Dann liegt die ganze Welt vor mir, mit ihren vielen verlockenden Möglichkeiten, die wie Diamanten funkeln. In diesem Zustand bin ich auch in der Lage, viel weiter zu denken und vermutlich auch auf einer höheren Ebene Veränderung zu bewirken, einfach nur, indem ich jegliche Bewertung der Welt und mir selbst aufgebe.

Denn im grundlosen Glückstaumel bin auch ich viel größer und schöner, Halt, das ist nicht richtig, merke ich beim Schreiben. Ich denke, es ist andersherum. Im Zustand des grundlosen Glücks kann ich die Dinge in ihrer Schönheit und Großartigkeit wahrnehmen. Alle Beschränkungen fallen von mir ab, vor allen Dingen alle limitierenden, kleinlichen Glaubenssätze über mein Äußeres und Inneres. Dann bin ich einfach. Gut und wertvoll, funkelnd eben. Ein Zustand, den ich gerne öfter erleben würde, habe ich mir beim letzten Anfall grundlosen Glücks gedacht.

Nun kann man diesen äußerst angenehmen Zustand leider nicht herbeirufen, aber mir fiel bei dieser Gelegenheit ein, dass ich früher tatsächlich ziemlich häufig grundlos glücklich war, und das, obwohl meine Kindheit und Jugend insgesamt eine sehr schwierige Zeit für mich war, ich im Grunde genommen keine wirklichen Herzensbindungen an andere Menschen hatte, oder die, die ich hatte, nicht als Herzensbindung wahrnehmen konnte (im Gegenteil, außerhalb meiner Familie machten mir die meisten Menschen Angst).

Trotzdem verfügen Kinder offenbar über besondere Bewältigungsstrategien, denn es gab viele Glücksmomente – die ich vielleicht oft auch mit mir alleine erlebte. Ich erinnere mich z. B. dass meine Haut nach einem Tag an der Sonne wahnsinnig gut roch, und ich den ganzen Abend lang immer wieder an meinem Arm schnupperte, trunken vor Glück über meinen guten Geruch … Es gab viele solche kleinen Glücksinseln und es gab vor allen Dingen sehr viel grundloses Glück.

Nach Sonne kommt Regen …

Trotz Leid und Elend war das Leben insgesamt viel leichter, weil es  eher in Phasen verlief, als in Augenblicken. Eine Zeitlang hatte ich eine gute Phase und dann kam eine schlechte, die aber immer getragen war von der Zuversicht, dass es danach wieder gut werden würde. Wann dieses Gleichgewicht gekippt ist, vermag ich nicht mit Genauigkeit zu sagen. Ich vermute Anfang/Mitte 20, als die ersten Liebesbeziehungen kamen, die für einen so unsicheren und schüchternen Menschen wie mich äußerst schwierig waren. Wenn ich aber so in mich hineinspüre, dann ist sofort sonnenklar, dass meine erste Beziehung zu einer Frau auf mein zerbrechliches Gleichgewicht heruntergedonnert ist, wie der Zementblock in ein Fisch namens Wanda auf einen bedauernswerten Hund … Ich möchte das jetzt nicht weiter auswalzen, sicher ist aber, es gab einen entscheidenden Wendepunkt, an dem Stress, Depressionen und Erschöpfung die Überhand gewannen und das grundlose Glück begann, sich rar zu machen und mich nur noch dann und wann besuchte.

Ehrlich gesagt, war ich ganz schön schockiert, festzustellen, dass es Jahre her war, dass ich mich so gefühlt habe – und das, ohne es zu merken …

Eigentlich hatte ich gehofft, ich könnte an dieser Stelle auf ein paar wissenschaftliche Publikationen zurückgreifen, aus denen hervorgeht, was das grundlose Glück auf biochemischer Ebene im Körper bewirkt, aber nichts, nada. Die Wissenschaft schweigt dazu, scheint es. Die Einträge, die meine Suchmaschine zum Begriff „grundloses Glück“ ausspruckt, sind: Werbung, Werbung und wieder Werbung, mit sonderbaren Einträgen zwischendurch wie „mein Mann ist grundlos unglücklich“ …

Mir ist beim Schreiben dieses Blogeintrages wieder eingefallen, dass ich vor einigen Jahren ja das grundlose Glück als Anker beim Klopfen benutzt habe und habe seitdem immer wieder einmal in mich hineingehorcht und mich dieses Ankers erinnert, und einfach mal geklopft, dass ich schon lange nicht mehr grundlos glücklich war.  Sie können es mir glauben oder auch nicht, aber daraufhin ist wirklich etwas passiert – ich wurde nicht grundlos glücklich, aber mein Körper begann innerlich zu strahlen, so dass ich zumindest einen Teil der grundlosen Glückserfahrung zurück habe. Das finde ich sehr schön.

Wie geht es Ihnen? Kennen Sie grundloses Glück? Haben Sie eine andere Bezeichnung dafür? Wie oft sind Sie grundlos glücklich? Wie immer, freue ich mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Herzlichst, Ihre

Monika Richrath

Hochsensible Mamas

Hochsensible Mamas

Hochsensible Mamas – ein Apell an Deine besondere Aufgabe im Leben Deines Kindes

  • Bist Du Mama?
  • Oft erschöpft?
  • Fühlst Du Dich in vielen Situationen hilflos?
  • Leidest Du viel mit Deinem Kind?
  • Möchtest Du Dein Kind vor dem Leben beschützen?
  • Fällt es Dir schwer, Dein Kind in „diese“ Welt zu entlassen?

JA?

 

Dann gehörst Du wahrscheinlich so wie ich zu jenen hochsensiblen Müttern, die ihr Kind um jeden Preis davor bewahren wollen, die negativen Erfahrungen, die wir selbst erlebt haben, durchmachen  zu müssen.

Gut so! Und vollkommen verständlich.

Ich könnte mir vorstellen, dass Du auch eine Mama bist, die sich sehr stark in ihr Kind einfühlen kann, die seine Gefühle noch vor allen anderen „liest“, manchmal sogar noch bevor Dein Kind sich derer bewusst ist.

Ich könnte mir vorstellen, dass Du eine Mama bist, die große Schwierigkeiten damit hat, wenn Dein Kind in der Schule oder im Kindergarten Menschen und Situationen ausgesetzt ist, die Du nicht gutheißen kannst.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Du Dich manchmal selbst verlierst und Deine Bedürfnisse sehr vernachlässigst, damit es Deinem Kind gut – oder sagen wir besser – geht.

Hab ich Recht? Ich kenne das alles!

Du bist wunderbar in Deiner Sensibilität!

Dein hochsensibles Kind hat bei Dir alles, was es braucht, um verstanden, in seiner Persönlichkeit akzeptiert und wahrgenommen zu werden. Alles Aspekte, die Du bei Deiner eigenen Mama womöglich (schmerzlich) vermisst hast. Es waren andere Zeiten und andere Umstände.

Also – Du bietest Deinem hochsensiblen Kind die besten Voraussetzungen, um eine selbstbewusste, starke und gleichzeitig sanfte und sensible Persönlichkeit zu entwickeln. Das ist großartig! Und wenn Du jetzt meinst, dass das ja alles schön und gut ist, aber Dich diese Großartigkeit doch jede Menge Kraft, Ressourcen und Mühen kosten, dann möchte ich Dir mit diesem Beitrag Mut machen und Dich bestärken, dass Du die beste Mama für Dein hochsensibles Kind bist,

…auch und vor allem, wenn Du Deine Bedürfnisse achtest, …auch und vor allem, wenn Du in Deiner Mitte bist,

…auch und vor allem, wenn Du vertraust, dass Dein Kind seinen eigenen Weg gehen wird,

…auch und vor allem, wenn Du Deinem Kind das Bewusstsein und die Stabilität vermittelst, die Du bei ihm sehen möchtest.

Und wenn Du Dich jetzt fragst, wie das gehen soll und wie Du es schaffen kannst, Dein hochsensibles Kind Schritt für Schritt in diese so wenig unterstützende Welt zu entlassen, dann möchte ich gerne meine Erfahrungen mit Dir teilen und Dir ein paar Impulse für Deinen Weg als hochsensible Mama mitgeben.

VERTRAUE!

Je nachdem, was wir in unserer Kindheit erfahren haben und wie viel Grundvertrauen wir mitbekommen haben, handeln wir in unserem späteren Leben auch aus diesem Vertrauen heraus.
Mamas, die wenig vertrauen in sich und das Leben als solches haben, neigen auch dazu, ihrem Kind oftmals nicht das Vertrauen entgegenzubringen, das es braucht, um eine selbstbewusste und stabile Persönlichkeit zu entwickeln.

Versuche Dein Vertrauen immer wieder zu stärken, indem Du Dich selbst herausforderst, Dein Kind Schritt für Schritt loszulassen, seine eigenen (auch leidvollen) Erfahrungen machen zu lassen.

Ich habe in diesen Situationen immer folgende Sätze im Kopf: „Ich vertraue meinem Sohn. Es ist sein Weg, den er geht. Ich kann ihm diesen Weg nicht abnehmen. Ich kann ihn beim Gehen unterstützen.“

Je mehr Du in Deiner Stabilität und im Vertrauen bist, desto stabiler und vertrauensvoller kann Dein Kind seinen Weg gehen.

KÜMMERE DICH UM DICH!

Es führt zu nichts, wenn Du Dich selbst aufgibst und verlierst, weil Du Dich über Dein Kind identifizierst. Dein Kind leidet mit Dir, anstatt ihm sein Leid und seine Erfahrungen, die es zu machen gilt, nehmen zu können.

Kümmere Dich darum, dass es DIR gut geht. Schau gut auf Dich und sorge gut für Dich. Dann wird Dein Kind lernen, das auch für sich zu schaffen.

Lass los – auch wenn der Trennungsschmerz groß ist. Gönn Dir Auszeiten, Alleinzeiten und liebevolle Aufmerksamkeiten.

SCHAU IN DEN SPIEGEL, DEN DEIN KIND DIR VORHÄLT!

Oftmals ist es doch so, dass wir uns als Mamas fragen, was mit unseren Kindern bloß los ist, wenn sie auf einmal wütend, aggressiv oder sonst wie sehr stark auf Situationen reagieren.

Achtung – Dein hochsensibles Kind ist Dein Spiegel! Alle Emotionen, die Du womöglich nicht auslebst oder die in Dir schlummern, kann Dein Kind empfangen und „für Dich“ an die Oberfläche bringen.

Auch Verhaltensweisen, die Du bei Dir ablehnst oder die bei Dir mit negativen Emotionen verbunden sind, kann Dir Dein Kind vor Augen führen, indem es Dich immer wieder herausfordert hinzuschauen.

Wir Mamas neigen dann vielleicht dazu zu sagen: „Ach, mein armes Kind, wie gerne möchte ich Dir das ersparen!“ – in Wirklichkeit wollen wir es uns nur selbst ersparen. Wir dürfen also aufmerksam hinschauen und anfangen, unser eigenes inneres Kind zu bemerken.

Dazu habe ich vor einiger Zeit einen eigenen Beitrag geschrieben: http://www.hochsensibilitaet.at/ich-bin-so-wuetend-warum-dieser-satz-wichtig-ist-und-wie-wir-gerade-unsere-hochsensiblen-kinder-dabei-unterstuetzen-duerfen/

WANDLE DEIN LEID IN DEINE STÄRKE UM!

Du bist unendlich stark. Stark in Deinem Leid, das Dich viel Kraft kostet. Nutze diese Kraft ins Positive!

Lebe Deinem Kind das Leben vor, in dem Du es gerne sehen würdest. Auch wenn die Gesellschaft da draußen nicht förderlich ist für die Bedürfnisse hochsensibler Menschen. Hilf mit, dass auch Dein Kind seine Aufgabe in diesem Chaos findet, um dazu beitragen zu können, dass sich was verändert.

LEBE DEINE GROSSARTIGKEIT!

Schütze Dein Kind wo es notwendig ist und lass es frei so oft es geht!

Aus eigener Erfahrung weiß ich gut, wie leicht es ist, all das zu schreiben oder zu lesen, und wie schwer und herausfordernd es sein kann, das umzusetzen.

Ich möchte Dich bestärken, diesen Weg Schritt für Schritt und mit immer mehr Bewusstsein die Verbindung zwischen Dir und Deinem Kind betreffend zu gehen.

Ich wünsche Dir aus ganzem Herzen die Kraft und die Stabilität, Eure Wege zu gehen. Manchmal ist es der gleiche und oftmals ein ganz anderer 🙂

Vielleicht interessiert Dich auch dieses Video zum Thema, das ich vor einiger Zeit aufgenommen habe:

https://www.youtube.com/watch?v=EB5G-b-ZmxU

Schreib doch bitte in die Kommentare, ob auch Du so ein starkes Band zwischen Dir und Deinem Kind wahrnimmst und was Eure Herausforderungen damit sind!

Herzlichst, Deine Karin Abriel

Karin Abriel

Karin Abriel

Mein Tempo

Diplomierte Pädagogin Diplomierte Shiatsu-Praktikerin Geboren: 26.1.1976 in Wien 2 Kinder – Anna, 14 und Max, 13 Schon sehr früh war mir klar, dass irgendetwas in mir anders tickt als bei den Menschen in meinem Umfeld. Ich spürte so Vieles und nahm wahr, was anderen scheinbar verborgen blieb. Als Kind konnte ich diese Eindrücke weder einordnen noch verarbeiten, war aber zugleich unglaublich neugierig und ließ keine Möglichkeit aus, neue Erfahrungen zu sammeln und Menschen kennenzulernen. Das ständige Überfordert Sein mit mir und meiner Umgebung und ihren Eindrücken führte im frühen Erwachsenenalter zu Depressionen und BurnOut. Mein Lebensweg hat mich durch mehrere Ausbildungen und Berufserfahrungen zu meiner Authentizität geführt und dazu, meine Hochsensibilität als Stärke anzunehmen. Durch meinen ebenfalls hochsensiblen Sohn und die tägliche Arbeit mit hochsensiblen Kindern sowie zahlreichen beruflichen Erfahrungen habe ich viele unterschiedliche Persönlichkeiten kennenlernen dürfen, die mir alle einen Teil von mir selbst gezeigt haben und mich in meine Stärke geführt haben.
Radionik:  Klarheit in den Dschungel unbewusster Sabotageprogramme bringen

Radionik: Klarheit in den Dschungel unbewusster Sabotageprogramme bringen

Bei Yvetta Miosga darf es gerne mal etwas tiefer gehen. Schon in ihrer Kindheit interessierten sie Fragen, wie: Wer bin ich? Was soll ich hier? Wozu das alles? Etc. Heute blickt sie auf gut 20 Jahre umfassende Beschäftigung und Eigenerfahrung bezüglich der Themen Selbstfindung, Selbstheilung, Selbstverwirklichung zurück. Nach knapp 14 Jahren als Polizeibeamtin, arbeitet sie jetzt seit 11 Jahren als Persönlichkeitstrainerin und unterstützt andere dabei, ihr wahres Selbst zu entdecken und zu leben.Yvi, Du arbeitest als Bewusstseinscoach und Trainerin. Darüberhinaus bist du mit einer sehr speziellen Methode unterwegs …?

Zunächst erstmal herzlichen Dank für die Einladung zu diesem Interview, liebe Monika.

Ja genau, im Zuge meines ganzheitlichen Bewusstseinscoachings greife ich sehr oft und gerne auf die von dir angesprochene Methode – Radionik – zurück. Sie ist für mich ein unverzichtbares Hilfsmittel, um die Entwicklungsprozesse meiner KlientInnen auch auf energetischer Ebene zu unterstützen.

Ich stelle mir vor, die meisten Menschen haben von Radionik noch nichts gehört. Kannst du kurz erklären, was das ist?  

Vereinfacht gesagt handelt es sich bei der Radionik um ein sehr vielseitiges Verfahren aus dem Bereich der Schwingungsresonanz, womit Disharmonien und Störungen in unseren feinstofflichen Energiefeldern detailliert erkannt und sanft ausgeglichen werden können. Das Interessante daran ist, dass die Energiefelder dabei nicht nur gründlich analysiert, sondern auch die tieferen Ursachen hinter den energetischen Blockaden (z. B. selbstsabotierende Glaubenssätze, Überzeugungen und Muster) aufgezeigt werden.

Das klingt ein bisschen geheimnisvoll. Wie funktioniert das?

Die Radionik ist in der Tat ein wenig geheimnisvoll, im Sinne von schwer greif- und durchschaubar. Sie beruht auf den Grundlagen der modernen Quantenphysik, über welche sich z.B. der Nobelpreisträger Richard Feynman 1964 mit den Worten: „Ich denke, man kann mit Sicherheit sagen, dass niemand die Quantenmechanik versteht.“  äußerte.

Der Begründer der Quantenphysik, Nobelpreisträger Max Planck, drückte es einmal mit den folgenden Worten aus: „Tatsächlich gibt es überhaupt keine Materie. Alles und jedes ist aus Schwingung zusammengesetzt.“ Meinem Verständnis nach trifft es das ganz gut.

Nun aber zur Funktionsweise der Radionik.

Das wird jetzt etwas technisch. Aber ich versuche, mich einigermaßen verständlich auszudrücken.

Ein Radioniksystem besteht aus zwei Komponenten: dem Radionikgerät an sich und einem Computer mit spezieller Software, welche zahlreiche Datenbanken beinhaltet. Diese Datenbanken bestehen aus, in der Sprache gebrauchten, Wörtern und Sätzen. Wörter haben, wie z.B. auch Gedanken und Gefühle, ganz spezifische Eigenschwingungen, deren Entsprechungen sich bei häufigem Gebrauch, gemäß dem Resonanzgesetz in unserem Leben manifestieren. Du kennst sicher die Aussage „Unsere Gedanken formen unsere Realität“?

Ja, natürlich – ich bin auch sicher, dass es so ist. Das Gesetz der Anziehung (the law of attraction) oder “The Secret” ist bestimmt einigen LeserInnen ein Begriff.

Ich persönlich bin jetzt kein großer Verfechter von „The Secret“, weil mich die „Tschakka, du kannst alles erreichen, wenn du nur willst – Mentalität“, im Allgemeinen nicht anspricht. Mir ist das deutlich zu aggressiv und auch viel zu oberflächlich. Außerdem halte ich das auch für potenziell gefährlich, weil aus meiner Sicht eben nicht jeder alles erreichen kann und diese ernüchternde Erfahrung bei den, zunächst meist sehr euphorischen, Betroffenen nicht selten zu weiterer massiver Frustration führt. Das „Versagerbewusstsein“ wird enorm gestärkt, weil es ja eigentlich so einfach ist (sein soll), nur man selbst kriegt es mal wieder nicht hin… Das bildet einen starken Nährboden für (weitere) Selbstzweifel. Du verstehst, wie ich das meine?

Ja, sicher, mit dieser Art von Selbstzweifeln hatte ich selbst leider schon häufig zu kämpfen …

Ich glaube, damit bist du nicht allein, liebe Monika. So einfach, wie es üblicherweise dargestellt wird, ist es nämlich in den meisten Fällen leider nicht. Was aber auch kein Aufruf zur Bequemlichkeit sein soll. Ich bin genauso wenig ein Freund von passivem Warten und auf bessere Zeiten hoffen.

Es ist auch nicht so, dass ich diese ganzen Erfolgs- oder Wunschverwirklichungstechniken per se unsinnig finde. Viele haben aus meiner Sicht durchaus ihre Berechtigung, aber sie funktionieren leider nur, wenn keine, dem jeweiligen Wunsch oder Ziel entgegenstehenden, Hinderungsprogramme im Unterbewusstsein etabliert sind, was allerdings leider sehr häufig der Fall ist. Und hier kommt man, selbst mit einem starken Willen und noch so viel Disziplin, häufig einfach nicht weiter.

Es sind nämlich nicht nur unsere (bewussten) Gedanken, sondern vor allem unsere unbewussten Glaubenssätze, Überzeugungen, etc., – welche wiederum aus unseren früheren Erfahrungen, Prägungen, Konditionierungen usw. entstandenen sind – die einen entscheidenden Einfluss auf unser (Er)leben haben. All diese inneren Programme und Muster sind in unserem Energiefeld als Schwingungsinformation gespeichert und wirken maßgeblich auf unser Gesamtschwingungsmuster ein. Und damit eben auch darauf, was wir aussenden und in der Folge quasi automatisch in unser Leben ziehen.

Wegweiser im Wald

 

So kommt es wohl auch, dass wir immer wieder und wieder die gleichen Erfahrungen machen, z. B. am Arbeitsplatz,  oder in Beziehungen, weil wir uns angezogen fühlen von bestimmten Ausstrahlungen, die wir von früher kennen, oder?

So ist es, gleiche Schwingungen ziehen sich gegenseitig an. Hast du beispielsweise den Glaubenssatz „Ich bin nichts wert“ in deinem Energiefeld programmiert, ziehst du immer wieder Situationen und Menschen in dein Leben, die dir genau das bestätigen und dich spüren lassen, dass du nichts wert bist. (Was natürlich nicht der Tatsache entspricht, aber eben deiner Schwingung.)

Diese Glaubenssätze sind uns zum allergrößten Teil überhaupt nicht bewusst, sodass der erste Schritt (wenn man etwas ändern will) wäre, sie ausfindig zu machen. Und hier kommt die Radionik ins Spiel.

Das Radionikgerät arbeitet mit den oben erwähnten Wortschwingungen und kann die hinderlichen Muster aufspüren, indem die Schwingungen der Klientin mit den Wortschwingungen der Datenbanken verglichen werden. Dabei werden die Punkte, bei denen eine Resonanz besteht, konkret aufgezeigt und wir erhalten eine detaillierte Übersicht über unsere ungünstigen Programmierungen.

Wenn man mit der Radionik eigene Glaubenssätze aufspüren kann ist es vermutlich auch möglich, diese zu verändern oder aufzulösen?

Genau. Mit der Radionik können Energiefelder sowohl analysiert, als auch harmonisiert und als dritte Möglichkeit außerdem noch gezielt programmiert werden.

Harmonisierung und Programmierung sind also die Veränderungs- und Lösungsmöglichkeiten. Wie können die LeserInnen sich das vorstellen?

Bei der Harmonisierung werden die Inhalte der vorhergehenden Analyse in balancierter Form (Negatives wird entladen, Positives wird gestärkt) in das Energiefeld der Klientin gesendet, um den gestörten Energiefluss wieder sanft ins Gleichgewicht zu bringen.

Beim Programmieren ist eine Besendung des Energiefeldes auch ohne vorhergehende Analyse möglich. Es beinhaltet die energetische Übertragung eines speziellen Reinigungsprogramms, kombiniert mit der Möglichkeit, konkrete Wünsche bzw. Ziele zu laden und/oder bekannte Problemthemen zu entladen.

Gibt es noch andere Anwendungsmöglichkeiten für die Radionik?

Auch wenn es sich bei der Radionik um keine wissenschaftlich anerkannte Methode handelt, wird sie vor allem im medizinischen Bereich eingesetzt. Sie wird aber auch in zahlreichen anderen Fachgebieten angewandt, wie z.B. im Persönlichkeitscoaching, in der Unternehmensberatung, im Sport, in der Landwirtschaft, in der Gebäudesanierung, bei der Arbeit mit Tieren u.v.a.m.
Wenn du so willst, kann die Radionik bei praktisch jedem Problem unterstützend hinzugezogen werden, weil man damit einen Zugang zu jeglichen Energiefeldern hat.

Laut Quantenphysik hat alles was existiert, egal ob lebende Organismen (wie Menschen, Tiere, Pflanzen) oder scheinbar starre Materie (wie z.B. Gebäude und Orte ) bis hin zu sozialen Systemen (wie z. B. Unternehmen und Familie), ein eigenes feinstoffliches Energiefeld.

Wie oben beschrieben, wird mit der Radionik eine Verbindung zu diesen Schwingungsfeldern hergestellt, um dort mögliche Disharmonien zu erkennen und diese ggf. energetisch auszugleichen. Die Einsatzmöglichkeiten sind dabei nahezu grenzenlos. Zumal ein weiterer großer Vorteil der Radionik darin besteht, dass sie über jede beliebige Distanz anwendbar ist. Es ist also kein direkter Kontakt erforderlich. Das macht die Sache auch in der Handhabung ziemlich attraktiv, wie ich finde.

Yvi, da müssen doch sicherlich riesige Datenbanken hinterlegt werden, ich stelle mir vor, dass ein Radionik-Gerät sehr teuer ist.

Ja, die Geräte der heutigen Zeit (die Radionik wurde schon um 1920 von dem Arzt Dr. Albert Abrams begründet und ist im Laufe der Jahre kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt worden) kosten mehrere tausend Euro und sind somit tatsächlich ziemlich teuer. Aber aus meiner Sicht und aus meiner persönlichen Erfahrung haben sie eben auch einen enormen Nutzen und sind damit nicht nur teuer, sondern auch wirklich wertvoll. Ich jedenfalls möchte meins auf gar keinen Fall mehr missen. 🙂

Natürlich habe ich selbst auch Themen, die sehr schwierig sind, mit denen ich entweder einfach nicht alleine weiterkomme oder die Person, mit der ich weiterkommen könnte, noch nicht gefunden habe. (Was Sie auch an den Ausschnitten einer Analyse sehen können. Es ist nämlich meine eigene, allerdings schon ein paar Jahre alt.)

Darum habe ich die Entladung und Besendung mit der Radionik ausprobiert (denn natürlich möchte ich auch nichts empfehlen, von dem ich nicht überzeugt bin). Mein Fazit: nach zwei Wochen: ich bin absolut begeistert, weil ich merke, dass es hier jetzt Veränderungen gibt in Bereichen, an die ich alleine einfach nicht dran komme, weil zu tief vergraben, zu kompliziert etc. Nach einem Monat kommt es mir vor, als habe ich einen inneren Quantensprung gemacht. Auch, weil ich begonnen habe, einige meiner Analysethemen intensiv zu klopfen.

Was mich außerdem verblüfft, dass es positive Veränderungen gibt in Bereichen, die mit den von mir gewünschten überhaupt nichts zu tun haben: zum Beispiel habe ich mir vor längerer Zeit ein Programm gekauft, das einfach auf meinem Rechner nicht richtig zu laufen scheint, ich war schon wochenlang mit dem Support zugange, der ratlos ist, woran es liegen könnte. Eine der ersten Dinge, die ich festgestellt habe, nachdem die Reinigung begonnen hat, ist, dass das Programm plötzlich besser läuft, nicht mehr dauernd abstürzt usw, so dass ich jetzt wirklich damit arbeiten kann.

Die Analyse hatte ich  vor einiger Zeit schon ausprobiert und war total überrascht, wie sehr ich mich in darin wiedergefunden habe. Das hat uns damals zu der Idee einer Kooperation miteinander gebracht, denn mit der Radionikanalyse bekommt man die Themen geliefert, die gerade anstehen, die man dann mit der Klopfakupressur bearbeiten kann. Eine sehr effektive Möglichkeit einfach an die Klopfsätze zu kommen, die einen aktuell weiterbringen. Manchmal hat man ja so viele Baustellen, dass man gar nicht weiß wo man beginnen soll …

Ja Monika, da sprichst du mir absolut aus der Seele. Und ich denke, wir sind bestimmt nicht die Einzigen, die im Dschungel ihrer unbewussten Sabotageprogramme gerne mehr Klarheit hätten.

Vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen. Ich verstehe die Radionik jetzt auch besser!

Ich danke dir, liebe Monika! Und natürlich bin ich gerne bereit, offengebliebene Fragen zu klären. 🙂

Wie Sie mit Affirmationen klopfen können

Wie Sie mit Affirmationen klopfen können

Haben Sie schon einmal versucht, mithilfe von Affirmationen Ihr Leben zu verändern? Auf den ersten Blick scheinen Affirmationen eine einfache und effektive Methode zu sein, Veränderungen in Gang zu bringen.  Leider stellt sich dann aber oft heraus, dass es doch nicht so einfach ist wie geglaubt. Vor allen Dingen dann nicht, wenn man ohnehin Glaubenssysteme hat, die durch belastende Kindheitserfahrungen, bzw. ein Bindungs- oder Entwicklungstrauma geprägt sind.

Aber beginnen wir ganz von vorn.

Was versteht man eigentlich unter Affirmationen?

Immer wieder komme ich hier auf meinem Blog auf Glaubenssätze zu sprechen, die den Großteil unseres Denken und Handeln bestimmen und steuern, meist unbewusst natürlich. Ein Glaubenssatz beinhaltet eine von uns angenommene Wahrheit, wie zum Beispiel „Ich kann nicht malen.“ Die meisten unserer Glaubenssätze haben wir von unserern Eltern übernommen und häufig sind sie uns in Fleisch und Blut übergegangen, weil wir sie von Anbeginn unseres Seins sozusagen aufgesogen haben. So kann es zum Beispiel sein, dass wir als Erwachsene das Gefühl haben, wir müssen um alles kämpfen, weil unsere Eltern uns schon dieses Gefühl vermittelt haben.

Unter Affirmationen verstehen wir Selbstbestätigungen oder -vergewisserungen, mit denen unser Unterbewusstsein „umprogrammieren“ werden soll. Die negativen Glaubenssätze sollen ersetzt werden durch positive, bestätigende Glaubenssätze – die man sich natürlich möglichst häufig vorsagen soll. Dafür gibt es viele verschiedene Ansätze, man kann sie täglich eine bestimmte Zeit lang schreiben, sich überall Zettel hinkleben, sich einen Bildschirmschoner damit einrichten, Hypnose- und Mediations-CDs anhören usw. Persönlich mag ich besonders den Ansatz, eine Affirmation beim Nordic Walken oder Laufen immer wieder vorzusagen, das hat eine äußerst hypnotische Wirkung.

Wie wirken Affirmationen?

Damit eine Affirmation wirken kann, sollte sie positiv formuliert werden, immer in der Gegenwart angesiedelt sein, am besten die Verben „haben“ oder „sein“ beinhalten, individuell und konkret sein. Die Wirkung von Affirmationen beruhen darauf, dass mit der Formulierung im Präsens ein Zustand bekräftigt wird, der sich durch die wiederholte Bestätigung verwirklicht. Das ist sowohl äußerst einfach, als auch äußerst genial. Allerdings muss man ein gehöriges Maß an Zeit investieren, 10 bis 20 Minuten täglich mindestens 100 Tage lang.

Warum haben aber viele Menschen ein Problem mit Affirmationen?

Das Einfache an Affirmationen ist das Schwere an Affirmationen. Um mit Affirmationen Erfolg zu haben, muss man den eigenen Kopf mal eine Weile ausschalten  – was für hochsensible Menschen ja öfter nicht so leicht ist. Es kann ganz schnell passieren, dass man dann denkt: „Ich bin aber doch NICHT …“ und dann funktioniert es schon nicht.

Schon gerät man in Stress. Statt dessen fühlt man sich noch viel schlechter als vorher, weil es ja so aussieht, als schafften alle anderen es mit dieser Technik, bloß man selbst ist irgendwie zu blöd dazu. Ich denke, dass es gerade für hochsensible Menschen auch eine Hürde sein kann, etwas zu sagen, was eigentlich ja noch nicht so ist, nicht unbedingt eine Lüge, aber etwas, was nicht der Wahrheit entspricht. Ich will ja nicht alle über einen Kamm scheren und weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir ist sehr an der „Wahrheit“ gelegen (zumindest meiner eigenen) und ich habe mich lange Zeit unglaublich schwer mit Affirmationen getan – obwohl ich gleichzeitig wusste, dass darin ein ganzes Schatzkästlein für mich verborgen liegt. Mal ganz ehrlich, so einen Satz wie „Ich lasse das Bedürfnis los, für alle anderen stark zu sein“ zu sich selbst zu sagen ist doch wunderbar …

Affirmationen können sogar kontraproduktiv sein

das hat Joanne Wood von der University of Waterloo schon vor Jahren in einer Studie herausgefunden. In dieser Studie wurde untersucht, ob die Stimmung und die Gefühle von Freiwilligen durch die Aussage „Ich bin eine liebenswerte Person“ beeinflusst wurde. Dazu wurden die teilnehmenden Personen in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt, die sich durch ein großes und ein eher wenig ausgeprägtes Selbstbewusstsein unterschieden. Beide Gruppen hatten die Aufgabe, Fragen zu beantworten, ihre Gefühle zu beschreiben und anzugeben, ob sie gerne an bestimmten Aktivitäten teilnehmen würden. Einige Probanden hörten alle 15 Sekunden einen Gong, das Zeichen, das sie dann zu sich selbst sagen sollten „Ich bin eine liebenswerte Person“. Jetzt, wo ich das aufschreibe, stelle ich mir vor, dass das ganze Setting sowieso ein wenig stressend gewesen sein mag.

Wie auch immer, die Ergebnisse waren nicht überraschend: Bei den Personen mit einem wenig ausgeprägten Selbstbewusstsein hatte sich durch das Aufsagen des Satzes eine Verschlechterung der Stimmung ergeben, der Optimismus sank und sogar die Bereitschaft, an Aktivitäten teilzunehmen. Die Forscher glauben, dass durch das Aufsagen des Satzes den Teilnehmern mit weniger Selbstbewusstsein

die Diskrepanz zwischen dem Gesagten und dem eigenen Erleben

erst richtig deutlich geworden war. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die eine schwere Kindheit hatten, mit vielen Belastungen, also vermutlich ein Bindungs- oder Belastungstrauma erlebt haben, haben Sie das vermutlich selbst schon erlebt. Das Fazit der Forscher:

Menschen mit einem geringen Selbstbewusstsein profitieren nicht von dieser Technik

Sie glauben außerdem, dass es in solchen Fällen eher Sinn mache, keine allgemeinen Aussagen zu treffen, sondern eher eine konkrete, zu der Person passende Aussage zu bestärken, wie z. B. : „Ich bin gut im …“ Übrigens gab es keine signifikante Verbesserung bei den Menschen mit einem guten Selbstbewusstsein, was aber vielleicht am Versuchsaufbau gelegen haben mag (der mir im Einzelnen nicht bekannt ist).

Ich glaube an Affirmationen, obwohl ich es bislang noch nicht geschafft habe, mich irgendwie umzupolen, denn

der Ja-aber-Effekt steht mir einfach im Weg

Vor kurzem habe ich aber begonnen, etwas umzusetzen, was ich schon sehr lange im Sinn habe, nämlich die Klopfakupressur für Affirmationen einzusetzen. Hochsensibilität ist häufig mit Selbstwertproblemen verbunden. Das EFT Klopfen ist einfach wunderbar geeignet, Schwierigkeiten mit dem Selbstwert- und der Selbstliebe aufzulösen. Häufig ist das durchaus ein längerer Prozess, das Thema ist äußerst vielschichtig und hat viele Erscheinungsformen, die manchmal auch nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben scheinen. Mir selbst begegnet das Thema auch immer wieder neu.

Der Clou

ist es, nicht die positive Affirmation zu klopfen, sondern die eigenen Gefühle zu der Affirmation. Wenn Sie also zu denjenigen gehören, die sich mit Affirmationen eher schwer tun,  könnten Sie dann Sätze klopfen wie „Auch wenn ich nicht weiß, ob ich eine liebenswerte Person bin …“ oder „Auch wenn ich nicht glauben kann, dass ich eine liebenswerte Person bin …“ oder „Auch wenn ich mich nicht liebenswert fühle …“ oder „Auch wenn ich nicht liebenswert bin …“. Zugegebenermaßen, das ist ziemlich starker Tobak.  Wenn Sie sich nicht alleine an solche Themen trauen, unterstütze ich Sie gerne im Coaching dabei. Denn: wenn Sie es schaffen, hier etwas aufzulösen, haben Sie schon einen riesigen Schritt gemacht.

Affirmationen finden

Ich habe zwei Affirmationsbücher, in denen ich immer wieder mal herumblättere (bislang, um mich eher an den schönen Sätzen zu erfreuen). 1. Das große Buch der Affirmationen, geschrieben von meiner Klopfakupressurlehrerin, Frau Dr. Susanne Marx. Es ist wunderbar übersichtlich in verschiedene Themenbereiche gegliedert, enthält außerdem einen großen Wissensteil über die Informationsverarbeitung im Gehirn etc. und lässt meines Erachtens keine Wünsche offen. 2. Heile deinen Körper, von Louise L. Hay. Der Untertitel Seelisch-geistige Gründe für körperliche Krankheit sagt schon aus, worum es geht: Louise L. Hay verbindet bestimmte Affirmationen mit bestimmten Krankheiten und liefert auch mögliche Gründe dazu (was ich immer äußerst spannend finde). So haben wir eine Möglichkeit, uns auf ganz unkonventionelle Weise mit Krankheiten oder körperlichen Problemen auseinanderzusetzen.

Ein kleines Update: Ich habe mich jetzt auf das Klopfen von Switchwords verlegt, dabei umgeht man nämlich die Widerstände des Verstandes.

Wenn Sie lernen wollen, wie man klopft und mehr wissen wollen über Hochsensibilität und Überforderung in Verbindung mit Entwicklungstrauma und belastenden Kindheitserfahrungen melden Sie sich gerne bei meinem Email-Kurs „Wieder weit werden an“.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Affirmationen gemacht? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

Was Stressabwehr mit Schlaf zu tun hat

Was Stressabwehr mit Schlaf zu tun hat

und wie Sie die Zeitumstellung besser meistern

Bald ist es wieder soweit: am 26. März wird die Uhr auf die Sommerzeit umgestellt. Gehören Sie auch zu den Menschen, die der Umstellung eher sorgenvoll entgegensehen? Kein Wunder, denn viele hochsensible Menschen haben ja schon ein Problem mit Schlaf an sich …

Guter Schlaf ist für hochsensible Menschen ein kostbares, ja zerbrechliches oder flüchtiges Gut. Im Nullkommanichts kann es damit vorbei sein. Wie schnell das gehen kann, habe ich selbst vor kurzem erlebt: Im Urlaub waren es scheinbar ganz kleine Dinge, die dafür sorgten, dass ich entweder nicht richtig ein- oder durchschlief: ungewohnte und unpassende Bettwäsche, Lärm, ungewohnte Speisen und Getränke …

In kurzer Zeit geriet mein Körper völlig aus dem Takt

und diesen konnte ich auch längere Zeit nicht wiederfinden, selbst zu Hause nicht.  Grund genug, mich einmal genauer mit dem Thema Schlaf zu beschäftigen, umso mehr als wir rund ein Drittel unserer Lebenszeit schlafend verbringen, bzw. verbringen sollten. Mit den zu berücksichtigenden Informationen habe ich mich allerdings wirklich schwer getan. Was ist wichtig, was soll unbedingt mit aufgenommen werden? Ich habe mich schließlich dazu entschieden, mich in diesem Beitrag hauptsächlich mit dem Schlafrhythmus zu beschäftigen, werde das Thema demnächst noch aus anderen Blickwinkeln beleuchten, denn noch längst habe ich nicht alles über Schlaf gesagt, was es zu sagen gäbe …

Warum schlafen wir eigentlich?

Heute weiß man aus der Schlafforschung, dass Schlaf ein aktiver und lebenswichtiger Vorgang ist. Unser Körper braucht den Schlaf ebenso wie unser Gehirn. Im Schlaf erholen wir uns und sortieren die Informationen in unserem Gehirn. Der Schlaf ist wichtig für die Stressabwehr des Körpers. Während wir wach sind, geraten wir immer wieder in Belastungssituationen, die schnelles Handeln erfordern. Je nach der Stärke unserer Bewältigungskompetenzen geraten wir darüber mehr oder weniger in Stress. Denn der Stress liegt nicht in den äußeren Belastungsfaktoren, sondern in der Art, wie wir damit umgehen. Auch der Körper kann Stress empfinden, auch wenn wir diesen möglicherweise gar nicht wahrnehmen: er muss sich mit Angriffen von Viren, Bakterien und Mikroorganismen oder schädlichen Lebensmitteln oder anderen Toxinen auseinandersetzen.

Der Körper kann sich mit diesen Belastungen nur effektiv auseinandersetzen, wenn er seine dafür notwendigen Bewältigungsstrategien aus einem internen Speicher abrufen kann. Die sog. „Gedächtnisbildung des Organismus“ kann aber nur dann geschehen, wenn die Belastung der körpereigenen Systeme durch Stress minimal ist und dieser Zustand ist nur während des Schlafens gegeben. Und Sie ahnen schon an dieser Stelle, dass, wenn der minimale Stress während der Nacht nicht gegeben ist, weil man sich schlaflos von links nach rechts wälzt, die Gedanken einfach nicht zur Ruhe kommen oder wie ein Karussel im Kopf kreisen, der o.g. Vorgang nicht stattfinden kann und die Stressabwehr, ohnehin einer der wunden Punkte der Hochsensibilität, beeinträchtigt wird.

Die zirkadiane Periodik

Der Schlaf ist Teil der zirkadianen („rings um den Tag“) Periodik, damit bezeichnet man die Chronobiologie der inneren Rhythmen, die eine Periodenlänge von ca. 24 Stunden haben. Im Volksmund spricht man auch von innerer Uhr. Der zeitliche Ablauf vieler Körperfunktionen wird durch die zirkadiane Periodik geregelt.  Das Hormon Melatonin hat eine schlaffördernde Wirkung und sorgt z. B.  für die Ausschüttung von Wachstumshormonen. Auch das Hormon Renin, das für die Nierenfunktion wichtig ist, wird in den frühen Schlafstunden ausgeschüttet. Der Kortisolspiegel hingegen sinkt und steigt erst am Morgen wieder an.

Baby schläft in HängematteDas Schlafbedürfnis verändert sich im Laufe des Lebens

Verbringen Babies im Mutterleib den überwiegendenden Teil der Zeit im REM-Schlaf, und Neugeborene ca. 16 Stunden mit Schlafen, verbringen wir ab 50 nur noch 5 % der Nacht im Tiefschlaf. Unser Schlaf wird weniger effektiv, wir schlafen schwerer ein und wachen leichter wieder auf und brauchen auch tagsüber ab und zu eine Mütze voll Schlaf … Studien haben übrigens gezeigt, dass  sich auch tagsüber ca. alle 4 Stunden unsere Schlafbereitschaft erhöht. Von daher gibt es nichts Besseres als ein kleines Nickerchen am Nachmittag. Und da denkt Spanien über die Abschaffung der Siesta nach … Für mich ist diese Information neu, daher denke ich darüber nach, ob ich vielleicht noch ein weiteres Nickerchen in meinen Tag einbauen kann?

Die verschiedenen Schlafphasen

Der französische Neurophysiologe Michel Magnin fand 2010 heraus, dass sich beim Einschlafen verschiedene Teile des Gehirns ganz unterschiedlich verhalten. Der Thalamus schließt die Verbindung zur Außenwelt, aber die Großhirnrinde und das Bewusstsein „sind noch wach“. Die Augen rollen und die Muskelspannung lässt nach.

Dem deutschen Arzt Hans Berger ist die Entdeckung des EEGs (Elektroenzephalogramm) zu verdanken,  also die Messung einer Gehirnaktivität. Damit war es möglich, die Hirnwellen während des Schlafes zu messen.

Dabei stellte sich heraus, dass die erste Schlafphase die sog. Tiefschlafphase ist. Dabei geraten die Hirnzellen in einen langsamen Gleichtakt. Man nimmt an, dass in dieser Phase im Gehirn aufgeräumt wird. Nach ca. 1–2 Stunden wird eine neue Phase eingeleitet: der REM-Schlaf, genannt nach den schnellen Augenbewegungen, die nun einsetzen (Rapid Eye Movement). Die Hirnströme werden nun unruhiger und schneller. In dieser Phase ist man bewegungsunfähig aufgrund der immer weiter abnehmenden Muskelspannung. Träume setzen ein. Diese Phase dauert rund 20 Minuten.

Sie wird abgelöst durch eine Phase leichteren Tiefschlafs. Die Hirnwellen nehmen jetzt eine spindelförmige Form an. Auch in dieser Phase sind Träume möglich. Nach rund 30 Minuten beginnen die Augen wieder zu rollen und die 2. REM-Phase beginnt, die diesmal länger dauert als die erste. So erleben die Schlafenden verschiedene Schlafphasen, die sich zwar immer wiederholen, dabei aber verschieben. Je näher der Morgen rückt, umso seltener und kürzer werden die Tiefschlafphasen, während die REM-Schlaf-Phasen länger werden. Im REM-Schlaf ist übrigens das limbische Gehirn aktiv und kann starke Gefühle auslösen, weil bestimmte Botenstoffe wie Serotonin und Noradrenalin nicht zur Verfügung stehen. Außerdem fließt das Blut in die Geschlechtsteile und sorgt dort für Erregung …

Wie viel und wie lange man schlafen sollte, ist individuell unterschiedlich. Man geht von 7–8 Stunden im Schnitt pro Tag aus. Es wäre aber natürlich eine spannende Frage, ob hochsensible Menschen evtl. ein erhöhtes Schlafbedürfnis haben aufgrund der intensiveren Reizverarbeitung? Sicher ist jedenfalls:

Schlafmangel macht krank

darüber sind sich die Wissenschaftler heute einig. Dabei geht es nicht nur um eine erhöhte Unfallgefahr im Straßenverkehr, sondern darum, dass  der Stoffwechsel unseres Körpers bei einem Schlafmangel entgleist: Der Kohlenhydratstoffwechsel verschlechterte sich, die Blutzuckerwerte erhöhen sich, die Produktion der Schilddrüsenhormone gerät durcheinander, und die Produktion des Stresshormons Kortisol erhöht sich am Abend auf Werte, die der Körper normalerweise erst in den frühen Morgenstunden ausschüttet. Am Morgen gibt das Kortisol uns den Anschub und Antrieb aufzustehen und uns zu bewegen. Wenn Sie wie ich zufälligerweise zu den Menschen gehören, deren Kortisolpegel am Morgen zu niedrig ist oder war, können Sie vielleicht ermessen, wie tragisch der Kortisolschub am Abend ist. Oder welche Auswirkungen es haben kann, wenn die Produktion der Schilddrüsenhormone durcheinandergerät …

Schlafmangel ist außerdem gefährlich

Nicht nur für den Schlafenden selbst, sondern ganz konkret auch für die Umwelt. Darüber hatte ich mir bislang noch keine Gedanken gemacht, fand aber im Zuge der Recherchen für diesen Artikel eine interessante Auflistung von Unglücksfällen im Netz, die durch übermüdetes Personal ausgelöst wurden, z. B. Reaktorunfälle, Flugzeugabstürze, gestrandete Schiffe. und 24 % aller tödlichen Unfälle auf Autobahnen sind auf den sog. Sekundenschlaf zurückzuführen, bei dem man am Steuer kurz einnickt.

Schichtarbeiter haben es besonders schwer, sie müssen permanent gegen die eigene natürliche Uhr leben, dies beeinträchtigt auf Dauer die Gesundheit. Untersuchungen belegen, dass Schichtarbeiter häufiger als andere an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der Schilddrüse, innerer Unruhe, Nervosität, Kopfschmerzen und Erschöpfungszuständen leiden.

Schlapp und Antriebslos durch den Tag

Symptome für den gestörten Schlaf- und Wachrhythmus können z. B. sein, dass man nicht einschlafen kann, nachts immer wieder aufwacht, Schwitzattacken hat, zur Toilette muss, nicht wieder einschlafen kann, am morgen mit Verspannungen und Kopfschmerzen aufwacht, tagsüber müde, erschöpft, antriebslos oder auch reizbar ist. Der sog. Jetlag, der abrupte Wechsel in eine andere Zeitzone, bedeutet für den Körper eine häufig als nicht einfach  erlebte Anpassung eine anderen Schlaf- und Wachrhythmus. Auch die Anpassung an die

Umstellung der Winter- auf die Sommerzeit

bedeutet für den Körper eine Anstrengung.

Der Zweck der 1980 eingeführten Sommerzeit war die Drosselung des Energieverbrauchs durch eine bessere Ausnutzung der hellen Jahreszeit. Die Bundesregierung hat bereits 2005 zugegeben, dass dieses Ziel nicht erreicht wurde, aktuell scheint man aufgrund einer europäischen Einheitlichkeit daran festzuhalten. Für uns Menschen bedeutet die Umstellung der Zeit auf eine Stunde nach vorne, dass unsere innere Uhr aus dem Takt gerät.  Unser Kortisolspiegel ist noch nicht hoch genug, auch Blutdruck und Pulsfrequenz sind noch nicht bereit zum Aufstehen. Wir sind tagsüber müde und können uns nicht richtig konzentrieren. Das ist natürlich individuell unterschiedlich, aber als hochsensible Menschen leiden wir möglicherweise mehr als andere. Durch die Zeitumstellung nehmen die Unfälle im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz in der Woche nach der Umstellung zu, die Notarzteinsätze häufen sich und bis zu 12 % mehr Menschen suchen in dieser Woche einen Arzt auf, sagen Statistiken. Säuglinge, Kinder und ältere Menschen sollen größere Schwierigkeiten mit der Anpassung haben, die übrigens bis zu 14 Tagen dauern kann.

Wie Sie sich besser an die Zeitumstellung anpassen können

Die noch verbleibende Woche bis zur Umstellung können Sie effektiv nutzen um sich besser an die Zeit anzupassen. Ich habe diesen Tipp neulich im Fernsehen gehört und fand es eine sehr einfache, praktische Idee, die ich gerne an Sie weitergebe: Stehen Sie 6 Tage lang jeden Tag 10 Minuten früher auf als am Tag vorher.

Ich freue mich, wenn Sie in den Kommentaren berichten, ob es etwas genützt und Ihnen die Anpassung erleichtert hat.

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

 

Hier ist noch ein kleines Update. Die EU-Kommission denkt offenbar über die Abschaffung der Sommerzeit nach und veranstaltet eine Umfrage, an der Sie bis zum 16. August 2018 teilnehmen können. Hier geht es zur Umfrage

de_DEDeutsch