Mein Rauhnachtsorakel 2019

Mein Rauhnachtsorakel 2019

Es ist wunderbar, dass kleine Tipps mir unbekannter Menschen die Kraft haben, mein Leben auf tiefgreifende Weise zu verändern. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist es, dass mir jemand in meiner facebook-Gruppe im Zuge meiner Rauhnachtsreise oder zur Rezension des Buches Switchwords* ein Kartenset  mit Karten mit Schaltworten: „Die Kraft der 144 Schalt und Machtworte“* von Franziska Krattinger empfohlen hat.

Heute klopfe ich jeden Tag in meiner online community Switchwords als Weg um 9:30 ein Switchword, das ich für euch gezogen habe. Komm gerne dazu.

Da ich von den Switchwords so begeistert bin, habe ich mir das Set sofort zugelegt. Es ist unverzüglich Teil meines Alltags geworden. Jeden Tag ziehe ich 1–2 Karten und lasse mich von den Karten inspirieren und leiten. Das habe ich auch in den vergangenen Rauhnächten getan. (Seit einigen Jahren begehe ich die Rauhnächte, diese Zeit zwischen den Jahren sehr bewusst und mit immer mehr Begeisterung. Ein Anleitung dafür findest du hier.) Im Januar ist mir eingefallen, dass sich die Karten, die ich während der Rauhnächte gezogen habe, ja hervorragend eignen als Orakel für das ganze Jahr. Darum erzähle ich hier etwas über das Jahr 2019.

JANUAR: HEILEN

Gibt es ein schöneres Wort um in das neue Jahr mit Zuversicht zu starten? Ich habe jedenfalls jede Menge Heilungsbedarf. Den Übergang ins neue Jahr habe ich alleine verbracht, mir das Feuerwerk angesehen und mich sehr über meine neue Wohnung gefreut, die sich jetzt schon wie ein Kraftort anfühlt.

Ich beschließe, jetzt mal eine Zeitlang alle 2 Stunden etwas zu essen und merke in relativ kurzer Zeit, wie unglaublich gut mir das tut, ich habe viel weniger Energiecrashs. Körperlich geht es mir sowieso gerade nicht so gut, ich habe einen Infekt, der weder richtig kommt, noch richtig geht. Aber da ich Urlaub habe, ist es nicht weiter schlimm, ich hänge zuhause herum, lese, puzzele und entspanne mich. Ich habe viel Zeit, meiner Ernährung Aufmerksamkeit zu schenken.

Schon bald ist klar, dass ich alle 1,5 Stunden etwas essen muss.  Ich versuche es mit Ernährungsempfehlungen von Anthony William, die mir einerseits gut tun, andererseits ist die Bauchspeicheldrüse überfordert und unglaublich angestrengt.

Auch in praktischen Bereichen kommen Dinge in Ordnung, die Mängel in meiner Wohnung werden beseitigt, ich kaufe ein Abo für den öffentlichen Verkehr.

Von einer Klientin bekomme ich eine Blume der Liebe geschenkt. Wie schön! Wie gut, dass ich mich vor kurzem bei der Partnerbörse Gleichklang angemeldet habe.

Ich beginne das Buch „Verkörperter Schrecken“ von Bessel van der Kolk zu lesen und habe eine Matrix Birth Reimprinting Sitzung zum Thema „Steckenbleiben“.

Und dann, aus dem Nichts, erhalte ich ein Angebot für einen neuen Praxisraum zur Untermiete. Ich weiß sofort, dass ich das Angebot nicht ausschlagen kann und darf. Mit meinem alten Praxisraum bin ich nicht so richtig zufrieden. Der neue Raum ist wunderbar, ich sage sofort zu.

Ich beginne eine Unterhaltung auf Gleichklang mit einer Frau aus K., die ein interessantes Profil hat.

Ansonsten sitze ich ganz viel herum, bin oft erschöpft und müde, habe auch Schmerzen, muss mich mit schmerzlichen Dingen auseinander setzen. Ich merke, dass es in mir Widerstand dagegen gibt, gut für mich selbst zu sorgen und lerne, dass es damit zu tun haben kann, dass für mich als Kind nicht gesorgt wurde, dass Selbstfürsorge etwas ist, was wir von unseren Eltern lernen. So was.

Am Ende des Monats stelle ich fest, dass alle Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel nicht einmal ansatzweise so einen Effekt haben wie häufiges Essen. Daraufhin beschließe ich, alles bis auf die Basisversorgung von Anthony William herunterzufahren.

 

FEBRUAR: LACHEN/ZÄHLEN

Kein Wort könnte passender sein um diesen Monat zu beschreiben. Ich habe jeden Grund zu lachen. X (mit der ich im Januar eine Korrespondenz angefangen habe) und ich kommen uns näher.  Erst schriftlich, dann mündlich, und schließlich auch persönlich. Wir verlieben uns und zum ersten Mal bin ich mit einem bewusst hochsensiblen Menschen zusammen. Alles ist leicht und magisch. Das Leben ist aufregend.

Es gibt durchaus auch Herausforderungen im Außen, vor allem finanzieller Natur (das Wort ZÄHLEN hat bei mir eine ganz praktische Bedeutung), aber ich bin so viel mit Lachen beschäftigt, dass ich sie nicht so wichtig nehme. Und das ist sehr gut so.

MÄRZ: GETAN

Ich habs getan: mein erster Monat ohne finanzielles Netz und doppelter Boden ist vorbei und ich bin nicht untergegangen. Es ist schon klar, dass sich viele Dinge noch finden müssen, aber ich komme zurecht.

Ich melde mich zu einem Trauma online Kurs (von Klopffherapeuten) an, mit dem ich schon seit Jahren liebäugele. So oder so geht es in diesem Monat darum, Dinge zu erledigen, die ich schon lange vor mir herschiebe.  Endlich die Unterlage für die Steuer für das letzte Jahr an die Steuerberaterin schicken z. B.

Auch das Problem mit der Elektrizität in meiner Wohnung wird endlich gelöst, in der Küche wird ein funkelnagelneuer Stromkreis gelegt.

Die Trauma-Ausbildung ist der Hammer. Ich lerne so viel über mich und andere, die ich kenne, verstehe ich jetzt viel besser als vorher.

Und: am letzten Tag es Monats ist es schon aus und vorbei mit der neuen Liebe. Das ist eine sehr geschickte Überleitung in den

APRIL: ÄNDERN/LÄUTERN/WÄHLEN

Jetzt ÄNDERT sich alles. Ich bin im Grunde meines Herzens froh, besser jetzt als später, dann wäre es sicher schwerer geworden. Nichtsdestotrotz bin ich damit beschäftigt, meine Wunden zu lecken.

Die Trauma-Ausbildung, die ich im März begonnen habe, beschäftigt mich auch sehr intensiv, ich überlege, wie ich das Gelernte in die Arbeit einfließen lassen kann.

Ende des Monats unternehme ich eine Reise nach Ostdeutschland mit einer alten Freundin. Das ist die LÄUTERUNG, die ich gebraucht habe. Und am Ende des Monats WÄHLE ich tatsächlich und investiere in eine für mich nicht unerhebliche Summe und melde mich in Programmen von Andreas-Goldemann an.

MAI: ENTFERNEN

Mein Optimismus hat einen empfindlichen Dämpfer bekommen. Ich beginne alles in Frage zu stellen, was mein Leben gerade ausmacht. Ich ENTFERNE mich nicht nur von den Menschen und allem, was zwischen uns passiert ist (oder auch eben nicht). Vorübergehend ENTFERNE ich mich sogar von meiner Wohnung, sogar von meiner Lebensfreude.

Es hat viel zu tun mit den Dingen, die ich in diesem Monat über mich lerne und über die Gründe unseres Scheiterns.

Ein absolutes Highlight im Mai ist der Besuch beim Heilpraktiker, wo sich herausstellt, dass meine Virenbelastung verschwunden ist, sich ENTFERNT hat.

JUNI: OH-OHA/PLANEN

Im Juni treiben mich tatsächlich allerhand Erkenntnisprozesse an. Ich beginne, mit dem Leberbuch von Anthony William zu arbeiten und merke immer deutlicher, dass es Essen gibt, dass mich geradezu ausknockt.

Ich gehe jeden Morgen ins Schwimmbad. Das ist so schön …

Außerdem habe ich mich auf einer kostenlosen Datingseite angemeldet. Auch hier wieder viel Staunen. Über die Unverfrorenheit mancher Menschen. Was für schräge Vögel es gibt … Vorsichtig taste ich mich vorwärts. Häufiger bekomme ich dabei mal Nachrichten vom Universum, weil mir nun öfter mal Dinge ins Klo fallen, die ich dann umständlich mit Handschuhen versehen herausfischen muss. Nachricht verstanden!

Und obwohl ich über Monate hinweg nur schräge Erfahrungen mache, geht es mir gut. So gut wie noch nie in meinem Leben. Manchmal bin ich richtig ein bisschen in mich selbst verliebt. Oder in mein Leben.

Aus dem Nichts heraus fragt ein Übersetzungsbüro bei mir an, ob ich bereit bin, bei einer Ausschreibung zu einem großen EU-Projekt mitzumachen? Und ob ich will! Sowieso habe ich viel Arbeit, dies ist ein Monat, den ich sehr gut PLANEN muss. Ich mache mir viele Gedanken über meine sozialen Kontakte. Ich PLANE einige zu verändern, andere gehen zu lassen …

JULI: VERSCHMERZEN

Ich träume jetzt häufiger mal, dass ich jemanden kennen lerne. Leider muss ich wohl VERSCHMERZEN, dass ich nur Menschen kennen lerne, die psychische Erkrankungen habe.

Da ist noch eine Sache, die mich diesen Monat bewegt und die ich nicht VERSCHMERZEN kann: Jemand ist übergriffig geworden und das löst in mir ganze Lawinen aus.

Ich berappele mich aber relativ schnell wieder. Inzwischen habe ich mit Zurück zum Ursprung von Andreas Goldemann angefangen und das sorgt dafür, dass ich ziemlich bald in einer sehr allumfassenden Glückseligkeit schwimme, die mir hilft, diese Sache zu VERSCHMERZEN.

Noch etwas anderes passiert: ich lerne die Widerstandstechnik von meiner Klopflehrerein Frau Dr. Susanne Marx kennen und alle Arten von Schmerzen werden sozusagen in intensiver Klopfarbeit VERSCHMERZT und transformiert.

AUGUST: ANPASSEN

Im August bin ich voll mit ANPASSEN beschäftigt: meine Wünsche, z. B., die durch meine Widerstände blockiert werden. Vor allen Dingen in Sachen Liebe. Ich bin selbst erschrocken, was bei den Widerständen alles auftaucht. Ich will geliebt werden, aber eigentlich doch nicht? Und es gibt so viele Menschen, die mir keine Liebe zu erlauben scheinen … Ich klopfe und klopfe …

Und es gibt so viel, was ANZUPASSEN ist. Endlich den Zahnarzt wechseln, endlich einen Termin für eine medizinisch taktile Untersuchung besorgen. Mich endlich aus einer Runde zurückziehen, die schon lange nicht mehr für mich passt. Und irgendwie führt die Arbeit mit Andreas Goldemann dazu, dass ich im Umgang mit den Frauen, die ich online kennen lerne, viel entspannter werde. Ich habe weniger Erwartungen und bin viel unbeschwerter. Auf die Nase falle ich trotzdem immer wieder, aber es macht mir weniger aus.

Auch meine Figur passt sich an die neue Leberernährung an. Es fällt nun auch anderen auf, dass ich abnehme. Das ist natürlich höchst erfreulich.

Ganz am Monatsende, sozusagen auf den letzten Drücker, kommt noch eine Auftragsarbeit auf mich zu: wieder einmal werde ich mit eigenen Widerständen in Sachen Geldbewusstsein konfrontiert. Noch etwas, was ANGEPASST werden muss.

SEPTEMBER: MERKEN

Fürs erste habe ich gar keine Kapazitäten mehr, mich damit zu beschäftigen, denn ich habe mich zu dem Seminar „Heile dein Herz“ auf Amrum angemeldet, wo es um Vergebungsarbeit nach Colin Tipping geht (der dieses Jahr verstorben ist). Kaum angekommen, MERKE ich, dass meine Vergebungsarbeit (mal wieder) mit meiner Mutter sein wird.

Es ist eine sehr intensive Woche, mit vielen Prozessen und Impulsen. Als ich nach Hause komme, mache ich einfach da weiter mit der Vergebungsarbeit, wo ich aufgehört habe. Meine Wahrnehmung ist sehr geschärft, es gibt so viel, was es zu beMERKEN gibt: z. B., dass alle Frauen, die ich kennen lerne, meine Klientinnen sein könnten. So geht das nicht. Ich merke, dass ich meine sozialen Kontakte sehr unbefriedigend finde. Und wieviel Widerstände es in mir gibt gegen eine neue Beziehung. Also allerhand Themen wieder zu beklopfen … Ganz kurz vor Monatsende kommt noch ein Riesenthema auf mich zu: Kinderverschickung. Da liegen noch viele unverarbeitete Gefühle, MERKE ich.

OKTOBER: ÜBERLEGEN

Gleich zu Beginn des Monats lerne ich eine neue Loslass-Technik kennen: die Strichmännchen-Technik von Jacques Martel. Ich bin so begeistert, dass ich es gleich mit mehreren Baustellen meines Lebens ausprobiere.

Und es passiert sofort etwas. Mehrere Frauen strömen in mein Leben. Einige davon treffe ich. Andere nicht. Es gibt jedes Mal sehr viel zu ÜBERLEGEN dabei: z. B. ob ich sie ein 2. Mal treffen soll. Oder wie ich damit umgehen soll, dass meine „Favoritin“ offenbar ein riesiges Problem mit Grenzen hat (Für mich eigentlich sehr gut, denn ich schaffe es tatsächlich, mir eine funktionierende Strategie zu überlegen, damit ich nicht auf jedes Gesprächsangebot eingehen muss). Wir haben eine sehr offene, zugewandte, verbindliche Kommunikation. Bis zu unserem ersten Treffen, wo sie nur über ihre Exen spricht (über die sie offensichtlich noch nicht hinweg ist) und ich immer unsichtbarer und unsichtbarer werde. Jetzt gibt es gar nichts mehr zu ÜBERLEGEN. Aus und vorbei.

Ich klopfe den Satz: „Auch wenn ich in der Liebe immer wieder enttäuscht werde …“ längere Zeit. Und obwohl es ein bisschen dauert, bis ich diesen Schlag verarbeitet habe, geht es mir gut. Richtig gut. Die letzte Begegnung war für mich ein Ansporn, noch mehr Widerstandsarbeit zu machen und meinen eigenen Blockaden auf die Schliche zu kommen.

Noch eine ÜBERLEGUNG: Was bleibt übrig, wenn sich alle meine Strukturen ändern? Das ist erst einmal beängstigend, dann kommt aber sehr bald die Gewissheit, dass ich nie wieder so einsam sein werde wie in früheren Momenten meines Lebens, diese Person bin ich ja gar nicht mehr. Für alles, was geht, kommt etwas Neues. Etwas Besseres!

NOVEMBER: EMPFANGEN

Und dann ändert sich schlagartig alles. Am 1. November, als sie aus dem Auto steigt und mich anstrahlt. Und sich irgendwo in mir spontane Fröhlichkeit breit macht. Kein Zögern, kein Zaudern. Aber da ist alles leicht. Drei Tage lang trennen wir uns nicht mehr. Und danach immer nur für ein paar Tage, weil wir nicht ohne einander sein mögen.

Ich EMPFANGE in diesem Monat pausenlos. Der ganze Monat ist ein einziges Geschenk.

So viele Dinge, die ich wieder erleben und wieder entdecken kann. So viele Dinge, die ich noch nie erlebt habe. Im Arm gehalten zu werden, wenn ich weine z. B. Jeder Tag mit ihr ist ein Wunder.

Es erstaunt mich unendlich, dass ich nach einer langen Dürreperiode tatsächlich Liebe gefunden habe. Aber auch, dass diese Liebe sich ganz anders anfühlt, als ich gedacht habe. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es so intensiv, so krass sein würde. So herausfordernd auch vor allem. Stress pur. Ich muss mich mit sehr vielen Ängsten und Dämonen auseinander setzen. Und körperlich komme ich dabei ziemlich auf den Hund. Vor lauter Aufregung mag ich nicht essen und schlafen kann ich auch nicht. Ganz schnell komme ich an meine Belastungsgrenzen. Hochsensibilität lässt mal wieder grüßen …

DEZEMBER: ERMUTIGEN

Ich bekomme viel ERMUTIGUNG, mich mehr und besser um mich zu kümmern jetzt. Langsamer zu treten. Grenzen zu setzen. Mich weiter und tiefer einzulassen. Zu vertrauen.

Aber da kommt auch wieder eine Lust, neue Pläne und Ideen umzusetzen: eine neue Klopfreise für dieses Jahr, einen Intensivkurs Besser umgehen mit Hochsensibilität

Das war also mein Jahr 2019. Ich bin selbst vollkommen überrascht, wie treffend sich das Rauhnachtsorakel vom letzten Jahr herausgestellt hat. Und was ich alles erreicht habe. Mit der Klopfakupressur und anderem …

Vielleicht haben Sie ja Lust, sich den einen oder anderen Link anzusehen.

In den Rauhnächten bin ich vom 20.12. bis zum 06.01. aber wieder für Sie da und unternehme mit Ihnen gemeinsam  die Klopfreise zu dir selbst .

Sind Sie dabei? Ich freue mich schon wie eine Schneekönigin auf diese Tage.

Ich wünsche Ihnen noch eine schöne Vorweihnachtszeit, schöne Feiertage und einen wunderbaren Jahreswechsel und freue mich wie immer, wenn Sie mir schreiben.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

 

Wie Liebe sich anfühlt

Wie Liebe sich anfühlt

Letzte Woche konnten Sie keinen neuen Blogbeitrag von mir lesen – und das lag nicht daran, dass mir etwa die Ideen ausgegangen sind (im Gegenteil, ich habe bestimmt drei neue Artikelideen in der Woche). Nein, der Grund, weswegen Sie nichts von mir gelesen haben, ist der simplen Tatsache zuzuschreiben, dass das Leben mich einfach überrannt hat und ich mich mit schrägen Gefühlen und Symptomen auseinandersetzen muss. Vergangene Woche war ich einfach nicht in der Lage, einen Blogbeitrag zu verfassen

 

Ich kann nicht denken.

Ich kann mich nicht konzentrieren.

Ich kann nicht essen.

Ich kann nicht schlafen.

Am liebsten wäre ich immerzu mit ihr zusammen.

Sie ahnen es vielleicht schon. Ich habe mich verliebt. Mit Haut und Haar.

Und während ich alle Symptome einer Liebeskrankheit durchlaufe, gibt es doch einen kleinen Teil in mir, der mir selbst ein bisschen amüsiert von oben zusieht.

Das Seltsame ist, dass ich auf all das vollkommen unvorbereitet bin. Sehr sonderbar, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass ich schon länger auf der Suche bin und mich wieder verlieben wollte.

Das bringt natürlich allerhand Herausforderungen mit sich, gerade auch in Sachen Hochsensibilität, Liebe an sich ist megastressig.

Ich habe vollkommen vergessen, wie sich das anfühlt, mitten in der Nacht aufzuwachen und vor lauter Sehnsucht und Herzklopfen nicht mehr einschlafen zu können. Oder wie mir der Hals eng wird und ich nicht mehr essen kann, wegen eines Blicks von ihr. Oder wie man dauernd weiche Beine hat.

Ich habe auch vergessen, wie unglaublich verletzlich man sich am Anfang einer neuen Liebe fühlt, wie ängstlich, wie bedroht. Wie die inneren Wächter anfangen, Amok zu laufen. (In meiner Vorstellung sind das kleine aufgeregte Kerle, die eine Rüstung tragen und mit einem Speer herumfuchteln.)

Es erstaunt mich selbst, wie angsteinflößend sich das anfühlt, die relative Sicherheit und Geborgenheit meiner Singleexistenz einfach so aufzugeben, obwohl ich so viele Jahre daran gearbeitet habe, den jetzigen Zustand zu erreichen, in dem ich sagen kann (und zwar aus voller Überzeugung): Ich bin ein glücklicher Single. Ohne auch nur einen Gedanken an die Konsequenzen zu verschwenden, habe ich diesen Zustand fortgeworfen. Was nicht bedeutet, dass damit meine Ängste einfach so verpufft wären. Ganz im Gegenteil: die arbeiten jetzt eher im Untergrund und kommen nur dann und wann nach oben.

Zum Glück verfüge ich mittlerweile über genug emotionales Rüstzeug, um besser damit fertig zu werden. Und mich zu trauen, mich einzulassen. Trotz meiner schwierigen Bindungsvergangenheit. Alle möglichen Bindungstraumata springen auf und fordern meine Aufmerksamkeit. Daher muss ich jetzt gerade sehr viel und oft für mich selbst klopfen. Anders geht es nicht …

Völlig unvorbereitet bin ich auch auf die krassen körperlichen Nebenwirkungen. Ich habe nach nur 2 Wochen das Gefühl, an meine Belastungsgrenze zu stoßen.

Alles ist so aufregend und eigentlich müsste ich die ganze Zeit futtern wie ein Scheunendrescher, um die verlorenen Kalorien wieder aufzufüllen. Aber dies erweist sich als wirklich problematisch. Ein Blick – und mein Appetit verpufft – einfach so.

Darum bekomme ich nicht genug zu essen. Ein paar Kilo habe ich schon abgenommen. Bestimmt bin ich die ganze Zeit chronisch unterzuckert. Mittlerweile weiß ich ja genug über den Stress, der dadurch für den Körper entsteht. Trotzdem kann ich mich einfach nicht aufraffen zu ordentlichem Essen. Alles, wozu ich die Disziplin aufbringe, ist mir irgendwelches Essen aufzuzwingen.

Irgendwann geht das sicher vorbei. Aber im Augenblick spielen mein Gehirn und mein Körper einfach verrückt, alles ist total entgleist. Vielleicht haben Sie schon mal davon gehört, dass Verliebtsein die gleichen Gehirnregionen aktiviert, wie bei Suchtkranken. Dazu werden jede Menge Hormone ausgestoßen.

Dass es bei mir überhaupt so weit kommen konnte, verdanke ich Andreas Goldemann mit seinen schamanischen Gesängen. Da bin ich ganz sicher.

Vor 20 Jahren wurde mir gleich zwei mal relativ kurz hintereinander das Herz gebrochen (was letzten Endes der Beginn meiner Reise zu mir selbst war). Das hat tiefe Spuren hinterlassen. Danach war die Liebe für mich eher ein Minenfeld. Es dauerte 10 Jahre, bis ich überhaupt wieder eine Beziehung eingehen konnte und trotzdem blieb es sehr schwierig in meinem Beziehungsleben.

Was mich zurückbringt zu Andreas Goldemann. In seinem Kurs haben wir sehr ausführlich die Verbindung zwischen Sakral- und Herzchakra bearbeitet und Vergangenes losgelassen. Außerdem habe ich in den letzten Wochen sehr intensiv meine eigenen Widerstände beklopft. Das war schon sehr interessant, herauszufinden, dass ich zwar eigentlich eine Beziehung möchte und dann aber auch wieder nicht. Nun, ich habe das offenbar aufgelöst …

Was soll ich noch sagen? Ich bin sehr dankbar und gerührt. Alles, was ich jetzt noch zu tun habe, ist, mich dem Leben einfach hinzugeben und zu folgen, egal, wie wild und chaotisch das auch sein mag. Egal, was dabei herauskommt am Ende. Ich weiß, das klingt wirklich megakitschig. Es ist aber trotzdem wahr: Die Liebe ist eben – wie alles andere – ein Abenteuer.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Liebe gemacht. Leben Sie Liebe? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Image by Jondolar Schnurr from Pixabay 

Ich kann kein Small Talk!

Ich kann kein Small Talk!

Wenn es eine Sache gibt, die ich früher besonders häufig in meinem Seminar über Hochsensibilität oder auch von Klienten gehört, dann das: „Ich kann kein Small Talk.“

Ich dachte, dass das einmal einen Blogartikel wert ist. Ich kenne das nämlich sehr gut aus meiner eigenen Erfahrung.

Früher habe ich Small Talk auch abgelehnt. Ich wollte Nichts Belangloses, alles, was ich tat, sollte von tiefem Sinn durchdrungen sein.

wenn man hochsensibel ist lehnt man small talk häufig abDarum hasste ich oberflächliche Gespräche.

Small Talk stand stellvertretend für mich für das Wesen dieser Welt, in der ich mich nicht wohl fühlte: immer schön an der lackierten Oberfläche bleiben, bloß nicht kratzen oder gar bohren – wer weiß, was dann offen zutage treten könnte – am besten gar nicht erst hinsehen.

Die große Weigerung, mich an solchen Gesprächen nicht zu beteiligen, hatte Konsequenzen. Letzten Endes bedeutete es immer, alleine und außen vor zu bleiben. Vor allen Dingen am Arbeitsplatz, aber auch bei jeder Gelegenheit, wo ich keine Lust hatte, auf Menschen zu treffen, die ich nicht kannte, Parties, Seminare usw. Es war jedes Mal eine neue Gelegenheit, die Erfahrung zu machen:

ich bin ausgeschlossen, ich gehöre nicht hierher.

Das tat und tut jedes Mal immer wieder neu weh, der Gewöhnungseffekt ist gleich null.

Heute denke ich, dass Small Talk vor allen Dingen für Menschen schwierig ist, die mit belastenden Kindheitserfahrungen aufgewachsen sind und ein Entwicklungstrauma erlebt haben – das ja immer auch ein Bindungstrauma ist. (Falls du dich fragst, was ein Entwicklungstrauma ist: hier erfährst du mehr).

Zu den Folgen eines Entwicklungstraumas gehören Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen.

Es ist logisch, dass die einfache Kontaktaufnahme mit dazu zählt.

Irgendwann aber – ich habe keine Erinnerung daran, was den Prozess letzten Endes angestoßen hat – ist mir aber etwas klar geworden.

Nämlich, dass Small Talk absolut kein oberflächliches Verhalten ist. Dass es letzten Endes gar nicht darum geht, was gesagt wird, sondern, dass Small Talk eine ungemein wichtige soziale Funktion erfüllt.

Wenn Menschen aufeinandertreffen, die einander nicht kennen und sie beginnen, z. B. über das Wetter zu reden, dient das Gespräch in allererster Linie dazu, Kontakt aufzunehmen. Und natürlich ist es richtig und wichtig, über etwas zu sprechen, über das alle Menschen etwas sagen können. Es geht also darum, miteinander in Beziehung zu treten, sich durch Worte mit anderen Menschen zu verbinden. Der Inhalt des Gesagten ist dabei absolut zweitrangig. Die Verbindung aber nicht. Und das ist ungemein wichtig. Gerade für hochsensible Menschen.

Wir brauchen diese Verbindung.

Oft haben wir leider viel zu selten das Gefühl, überhaupt mit anderen Menschen verbunden zu sein. Und Verbundenheit mit anderen kann ungemein zu unserem Wohlgefühl beitragen.

Wenn ich eine Sache gelernt habe in den vergangenen Jahren, dann diese: wenn ich mich getrennt fühle von anderen, dann habe ich mich meistens von den anderen selbst getrennt. In diesem speziellen Fall schon von vornherein durch meine Weigerung, an dem Gespräch überhaupt teilzunehmen.

Die Klopfakupressur hilft beim schnellen Abbau von StressWäre es nicht schön, die Anzahl der Gelegenheiten zu reduzieren, bei denen dieses Gefühl anders zu sein überhaupt aufkommt? Das geht natürlich nicht immer und für alle Gelegenheiten. Ich selbst mache diese Erfahrung immer wieder auf zum Teil sehr tiefen Ebenen. Vor einiger Zeit habe ich darüber den Beitrag „Ich bin vollkommen fremd hier“ geschrieben. Und um diese ganz tiefen  Bindungserfahrungen, ihre Folgen und den damit verbundenen Stress nachhaltig zu verändern, bedarf es gewisser Tools, wie z. B. EFT Klopfakupressur, Matrix Birth Reimprinting, usw.).

Beim Small Talk geht es aber um Menschen, die wir noch nicht kennen. Ich habe irgendwann beschlossen,

dass ich mir das gönnen darf, mich mit anderen Menschen zu verbinden.

Dabei habe ich die sehr angenehme Erfahrung gemacht, dass das entsprechende Ereignis dann für mich ganz anders verläuft, wenn ich es anfangs schaffe, durch Small Talk mit anderen in Verbindung zu treten. Ich bin dann viel präsenter in der Gruppe, nicht nur für andere, auch für mich selbst. Ich habe das Gefühl, dazuzugehören. Und das trägt sehr zu einem positiven Empfinden in der Welt zu sein bei.

Übrigens spricht gar nichts dagegen, sich selbst

Warum in der Hochsensibilität Small Talk schwierig isteine kleine hochsensible Small-Talk Variante

zu erschaffen.

Vor Jahren habe ich einmal an einem Speed Dating teilgenommen. Und ich habe alle Teilnehmerinnen als erstes gefragt: „Wie fühlst du dich mit diesem Setting hier?“ Nach einem kleinen Verblüffungsmoment haben mir aber alle eine ehrliche Antwort gegeben, von wo aus wir dann schnell in ein richtiges Gespräch geraten sind, was in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit nicht selbstverständlich war. Ich bin dann nach Hause gegangen, in dem Bewusstsein, dass  es mir gelungen war, mich zu verbinden,

dass ich etwas Schönes geschaffen hatte an diesem Abend,

nicht nur für mich, sondern auch für die anderen.

Überlege dir doch einmal ein paar offene Fragen (auf die man nicht mit ja/nein antworten kann), die du bei passender Gelegenheit stellen kannst. Meine Lieblingsgesprächseröffnung ist nach dem obigen Event tatsächlich „Wie gefällt es dir hier?“ aber es gehen auch Dinge wie „Wie bist du hergekommen“, „Wie hast du von dieser Veranstaltung erfahren“, „Hast du schon öfter ähnliche Veranstaltungen besucht?“ usw.

Ich bin gespannt, ob du eine Lieblingseröffnung hast oder dir eine überlegst. Ich freue mich, wenn du mir schreibst.

Von Herzen,

Unterschrift Monika Richrath

 

Das Lächeln eines Babys

Das Lächeln eines Babys

Zu den Dingen, mit denen ich mich im Augenblick intensiv befasse, gehört Bindung mit ihren vielfältigen Aspekten und die Auswirkungen von Bindungserfahrungen auf unser Leben. Mittlerweile bin ich übrigens wirklich davon überzeugt, dass unsere Bindungserfahrungen auch etwas mit Hochsensibilität zu tun haben …

Vor kurzem hatte ich bei zwei kurzen Begegnungen, die Gelegenheit

Bindungsverhalten von Babies

zu beobachten. Beide Begegnungen haben mich auf ihre Weise ziemlich mitgenommen, weil ich etwas, das ich bislang nur in Büchern beschrieben gelesen habe, nun am eigenen Leibe erleben konnte.

Begegnung 1

Ich stehe bei meinem Biometzger in der Schlange. Direkt neben mir, etwas abseits, steht ein Kinderwagen, die Eltern stehen beide an der Theke und kaufen ein.

Ein Baby! Hochgradig erfreut spähe ich in den Kinderwagen.

Das Baby ist wach.

Ich freue mich.

Ich lächele.

Das Baby lächelt zurück.

Ich merke richtig, wie mein Körper beginnt zu strahlen.

Noch dazu ist das Baby in etwa in dem Alter, wo man das Gefühl hat, von dem Baby erkannt und in seinem ganzen Wesen erfasst zu werden. So wie das Baby oben auf dem Foto.

Ich lächele noch mehr.

Das Baby dreht den Kopf weg.

Darum gucke ich auch weg und sehe mir die Auslage in der Fleischtheke an.

Nach einer Weile drehe ich das Gesicht wieder dem Baby zu und lächle.

Das Baby strahlt zurück – über das ganze Gesicht – und freut sich.

Ich lächele zurück.

Das Baby schaut weg.

Ich sehe wieder woanders hin.

Dabei erfasst mich eine Art ehrfürchtiges Staunen.

So geht das also mit der aufeinander abgestimmten Kommunikation.

Ganz mühelos eigentlich.

Wir gehen in Verbindung,

dann lassen wir los,

wir sammeln uns,

damit wir wieder in Verbindung gehen können.

So geht es hin und her.

Schließlich habe ich meinen Kopf abgewendet. Als ich mich umdrehe, ist der Kinderwagen verschwunden, mitsamt dem Baby. Ich habe es nicht gemerkt, ich war so absorbiert von dieser wunderschönen Kommunikationserfahrung.

Ich fühle mich sofort beraubt.

Nichtsdestotrotz hat mich dieses kleine Ereignis noch lange begleitet und erfreut. Selbst jetzt, wo ich es aufschreibe, merke ich, dass sich ein Lächeln von meinem Gesicht auf und im ganzen Körper auszubreiten beginnt … Jedenfalls ein offenbar glücklich gebundenes Kind.

Ganz anders verlief Begegnung 2.

Ich steige in einen Bus und setze mich auf einen Platz, wo mir schräg gegenüber eine junge Mutter sitzt, die ihr Baby auf dem Schoß hält.

Die Mutter hat eine Ausstrahlung, die ich spontan als bedrückt und sorgenvoll empfinde.

Das Baby hat haargenau die gleiche sorgenvolle Ausstrahlung.

Es beobachtet mich mit gerunzelter Stirn. Offenbar bedeutet meine Anwesenheit für das Baby in irgendeiner Form Stress.

Vorsichtig lächele ich das Baby an.

Das Baby lächelt nicht zurück.

Statt dessen intensiviert sich der sorgenvolle Blick.

Ich sehe weg.

Danach probiere ich es noch einmal. Versuche, extra freundlich zu gucken, Liebe in meinen Blick zu legen.

Vergeblich.

Damit kann das Baby gar nichts anfangen.

Es ist ganz offensichtlich, dass ich

eher eine Art Bedrohung darstelle.

Ich sehe wieder weg.

Aus dem Augenwinkel beobachte ich die Interaktion der Mutter mit dem Kind.

Die Mutter beugt sich von Zeit zu Zeit zu dem Kind herunter.

Das  Kind reagiert nicht. 

Es tut so, als sei die Mutter gar nicht da.

Nur wenn die Mutter weg guckt, wirft es einen schnellen Blick auf sie.

Hier sind zwei, die sich ständig verpassen.

Die Busfahrt dauert eine ganze Weile. Ich habe Zeit, sie zu beobachten.

Irgendwann holt die Mutter ihr Handy raus, beginnt, auf das Display zu gucken.

Ich spüre, dass die Energie des Babys schwächer wird, dass es sich mehr in sich selbst zurückzieht.

Dies zu sehen und zu spüren, tat mir richtig weh. Dies nun also ist ein Beispiel für – ich weiß gar nicht, wie ich das nennen soll – vielleicht eine Bindung, die nicht funktioniert.

Das Baby ist doch noch so klein, auch wenn es schon sitzen kann.

Irgendwann mag ich es nicht mehr sehen und stehe auf. Das tut mir so leid, das greift mich richtig an. Wahrscheinlich, weil es mich irgendwie an mich erinnert, an

meine eigene schwierige Kommunikation mit meiner Mutter,

an die schwierigen Voraussetzungen unserer Beziehung. Auch wenn ich ganz viel davon noch mit ihr klären konnte vor ihrem Tod, bleiben dennoch ganz viele Dinge übrig, mit denen ich noch nicht meinen Frieden gemacht habe, die noch unbearbeitet sind. Mittlerweile weiß ich ja um mein eigenes Entwicklungstrauma. Und hier kann ich direkt sehen, was eine Bindungsstörung bedeutet, wie das aussieht. Denn ich weiß, genau so war es auch mit meiner Mutter.

Mein Verhältnis zu meiner Mutter ist wie eine 7-köpfige Hydra. Wenn ich sieben Köpfe abschlage, wachsen 14 Köpfe nach. Manchmal kommt es mir so vor, als könnte ich niemals zu einem Ende kommen. Aber das stimmt doch nicht … jedenfalls weigere ich mich entschieden, das zu glauben. Mein Weg geht immer vorwärts, auch ich nur kleine Trippelschritten vorwärts mache und manchmal auch den ein oder anderen Schritt zurück, bleibt die Richtung insgesamt doch bestehen.

Wie ist es Ihnen gegangen beim Lesen dieses Artikels? Denken Sie dran, dass Sie immer mit EFT klopfen können, wenn Sie von etwas emotional getriggert werden. Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

 

Image by Regina Petkovic from Pixabay 

 

Image by Dorothy Loges from Pixabay 

Eine außergewöhnliche Erfahrung – Andreas Goldemann

Eine außergewöhnliche Erfahrung – Andreas Goldemann

Ich war schon seit sehr langer Zeit auf der Suche nach einer Art spiritueller Führung. Die eine oder andere Coach hatte ich schon aufgetan, allerdings blieb es immer bei einem „Hm, klingt interessant. Die Seite speichere ich mal.“ Der letzte, zündende Funke hat letzten Endes dann aber doch immer gefehlt.

In den vergangenen Monaten ist mein Bedürfnis nach Unterstützung gewachsen. Im Zuge der „großen Transformation“ sind bei mir Themen aufgetaucht, die sehr viel Stress verursachen (und die ich irgendwie auch mit meiner Hochsensibilität in Verbindung bringe), mit denen ich einfach nicht weiterkomme, auch mit einem Klopfcoach nicht.

Eines Tages habe ich in mein Tagebuch geschrieben,

dass ich Hilfe brauche

und die habe ich sehr umgehend bekommen. Ein paar Tage später landete in meinem Postfach eine Einladung von Younity, an der Masterclass von Andreas Goldemann* teilzunehmen.

Ich bin sicher, es war mein höheres Selbst, das mich veranlasst hat, diese E-Mail zu öffnen und mich zu der Masterclass anzumelden. Ich habe das gemacht, ohne auch nur darüber nachzudenken. (Das ist schon ein kleines Wunder, denn nur noch selten schreibe ich mich in die Verteiler anderer Menschen ein. Noch seltener öffne ich diese Mails.)

Andreas Goldemann bin ich vorher schon „begegnet“ (was mir aber erst später klar wurde). Beim Heal-Summit 2018 hatte er das Intentionen-Setzen vorgestellt. Mir war da schon klar, dass es eine sehr kraftvolle Methode zu sein scheint, aber ich kam nicht so recht klar damit.

Jedenfalls ging es in dieser Masterclass (eine Art Einführung in ein Thema) darum

sich selbst und seinem Körper wieder näherzukommen.

Das klingt ja erst einmal sehr schön, aber letzten Endes ist das, was für mich daraus entstanden ist, nach wie vor wie eine Art Wunder.

Andreas löst Belastungen im Körper und in den Körpern drumherum auf durch Gesang, Sprache, Gesten und Bewegungen. Klingt etwas verrückt, verrückt genug mich darauf einzulassen. Noch verrückter ist es, dass man selbst überhaupt nichts tun muss, außer zuzusehen.

Ich habe praktisch sofort gemerkt, dass etwas mit mir und meinem Körper geschieht.

Mir kam es vor, als würde mein Körper wohlig aufseufzen, weil er nun endlich etwas bekommt, was er so lange vermisst hat.

Um zu erklären, was passiert ist, muss ich etwas ausholen.

Ich weiß seit ein paar Jahren, dass ich nicht richtig in meinem Körper bin.

Das hat sich im Laufe eines Klopfseminars herausgestellt. Die Gründe dafür habe ich von Dami Charf in ihrem Buch „Auch alte Wunden können heilen“* erfahren. Es hat etwas mit „richtig auf der Erde ankommen“ zu tun.

Seitdem versuche ich, mich besser mit meinem Körper zu verbinden, seine Bedürfnisse zu beachten und zu erfüllen. Das klappt auch ganz gut, aber leider nur beschränkt.

Nun habe ich diese Masterclass gesehen und dabei ist etwas für mich vollkommen Unfassbares geschehen:

Ich bin in meinen Körper eingezogen!

Im Laufe der Masterclass wurden wir immer wieder aufgefordert, dies und das auszuprobieren: wie weit lässt sich der Kopf drehen, wie ist die Atmung usw. U. a. sollten wir eine Hand auf den Arm legen und spüren, wie sich das anfühlt. Am Anfang gab es eben nur das Gefühl von außen, wie die Handfläche auf dem Arm aufliegt.

Etliche Gesänge, Geräusche und Gesten weiter

spüre ich plötzlich, dass es auch eine Empfindung aus dem Inneren meines Körpers gibt, eine starke Kraft, die aus dem Inneren des Körpers nach oben zur Haut steigt (quasi von der entgegengesetzten Seite).  Das war unglaublich. Ich freue mich tagtäglich darüber, dass mein höheres Selbst dafür gesorgt hat, dass ich die Hilfe bekomme, die ich brauche und die zu mir passt.

Mein ganzes In-der-Welt sein hat sich verändert

durch diese eine Stunde. Und am Ende der Stunde hat es sich angefühlt, als lechze mein Körper nach mehr davon. Es war überhaupt keine Frage, dass ich natürlich den ganzen Flow-Kurs mache, ich habe mich sofort angemeldet. Im Laufe der nächsten 7 Wochen (so lange dauerte der Flow-Kurs) habe ich sehr viel gestaunt, sehr viel gelacht – aber auch sehr viel geweint.

Und es war auch keine Frage, dass ich nach der Beendigung des Flow-Kurses mit Andreas Hauptprodukt, dem Kurs „Zurück zum Ursprung“* weitermache, wo es darum geht, Belastungen und Stress systematisch aus dem Körper zu entfernen. Es ist zugegebenermaßen ziemlich viel Geld, ich finde aber, das Programm ist nicht nur jeden Cent wert, sondern eigentlich unbezahlbar. Andreas hat mein Leben auf eine Art verändert, die ich mir nie hätte träumen lassen.

Das Gute ist, ich muss gar nicht wissen, um welche Belastungen es sich handelt. Oft sind meine Reaktionen und Veränderungen auf und aus den Sessions für mich selbst sehr überraschend.

Viele Dinge weiß ich nicht bzw. sind mir nicht bewusst.

Neulich hatte ich das verrückte Erlebnis, dass Andreas in einer Session sagte „Du kannst das Leben, das auf dich zukommt, annehmen“ und eine innere Stimme sagte sehr klar und deutlich „Das will ich aber nicht!“ Aha. Ein innerer Wächter meldete sich. Da habe ich dann erst mal aufgehört und Widerstandsarbeit gemacht,

ich habe meinen Widerstand beklopft.

(Ein sehr schönes Gefühl übrigens, dass ich die Arbeit von Andreas  gut mit meiner eigenen Arbeit verbinden kann.) Und danach habe ich die Session wiederholt, woraufhin etwas passiert ist, was mir sehr schnell zeigte, dass sich etwas verändert hat.

Obwohl ich jemand bin, der die Dinge gerne selbst macht, gefällt mir dieses Format, dass ich mir etwas einfach nur ansehen muss, sehr gut. (Mit dabei gibt es übrigens auch noch Sounds zum Downloaden, die ich dann in der Woche höre, um das Ganze zu vertiefen.)

Ich mag es, Andreas zuzusehen. Er hat so ein schönes Lächeln, das mich ungemein berührt und auch froh macht. Wenn das „Check mal rein“ am Anfang jeder Session kommt, fange ich selbst immer an voller Vorfreude zu lächeln. Und mich berührt unglaublich, Andreas in seiner Trance zuzusehen, ich kann gar nicht genau sagen, warum, vielleicht, weil es für mich bedeutet, dass er sich uns zeigt, mit dem was in ihm ist. Dies ist für mich als Zuschauerin nicht nur einfach eine Freude, sondern es ermutigt mich auch, mich mehr zu zeigen, mit dem was in mir ist. Meinen Tanzstil habe ich schon ein bißchen verändert …

Und ich bin so neugierig darauf, was noch alles kommen wird und wie ich mich weiter verändern werde. Sicher ist: Ich bin nicht nur emotional, psychisch und spirituell gewachsen. Ich gehe auch viel aufrechter. Das kann ich selbst spüren. Die Veränderungen finden auf jeder nur denkbaren Ebene statt. Ich lerne allmählich, meinen Wahrnehmungen wirklich zu vertrauen. Ich bekomme einen vollkommen neuen Blick auf mich selbst.

Mein körperliches, seelisches und psychisches Erleben erfährt

ganz neue, tiefe Dimensionen.

Ich fühle mich auf eine ganz neue Art in mir, bei mir, in der Welt verwurzelt. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich das Gefühl, wirklich in mir anzukommen.

Dazu gibt es noch eine Fülle sehr nützlicher Informationen nebenbei, die mir weiterhelfen. Zum Beispiel, dass man mit der Nase Emotionen riechen kann – was mir tatsächlich schon öfter geschehen ist. Aber ich wusste eben niemals, ob ich dem trauen kann oder darf. Doch, darf ich, weiß ich nun. Abgesehen davon, lerne ich viel über Spiritualität und Verbindung, was mir sehr häufig auch in meiner Arbeit mit meinen Klienten zugute kommt.

Manchmal beschleicht mich so eine Ahnung, dass auf mich noch ein ganz anderes Leben wartet.

Ein Leben jenseits von Hochsensibilität und Klopfakupressur. Den einen oder anderen Vorgeschmack habe ich schon bekommen. Und es ist toll, wissen, dass ich noch längst nicht am Ende bin, dass noch ganz viel auf mich zukommen wird. Dinge, die ich jetzt noch nicht einmal in Worte fassen kann. Ich weiß noch nicht, was ich mit dem, was ich bis jetzt bei und mit Andreas erlebt habe, machen kann und ob ich daraus eine Arbeit machen kann, die andere Menschen in ihrem Leben unterstützt.

Im Augenblick ist jedenfalls schon klar, dass ich, wenn ich mit Zurück zum Ursprung* fertig bin, den Flow-Kurs noch einmal mache. Damit bin ich dann ohnehin noch bis zum Frühjahr nächsten Jahres beschäftigt.

Apropos Hochsensibilität: Ich glaube, dass dieser Kurs bzw. die Arbeit von Andreas deswegen so supergut für hochsensible Menschen geeignet sind, weil diese

besonders viele Stressbelastungen in ihren Körpern gespeichert haben,

bzw. vielleicht auch nicht richtig auf dieser Welt angekommen sind, bzw. zu viel bei anderen sind und zu wenig bei sich selbst.

Falls Sie jetzt neugierig sind und mal schnuppern wollen: gucken Sie mal auf meine Seite, Sie können sich anmelden und die erste Lektion kostenfrei angucken bevor Sie entscheiden, ob Sie den Kurs kaufen wollen oder nicht.

Auf der Seite finden Sie übrigens einen Link zu einer immunstärkenden Session, die Andreas im Zuge von Corona kostenfrei anbietet und wo Sie seine Arbeit ebenfalls ohne weitere Verpflichtung ansehen können. Dort müssen Sie nicht einmal eine E-Mail-Adresse hinterlassen.

Ich bin jedenfalls unendlich dankbar, dass ich auf Andreas gestoßen bin. Schon lange habe ich übrigens gedacht, dass mir irgendwie ein männliches Element in meinem Leben fehlt. Auch das hat sich auf sehr elegante Art und Weise erfüllt und erledigt.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare. Was haben Sie mit Andreas erlebt?

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

Meine Matrix Birth Reimprinting Erfahrung I

Meine Matrix Birth Reimprinting Erfahrung I

Schon mehrfach konnten Sie auf diesem Blog über Matrix Birth Reimprinting lesen, zuletzt hat Klopfcoach Karin Arndt aus München in diesem Artikel wunderbar beschrieben, was Matrix Birth Reimprinting eigentlich ist. Gerne erzähle ich Ihnen diese Woche, was in meiner ersten Matrix Birth Reimprinting Sitzung passiert ist.

Das war tatsächlich unglaublich spannend.

Zu Matrix Birth Reimprinting bin ich gekommen, weil ich das große Glück hatte, das Buch Heile Deine Geburt, Heile Dein Leben* von Sharon King übersetzen zu können, was mich überhaupt erstmals in Verbindung gebracht hat mit all den traumatischen Ereignissen, die rund um die Geburt herum passieren können. Manchmal sogar längere Zeit danach. Mir war schon nach wenigen Seiten klar, dass ich allerhand Geburtstraumata habe, mit denen ich mich unbedingt auch beschäftigen möchte. Irgendwann habe ich dann eine Online-Sitzung bei Karin Arndt gebucht.

Matrix Birth Reimprinting ist eine spezielle Methode der Klopfakupressur, bei der es darum geht, die Vergangenheit und unseren Blick darauf zu verändern. (Also, unsere Bewertung dieser Vergangenheit und wie wir sie abgespeichert haben) Das mag auf den ersten Blick sehr ungewöhnlich und unglaublich klingen, funktioniert aber wunderbar. Bei diesem Vorgang wird sehr viel geklopft. Immer dann, wenn eine Schwierigkeit auftaucht, wird diese mit Klopfen verändert, bis der/die Betreffende weitermachen kann und etwas Neues geschieht. Ich freue mich wirklich sehr, Ihnen einmal einen Prozess vorzustellen, den ich selbst erlebt habe, und der in mir immer noch lebt und sich fortlaufend weiter entwickelt.

Vorher war ich sehr aufgeregt,

ich hatte zwar eine Ahnung, was währenddessen passieren würde, aber überhaupt keine Vorstellung, bei welchem Thema ich beginnen sollte. Es schien so viele zu geben und ich war vollkommen gestresst und überfordert mit der Entscheidung, eines davon auszuwählen (Vermutlich geht es vielen meiner Klienten ebenso, wenn sie sich für ein Coaching anmelden, um besser mit Hochsensibilität umgehen zu können, fällt mir beim Schreiben ein).

Die erste Überraschung:

das Thema wird an anderer Stelle ausgewählt.

Einfach nur, indem ich, wie von der Therapeutin angewiesen, die Handkante klopfe, um zu schauen,

welches Bild kommt.

Das Bild kommt ganz schnell. Wir landen mitten in einer Familien Foto-Session. Ich bin ungefähr eineinhalb Jahre alt und mein jüngerer Bruder ist vor kurzem geboren worden. Außer meinen Eltern sind auch noch meine beiden älteren Schwestern auf dem Foto. Wir sitzen alle auf einer Bank. Die Fotos habe ich immer noch. Ich hatte damals einen kleinen Kinderbesen, den ich nicht aus der Hand gegeben habe und sehe sehr verwirrt aus. Ich sitze bei meinem Vater auf dem Schoß, während mein kleiner Bruder bei meiner Mutter auf dem Schoß sitzt.

Ich beginne, mit dem kleinen Mädchen, das ich einmal war, zu sprechen. Ich frage es, wie es sich fühlt? Es ist traurig und verwirrt. Es versteht nicht, dass da jetzt noch jemand anderes ist, der die ganze Aufmerksamkeit bekommt. Es fragt sich, ob es ersetzt worden ist?

Ich erkläre dem kleinen Mädchen, dass ich sein erwachsenes Ich bin und dass ich da bin, um ihm zu helfen. Das kleine Mädchen freut sich.

Jetzt geht es los: In dem Prozess klopfe ich auf mir selbst, während ich mir vorstelle, dass ich das Mädchen beklopfe. Die einzelnen Klopfsätze habe ich natürlich nicht mehr, aber der Prozess an sich ist spannend genug.

Als erstes frage ich das Mädchen

was ihm helfen würde, sich besser zu fühlen?

Es wünscht sich eine ganz weiche flauschige Decke, in die ich es behutsam einwickele, das grüne Schmusetier, das es sich wünscht, kommt auch dazu. Dann wünscht es sich noch, dass mein Vater meinen Bruder auf den Schoß nimmt und es zu meiner Mutter auf den Schoß kommt.

Meine Eltern haben aber beide Vorbehalte

gegen diesen Tausch. Mein Vater will mich nicht hergeben, warum weiß ich nicht mehr. Vielleicht, weil er mir vor meiner Geburt schon einen Auftrag erteilt hat, was ich damals aber noch nicht weiß.

Meine Mutter wird zunehmend dünner und auch hoffnungsloser. Sie will mich nicht auf den Schoß nehmen. Sie kann dem kleinen Mädchen auch nicht sagen, dass sie es lieb hat. Alles, was sie sagen kann, ist, dass sie hoffnungslos ist, weil sie alles in die Liebe zu meinem Vater gesetzt hat. Nun sitzt sie da, schon mit dem dritten kleinen Kind, ist meistens alleine, weil der geliebte Mann die meiste Zeit in irgendwelchen psychiatrischen Kliniken verbringt und sie die Kinder alleine großziehen muss. Eigentlich ja schon das vierte Kind, aber es geht ja um mich, das dritte Kind und die Schwierigkeiten, die meine Mutter und ich miteinander hatten.

Jetzt wird es Zeit für eine Intervention.

Meine Eltern werden beide in die Lichtmatrix geschickt (ich bin nach wie vor unendlich begeistert über diesen Ausdruck und dieses Bild).

In der Lichtmatrix

sollen meine Eltern sich ohne Geschichte oder Anhaftungen begegnen. Das funktioniert aber nicht ohne weiteres. Zunächst muss ich beide in eine

Dekontaminationsschleuse 

stecken, wo sie mit einem Turbo Absaugerantrieb abgesaugt werden, damit sie sich sozusagen ganz „rein“ begegnen können. Ohne ihre Geschichte sind beide sehr kraftvolle und fröhliche Wesen. Ihre Herzen leuchten. Das von meinem Vater ist rot, das von meiner Mutter grün. Beide sind jung, frisch verliebt, fröhlich. Sie tanzen, dass die Funken nur so sprühen.

Dieses Bild haben wir imprinted.

Dies bedeutet, ich nehme das Bild ein paar tiefe Atemzüge lang in mein Herz auf. Dann schicke ich es ins Universum hinaus. Während der folgenden Tage denke ich immer wieder vor dem Einschlafen, und immer dann, wenn es mir einfällt, an dieses Bild, wie mein junger Vater und meine junge Mutter so verliebt in der Lichtmatrix (die ich mir als einen strahlend weißen Raum vorstelle) tanzen.

Dann geht es zurück auf die Erde, zu und in meinen Prozess.

Meine Eltern sind jetzt bereit, die Kinder zu tauschen. Mein Vater nimmt meinen Bruder, meine Mutter nimmt mich als kleines Mädchen auf ihren Schoß.  Meine Mutter sagt dem Mädchen, dass es ihr wunderschönes kleines Mädchen ist und niemand es jemals ersetzen wird. Dann ist es für das Mädchen erst einmal gut. Es rutscht vom Schoß der Mutter und geht zu dem Körbchen, in dem der kleine Bruder mittlerweile liegt und freut sich über das kleine Geschwisterchen. Dann strecken auch die anderen Schwestern ihre Arme nach dem kleinen Mädchen aus und alle umarmen sich. Dann beginnen alle zu tanzen. Mein Vater hat dabei meinen Bruder, meine Mutter hat mich auf dem Arm. Meine beiden älteren Schwestern tanzen auch miteinander.

Plötzlich habe ich den Impuls,

den Rahmen dieser Geschichte zu verändern. Jetzt sind wir in einem riesengroßen Haus, unserem Haus mit Garten, in dem jeder von uns ein eigenes Zimmer hat. Das Wohnhzimmer ist riesig, es hat einen Kamin und riesige Fenster und nichts steht darin als ein großer Tisch, der uns aber trotzdem nicht beim Tanzen stört. Es ist immer noch genug Platz für alle.

Mir fällt auch noch

ein dienstbares Gespenst

für meine Mutter ein. Es ist durchsichtig bläulich und unterstützt meine Mutter bei allem, was schwierig, nervötend oder langweilig ist. Und beim Tanzen schwebt es mal hierhin, mal dahin, das ist lustig anzuschauen. Und weil das diensbare Gespenst multi-tasking-fähig ist kocht es uns ein leckeres Essen, während es tanzt. Dann setzen wir uns alle um den Tisch, das dienstbare Gespenst serviert uns das Essen. Wir halten uns alle an den Händen und sind sehr miteinander verbunden.

Dieses Bild haben wir auch imprinted.

Die Sitzung war hier zu Ende. Aber das Bild lebt in mir weiter und verändert sich fortlaufend.

Zu meiner riesengroßen Überraschung bin ich ein paar Tage später, als ich ein bestimmtes, sehr fröhliches lateinamerikanisches Tanzstück gehört habe, wieder in das Bild gesprungen, habe dort wieder getanzt mit meiner Familie, in wechselnden Konstellationen. Jedesmal steigt in mir wieder die Freude aus dem Bild in mir auf. Das Bild ist nun mit dieser Musik verknüpft und es geschieht immer etwas Neues, wenn ich die Musik höre. Zum Beispiel war nach einer Weile plötzlich mein innerer Säugling bei mir. Das ist wunderschön. Sie liebt tanzen genauso wie ich und kräht dabei fröhlich, strahlt mich dabei an und zappelt mit ihren kleinen Ärmchen. Ich habe sie auch meiner Mutter schon einmal beim Tanzen gegeben. Am liebsten ist sie aber bei mir.

Das letzte Mal, als ich diese Musik gehört habe, war übrigens meine Herkunftfamilie ganz verschwunden. Das Haus war immer noch da, so, wie ich es in der ersten Matrix Birth Reimprinting Situation erschaffen hatte, aber jetzt tanzte dort meine eigene kleine innere Familie, die aus meinem inneren Säugling, meinem inneren Kind und einem mürrischen Teenager, der nicht spricht, aber trotzdem dabei ist, besteht. Das war auch total schön. Alle lieben es zu tanzen, auch der Teenager entspannt sich und wird von Freude überflutet.

Auch die ärmlichen Verhältnisse, in denen ich groß geworden bin, haben sich durch dieses Bild verändert. Ich denke jetzt eher an das Haus, als an die drangvolle Enge der 3-Zimmer-Wohnung, in denen ich tatsächlich meine ersten 18 Lebensjahre verbracht habe. Und dass ich nun alleine so viel Raum für mich habe, wie meine ganze Familie zusammen, hat übrigens auch mit Matrix Birth Reimprinting zu tun. Das hebe ich mir aber für ein anderes Mal auf.

Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare. Haben Sie vielleicht selbst schon Erlebnisse mit Matrix Birth Reimprinting gehabt?

Von Herzen,
Ihre
Monika Richrath

Bild von lillaby auf Pixabay

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