Entwicklungstrauma heilen: Klopfen mit dem Vagus Nerv

Entwicklungstrauma heilen: Klopfen mit dem Vagus Nerv

Wie kann man Entwicklungstrauma durch belastende Kindheitserfahrungen mit Klopfen heilen? Geht das überhaupt? Und was hat der Vagusnerv mit alldem zu tun?

Die Frage, wie man Entwicklungstrauma heilen kann

wird im Netz oft gestellt. Bevor ich darauf eingehe (und auch, wie man das erreichen kann) stellt sich natürlich die Frage:

Was ist ein Entwicklungstrauma eigentlich?

Um Resilienz zu entwickeln und adäquat auf das Leben und die Welt reagieren zu können, müssen wir gewisse (emotionale) Lernerfahrungen machen, z. B. die Erfahrung auf dieser Welt willkommen zu sein, angenommen werden,  geliebt, geborgen zu sein usw. Nun ist es aber so, dass viele von uns Eltern haben, die durch den zweiten Weltkrieg, den sie als Kind oder Jugendliche:r erlebt haben, ein Trauma erlitten und diese Traumatisierung nicht aufgearbeitet haben. Für viele von uns bedeutet dies, dass wir als Kind zu wenig Aufmerksamkeit bekommen haben.

Zu den Symptomen der Traumafolgen gehören

z. B. ein Gefühl der Entfremdung anderen gegenüber, stark schwankende Gefühle anderen gegenüber sowie eine gewisse Ich-Bezogenheit. Kurz: Das, was wir für eine gute Entwicklung gebraucht hätten, haben wir von unseren Eltern nicht in dem Maß bekommen können, in dem es nötig gewesen wäre. Sie waren meistens zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Dies führt zu Störungen in der eigenen Entwicklung.

Zum Beispiel wird dadurch unsere Stressreaktion verändert. Nicht selten führt ein Trauma zu einer Aktivierung einer permanenten Kampf- oder Flucht-Reaktion. Dies wiederum führt zu Stoffwechselveränderungen im Gehirn, was sich zunächst auf das Gehirn insgesamt nachteilig auswirkt und letztendlich eben auch auf die kognitive und psychosoziale Entwicklung.

Entwicklungstrauma wird auch als Bindungstrauma bezeichnet.

Denn ein ein sehr großer Teil der Beeinträchtigungen bezieht sich auf unser Verhältnis zu anderen Menschen und auch auf unsere Beziehung zu uns selbst. Wir tun uns schwer mit Selbstakzeptanz und Selbstliebe, stellen die Bedürfnisse anderer über unsere eigenen, können uns häufig nur sehr schwer abgrenzen, haben häufig Schwierigkeiten Beziehungen aufzubauen.

Ebenso gibt es körperliche Symptome als Traumfolgestörung.

(Fast alle Menschen, die wegen eines besseren Umgangs mit Hochsensibilität zu mir gekommen sind, litten an einer Nebennierenschwäche, viele ebenfalls an einer chronischen Eppstein-Bar-Infektion, Hashimoto Thyreoiditis usw. …)

Vor einiger Zeit habe ich auf meinem Blog das Buch „Der Selbstheilungsnerv“ von Stanley Rosenberg vorgestellt. In dem Buch stellt Stanley Rosenberg uns die Polyvagal Theorie von Stephen Porges vor.

Laut der von Stephen Porges entwickelten Polyvagal-Theorie gibt es nämlich 3 Nervenkreisläufe (statt wie bisher angenommen 2): Der vordere Ast des Vagus Nerves, der für positive Entspannungszustände, Zugewandtheit und soziales Engagement sorgt, der Grenzstrang des Sympathikus, der bei Angriff oder Flucht aktiviert wird und der hintere Ast des Vagus, der für

Verlangsamung, Abschaltung und depressives Verhalten

sorgt.

Diese 3 Kreisläufe regeln unsere Körperfunktionen und helfen uns, einen konstanten, inneren Zustand aufrechtzuerhalten. Und sie hängen auch mit unseren emotionalen Zuständen zusammen (vielleicht hast du bei “Abschaltung, depressives Verhalten” schon aufgemerkt!) Diese Zustände wiederum steuern unser Verhalten.

Eine Trauma Folge ist die chronische Aktivierung des hinteren Vagus.

Der sorgt dafür, dass wir uns dem Leben entfremdet oder vom Leben abgeschnitten fühlen, oder dass wir uns nicht wirklich selbst leben.

Jetzt kommen wir zurück, zu der Frage:

Kann man ein Entwicklungstrauma heilen?

Es ist die falsche Frage. Bzw. vermutlich verknüpft mit den falschen Vorstellungen und Bedingungen. Was bedeutet es „geheilt zu sein“? Ist dann alles so wie vorher? Wird dann schlagartig alles gut? Nun – das wird es nicht. Eine Heilung im herkömmlichen Sinn, so, wie man von einer Krankheit geheilt wird, findet nicht statt. Es geht vielmehr darum, die erlebten belastenden Kindheitserfahrungen zu integrieren, in die eigene Biografie, in das eigene Selbst, ins eigene Leben und dadurch bzw. damit zu wachsen.

den vorderen Vagus beklopfenHier kommt die EFT Klopftechnik für Hochsensible ins Spiel.

Durch das Klopfen wird nämlich der vordere Vagus Ast aktiviert, der Ast, der für positive Entspannungszustände, Zugewandtheit und soziales Engagement zuständig ist. Da eine Folge von Entwicklungstrauma aber ist, dass der hintere Vagusast chronisch aktiviert ist, ist es also sehr förderlich, auf dem vorderen Vagus Ast zu klopfen, um dem Körper so nach und nach beizubringen, die Aktivierung des hinteren Vagus Astes aufzugeben.

Ich weiß natürlich nicht, wie alt du bist, wenn du diesen Artikel liest. Aber wenn du mit belastenden Kindheitserfahrungen aufgewachsen bist, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese sich über Jahrzehnte in dein System eingeschrieben haben. Und es wird dir einleuchten, dass es etwas vollkommen anderes braucht als ein bisschen Sätzeklopfen hier und da, um wirklich etwas für dein Leben zu verändern. Dazu braucht es gewisse Dinge. Bereitschaft, wirklich etwas für dich verändern zu wollen und Ausdauer.

Genau aus diesem Grund habe ich

meinen online Kurs zum Thema Hochsensibilität, den Intensivkurs

entworfen. (Ich gebe zu, es war vielleicht nicht so schlau, ihn Intensivkurs zu nennen!) Denn eigentlich ist es eher eine Reise, die du zu dir selbst machst. Die Reise dauert ein Jahr – denn das ist ein minimaler Zeitraum für eine wesentliche Veränderung durch das Klopfen. Im Laufe der Reise kannst du die wichtigsten Lernerfahrungen, die du in den belastenden Kindheitserfahrungen gemacht hast, verändern und/oder auflösen. Indem du zuhause für dich klopfst, und zwar ganz spezielle positive Impulse, die genau auf dich zugeschnitten sind.

Ich bin deine Lotsin in diesem Prozess und sorge dafür, dass das Klopfen für dich jederzeit sicher ist. Ein unglaublich heilsamer Aspekt auf dieser Reise ist das Erleben der Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie du. Zusammen bilden wir einen sehr tragfähigen Boden. Zweimal im Monat kommen wir online zusammen, beklopfen gemeinsam das entsprechende Modulthema oder tauschen uns aus über das Klopfen oder anderes.

In einem sicheren, geschützten, triggerfreien Raum.

Ohne über das zu sprechen, was wir erlebt haben.

Wie schön das ist, illustriert vielleicht die Tatsache, dass meine erste Kursgruppe, die das Jahr jetzt um hat, noch mit mir weitermachen will – eine bessere Reklame kann ich mir nicht vorstellen!

Der Kurszugang ist vom 21. bis 27. April 2023 geöffnet und hat Platz für 10 Teilnehmer:innen. Es gibt allerdings ein paar Grundvoraussetzungen: du solltest in der Lage sein, vor der Kamera mit einem Bild zu erscheinen und in ein Mikrofon zu sprechen. Unsere Meetings werden für die Teilnehmer:innen aufgezeichnet, auch das sollte kein Problem für dich sein.

Eventuell besteht die Möglichkeit, zu einem geringeren Betrag teilzunehmen. Schreibe mir ggfs an eftloesung@gmail.com. Warte aber nicht bis zum letzten Moment damit.

Schau dir einfach die Seite mal an und die schönen Testimonals bisheriger Teilnehmer:innen. Macht dir das nicht Lust, auch auf eine Reise zu dir selbst zu gehen?

Von Herzen,

 

Unterschrift Monika Richrath

Wo leben im Alter?

Wo leben im Alter?

 In der letzten Zeit kommt im Gespräch mit anderen gleichaltrigen Menschen häufig die Frage auf, wie und wo wir im Alter leben sollen?

Vor kurzem war ich auf einem Gartenfest eingeladen, wo ich mehrere Menschen kennen gelernt habe. Wir haben uns sofort verstanden (ich nehme an, wir waren alle ähnlich sozialisiert).  Klopfen, Yoga, Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung waren ganz normale Themen, die unsere Unterhaltung streiften. Ich habe mir natürlich überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, aber ich war dann doch ein wenig geschockt, zu erfahren, dass alle mehr oder weniger um die 60 Jahre alt waren. Was ich keinem zugeschrieben hätte.

Dabei werde ich selbst in ein paar Monaten 60 Jahre alt.

Aber immer, wenn ich an einem Spiegel vorbeikomme, denke ich: „Du? 60? Never!“ Diese Zahl scheint so gar keinen Bezug zu mir zu haben. Ich weiß noch, dass ich mit 30 dachte, die Hälfte meines Lebens ist jetzt vorbei! Und früher waren Menschen mit 60 alt.  So habe ich sie zumindest wahrgenommen. Alte Menschen haben (in meinen Augen) ganz abwegige Dinge getan (sowas wie sich für den Blauen Bock und das Musikantenstadl interessiert).  Aber wir sind heute eben anders alt oder älter als die Menschen früher.

ALT fühle ich mich schon gar nicht.

Nicht mal ÄLTER. Eigentlich fühle ich mich wie gerade erst im Leben angekommen. Als hätte ich gerade erst an der Oberfläche dessen gekratzt, was möglich sein könnte. Ich habe wenig Lust, mich jetzt schon damit zu befassen, was in 10 Jahren sein wird. Vorzusorgen. Erste Schritte zu unternehmen. Solange ich es noch gut bis in die 3. Etage schaffe, ist doch alles gut oder?

Als Kind hatte ich in dem Alter zwischen 7 bis 10 Jahren eine Zeitlang furchtbare Ängste,

ich könnte qualvoll sterben im Alter

und habe deswegen den lieben Gott gebeten, mich, wenn es soweit wäre, sanft entschlafen zu lassen. Heute weiß ich, dass ich da schon verdammtes Glück haben müsste, denn dass wir krank zu werden scheinen und uns die ganze Zeit elend dahinschleppen (wenn wir das überhaupt noch schaffen und nicht bettlägerig werden) oder

pflegebedürftig werden,

ist heute wohl eher die Norm als die Ausnahme. In meinem Freundeskreis ist es jedenfalls fast ausnahmslos so. Und wenn es keinen körperlichen Verfall gibt, hat man es statt dessen mit geistigem Verfall zu tun, was kein Deut besser ist.

Es ist schon klar, dass ich alles daran setze, dass es bei mir nicht so sein wird. Aber ich möchte nicht so überheblich sein, zu behaupten, dass mir das nicht passieren wird. Ich weiß das ja gar nicht. Dass man sein Leben daran ausrichtet, andere zu unterstützen bedeutet nicht zwangsläufig, dass man selbst verschont bleibt. Ich muss immer daran denken, dass Colin Tipping z. B. an Krebs gestorben ist – und er hat so Tolles geleistet für die Welt! Ich kann es also auch nur versuchen. Wie erfolgreich ich damit sein werde, weiß ich erst später.

Meine Mutter ist 2016 an ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) gestorben. 

(Mehr darüber kannst du in diesem Artikel erfahren.) Das hat mir eine ganz nüchterne Sicht darauf verschafft, was körperlicher Verfall bedeutet und welche Konsequenzen sich daraus ergeben. 

Dabei hatte meine Mutter noch wahnsinniges Glück, sie bekam einen Platz in einer Intensivbetreuung, hatte eigene vier Wände und wurde trotzdem betreut. Außerdem hatte sie noch fünf Kinder, die sich darum kümmerten, es ihr in der verbleibenden Zeit so gut wie möglich schön zu machen.

Nun, ich habe keine fünf Kinder. Nicht mal eins. Es gibt also niemanden,

der sich dann um mich kümmern würde.

Im Falle meiner Mutter war es ja so, dass die „richtige“ Pflege von Fachpersonal durchgeführt wurde und trotzdem waren wir fünf Kinder mit dem Rest ziemlich überfordert. Meine Mutter hat dann wenig mehr als sich selbst gesehen. (Ich denke, das ist eine Traumafolge nichtverarbeiteter Kriegserlebnisse und hochsensibel war meine Mutter übrigens auch.) Die Lebenserwartung mit ALS ist recht kurz, aber zwei Jahre waren doch mehr als genug um den Beschluss zu fassen, dass ich nicht möchte, (falls ich mich noch einmal verlieben sollte), dass meine Partnerin ihr eigenes Leben für meines aufgeben muss.

Ein konventionelles Altenheim ist überhaupt keine Option.

Was wäre dann mit meiner Hochsensibilität? Was wäre mit meinen Nahrungsmittel-unverträglichkeiten? Was wäre mit meiner Würde? Ich habe zu schreckliche Dinge gehört/gesehen/mitbekommen. 

Siechtum ist sowieso keine Option. (Es kann natürlich sein, dass ich, wenn es soweit sein wird, mich doch mit aller Kraft ans Leben klammere, ich glaube es aber nicht). Ich kann nur hoffen, bitten, beten, dass ich immer genug Klarheit habe, um entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Eigentlich träume ich von einer Hausgemeinschaft für Alte.

Jede hat ihren eigenen Raum. Wir teilen uns die Pflegekräfte (das ist bestimmt billiger) und wir haben trotzdem ein Maximum an Autonomie. Aber wann ist man denn alt? Neulich habe ich jemanden in einer Wohnanlage besucht, die explizit angelegt ist für eine Klientel ab 50+. Das war ein sehr komisches Gefühl.

Ich weiß weder, wer dieser Hausgemeinschaft angehören sollte, noch, wo ich wirklich leben will. Vor kurzem ist bei mir noch einmal der Wunsch aufgewallt, in ein ganz anderes Land zu ziehen. Aber ganz allein ist das jetzt auch nicht sehr attraktiv. Zumal ich ja herausgefunden habe, dass ich gut darin bin, Gemeinschaft zu stiften und diese auch selbst brauche. Ich stelle mir vor, dass es einfacher sein wird, mit den Macken anderer zurecht zu kommen, die ich noch nicht kenne, als mit den Macken meiner Freundinnen.

Richtige Lust auf ein „Projekt“ habe ich übrigens auch nicht.

Schon beim Gedanken an mögliche Projekttreffen stehen die 80er Jahre mit den vielen endlosen Plenumssitzungen wieder auf und ich werde ganz matt. Am liebsten wäre mir, ich könnte irgendwo einsteigen.

Am Anfang dieses Artikels war ich noch ein wenig ratlos. Schreiben hilft wirklich! Ich werde jetzt also langsam mal anfangen, mich zu erkundigen, was es für Projekte gibt, wie so etwas aussieht und falls du, liebe Leserin, lieber Leser in der Altenpflege tätig bist und/oder solche Projekte kennst, schreibe mir bitte (gerne auch in die Kommentare).

Es schadet ja nichts, wenn ich das ganz locker in Angriff nehme. Ich freue mich, wie immer von dir zu hören. Wo willst du im Alter leben?

Von Herzen,

 

 

 

 

P. S. Dieses Foto hat meine Ex-Partnerin übrigens mit Face App erstellt. Und das ist total krass, weil ich sehe aus wie ich. Aber ich sehe auch genauso aus wie meine Mutter …

Wie lange dauert Persönlichkeitsentwicklung?

Wie lange dauert Persönlichkeitsentwicklung?

Wenn man mit Entwicklungstrauma, also belastenden Kindheitserfahrungen – vielleicht auch noch in Verbindung mit Hochsensibilität oder Hochsensitivität zu tun hat, kommt man um Persönlichkeitsentwicklung eigentlich nicht herum.

Beziehungsweise, man kann sich von Persönlichkeitsentwicklung durchaus fernhalten, aber das hat eben Konsequenzen, man bleibt in den Lernerfahrungen, die man gemacht hat verhaftet.

Dann bleibt man meistens auch abhängig von anderen Menschen

auf die eine oder andere Weise. Denn man ist dann so beschäftigt mit dem Versuch, alles Unkontrollierbare unter Kontrolle zu bringen oder halten und ein Gefühl für die eigene Sicherheit aufrechtzuerhalten. Wachstum, Expansion, Umsetzung eigener kreativer Impulse scheinen nicht mehr möglich, vielleicht sogar nicht denkbar. Aber trotzdem gibt es diesen Anteil in uns, der dies genau registriert, der weiß, dass das nicht richtig ist, dass man dabei ist, sein eigenes Leben zu verpassen.

Ich begegne relativ häufig der Vorstellung,

dass man irgendwann fertig ist mit der Persönlichkeitsentwicklung.

Dass es einen Punkt geben könnte, an dem man sagen kann: „Jetzt bin ich gut“, oder „jetzt ist es gut“. Ich glaube nicht, dass es diesen Punkt gibt. Und ich würde niemandem glauben, der versucht, mir etwas anderes zu erzählen.

Was es natürlich gibt, sind „Plateauphasen“, wo man vielleicht etwas erreicht hat, eine gewisse Stabilität und wo die Dinge erstmal ruhig und geklärt scheinen. Was aber nicht heißt, dass nicht im nächsten Moment wieder ein heißes Thema aufkommen könnte, das diese Stabilität sehr schnell ins Wanken bringt. So ist eben unsere menschliche Existenz. Und das gilt selbstredend für alle Menschen, auch für Super Coaches, die ausstrahlen, alles im Griff zu haben und über den Dingen zu stehen.

Persönlichkeitsentwicklung hört einfach nie auf.

Prinzipiell ist es ja so, dass wir uns spiralförmig nach oben bewegen. Alle Themen kommen periodisch immer wieder, bis sie aufgelöst sind, aber auf einer anderen Ebene. Ich habe schon oft ein Schmunzeln unterdrückt mit neuen Klient:innen im Coaching, wo es hieß, ich habe schon so viel an/mit dem Thema XY gemacht. Wenn wir dann angefangen haben zu klopfen, war meistens das Erstaunen darüber groß, wie viel emotionale Ladung noch in dem Thema war. (Das liegt einfach daran, dass Körperarbeit auf einer viel tieferen Ebene stattfindet und  im Körper gespeicherte Emotionen auflösen kann!)

Wenn du meinem Blog ein wenig folgst, dann weißt du ja schon, dass auch bei mir Persönlichkeitsentwicklung ein ständig laufender Prozess ist.

Vor 30 Jahren habe ich angefangen damit, mich und mein Leben zu hinterfragen.

Ich habe versucht, herauszufinden, wer ich eigentlich bin und was ich will und warum ich so und so reagiere und nicht anders. Ich glaube, ich habe selbst ganz lange Zeit gedacht, irgendwann würde ich der Mensch sein, der ich gerne sein wollte.

Der perfekte Mensch versteht sich.

Ich fürchte, mein perfektes Bild von mir beinhaltete, dass ich vollkommen autonom bin, keine anderen Menschen brauche, mir aber auch von anderen nichts sagen lasse, ruhig und abgeklärt bin, aber beliebt bin und angesehen.

Vor kurzem hat Isabelle Maria Kühler mit mir ein facebook live über Liebesbeziehungen gemacht, da fiel das Wort Bedürftigkeit. Dieses Wort habe ich schon lange, lange nicht mehr gehört.

Dabei hat Bedürftigkeit meine sozialen Beziehungen so lange bestimmt.

Ich hätte das früher natürlich nicht so für mich formulieren können (ich kannte das Wort nicht mal) aber der Wunsch autonom zu sein, keine anderen Menschen zu brauchen, ist sicherlich aus dem Wunsch entstanden, dieses schreckliche Gefühl von Bedürftigkeit nicht mehr spüren zu müssen. Dies war sozusagen der Motor, der bei mir die ersten Schritte in die Persönlichkeitsentwicklung eingeleitet hat. Eine traumatische Trennung war der Auslöser gewesen.

Irgendwie finde ich es total schräg, dass ich jetzt, 30 Jahre nachdem ich mich aufgemacht habe auf diesem Weg,

erst jetzt in dem Thema Entwicklungstrauma angekommen bin.

Aber so ist es eben. Es gibt kein wirkliches Ziel. Keinen Weg von A nach B, sondern eher ein Prozess mit Umwegen und Irrwegen. Sicher hat es auch etwas damit zu tun, dass ich jetzt erst in der Lage bin, mich wirklich mit mir auseinanderzusetzen, ohne mich komplett zu überfordern. Vielleicht auch, weil ich ein gewisses Level immerhin erreicht, die Freude in mir gefunden habe. Und ich habe eben im Laufe der Zeit auch verstanden, dass ich niemals ein anderer Mensch werden werde. Ich werde immer ich selbst sein. Aber je mehr ich in mich hineinwachse,

umso schöner fühlt es sich an, ich selbst zu sein.

Mittlerweile sehe ich diesen Prozess weniger als die oben beschriebene Spirale (obwohl das sicherlich seine Gültigkeit nicht verloren hat). Ich sehe mein Leben eher wie ein Stück Kuchen: ich knabbere mal hier eine Ecke ab und dort eine Ecke. Kann schon sein, dass mir in diesem Prozess wie ein kalbender Gletscher öfter mal ein größeres Stück vor die Füße fällt, das mich dann längere Zeit beschäftigt hält … aber im Prinzip ist der Prozess viel weniger zielgerichtet heute.

Und ich finde, das wirklich Wunderbare an diesem Prozess ist, dass man sich ihm einfach hingeben kann.

Es wird an anderer Stelle entschieden, welches Thema jetzt für mich dran ist.

Es ist nicht so, als würde ich nicht auch versuchen, mich vor bestimmten Themen zu „drücken“ – um das Trauma Thema habe ich mich bestimmt 20 Jahre lang gedrückt. Aber das hatte ja auch seinen Sinn. Ich war offenbar noch nicht bereit.

Vor kurzem wurde sozusagen der Healy in mein Leben geworfen, was zur Folge hatte, dass ich mich jetzt doch mal mit meinem Vater beschäftigen muss. Das Thema an sich ist so komplex, mit so vielen Aspekten, das wird mich sicherlich eine Weile beschäftigt halten. Manchmal geschehen wunderbare Synchronizitäten. Lt. Healy gibt es offenbar eine Störung im YING/YANG Bewusstsein (genau habe ich das nicht verstanden, was es bedeutet), aber als ich mich gestern hingesetzt habe und eine Session von Andreas Goldemann aus claim your brain gemacht habe, ging es genau darum!

Übrigens habe ich gelernt,

den youtube Algorithmus als eine Art spirituelle Kraft zu betrachten.

Ich habe es schon ganz oft erlebt, dass in dem ersten Video, das mir immer vorgeschlagen wird, ein Ausweg aus einer misslichen Lage aufgezeigt wird, oder grundsätzlich darum,  wie es weitergeht, manchmal fehlt eine kleine Information oder ein kleiner Trost … Das ist ein kleines Mysterium, was mich immer wieder auf neue verblüfft.

Von daher kann ich dir nur raten – wenn du mit deinem Leben haderst – geh los! Egal wie, egal wo. Und wenn du es mal mit dem Klopfen probieren möchtest, habe ich meinen kostenlosen E-Mail Kurs wieder online gestellt.

Ich wünsche dir viel Freude dabei, dich selbst zu entdecken! Falls du etwas mit uns teilen möchtest, freue ich mich.

Von Herzen,

 

 

Image by Sasin Tipchai from Pixabay 

Scham: Die vielen Facetten eines tabuisierten Gefühls – eine Rezension

Scham: Die vielen Facetten eines tabuisierten Gefühls – eine Rezension

Als mir klar geworden ist, dass Scham bei Hochsensibilität in Verbindung mit belastenden Lebenserfahrungen durch Entwicklungstrauma ein sehr wichtiges Thema ist und darum in meinem Intensivkurs nicht fehlen darf, habe ich mich auf die Suche gemacht nach guter Literatur. Das Buch „Scham: Die vielen Facetten eines tabuisierten Gefühls“* hat mich sofort verführt. Konkurrenzlos.

Zum einen durch das Cover. Alleine das Wort

Scham so groß

und in roter Farbe zu lesen, macht etwas mit einem.

Ich finde es unglaublich, wie gut es dem Verlag fischer & gann gelungen ist, das Wesen der Scham optisch darzustellen! Auf der linken Seite befindet sich ein roter Streifen, der langsam in einen größeren, weißen Bereich übergeht. Das ist wie die Scham selbst, die leise und unmerklich in uns einsickert.

Auch die Farbe rot ist gut gewählt, denn das lässt an eine Wunde denken und ich denke die Wunde der Scham haben sicherlich alle, die mit

Hochsensibilität und Bindungs- und Entwicklungstrauma zu tun haben.

Auch der Untertitel „Die vielen Facetten eines tabuisierten Gefühls“ ist extrem gut gewählt. Alleine diesen Titel zu lesen, machte was mit mir.

Plötzlich konnte ich gar nicht mehr verstehen, warum ich mich in 30 Jahren Persönlichkeitsentwicklung noch nie wirklich mit dem Thema Scham beschäftigt habe! Ehrlich gesagt, hatte ich null Vorstellung davon, was Scham eigentlich ist, wo sie herkommt, was sie bewirkt.

Nur wie sie sich anfühlt, wusste ich ganz genau.

Der Autor, der französische Neuropsychiater Boris Cyrulnik, hat selbst ein sehr großes Scham-Thema. Er hat als „verstecktes Kind“ den Holocaust überlebt, musste vorgeben, jemand anderer zu sein …

Ich gebe zu, anfangs war ich etwas nervös, als ich begann, mich in das Buch zu vertiefen. Schon bald habe ich mich entspannt, denn der Text ist ausgesprochen unterhaltsam.  Tatsächlich beleuchtet Boris Cyrulnik in jedem Kapitel

ganz unterschiedliche Aspekte der Scham.

Ganz leicht und spielerisch, plaudernd gar, werden wir Leser:innen dabei mitgenommen. Tatsächlich fand ich das Buch so unterhaltsam zu lesen, dass ich direkt ein bisschen irritiert war:

Darf ein Buch über Scham

Spaß machen?

Ich glaube, dass der Autor mit Absicht diese Erzählweise gewählt hat. Natürlich enthält das Buch für jeden, der ein Scham Thema hat, verschiedene  Scham „Bomben“, aber Cyrulnik versteht es meisterlich, diese zu entschärften, indem er sie in kleine Geschichten und Begebenheiten verpackt und sowieso bestimmte Aspekte nur ganz kurz berührt, um sie in einem anderen Kapitel wieder aufzugreifen.

Ich wurde allerdings nach einer Weile etwas ungeduldig und nervös, weil ich das Gefühl hatte, die Information, die ich suche, entgleitet mir und verschwindet zwischen all den anderen Informationen. Hauptsächlich war ich ja an Scham Aspekten im Zusammenhang mit

belastenden Kindheitserfahrungen, Bindungs- und Entwicklungstrauma

interessiert.

Ich habe dann noch einmal von vorne begonnen und habe in alle Seiten, von denen ich dachte „Ja, das ist interessant für die Art von Scham, die ich suche“, einen kleinen Zettel gesteckt.

Am Ende habe ich mir dann nur die markierten Stellen hintereinander duchgelesen und dann hatte ich die Informationen, die ich suchte. Es war ein wenig so, als hätte ich nicht von links nach rechts, sondern von oben nach unten gelesen. Und es ist sehr schlau, dass der Autor in Informationen so angeordnet hat, denn als ich alles das, was ich als interessant markiert hatte, hintereinander weg las, gingen meine Scham Bomben los. Eine nach der anderen. Ich hatte keine Vorstellung davon,

wie sehr mein Leben durch Scham bestimmt wird.

Weil es ein Gefühl ist, das sich ganz unten verbirgt, am Boden unter allen möglichen Bewusstseinsschichten. Und trotzdem alles durchtränkt irgendwie.

Von daher kann ich nur sagen, dass die vermeintliche Schwäche des Buches seine größte Stärke ist. Boris Cyrulnik hat alles so gut und schön verpackt, dass es nämlich nicht weh tut.

Gut gefallen hat mir auch die Kapitelverteilung mit sehr poetisch klingenden Überschriften, wenngleich ich auch nicht immer einen Bezug zum Inhalt herstellen konnte.

Meine Vermutung ist, dass

„Scham: die vielen Facetten eines tabuisierten Gefühls“*

wohl mehrmals gelesen werden muss, um die Inhalte (von denen ich hier bewusst überhaupt nichts verraten habe) zu erfassen und in das eigene Leben zu integrieren. Gerade die Integration ist so wichtig: Jetzt, wo

ich das Ausmaß meiner Scham erahnen oder ermessen kann,

habe ich mehr Selbstmitgefühl, vielleicht verurteile ich mich auch weniger? Oder mir ist dadurch aufgefallen, dass ich mich selbst dauernd verurteile …

Ich freue mich jedenfalls schon auf die Entdeckungen, die ich bei der nächsten Leserunde dieses Buches machen werde.

Wie geht es dir beim Lesen dieser Rezension? Scham ist auf jeden Fall ein super gutes Thema zum Klopfen. Ich freue mich, wenn du einen Kommentar hinterlässt und/oder meinen Artikel teilst.

Von Herzen,

 

 

 

Boris Cyrulnik
Scham: die vielen Facetten eines tabuisierten Gefühls*
fischer & gann
ISBN 978-3903072725

20 EUR

Healy – Verliebt in die Frequenz-Medizin

Healy – Verliebt in die Frequenz-Medizin

Es gab eine Zeit in meinem Leben, da bin ich regelmäßig zur Heilpraktikerin gefahren, vor allen Dingen, als ich mich mit der Stoffwechselstörung HPU und ihrer Behandlung beschäftigte. Vor kurzem bin ich nochmal zu ihr gefahren, habe aber entschieden, das nicht weiterzuverfolgen. Das, was mich dazu bewegt hat, diese Strapaze von 2,5 Stunden für 40 km (eine Fahrstrecke!) auf mich zu nehmen, war übrigens nicht die Heilpraktikerin selbst, sondern ihr Bioresonanzgerät.

Ich finde, es ist eine so wundersame Maschine. Sie findet nicht nur körperliche Schwachstellen heraus, sondern auch tiefe emotionale Themen, die ich mir selbst kaum eingestehen mag. Ok, aber der Aufwand war einfach zu groß. Ich müsste mir wohl selbst jemanden vor Ort suchen, mit einem solchen Gerät. Seufz.

Und genau zu diesem Zeitpunkt

ist der Healy in mein Leben geplatzt.

Der Healy ist sozusagen ein Bioresonanzgerät für den Hausgebrauch. Schon, als ich davon hörte, wusste ich sofort: das will ich ausprobieren! Ein wenig hatte ich zunächst die unhandlichen und lästigen Tensgeräte im Kopf, die ich früher in psychosomatischen Kliniken gegen meine Krankheit Fibromyalgie bekommen habe. (Geholfen haben sie übrigens nicht).

Der Healy ist gottlob ganz anders. Ein 5,5 x 5,5 cm „großes“, leichtes Gerät, in das Kabel gesteckt werden, die am anderen Ende an einer Manschette mit Klettverschluss befestigt sind, die man um das Handgelenk wickelt. Das Gerät ist über Bluetooth mit einer App auf dem Handy verbunden, auf der die Programme hinterlegt sind. Man wählt über die App sein Programm, dies wird dann auf den Healy geladen.

Die Programmgruppen sind recht umfangreich, es gibt die sog.

Healy Goldzyklus Programmgruppe zur bioenergetischen Balancierung des Körpers

mit verschiedenen Schwerpunkten. Es gibt Programme gegen Schmerzen oder psychische Probleme, zum Lernen, für Fitness, bzw. Schlafen, bzw. Arbeiten, für die mentale Balance, zum Schutz, für die Organe, Meridiane, Chakren usw. Es gibt sogar eine Programmgruppe für Tiere!

Ich war zugegebenermaßen schon ein wenig ängstlich vor der ersten Anwendung, weil ich sehr empfindlich bin. Deswegen bin ich als erstes mit 25 % Ladung mit dem Goldyzyklusprogramm Pure eingestiegen. Ich fand es köstlich! Es fühlte sich an, als würden meine Zellen gebadet! Umgehend habe ich mich in dieses Gerät und seine Frequenz Anwendungen verliebt.

Jedes Programm ist anders. Und sowieso niemals gleich. Im Healy Programm Toxine fühlte es sich an, als flösse eine samtige Flüssigkeit durch meine Zellen, die sanft schädliche Kristalle aus den Wänden spült, sie einschließt und abtransportiert …

Wie ich mich so durch die Programme probiere, merke ich, dass

die verschiedenen Frequenzen Eigenschaften haben.

Einige empfand ich als lärmend, wie eine Horde Schulkinder, die eine Bahn erstürmt, andere sind so zart wie Spinnweben oder Seide.

Ich habe relativ schnell begonnen, hauptsächlich mit dem Chakra-Programm zu arbeiten, rein intuitiv und ich fand, dass ich damit mehr erreichen konnte als mit den anderen Programmen.

Mein erstes Fazit nach einer Woche Healy:

  • ich habe mehr Energie
  • ich trinke sehr viel mehr Wasser
  • ich schaffe viel mehr
  • ich bin fokussierter
  • Verfehlungen mit unverträglichen Lebenssmitteln haben eine weniger dramatische Wirkung
  • mir scheint auch, ich vertrage Essen besser

Bevor ich aber intensiver in meine Erfahrungen mit dem Healy Bioresonanzgerät einsteige, ist für dich sicher viel sinnvoller zu wissen, was der Healy eigentlich macht?

Frequenztherapie

Alles um uns herum sendet eine bestimmte eigene Schwingung aus: Pflanzen, Tiere, Menschen. Manchmal kann man das sogar wahrnehmen. Als hochsensibler Mensch hast Du bestimmt schon erlebt, dass z. B. bestimmte Menschen eine sehr unangenehme Ausstrahlung haben … Statt Schwingung kann man auch das Wort Frequenz verwenden. Eine Frequenz ist eine Größe, mit der die Geschwindigkeit und Anzahl der Erzeugung eines elektrischen Impulses oder einer Schallwelle bezeichnet wird.

In der Frequenz- (oder Bioresonanz-)therapie wird die Schwingungsfrequenz eines Lebewesens, eines Organs, Körpers, usw. gemessen. Dabei werden Schwachstellen aufgespürt, identifiziert und mit passenden Frequenzen ausgeglichen (für mich hat es sich immer so angefühlt, als ob die Frequenzen aus den Healy-Programmen etwas auffüllen, was vorher nicht dagewesen ist.

Dazu wird Strom im Mikroampere-Bereich (sog. frequenzspezifischer Mikrostrom bzw. individualisierte Mikrostrom Frequenzen) verwendet. Das ganz Besondere am Healy ist dabei, dass er nicht nur ermitteln kann, welche Programme man jetzt braucht, sondern welche speziellen Frequenzen aus den jeweiligen Programmen! Die Frequenzmedizin ist nicht invasiv, nicht medikamentös und in meinen Augen wirklich revolutionär, weil sie Wissenschaft, Technik, Gesundheit und Spiritualität miteinander verbindet. Es versteht sich von selbst, dass die Frequenzmedizin von der Schulmedizin nicht anerkannt wird und man kann sich sicherlich darüber streiten, ob man das Wort „Medizin“ hier verwenden darf oder nicht.

Das Analysemodul

Nachdem ich dann auch das Analysemodul nutzen konnte, habe ich richtig losgelegt. Im Analysemodul verfügt man über unglaubliche Möglichkeiten: Zum einen gibt es die Resonanzanalyse, die einem sagt, was man jetzt am dringendsten braucht. Dazu legt man einfach den Finger auf das entsprechende Symbol auf dem Handy-Display, wählt die entsprechende Datenbank aus und los gehts. Einfach toll. Die Ergebnisse werden dann in der Reihenfolge der Relevanz angezeigt.

Noch spannender wurde es, als ich mich

der Aura-Analyse zuwandte.

Bei der Aura-Analyse lädt man ein Foto von sich hoch und drückt wieder einen Button. Während das Gerät die Aura analysiert, denkt man den Satz „Meine Aura ist stark und stabil“. Und dann spuckt das Gerät unglaubliche Dinge aus. Beim ersten Mal saß ich quasi mit offenem Mund da. Weil ich Dinge erfuhr, die mir so in dieser Form gar nicht bewusst waren. Sehr, sehr viele Kindheitsthemen. Ich habe hier schon darüber geschrieben. Das war echt krass. Ich muss gestehen, dass ich eine Zeitlang die Aura-Analyse 3 x täglich gemacht habe. Irgendwann wurde es mir aber zuviel. Und mir wurde auch bewusst, dass nicht alles, was sich in meiner Aura findet, auch noch wirklich aktuell ist.

Man hat übrigens verschiedene Möglichkeiten, mit der Aura-Analyse weiterzuarbeiten. Man kann die Ergebnisse aufschwingen (d. h. mit entsprechenden Frequenzen besenden), oder man stellt sich eigene Affirmationen zusammen in einer Liste und besendet sich mit den Affirmationen. So kann man auch etwas verändern.

Vom Spirituellen her übrigens echt spannend, dass

alles, was ich in meinem Leben erlebt habe,

in den Körpern um mich herum gespeichert wird.

Ich wusste es schon, es aber so zu erfahren, war anders. Außerdem zeigten sich häufig verschiedene Aspekte einer Sache.

Das benutzte Foto spielt hierbei eine nicht unerhebliche Rolle. Mir kam der Gedanke, dass sich aufgrund der bisherigen Frequenzbehandlung meine Ausstrahlung doch laufend ändern müsste? Bingo. Dann tauchten mit jedem Foto neue Themen auf.

Weil es mir dann damit zuviel wurde, habe ich meinen Testfokus woanders hin gewandt.

Nämlich auf die Digital Nutrition Programme.

Das war sowas von interessant. Eins der ganz großen Themen war ja gewesen, dass es bei mir Probleme mit Männern gibt (nicht weiter erstaunlich), aber dass ich aufgrund dessen meine eigenen männlichen Anteile nicht auslebe und mich auf meinem Lebensweg zu sehr von anderen beeinflussen lasse, war mir überhaupt nicht klar.  Ich habe also eine Resonanzanalyse mit den Digital Nutrition Programmen gemacht und bekam dort mit einem sehr hohen Prozentsatz an Relevanz (77 % oder so) das Programm „Männer“ vorgeschlagen. Ich habe es gemacht, es hat mir gut getan. An dem Tag habe ich dann später einen unglaublichen Aktionismus entwickelt … Das Programm habe ich 2 x laufen lassen, dann ist es nicht mehr aufgetaucht.

Insgesamt gesehen finde ich das Analyse-Modul großartig, weil man damit auch ermitteln kann (mit der Suche in allen Datenbanken) was jetzt gerade wirklich das Dringendste ist. Das kann ganz unterschiedlicher Natur sein, mal brauchte ich Bettruhe, mal Entgiftung, oder Beruhigung oder Hormone …

Monika Richrath freut sich über den HealyZuguterletzt habe ich mich noch sehr intensiv mit der Analyse von 3 Programmen beschäftigt: den Alaskanischen Edelstein-Elixieren (da geht es um Verbindungen auf feinstofflicher Ebene), den australischen Buschblüten (viel feiner und genauer als Bachblüten) und der kreativen Homöopathie. Bei letzterer werden verschiedene Stressmuster angezeigt (die mir mal wieder samt und sonders nicht bewusst waren).

Ich habe den Healy jetzt ein paar Wochen sehr exzessiv genutzt. Vermutlich wesentlich intensiver, als dies von dem Erfinder und Entwickler Marcus Schmieke beabsichtigt war. Aber ich wollte

die Chance nutzen, so viel wie möglich über mich selbst zu erfahren 😉

Und das habe ich. In einem Ausmaß, dass mir scheint, ich laufe jetzt mit Siebenmeilenstiefeln vorwärts.

An einem Tag habe ich dann aber gemerkt: Uff, ich brauche eine Pause. Ich war mehr als nur dankbar, als ich in einem Meeting für Anwender den Tipp bekam, dass es gut ist, sich von Zeit zu Zeit mal zu erden, d. h. barfuß über Gras zu laufen (war nicht ganz einfach bei den Temperaturen).

Nach gut drei Wochen mit dem Healy fühle ich mich gefüllter, ich gewinne mehr an Präsenz. Das kann ich an meinen Videos sehen und vor kurzem hat mir eine Klientin, die ich ein paar Monate nicht gesehen hatte, etwas Ähnliches bestätigt.

Und jetzt habe ich auch das Bedürfnis einer Pause.  Denn so toll der Healy auch ist: eines kann er mir nicht abnehmen: mir einen Weg durch das Leben zu suchen, meinen Weg zu finden.

Aber der Healy kann mich dabei unterstützen.

Man hat natürlich die Möglichkeit, bestimmte Themen aufzuschwingen, aber ich habe gemerkt, dass mein Körper sich schon mit 5 Minuten besenden häufig richtig schwer tut. Außerdem sollte ich mein Leben selbst leben und es nicht vollkommen einem Gerät (sei es auch noch so toll) überlassen. Deswegen habe ich begonnen, die Ergebnisse der Aura-Analyse zu klopfen …

Soweit erst einmal mein persönlicher Eindruck. Ich glaube, der Healy ist ein Gerät, das für Menschen, die mit Hochsensibilität und belastenden Kindheitserfahrungen zu tun haben, äußerst nützlich ist. Zumal es dabei ja fast immer sehr viele körperliche Themen und Begleiterscheinungen gibt.

Das hat natürlich alles seinen Preis. Den Healy gibt es in verschiedenen Ausführungen und Preisklassen (ab 500 EUR aufwärts). Und den kauft man nicht einfach so, sondern über einen Betreuer, den sog. Sponsor. Das erscheint erstmal etwas befremdlich, ist aber letzten Endes absolut vorteilhaft, weil man immer einen Ansprechpartner hat, an den man sich wenden kann, wenn man Fragen hat.

Mich hat das jedenfalls hochgradig begeistert. So sehr, dass ich mich als Affiliate angemeldet habe und jetzt gemeinsame Sache mache mit Daniela (meiner Sponsorin). Du hast also die Möglichkeit, den Healy in einem Zoom-Meeting vorgestellt zu bekommen und Daniela kann euch evtl. die Fern-Aura-Analyse vorführen, falls Interesse besteht. (In diesem Fall bitte unbedingt vorher melden). Falls du mehr über den Healy erfahren willst, melde dich also gerne hier an.

Von Herzen

Die Gürtelgemeinschaft

Die Gürtelgemeinschaft

Ich quäle mich wirklich schon lange mit den körperlichen Auswirkungen von Hochsensibilität und belastenden Kindheitserfahrungen (Entwicklungstrauma) herum. Das eine steht in direktem Zusammenhang mit dem anderen. Über die unglaublichen Auswirkungen auf mein Gewicht insgesamt habe ich schon hier geschrieben.

Psychopharmaka, verabreicht wegen Fibromyalgie,

haben dafür gesorgt, dass mein Gewicht von 54 auf 78 kg kletterte. Und da blieb es dann auch, selbst nach dem Absetzen des Medikaments. Über Jahre.

Geändert hat sich das erst mit der Entdeckung Anthony Williams. Das hat nicht nur dazu geführt, dass sich ein paar Kilo verabschiedet haben, sondern ich bin das Gefühl von Schwere und Schwerfälligkeit losgeworden.

Jetzt hat sich noch einmal für mich etwas sehr zum Positiven verändert: Ich habe mich mit meiner besten Freundin zu einer Art

Gürtelgemeinschaft

zusammengetan. Unser erklärtes Ziel ist es abzunehmen und fitter zu werden. Dabei verfolgt jede eigene Unterziele und auch Wege, um dies zu erreichen.

Einmal in der Woche sprechen wir darüber, was wir erreicht haben, auf welche Schwierigkeiten wir gestoßen sind und was wir uns überlegt haben, um diese Schwierigkeiten zu überwinden.

Meine Entscheidung, meinen Fokus eine Zeitlang hauptsächlich auf Essen und Nahrungsaufnahme zu richten, hat zu phänomenalen Erkenntnissen und Auswirkungen geführt.

Essen ist von jeher für mich mit unglaublich viel Stress verbunden. Auf der einen Seite gerate ich innerhalb kürzester Zeit in totale Stresszustände, wenn ich Essen brauche, es aber gerade nicht verfügbar ist. Auf der anderen Seite

nutze ich Essen wohl auch, um Gefühle zu unterdrücken.

Mein erster Ansatz war einfach – zumindest von der Idee her: Dafür zu sorgen, dass immer etwas zu essen da ist, wenn ich es brauche. Die Idee hatte ich schon öfter, aber neu ist, dass ich zum ersten Mal diesem Thema absolute Priorität eingeräumt habe. Und zum ersten Mal war ich bereit, dafür zu sorgen, dass ich meine Erkenntnisse auch wirklich umsetze (Vorher war es eher ein „ich sollte eigentlich …“).

Zuerst habe ich damit begonnen, mich zu beobachten, im Hinblick darauf, wann mein Essverhalten aus dem Ruder läuft. Dann war ganz schnell klar: Ich muss um 11 Uhr anfangen zu kochen und um 17:00 Uhr muss ich zumindest mit der Zubereitung des Abendessens beginnen, sonst mache ich es nicht mehr.

Ich will nicht unter den Tisch fallen lassen, dass diese Anfangsphase meines Projekts wirklich emotional war. Es ist noch einmal sehr intensiv hochgekocht, dass meine Mutter, als sie nach meiner Geburt ein paar Tage später mit mir aus dem Krankenhaus nach Hause kam,

keine Milch für mich hatte.

Ich weiß das schon eine ganze Weile, aber jedes Mal erschließen sich nach und nach für mich neue Gefühle und Bedeutungen.

Jedenfalls habe ich dann dafür gesorgt, dass ich um 11 Uhr und 17 Uhr in der Küche stehe und mir zu essen mache. Welcher Kochrichtung ich folge, ist relativ egal. (Obwohl ich mich vermutlich Peganer nennen könnte. Vom Wesen her vegan, glutenfrei, kaseinfrei, aber gelegentlich tierische Produkte). Das geht kreuz und queerbeet. Anthony William, ich mag viele Sachen von Attila Hildmann, Paleo, ich koche mit Vergnügen Lieblingsrezepte aus meiner Kindheit …

Das Wichtigste ist:

Ich muss richtig Lust auf das Essen haben.

Letzten Endes ist das, was ich esse, weniger wichtig (solange ich es vertrage) als diese Lust, genau das zu essen.

Nach relativ kurzer Zeit habe ich wunderbare Dinge bemerkt:

Ich begann plötzlich abzunehmen.

Ich konnte sogar das schlimme a-Wort schreiben und sprechen (früher ein echter Garant dafür, sofort alle Bemühungen im Keim zu ersticken und wieder zuzunehmen).

Ich hörte auf Chips, Haribo und Schokolade zu essen. Einfach so.

Jetzt, nach ein paar Monaten, merke ich, dass sich mein Stress zum Thema Essen gelegt hat. Obwohl Stress eigentlich kein gutes Wort ist. Ich denke, dass mein Körper sich bislang in seiner Existenz bedroht gefühlt hat, wenn nur der Gedanke aufkam, dass Essen gerade nicht verfügbar ist (was ja auch schon passieren kann, wenn die Schränke voll sind, aber eben erst gekocht werden muss).

Dadurch, dass ich das

Essen zur Top-Priorität gemacht habe,

und es unternommen habe, immer dafür zu sorgen, dass ich etwas kriege, habe ich für die Sicherheit in Sachen Nahrung gesorgt, die mir bis dahin offenbar gefehlt hat. In gewisser Weise habe ich mich nach-beeltert. Jetzt muss ich nicht mehr alle zwei Stunden essen, um micht gut zu fühlen. Ich komme mit 4 Mahlzeiten am Tag aus.

In der Zwischenzeit habe ich tatsächlich

meinen Gürtel enger schnallen können.

6 cm Bauchumfang sind schon weg.

Langsam beginne ich meinen Körper wiederzuerkennen und mich darin wohler zu fühlen. Meine kleine Gürtelgemeinschaft hat daran einen nicht unerheblichen Anteil. (Manchmal gehen wir zusammen einkaufen und halten uns davon ab, irgendwelche Scheiße zu kaufen.)

Schwache Momente gibt es natürlich schon noch dann und wann. Aber die Selbstbeobachtung hilft ungemein. Ich werde nicht mehr automatisch rückfällig.

Ich finde, meine kleine Gürtelgemeinschaft ist ein supergutes Beispiel für das,

was im Intensivkurs passiert:

Wir bilden eine Gemeinschaft mit ähnlichen Problemen (belastende Kindheitserfahrungen) und einem gemeinsamen Ziel (sich grundsätzlich besser fühlen). Wie wir dorthin kommen und was wichtig ist, um dieses Ziel zu erreichen, entscheidet jedeR für sich. Es braucht ja jedeR etwas anderes.

Dadurch, dass jedeR sich selbst an die erste Stelle setzt, bekommt sie/er den Raum, sich selbst zu erforschen und zu verändern.

Die Gemeinschaft Gleichgesinnter

sorgt dafür, dass man sich darauf verlassen kann, dass die anderen wissen, wie sich bestimmte Dinge anfühlen. Alleine das ist schon ungemein tröstlich, wohltuend und stärkend …

Der Intensivkurs hat wieder geöffnet,

und zwar vom 21. bis 27. April 2023. Es gibt Platz für 10 Menschen, die sich nicht länger einfach immer nur hindurchwurschteln möchten und einfach nicht mehr so weitermachen wollen wie bisher. Menschen, die sich mehr wünschen für sich und ihr Leben.

Wie gut das funktioniert, kannst du hier nachhören. Zwei Intensivkursteilnehmerinnen, die bald schon das Jahr um haben, haben mir wunderschöne Feedbacks gegeben:

Sabine

Daniela

Klingt das nicht verlockend? Du hast noch bis zum 27. April Gelegenheit, dich anzumelden. Unter Umständen kannst du zu einem reduzierten Preis teilnehmen.

Von Herzen,

 

 

 

de_DEDeutsch