Blogparade Supersinne

Blogparade Supersinne

Nachdem ich nun selbst schon mit Beiträgen an verschiedenen Blogparade teilgenommen habe, erfülle ich mir in dieser Woche den Herzenswunsch, selbst eine Blogparade zu veranstalten – selbstverständlich mit hochsensibler Zielsetzung. Ich freue mich über rege Beteiligung. Veröffentlichen Sie einen Beitrag auf Ihrem eigenen Blog, der zu meinem Thema passt, verlinken Sie am Anfang oder Ende auf diese Blogparade. Schicken Sie den Link auf Ihre Seite als Kommentar, damit die LeserInnen möglichst viel Unterschiedliches zum Thema lesen können. Diese Blogparade hat keine zeitliche Begrenzung.

Auf die Idee mit den Supersinnen hat mich Frederik Backmann mit dem Buch „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ gebracht, dort ist nämlich dauernd die Rede von Superkräften. Die Idee hatte mir so gut gefallen, dass ich sie zu Ostern in mein Gewinnspiel eingebaut habe. 

Es scheint, als tun sich viele hochsensible Menschen schwer damit, die sich aus der Hochsensibilität ergebenden Superkräfte positiv zu bewerten.

Mir selbst ist es lange Zeit übrigens auch so gegangen. Obwohl ich für mich selbst ganz klar hatte, dass ich besondere Riechfähigkeiten hatte, hatte ich doch zu viel Angst, jemand könnte mir sagen, dass ich mir das alles nur einbilde und habe niemandem davon erzählt. Eine Zeitlang konnte ich zum Beispiel riechen, wenn ich einen Laden betreten habe, wenn eine kranke Person kurz vor mir in den Laden gekommen ist (ein äußerst unangenehmer Geruch) oder Depressionen anderer Menschen (muffig wie ein uralter Putzlappen) oder überhaupt negative Energien (grell und stechend).

Diese Fähigkeiten sind mir übrigens abhanden gekommen im Laufe der Zeit. Keine Ahnung, wieso und wann. Ich halte es durchaus für möglich, dass diese besondere Wahrnehmung mit meinem chronisch erhöhten Stresspegel in Verbindung stand. Denn stresstechnisch bin ich heute ja ganz anders unterwegs als vor zehn Jahren.

hochsensibler Mann riechtWas allerdings geblieben ist, ist, dass es praktisch immer Stress für mich ist, wenn etwas riecht. Als Waschmittel kommen zum Beispiel nur solche Produkte in Betracht, die am besten nicht selbst riechen, wie etwa Waschnuss, selbst Biowaschmittel rufen mit ihren Gerüchen bei mir Kopfschmerzen hervor …

Ich denke aber, unsere Fähigkeiten sind wandelbar. So, wie meine besonderen Riechfähigkeiten verschwunden sind, habe ich nun neue, sehr interessante Fähigkeiten, die sich entwickeln.

Ich kann nun manchmal Energie auch visuell wahrnehmen. Es kommt zum Beispiel vor, dass die Energie um den Kopf einer Klientin sich im Laufe einer Sitzung verändert und ich dies sehen/spüren kann (es ist ehrlich gesagt, ein wenig schwierig, dies zu trennen). Neulich bin ich in mein Arbeitszimmer gekommen und hatte plötzlich das Gefühl, die Energie im Raum hat sich verändert, ist irgendwie klarer … Die Erklärung kam, als ich in meinem Posteingang eine für mich sehr wichtige E-Mail-Nachricht fand …

Nun aber zu Ihnen. Ich freue mich auf Ihre Beiträge zum Thema „Supersinne“. Ich habe bewusst ein eher positives Wort gewählt, aber das soll natürlich nicht heißen, dass hier nur Platz ist für positive Erfahrungen. Hier sind ein paar mögliche Vorschläge:

  • Welches ist Ihr Supersinn und welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?
  • Ist Ihnen Ihr Supersinn schon einmal zum Verhängnis geworden?
  • Wie gehen Sie grundsätzlich mit Ihrem Supersinn um (oder mit dem Ihrer Kinder)?
  • Welche besonderen Räume können Sie dank Ihrer Supersinne betreten?
  • Gibt es Menschen, die Ihre besonderen Wahrnehmungsfähigkeiten unterstützt haben (z. B. Oma oder Opa)?
  • Welchen Superhelden oder Superheldin bewundern Sie und warum?
  • Gibt es eine Serie oder einen Film, in dem jemand mit Supersinnen die Hauptrolle spielt, die Sie besonders mögen?
  • Nutzen Sie Ihre Supersinne in einem beruflichen Kontext?

Bestimmt fallen Ihnen auch noch Aspekte ein, die mir gerade nicht in den Sinn kommen. Ich freue mich auf Ihre Einsendungen. Natürlich freue mich mich auch, wenn Sie diesen Beitrag verteilen, damit möglichst viele Menschen davon erfahren. Falls Sie keinen eigenen Blog haben, können Sie Ihren Text in die Kommentare posten.

Herzlichst,

Ihre
Monika Richrath

Embrace – sich selbst annehmen

Embrace – sich selbst annehmen

Es ist schon ein wenig verrückt, dass es in unserer heutigen Zeit voller Medienpräsenz und Reizüberflutung doch immer noch Menschen gibt, die sich mit ganz einfachen genialen Ideen durchsetzen. Die Australierin Taryn Brumfitt  und Mitproduzentin Nora Tschirner wollten sich nicht länger damit abfinden, dass 91 % aller Frauen weltweit am eigenen Körperbild und mit dem eigenen Körper leiden. Das Projekt Body Image Movement entstand. Taryn Brumfitt reiste ein paar Wochen lang kreuz und quer durch die Welt um mit verschiedenen Frauen zu sprechen. Heraus kam dabei ein sehr aufwühlender, berührender und aufrührischer Dokumentarfilm.

–Letztes Wochenende wurde ich über Facebook auf den Film Embrace aufmerksam gemacht. Klingt interessant, dachte ich mir, mit dem Thema „Körperbild“ hatte ich mich selbst schon häufiger auseinandergesetzt und hatte auch das Glück diesen Film im Kino ansehen zu können (er läuft nur in einigen Kinos). Als ich danach wieder ein wenig benommen ins Tageslicht stolperte, war ich total geflasht.

Gefühlschaos

In mir brodelte ein wilder Gefühlsmix. Unendliche Begeisterung („Ich buche ein Fotoshooting“, „Ich kaufe mir einen großen Spiegel“), unendliche Trauer über das, was ich gehört und gesehen habe (wunderschöne Frauen, die ihre eigene Schönheit nicht wahrnehmen können, ein bis zum Skelett abgemagertes Wesen, Berichte über in der Modebranche verbreitete Praktiken wie das Zu sich nehmen von Wattebäuschen …) unendliche Wut über das, was uns angetan wird (Modellbilder werden digital bearbeitet und sind darum für uns unerreichbar) und das, was wir uns selbst antun (wir vergeuden unsere Energie). Ich gebe zu, ich hatte schon gehört, dass Modellbilder heutzutage digital bearbeitet werde.

Was ich aber nicht begriffen hatte: Wenn ich an einer Bushaltestelle stehe, wo auf einer Werbung ein schlankes Modell mit einer sehr sexy Taille abgebildet ist und ich mir dieses Bild ansehe und dabei sehnsüchtig denke: „So möchte ich auch gerne wieder aussehen!“, dann bin ich der Werbebranche auf den Leim gegangen und habe mich selbst verlassen …

Jetzt hat es Klick gemacht

Ich leide schon ziemlich lange an meiner eigenen Ambivalenz meinem Körper gegenüber. Und das hat durchaus auch etwas mit Hochsensibilität zu tun.

Lange habe ich gegrübelt, wann es eigentlich angefangen hat, aber ich kann keinen richtigen Anfangspunkt ausmachen. Sicher ist: als die Erschöpfung überhand nahm, verschwand zuerst meine Vitalität. Dann, als es mit dem Stress und der Erschöpfung immer so weiter ging (gute zwei Jahre), wurde es mit der Fibromyalgie so schlimm, dass ich auf längere Zeit arbeitsunfähig wurde. Zu dem Zeitpunkt konnte ich auch nicht mehr schlafen und war darum damit einverstanden, es einmal mit einem Antidepressivum zu probieren, das man mir in der Reha ans Herz legte. Es war kein völliger Misserfolg, denn ich konnte nach einiger Zeit wieder schlafen, sonst bewirkte es nur, dass ich zunahm.

Innerhalb eines Jahres wog ich 10 kg mehr.

Das war schrecklich, weil ich mein ganzes vorheriges Leben (bis auf eine kurze Zeit in der Pubertät) sehr schlank war und eigentlich auch essen konnte, was ich wollte. Ein Teil dieses Gewichts war übrigens auf Wassereinlagerungen zurückzuführen.

Monika Richrath mit 49 Kg

49 kg – der absolute Gewichtstiefpunkt

Wenn es mir richtig schlecht ging, verging mir sowieso der Appetit. Einmal bin ich auf diese Weise auch gefährlich nahe an eine Essstörung herankgekommen (denke ich mir heute). Damals lud mich meine Freundin immer schon zum Essen ein, weil sie sich Sorgen machte und mich aufpäppeln wollte. Dabei hatte ich gar nichts mit bewusstem Abnehmen oder Kontrolle im Sinn. Ich habe so gelitten an mir selbst und meinem Leben, dass ich einfach keinen Hunger hatte … Diese Zeit gehört auf jeden Fall zu den Tiefpunkten meines Lebens, auch wenn es mir damals nicht bewusst war.

Monika Richrath auf Burg Eltz mit 56 kg

Mein „Normalgewicht“ von 54 kg

Irgendwie habe ich es dann doch wieder auf 54 kg geschafft und da blieb ich dann. Ich fand es selbst sonderbar, dass ich niemals zunahm, aber fühlte mich zumindest in diesem Punkt mit meinem Körper im Reinen, obwohl ich jede Menge Bilder habe, von denen mir erst in jüngster Zeit aufgefallen ist, wie ausgezehrt ich darauf aussehe.

Monika Richrath mit 64 kg

64 kg nach der Kur

Zurück zur Kur 2009. Zwar half sie mir, mein Leben danach Schritt für Schritt wieder aufzubauen, aber gewichtstechnisch war es der Beginn einer Körperkatastrophe. Als solche habe ich sie jedenfalls lange betrachtet. Ich erkannte mich selbst nicht wieder! Immer wenn ich in den Spiegel sah, war ich verblüfft und frustriert, dass mir da dieses leicht moppelige Gesicht entgegenblickte. Ha! Heute würde ich mich vermutlich sehr freuen, wenn ich es jemals schaffen sollte, wieder nur 64 zu wiegen!

Monika Richrath mit 77 kg

Noch ein Tiefpunkt: 77 kg

Denn das war im Grunde genommen nur der Anfang. Seitdem habe ich ständig und permanent zugenommen und mich immer weiter von mir selbst und meinem Körper entfremdet. Von der Liebe zu meinem eigenen Körper auch. Obwohl ich das Antidepressivum nach einem Jahr wieder abgesetzt habe, ist es mir nicht gelungen, wieder abzunehmen. Das hatte ganz viele, verschiedene Ursachen. Zum einen habe ich Essen als Trost entdeckt und bin vom zu-wenig-Essen eher in die Sparte des Zu-viel-Essens hinübergewechselt. Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt, ist die Tatsache, dass mir die Vitalität für bestimmte Dinge fehlte. Ich hatte einfach nicht die Kraft und Energie mehr, bestimmte Dinge zu tun, wie für Sport, Ausgehen usw. Früher war ich den ganzen Tag lang immer herumgerannt, damit war schon lange Schluss. Auch die Wechseljahre, in denen der Körper sich ja ganz neu organisiert, haben sicher eine Rolle gespielt. Trotzdem habe ich mich unendlich geschämt dafür, dass es mir nicht gelang, dieses Zusatzgewicht wieder loszuwerden, habe mir das als persönliches Versagen angekreidet.

2014 brachte eine Wende

Eine Seminarteilnehmerin hatte mich auf HPU (Hämopyrrollaktamurie) aufmerksam gemacht, ein Vitalstoffmangel im Körper, der seine Funktion beeinträchtigt. Das setzte eine ganze Kaskade von Ereignissen in Gang. (Über HPU schreibe ich demnächst einen gesonderten Artikel, denn es scheint, dass viele hochsensible Menschen davon betroffen sind.) Jedenfalls kam ich so zu einer Heilpraktikerin, die mir einen Progesteronmangel und eine Nebennierenschwäche bescheinigte. Auf der körperlichen Ebene gibt es also durchaus Erklärungen für die Gewichtszunahme und die Unfähigkeit wieder abzunehmen. Der Progesteronmangel sorgt zum Beispiel für die Wassereinlagerungen, die Nebennierenschwäche für die fehlende Vitalität. Übrigens – bei  HPU kann es vorkommen, dass man in der Jugend übernatürlich schlank ist und im Alter dann übergewichtig.

Es gab aber auch psychologische Ursachen

Vor einigen Wochen habe ich mich z. B. daran erinnert, dass ich mir irgendwann mal geschworen hatte, nie mehr so zu sein wie früher, vielleicht hat mein Körper das sehr wörtlich genommen. Ich habe u. a. diesen Schwur beklopft, noch eine kleine Lymphmassage entdeckt, die ich nun täglich mehrmals mache. Dazu kommt, dass die Behandlung meiner Heilpraktikerin nach einem Jahr Früchte trägt und ich einen deutlichen Vitalitätszuwachs spüre. Langsam habe ich das Gefühl, mir meinen Körper zurück zu erobern.

Eine Erkenntnis

Neulich ist mir der Gedanke gekommen, dass es mir eigentlich egal ist, wieviel ich wiege, solange ich nur vital bin. Die fehlende Vitalität ist das schlimmste: das Gefühl, tonnenschwer, unbeweglich zu sein und mich nicht wirklich so bewegen zu können, wie ich möchte. Eingeschränkt zu sein in meiner Bewegungsfreiheit, denn dies zieht sich durch alle Lebensebenen hindurch.

Erleichterung

Da kam Taryn Brumfitt mit ihrem Film wirklich gerade richtig! Und ich habe nun entschieden, nicht länger Energie darauf zu verschwenden, wie mein Körper aussieht, sondern mich eher damit zu beschäftigen, was ich tun kann, damit mein Körper sich besser fühlt – wie ich das ja auch schon seit längerer Zeit mache.

Plötzlich habe ich auch einen Weg gefunden um mit der allgegenwärtigen Werbung an den Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel umzugehen: ich gucke einfach weg, bzw. stelle meinen Blick auf unscharf und sage mir „Das ist nicht real“, quasi wie im Supermarkt, wo lauter Dinge stehen, die mir nicht gut tun.

Alles in allem habe ich das Gefühl, dass sich in der letzten Woche, seit ich den Film gesehen habe, ganz viel verändert hat. Alleine dadurch, dass ich die Entscheidung getroffen habe, loszulassen, jemals wieder meine Figur aus der Jugend zurückzubekommen. Dafür habe ich nun jede Menge Energie für andere Projekte übrig. Zum Beispiel mir selbst Kleidung zu nähen, die mir gefällt und in der ich mich wohlfühle …

Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele von Ihnen einen ähnlichen Weg durchlitten haben und kann Ihnen nur ans Herz legen, sich diesen Film anzusehen. Er hat wirklich lebensveränderndes Potential!

Es ist mir bewusst, dass dieser Beitrag ungewöhnlich viele Links enthält, aber es ist mir ein echtes Anliegen, Sie für diesen Film zu interessieren. Wenn Sie sich den Stern-TV-Clip ansehen, wird gleich klar, wie verzerrt unsere Körperwahrnehmung häufig ist. Ich fand das total herzzerreißend.

Was ich leider nicht mehr wiedergefunden habe, ist der Link, mit dem Sie herausfinden können, wann der Film läuft. Wie gesagt, immer nur an einigen Tagen, kümmern Sie sich am besten gleich darum, wenn Sie den Film sehen möchten, oder kaufen Sie ihn auf DVD.

Wie sehen Sie Ihren Körper? Haben Sie etwas Ähnliches erlebt wie ich? Oder etwas ganz anderes? Ich freue mich sehr über Ihre Kommentare.

Herzlichst,

Ihre
Monika Richrath

Hochsensible Mamas

Hochsensible Mamas

Hochsensible Mamas – ein Apell an Deine besondere Aufgabe im Leben Deines Kindes

  • Bist Du Mama?
  • Oft erschöpft?
  • Fühlst Du Dich in vielen Situationen hilflos?
  • Leidest Du viel mit Deinem Kind?
  • Möchtest Du Dein Kind vor dem Leben beschützen?
  • Fällt es Dir schwer, Dein Kind in „diese“ Welt zu entlassen?

JA?

 

Dann gehörst Du wahrscheinlich so wie ich zu jenen hochsensiblen Müttern, die ihr Kind um jeden Preis davor bewahren wollen, die negativen Erfahrungen, die wir selbst erlebt haben, durchmachen  zu müssen.

Gut so! Und vollkommen verständlich.

Ich könnte mir vorstellen, dass Du auch eine Mama bist, die sich sehr stark in ihr Kind einfühlen kann, die seine Gefühle noch vor allen anderen „liest“, manchmal sogar noch bevor Dein Kind sich derer bewusst ist.

Ich könnte mir vorstellen, dass Du eine Mama bist, die große Schwierigkeiten damit hat, wenn Dein Kind in der Schule oder im Kindergarten Menschen und Situationen ausgesetzt ist, die Du nicht gutheißen kannst.

Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Du Dich manchmal selbst verlierst und Deine Bedürfnisse sehr vernachlässigst, damit es Deinem Kind gut – oder sagen wir besser – geht.

Hab ich Recht? Ich kenne das alles!

Du bist wunderbar in Deiner Sensibilität!

Dein hochsensibles Kind hat bei Dir alles, was es braucht, um verstanden, in seiner Persönlichkeit akzeptiert und wahrgenommen zu werden. Alles Aspekte, die Du bei Deiner eigenen Mama womöglich (schmerzlich) vermisst hast. Es waren andere Zeiten und andere Umstände.

Also – Du bietest Deinem hochsensiblen Kind die besten Voraussetzungen, um eine selbstbewusste, starke und gleichzeitig sanfte und sensible Persönlichkeit zu entwickeln. Das ist großartig! Und wenn Du jetzt meinst, dass das ja alles schön und gut ist, aber Dich diese Großartigkeit doch jede Menge Kraft, Ressourcen und Mühen kosten, dann möchte ich Dir mit diesem Beitrag Mut machen und Dich bestärken, dass Du die beste Mama für Dein hochsensibles Kind bist,

…auch und vor allem, wenn Du Deine Bedürfnisse achtest, …auch und vor allem, wenn Du in Deiner Mitte bist,

…auch und vor allem, wenn Du vertraust, dass Dein Kind seinen eigenen Weg gehen wird,

…auch und vor allem, wenn Du Deinem Kind das Bewusstsein und die Stabilität vermittelst, die Du bei ihm sehen möchtest.

Und wenn Du Dich jetzt fragst, wie das gehen soll und wie Du es schaffen kannst, Dein hochsensibles Kind Schritt für Schritt in diese so wenig unterstützende Welt zu entlassen, dann möchte ich gerne meine Erfahrungen mit Dir teilen und Dir ein paar Impulse für Deinen Weg als hochsensible Mama mitgeben.

VERTRAUE!

Je nachdem, was wir in unserer Kindheit erfahren haben und wie viel Grundvertrauen wir mitbekommen haben, handeln wir in unserem späteren Leben auch aus diesem Vertrauen heraus.
Mamas, die wenig vertrauen in sich und das Leben als solches haben, neigen auch dazu, ihrem Kind oftmals nicht das Vertrauen entgegenzubringen, das es braucht, um eine selbstbewusste und stabile Persönlichkeit zu entwickeln.

Versuche Dein Vertrauen immer wieder zu stärken, indem Du Dich selbst herausforderst, Dein Kind Schritt für Schritt loszulassen, seine eigenen (auch leidvollen) Erfahrungen machen zu lassen.

Ich habe in diesen Situationen immer folgende Sätze im Kopf: „Ich vertraue meinem Sohn. Es ist sein Weg, den er geht. Ich kann ihm diesen Weg nicht abnehmen. Ich kann ihn beim Gehen unterstützen.“

Je mehr Du in Deiner Stabilität und im Vertrauen bist, desto stabiler und vertrauensvoller kann Dein Kind seinen Weg gehen.

KÜMMERE DICH UM DICH!

Es führt zu nichts, wenn Du Dich selbst aufgibst und verlierst, weil Du Dich über Dein Kind identifizierst. Dein Kind leidet mit Dir, anstatt ihm sein Leid und seine Erfahrungen, die es zu machen gilt, nehmen zu können.

Kümmere Dich darum, dass es DIR gut geht. Schau gut auf Dich und sorge gut für Dich. Dann wird Dein Kind lernen, das auch für sich zu schaffen.

Lass los – auch wenn der Trennungsschmerz groß ist. Gönn Dir Auszeiten, Alleinzeiten und liebevolle Aufmerksamkeiten.

SCHAU IN DEN SPIEGEL, DEN DEIN KIND DIR VORHÄLT!

Oftmals ist es doch so, dass wir uns als Mamas fragen, was mit unseren Kindern bloß los ist, wenn sie auf einmal wütend, aggressiv oder sonst wie sehr stark auf Situationen reagieren.

Achtung – Dein hochsensibles Kind ist Dein Spiegel! Alle Emotionen, die Du womöglich nicht auslebst oder die in Dir schlummern, kann Dein Kind empfangen und „für Dich“ an die Oberfläche bringen.

Auch Verhaltensweisen, die Du bei Dir ablehnst oder die bei Dir mit negativen Emotionen verbunden sind, kann Dir Dein Kind vor Augen führen, indem es Dich immer wieder herausfordert hinzuschauen.

Wir Mamas neigen dann vielleicht dazu zu sagen: „Ach, mein armes Kind, wie gerne möchte ich Dir das ersparen!“ – in Wirklichkeit wollen wir es uns nur selbst ersparen. Wir dürfen also aufmerksam hinschauen und anfangen, unser eigenes inneres Kind zu bemerken.

Dazu habe ich vor einiger Zeit einen eigenen Beitrag geschrieben: http://www.hochsensibilitaet.at/ich-bin-so-wuetend-warum-dieser-satz-wichtig-ist-und-wie-wir-gerade-unsere-hochsensiblen-kinder-dabei-unterstuetzen-duerfen/

WANDLE DEIN LEID IN DEINE STÄRKE UM!

Du bist unendlich stark. Stark in Deinem Leid, das Dich viel Kraft kostet. Nutze diese Kraft ins Positive!

Lebe Deinem Kind das Leben vor, in dem Du es gerne sehen würdest. Auch wenn die Gesellschaft da draußen nicht förderlich ist für die Bedürfnisse hochsensibler Menschen. Hilf mit, dass auch Dein Kind seine Aufgabe in diesem Chaos findet, um dazu beitragen zu können, dass sich was verändert.

LEBE DEINE GROSSARTIGKEIT!

Schütze Dein Kind wo es notwendig ist und lass es frei so oft es geht!

Aus eigener Erfahrung weiß ich gut, wie leicht es ist, all das zu schreiben oder zu lesen, und wie schwer und herausfordernd es sein kann, das umzusetzen.

Ich möchte Dich bestärken, diesen Weg Schritt für Schritt und mit immer mehr Bewusstsein die Verbindung zwischen Dir und Deinem Kind betreffend zu gehen.

Ich wünsche Dir aus ganzem Herzen die Kraft und die Stabilität, Eure Wege zu gehen. Manchmal ist es der gleiche und oftmals ein ganz anderer 🙂

Vielleicht interessiert Dich auch dieses Video zum Thema, das ich vor einiger Zeit aufgenommen habe:

https://www.youtube.com/watch?v=EB5G-b-ZmxU

Schreib doch bitte in die Kommentare, ob auch Du so ein starkes Band zwischen Dir und Deinem Kind wahrnimmst und was Eure Herausforderungen damit sind!

Herzlichst, Deine Karin Abriel

Karin Abriel

Karin Abriel

Mein Tempo

Diplomierte Pädagogin Diplomierte Shiatsu-Praktikerin Geboren: 26.1.1976 in Wien 2 Kinder – Anna, 14 und Max, 13 Schon sehr früh war mir klar, dass irgendetwas in mir anders tickt als bei den Menschen in meinem Umfeld. Ich spürte so Vieles und nahm wahr, was anderen scheinbar verborgen blieb. Als Kind konnte ich diese Eindrücke weder einordnen noch verarbeiten, war aber zugleich unglaublich neugierig und ließ keine Möglichkeit aus, neue Erfahrungen zu sammeln und Menschen kennenzulernen. Das ständige Überfordert Sein mit mir und meiner Umgebung und ihren Eindrücken führte im frühen Erwachsenenalter zu Depressionen und BurnOut. Mein Lebensweg hat mich durch mehrere Ausbildungen und Berufserfahrungen zu meiner Authentizität geführt und dazu, meine Hochsensibilität als Stärke anzunehmen. Durch meinen ebenfalls hochsensiblen Sohn und die tägliche Arbeit mit hochsensiblen Kindern sowie zahlreichen beruflichen Erfahrungen habe ich viele unterschiedliche Persönlichkeiten kennenlernen dürfen, die mir alle einen Teil von mir selbst gezeigt haben und mich in meine Stärke geführt haben.
Was Stressabwehr mit Schlaf zu tun hat

Was Stressabwehr mit Schlaf zu tun hat

und wie Sie die Zeitumstellung besser meistern

Bald ist es wieder soweit: am 26. März wird die Uhr auf die Sommerzeit umgestellt. Gehören Sie auch zu den Menschen, die der Umstellung eher sorgenvoll entgegensehen? Kein Wunder, denn viele hochsensible Menschen haben ja schon ein Problem mit Schlaf an sich …

Guter Schlaf ist für hochsensible Menschen ein kostbares, ja zerbrechliches oder flüchtiges Gut. Im Nullkommanichts kann es damit vorbei sein. Wie schnell das gehen kann, habe ich selbst vor kurzem erlebt: Im Urlaub waren es scheinbar ganz kleine Dinge, die dafür sorgten, dass ich entweder nicht richtig ein- oder durchschlief: ungewohnte und unpassende Bettwäsche, Lärm, ungewohnte Speisen und Getränke …

In kurzer Zeit geriet mein Körper völlig aus dem Takt

und diesen konnte ich auch längere Zeit nicht wiederfinden, selbst zu Hause nicht.  Grund genug, mich einmal genauer mit dem Thema Schlaf zu beschäftigen, umso mehr als wir rund ein Drittel unserer Lebenszeit schlafend verbringen, bzw. verbringen sollten. Mit den zu berücksichtigenden Informationen habe ich mich allerdings wirklich schwer getan. Was ist wichtig, was soll unbedingt mit aufgenommen werden? Ich habe mich schließlich dazu entschieden, mich in diesem Beitrag hauptsächlich mit dem Schlafrhythmus zu beschäftigen, werde das Thema demnächst noch aus anderen Blickwinkeln beleuchten, denn noch längst habe ich nicht alles über Schlaf gesagt, was es zu sagen gäbe …

Warum schlafen wir eigentlich?

Heute weiß man aus der Schlafforschung, dass Schlaf ein aktiver und lebenswichtiger Vorgang ist. Unser Körper braucht den Schlaf ebenso wie unser Gehirn. Im Schlaf erholen wir uns und sortieren die Informationen in unserem Gehirn. Der Schlaf ist wichtig für die Stressabwehr des Körpers. Während wir wach sind, geraten wir immer wieder in Belastungssituationen, die schnelles Handeln erfordern. Je nach der Stärke unserer Bewältigungskompetenzen geraten wir darüber mehr oder weniger in Stress. Denn der Stress liegt nicht in den äußeren Belastungsfaktoren, sondern in der Art, wie wir damit umgehen. Auch der Körper kann Stress empfinden, auch wenn wir diesen möglicherweise gar nicht wahrnehmen: er muss sich mit Angriffen von Viren, Bakterien und Mikroorganismen oder schädlichen Lebensmitteln oder anderen Toxinen auseinandersetzen.

Der Körper kann sich mit diesen Belastungen nur effektiv auseinandersetzen, wenn er seine dafür notwendigen Bewältigungsstrategien aus einem internen Speicher abrufen kann. Die sog. „Gedächtnisbildung des Organismus“ kann aber nur dann geschehen, wenn die Belastung der körpereigenen Systeme durch Stress minimal ist und dieser Zustand ist nur während des Schlafens gegeben. Und Sie ahnen schon an dieser Stelle, dass, wenn der minimale Stress während der Nacht nicht gegeben ist, weil man sich schlaflos von links nach rechts wälzt, die Gedanken einfach nicht zur Ruhe kommen oder wie ein Karussel im Kopf kreisen, der o.g. Vorgang nicht stattfinden kann und die Stressabwehr, ohnehin einer der wunden Punkte der Hochsensibilität, beeinträchtigt wird.

Die zirkadiane Periodik

Der Schlaf ist Teil der zirkadianen („rings um den Tag“) Periodik, damit bezeichnet man die Chronobiologie der inneren Rhythmen, die eine Periodenlänge von ca. 24 Stunden haben. Im Volksmund spricht man auch von innerer Uhr. Der zeitliche Ablauf vieler Körperfunktionen wird durch die zirkadiane Periodik geregelt.  Das Hormon Melatonin hat eine schlaffördernde Wirkung und sorgt z. B.  für die Ausschüttung von Wachstumshormonen. Auch das Hormon Renin, das für die Nierenfunktion wichtig ist, wird in den frühen Schlafstunden ausgeschüttet. Der Kortisolspiegel hingegen sinkt und steigt erst am Morgen wieder an.

Baby schläft in HängematteDas Schlafbedürfnis verändert sich im Laufe des Lebens

Verbringen Babies im Mutterleib den überwiegendenden Teil der Zeit im REM-Schlaf, und Neugeborene ca. 16 Stunden mit Schlafen, verbringen wir ab 50 nur noch 5 % der Nacht im Tiefschlaf. Unser Schlaf wird weniger effektiv, wir schlafen schwerer ein und wachen leichter wieder auf und brauchen auch tagsüber ab und zu eine Mütze voll Schlaf … Studien haben übrigens gezeigt, dass  sich auch tagsüber ca. alle 4 Stunden unsere Schlafbereitschaft erhöht. Von daher gibt es nichts Besseres als ein kleines Nickerchen am Nachmittag. Und da denkt Spanien über die Abschaffung der Siesta nach … Für mich ist diese Information neu, daher denke ich darüber nach, ob ich vielleicht noch ein weiteres Nickerchen in meinen Tag einbauen kann?

Die verschiedenen Schlafphasen

Der französische Neurophysiologe Michel Magnin fand 2010 heraus, dass sich beim Einschlafen verschiedene Teile des Gehirns ganz unterschiedlich verhalten. Der Thalamus schließt die Verbindung zur Außenwelt, aber die Großhirnrinde und das Bewusstsein „sind noch wach“. Die Augen rollen und die Muskelspannung lässt nach.

Dem deutschen Arzt Hans Berger ist die Entdeckung des EEGs (Elektroenzephalogramm) zu verdanken,  also die Messung einer Gehirnaktivität. Damit war es möglich, die Hirnwellen während des Schlafes zu messen.

Dabei stellte sich heraus, dass die erste Schlafphase die sog. Tiefschlafphase ist. Dabei geraten die Hirnzellen in einen langsamen Gleichtakt. Man nimmt an, dass in dieser Phase im Gehirn aufgeräumt wird. Nach ca. 1–2 Stunden wird eine neue Phase eingeleitet: der REM-Schlaf, genannt nach den schnellen Augenbewegungen, die nun einsetzen (Rapid Eye Movement). Die Hirnströme werden nun unruhiger und schneller. In dieser Phase ist man bewegungsunfähig aufgrund der immer weiter abnehmenden Muskelspannung. Träume setzen ein. Diese Phase dauert rund 20 Minuten.

Sie wird abgelöst durch eine Phase leichteren Tiefschlafs. Die Hirnwellen nehmen jetzt eine spindelförmige Form an. Auch in dieser Phase sind Träume möglich. Nach rund 30 Minuten beginnen die Augen wieder zu rollen und die 2. REM-Phase beginnt, die diesmal länger dauert als die erste. So erleben die Schlafenden verschiedene Schlafphasen, die sich zwar immer wiederholen, dabei aber verschieben. Je näher der Morgen rückt, umso seltener und kürzer werden die Tiefschlafphasen, während die REM-Schlaf-Phasen länger werden. Im REM-Schlaf ist übrigens das limbische Gehirn aktiv und kann starke Gefühle auslösen, weil bestimmte Botenstoffe wie Serotonin und Noradrenalin nicht zur Verfügung stehen. Außerdem fließt das Blut in die Geschlechtsteile und sorgt dort für Erregung …

Wie viel und wie lange man schlafen sollte, ist individuell unterschiedlich. Man geht von 7–8 Stunden im Schnitt pro Tag aus. Es wäre aber natürlich eine spannende Frage, ob hochsensible Menschen evtl. ein erhöhtes Schlafbedürfnis haben aufgrund der intensiveren Reizverarbeitung? Sicher ist jedenfalls:

Schlafmangel macht krank

darüber sind sich die Wissenschaftler heute einig. Dabei geht es nicht nur um eine erhöhte Unfallgefahr im Straßenverkehr, sondern darum, dass  der Stoffwechsel unseres Körpers bei einem Schlafmangel entgleist: Der Kohlenhydratstoffwechsel verschlechterte sich, die Blutzuckerwerte erhöhen sich, die Produktion der Schilddrüsenhormone gerät durcheinander, und die Produktion des Stresshormons Kortisol erhöht sich am Abend auf Werte, die der Körper normalerweise erst in den frühen Morgenstunden ausschüttet. Am Morgen gibt das Kortisol uns den Anschub und Antrieb aufzustehen und uns zu bewegen. Wenn Sie wie ich zufälligerweise zu den Menschen gehören, deren Kortisolpegel am Morgen zu niedrig ist oder war, können Sie vielleicht ermessen, wie tragisch der Kortisolschub am Abend ist. Oder welche Auswirkungen es haben kann, wenn die Produktion der Schilddrüsenhormone durcheinandergerät …

Schlafmangel ist außerdem gefährlich

Nicht nur für den Schlafenden selbst, sondern ganz konkret auch für die Umwelt. Darüber hatte ich mir bislang noch keine Gedanken gemacht, fand aber im Zuge der Recherchen für diesen Artikel eine interessante Auflistung von Unglücksfällen im Netz, die durch übermüdetes Personal ausgelöst wurden, z. B. Reaktorunfälle, Flugzeugabstürze, gestrandete Schiffe. und 24 % aller tödlichen Unfälle auf Autobahnen sind auf den sog. Sekundenschlaf zurückzuführen, bei dem man am Steuer kurz einnickt.

Schichtarbeiter haben es besonders schwer, sie müssen permanent gegen die eigene natürliche Uhr leben, dies beeinträchtigt auf Dauer die Gesundheit. Untersuchungen belegen, dass Schichtarbeiter häufiger als andere an Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der Schilddrüse, innerer Unruhe, Nervosität, Kopfschmerzen und Erschöpfungszuständen leiden.

Schlapp und Antriebslos durch den Tag

Symptome für den gestörten Schlaf- und Wachrhythmus können z. B. sein, dass man nicht einschlafen kann, nachts immer wieder aufwacht, Schwitzattacken hat, zur Toilette muss, nicht wieder einschlafen kann, am morgen mit Verspannungen und Kopfschmerzen aufwacht, tagsüber müde, erschöpft, antriebslos oder auch reizbar ist. Der sog. Jetlag, der abrupte Wechsel in eine andere Zeitzone, bedeutet für den Körper eine häufig als nicht einfach  erlebte Anpassung eine anderen Schlaf- und Wachrhythmus. Auch die Anpassung an die

Umstellung der Winter- auf die Sommerzeit

bedeutet für den Körper eine Anstrengung.

Der Zweck der 1980 eingeführten Sommerzeit war die Drosselung des Energieverbrauchs durch eine bessere Ausnutzung der hellen Jahreszeit. Die Bundesregierung hat bereits 2005 zugegeben, dass dieses Ziel nicht erreicht wurde, aktuell scheint man aufgrund einer europäischen Einheitlichkeit daran festzuhalten. Für uns Menschen bedeutet die Umstellung der Zeit auf eine Stunde nach vorne, dass unsere innere Uhr aus dem Takt gerät.  Unser Kortisolspiegel ist noch nicht hoch genug, auch Blutdruck und Pulsfrequenz sind noch nicht bereit zum Aufstehen. Wir sind tagsüber müde und können uns nicht richtig konzentrieren. Das ist natürlich individuell unterschiedlich, aber als hochsensible Menschen leiden wir möglicherweise mehr als andere. Durch die Zeitumstellung nehmen die Unfälle im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz in der Woche nach der Umstellung zu, die Notarzteinsätze häufen sich und bis zu 12 % mehr Menschen suchen in dieser Woche einen Arzt auf, sagen Statistiken. Säuglinge, Kinder und ältere Menschen sollen größere Schwierigkeiten mit der Anpassung haben, die übrigens bis zu 14 Tagen dauern kann.

Wie Sie sich besser an die Zeitumstellung anpassen können

Die noch verbleibende Woche bis zur Umstellung können Sie effektiv nutzen um sich besser an die Zeit anzupassen. Ich habe diesen Tipp neulich im Fernsehen gehört und fand es eine sehr einfache, praktische Idee, die ich gerne an Sie weitergebe: Stehen Sie 6 Tage lang jeden Tag 10 Minuten früher auf als am Tag vorher.

Ich freue mich, wenn Sie in den Kommentaren berichten, ob es etwas genützt und Ihnen die Anpassung erleichtert hat.

Herzlichst, Ihre
Monika Richrath

 

Hier ist noch ein kleines Update. Die EU-Kommission denkt offenbar über die Abschaffung der Sommerzeit nach und veranstaltet eine Umfrage, an der Sie bis zum 16. August 2018 teilnehmen können. Hier geht es zur Umfrage

de_DEDeutsch