Was ist Retrauma-tisierung?

Was ist Retrauma-tisierung?

Das Leben kann ganz schön kompliziert werden, wenn man

durch verschiedene Situationen oder Lebensumstände traumatisiert ist.

Das Gehirn geht ja sehr eigene Wege, die wir mit unserem Verstand kaum nachvollziehen können.

In meinem Schlafbuch* habe ich ein ganz gutes Beispiel beschrieben dafür, wie Glaubenssätze entstehen: ein kleiner Junge will seinem Vater mit der Gartenarbeit helfen. Aber der Vater gibt eine missverständliche Anweisung oder bürdet ihm eine viel zu schwere Aufgabe auf (wie z. B. einen zu schweren Sack Gartenabfälle zu schleppen). Der Junge kann dann ja gar nicht anders als scheitern. Dann wird er noch ausgeschimpft dafür und vielleicht bekommt er sogar zu hören „Du kannst aber auch gar nichts richtig machen!“ Das ist natürlich ein Glaubenssatz, der sich ganz tief in den Jungen hineingraben wird. Vielleicht wird sich

daraus ein Trigger entwickeln.

(Ein Trigger ist ein Auslöser, der in dir eine Empfindung hervorruft.) Du kannst dir vorstellen, dass der Junge das nächste Mal keine Lust haben wird, dem Vater im Garten zur Hand zu gehen. Es könnte ja sein, dass der Vater wieder etwas zu ihm sagt. Und das wird sich dann nach und nach immer mehr ausweiten und nicht nur auf den Vater beschränkt bleiben. Es ist sehr gut denkbar (und wahrscheinlich – je nachdem, wie der Junge „gestrickt“ ist), dass er immer weniger Lust haben wird, von sich aus aktiv zu werden, weil er Angst hat zu scheitern und in oder mit dem Scheitern beschämt zu werden vor Publikum. (Es ist sehr gut möglich, dass diese eine Situation von dem Jungen als ein Trauma empfunden wird!)

Der Junge hat dann also

eine Blockade entwickelt.

Aber auch wenn diese Blockade ein echter Hemmschuh für ihn ist, geschieht sie trotzdem zu seinem Schutz.

Denn sein System (auch wenn wir nicht genau wissen, wer und was genau das ist) ist letztendlich nur besorgt um die Sicherheit des Jungen, bzw. später des Mannes.  Das System möchte verhindern, dass der Junge/Mann noch einmal in eine Situation kommt, die er als bedrohlich erlebt hat. Ich nenne diesen Teil gerne „Die inneren Wächter“. Beim Klopfen kommen sie häufig mit ins Spiel. Denn wenn man etwas verändern möchte, geht ohne sie gar nichts!

Dieses Sicherheitssystem ist in jedem von uns pausenlos im Einsatz. Stephen Porges hat das sehr schön in seinem Konzept der Neurozeption beschrieben. Das heißt, dass es in uns Teile gibt, die pausenlos checken,

ob und wie wir gerade „in Sicherheit“ sind.

Wenn wir traumatische Erfahrungen gemacht haben, führt das dazu, dass unser Wächter-System noch wachsamer die Umgebung auf mögliche Gefahren abscannt. Jeder Trigger kann reichen, um uns woanders hin zu beamen: ein Geruch, ein Blick, ein Tonfall, eine Farbe, Musik … Dieser Umstand wird begünstigt durch die Tatsache, dass traumatische Erfahrungen aufgrund von Überforderung eher bruchstückhaft abgespeichert werden.

Dies führt natürlich dazu, dass unser Leben sehr beeinträchtigt wird, weil bestimmte Dinge in einem „normalen“ Rahmen gar nicht mehr möglich sind. Wir sehen dann alles nur durch eine rote „Gefahren-Brille“.

In den vergangenen Jahren habe ich begonnen, mich auf verschiedenste Art und Weise mit Trauma auseinanderzusetzen. Erst nach und nach habe ich begriffen,

wie eine Retraumatisierung aussieht und sich anfühlt.

Dass es ein sehr spezieller Zustand ist, der sich vor allem dadurch auszeichnete, dass ich mich ein paar Tage in einer Art verwirrtem Nebel befand, wo meine Verbindungen zur Außenwelt beeinträchtigt waren, sich manchmal sogar gekappt anfühlten. Damit verbunden war natürlich auch ein Gefühl von Verloren-Sein und Sich-allein-Fühlen. Kurz: bei einer Retraumatisierung man gerät also wieder in einen Trauma assoziierten Zustand, so wie man sich in der ursprünglichen Situation gefühlt hat – samt allen körperlichen Symptomen und Stress-Reaktionen.

Nach ein paar Tagen verschwand dieser Zustand von allein wieder. Es ging mir dann wieder gut. Es ist mir erst vor ganz kurzer Zeit klar geworden, dass bestimmte Ängste, die dann und wann auftauchen,

mit Trauma assoziierte Zustände sind.

Auch, dass ich bestimmt vier Fünftel meines Lebens fast immer in diesen Zuständen gelebt habe …

Es gibt außerdem etwas zu bedenken: Hochsensibilität in Verbindung mit belastenden Kindheitsgefühlen macht einen grundsätzlich

äußerst anfällig für sekundäre Traumatisierung.

Denn Hochsensibilität hat ja häufig den Effekt, dass man Reize von außen sehr schnell aufnimmt. Menschen können grundsätzlich durch das traumatisiert werden, was jemand anderer erzählt.

Das ist mir selbst schon passiert, interessanterweise weniger mit Klienten, sondern im Privatbereich, wo ich mir beim Kartenspielen mit anderen diverse schreckliche Szenarien anhören musste und auch nicht weggehen konnte. (Jedenfalls habe ich es nicht über mich gebracht, die Erzählerin war offenbar in großer emotionaler Not. Hochsensibilität lässt mal wieder grüßen! Dadurch sind ihre Szenarien zu meinen Szenarien geworden! Ich habe mir dann keinen anderen Rat gewusst, als die Gruppe zu verlassen.)

Jedenfalls habe ich dadurch verstanden, dass es unbedingt gilt,

Retraumatisierung zu vermeiden.

Nicht nur für meine Klient*innen, sondern auch für mich.

Nun ist es ja so, dass beim KLOPFEN per se immer Gefühle mit hochgeholt werden, die mit einer bestimmten Siutation verbunden sind. Gefühle, die im Körpergedächtnis gespeichert werden. Das Risiko, diese Gefühle mit hochzuholen, ist relativ hoch, wenn man sich mit belastenden Kindheitserfahrungen beschäftigt.

Darum hat mich der Ansatz der kanischen EFT-Masterin Nacy Forrester so begeistert. Ihr Ansatz, „Conscious EFT“ zielt darauf ab,

EFT/KLOPFEN für die Anwender*innen sicherer zu machen.

Mich hat das sofort begeistert, weil mir klar war, wie sehr die Menschen, die mir in irgendeiner Weise folgen, davon profitieren können. Die meisten von uns haben ja viele (und häufig auch schwere) Belastungen. Demzufolge gibt es meistens auch sehr viele Trigger, Auslöser für oder von (vielleicht unbewussten) Erinnerungen und Verhaltensweisen.

Was liegt da näher, als das KLOPFEN so zu gestalten, dass man möglichst gar nicht in die Nähe von Triggern kommt? Das war letzten Endes mit eine meiner

Hauptmotivationen, den Intensivkurs zu entwickeln.

Denn neben der Gemeinschaft Gleichgesinnter ist ein weiteres wichtiges Element des Intensivkurses, dass wir im Kurs vor allem Impulse klopfen, die sich nicht auf einzelne Erfahrungen beziehen, sondern auf „Lehren“ oder Glaubenssätze, die du aus vielen unterschiedlichen Erlebnissen gezogen haben magst. Diese Impulse sind grundsätzlich anders gestaltet als Klopfsätze und erreichen deinen Körper daher auf sehr viel tieferen Ebenen als einzelne Sätze es jemals könnten. So kannst du mit sehr viel weniger Aufwand sehr viel mehr erreichen…  Der Intensivkurs öffnet jetzt vom 21. bis zum 27. April 2023 für max. 10 Teilnehmer*innen.

Wie immer, veranstalte ich wieder vorher einen kostenlosen Workshop. In dem Workshop zeige ich dir, wie du richtig und achtsam klopfen kannst. Außerdem kannst du schon ein bisschen Intensivkurs-Feeling schnuppern.

Sehen wir uns im Workshop? Ich freue mich, wenn du dabei bist.

Von Herzen, deine

Monika

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Widerstand und Selbstsabotage

Widerstand und Selbstsabotage

Hochsensibilität führt sehr häufig dazu, dass man ein grundsätzliches Problem damit hat, etwas loszulassen. Egal, was. Menschen, Orte, Verhaltensweisen – und vor allem Gedanken. Auch wenn diese Gedanken gar nicht gut für uns sind und besser ungedacht blieben. Warum schädigen wir uns bloß selbst?

Ganz sicher handelt es sich um eine Trauma Folge.

Wenn man nämlich ein Leben lang belastende Kindheitserfahrungen mit sich herumschleppt, die man einfach nicht loswerden kann, ist so gut wie immer das eigene Empfinden von Sicherheit beeinträchtigt. Weil wir gelernt und verinnerlicht haben, dass es viele Dinge gibt, die einfach nicht sicher sind.

Und diese Angst hält einen fest und zurück (wenn man nichts dagegen unternimmt). Diese Angst ist es, die dafür sorgt, dass wir uns nicht leben können, dass wir vielleicht

das Gefühl haben, unser Leben zu verpassen.

(Diese Angst könnte jetzt auch mit den steigenden Infektionszahlen wieder wieder größer werden …)

So viele Dinge wünschen wir uns, ganz dringend und von Herzen, aber je mehr wir unternehmen um sie zu erreichen, umso weiter scheinen sie weg zu rücken. Oder es passiert gar nichts, wir bewegen uns keinen Zentimenter vorwärts. Das kann uns auch in einer Art Dauer-Stress gefangen halten.

Leider ist es so, dass wir etwas unbedingt haben wollen, aber

genauso intensiv wollen wir es aber auch nicht.

Nun sind uns die eigenen Widerstände gegen scheinbar positive Zustände meistens eher nicht bewusst. Noch weniger haben wir dabei im Blick, dass vermeintliche „positive Zustände“ sich nicht unbedingt für alle unsere inneren Anteile wirklich „positiv“ anfühlen, sondern für einige Anteile eher bedrohlich wirken können.

Widerstände können sehr viele verschiedene Formen haben, bzw. sich auf sehr unterschiedlichen Wegen zeigen.

Ich habe dafür selbst ein richtig gutes Beispiel.

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich über das Schneckentempo geschrieben, in dem ich vorwärtszukommen scheine. Nun ist es so, dass ich ja nachverfolgen kann, dass die Zahl meiner Seitenaufrufe täglich wächst und Besucher*innen offenbar sehr viel mehr Zeit auf meiner Seite verbringen. Ich bekomme auch sehr schönes persönliches Feedback über meine Serie Trauma in Liebesbeziehungen. (Und ich glaube auch, dass (Entwicklungs)Trauma superwichtig ist, weil es so viele Menschen betrifft, aber in der Öffentlichkeit kaum vorkommt. Trotzdem wächst die Zahl meiner Blogfollower*innen kaum.

Gestern bin ich ziemlich schlagartig meiner

eigenen Selbsabotage auf die Schliche gekommen.

Ich war sehr peinlich berührt. Ich habe zwar ein wunderschönes Blog-Abo-Formular gebastelt, es aber versäumt, dies immer unter die Beiträge zu setzen …

Das war aber noch nicht alles. Ich habe auf dieser Seite ja verschiedene kostenlose Angebote. Mir ist nicht aufgefallen, dass ich beim Kopieren von Registrierungsformularen diese nicht den richtigen Listen zugeordnet habe. Au weia.

Es kann also sein, dass du dich vielleicht für den kostenlosen E-Mail-Kurs angemeldet hast, statt dessen aber eine E-Mail für den Intensivkurs bekommen hast (vielleicht sogar eine alte). Ich kann es natürlich niemandem verdenken, wenn er/sie sich darüber ärgert und wieder abmeldet (und niemals wiederkommt).

Ich habe das sofort als krasse Selbsabotage begriffen,

als ein Ich-lege-mir-selbst-Steine-in-den Weg.

Soweit mir das möglich war, habe ich die Liste bereinigt. Die einzige Sache, die ich nicht mehr nachvollziehen kann, ist, ob sich jemand vielleicht für den Blog anmelden wollte und statt dessen beim Newsletter gelandet ist. Falls dem so sein sollte, melde dich doch bitte noch einmal für die Blogliste an.

Ich versuche mir zu verzeihen. Ich glaube, ich neige in der Regel nicht (mehr?) dazu mich selbst zu beschimpfen. Ich weiß, dass das alles schlimmer macht und niemals besser. Aber gerade ärgere ich mich unglaublich über mich … So sehr habe ich mich schon lange nicht geärgert. Aber offenbar ist es an der Zeit, dass ich mich mit meinen

eigenen Widerständen in Sachen „erfülltes Leben“

befasse. Damit ich meinen Visionen für mich ein Stück näher komme. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass es in mir Anteile gibt, die gar nicht wollen, dass ich sichtbarer werde (vielleicht, weil sie Angst haben, dass die Anzahl derer, die mir sagen: „Das darfst du nicht!“ wächst …)

So ein krasses Jahr wie dieses hatte ich glaube ich noch nie. So kommt es mir jedenfalls vor. Ich bin mir selbst noch nie so nah gekommen wie in diesem Jahr. Im Guten wie im Schlechten. Das meiste war toll. Aber ich bin auch echt durch. Meine Fehler scheinen sich zu häufen. Ich brauche wohl mal dringend Urlaub. Und so langsam setzt sich auch bei mir die Erkenntnis durch, dass ich jetzt nicht mehr alles alleine schaffen kann … Und darum werde ich jetzt gleich sofort versuchen herauszufinden, woran es bei mir liegt und das beKLOPFEN.

Wenn du auch das Gefühl hast, du steckst fest und kannst dich nicht leben, dann mach doch mit bei meinem nächsten Workshop. Ich zeige dir 3 Möglichkeiten, mit denen du achtsam und sicher klopfen kannst.

Mit welchen Widerständen hast du zu kämpfen? Wie immer freue ich mich, wenn du deine Erfahrungen mit uns teilst.

Von Herzen,

deine

Monika

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Blogparade:  3 Lieblingsrituale

Blogparade: 3 Lieblingsrituale

Durch die ganze Aufregung wegen des Launches meines Intensivkurses ist meine Schreibtätigkeit für den Blog ein wenig ins Hintertreffen geraten. Das will ich absofort ändern. Schon lange habe ich keine Blogparade mehr veranstaltet. Nach all den schwierigen Themen, die sich aus der Hochsensibilität häufig ergeben, kam mir in den Sinn, dass es schön ware, sich mal wieder ganz ohne Stress auf leichte und schöne Dinge zu fokussieren.

Darum geht es in dieser Blogparade um 3 stärkende Lieblingsrituale. Wenn Sie weniger haben, macht es auch nichts. Meine 3 Lieblingsrituale finden alle morgens statt.

1. Tee trinken

Es ist ein bisschen verrückt, auch nach 10.585 Tagen (oder so), seit ich dieses Ritual pflege, freue ich mich morgens immer noch unglaublich auf meine allererste Tasse grünen Tee.

Ganz früher, als ich noch als Morgenmuffel unterwegs war, gab es die erste Tasse Tee erst im Büro (oft mit der ersten Zigarette des Tages – bei dem Gedanken schüttelt es mich heute vor Entsetzen). Ein Morgenmuffel bin ich schon lange nicht mehr. Ich glaube, das hat auch etwas mit der ersten Tasse Tee zu tun. Denn

dieses Ritual ist mein Einstieg in den Tag

mein Weg, mit der Welt in Kontakt zu treten. Dieses Ritual habe ich vor ca. 20 Jahren etabliert, als ich mal wieder mitten in einem Burnout war und überdies noch meine Arbeit verloren hatte. Von Hochsensibilität wusste ich damals noch nichts, aber ich hatte mal wieder für 3 gearbeitet und mich völlig übernommen.

In dieser Zeit gewöhnte ich mir an, die erste Tasse Tee des Tages im Bett zu trinken, melancholische Lounge-Musik zu hören, mich langsam in den Tag hinein zu tasten und an ihn zu gewöhnen. So habe ich meine Morgen-Muffeligkeit verloren. Fast nebenbei.

Heute trinken ich meine erste Tasse Tee übrigens nicht mehr im Bett. Nachdem ich im Zuge meiner Recherchen zu meinem Buch „Die Geheimnisse des gesunden Schlafs“ herausgefunden habe, dass es wichtig ist morgens nach dem Aufwachen gleich aufzustehen, trinke ich die erste Tasse des Tages auf dem Sofa.

Von dort habe ich

einen wunderschönen Blick auf einen bewaldeten Berghang,

der vom Sofa manchmal wie der Rücken eines sehr großen, grünen, schlafenden Tieres wirkt. Im Winter erlebe ich es oft, dass der Berghang sich morgens nach und nach aus der Dunkelheit oder dem Nebel herausschält. Der Blick ins Grüne sorgt dafür, dass ich

mich verbunden fühle

mit der Natur, dem Leben, dem Universum, einfach allem.

2. Tagebuch schreiben

Dies ist eng verknüpft mit dem Teetrinken. Das Hören melancholischer Lounge-Musik habe ich zwischenzeitlich aufgegeben. (Dabei hat mir das Klopfen übrigens sehr geholfen.) Ich bin irgendwann darauf gekommen, dass das Hören melancholischer Lounge-Musik bei mir eine Sehnsucht unterhielt. Ich hatte nämlich nicht nur die Arbeit verloren, sondern mir war auch das Herz gebrochen worden, sehr gründlich. (Das war echt eine ziemlich schlimme Zeit in meinem Leben.) Sehnsuchtsvolle Musik zu hören war absolut nicht hilfreich für den Umgang mit der Tatsache, verlassen worden zu sein. Nachdem ich die Sehnsucht eine Weile beklopft habe, konnte ich das Hören dieser Art von Musik aufgeben. DAS war hilfreich!

Statt dessen habe ich begonnen, regelmäßig morgens Tagebuch zu schreiben – und dabei Tee getrunken. Irgendwie sind das Tee trinken und geistige Anregung auch miteinander verknüpft.

Eine Zeitlang habe ich es mit automatischem Schreiben probiert, aber das hat mich eher genervt. Ich hatte mich schon daran gewöhnt, mein schriftlich Leben festzuhalten. Vielleicht hat mich das auch

getröstet, weil ich mich einsam fühlte

damals. Oder weil ich eine Bestätigung wollte, dass mein Leben nicht umsonst war. Das war alles noch in einer anderen Zeitrechnung. Damals wusste ich noch gar nichts über mich. Dinge stießen mir einfach zu. Ich hatte mich noch nicht mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt und

noch nie von Hochsensibilität gehört.

Tagebuch geschrieben habe ich eigentlich schon seit ich gelernt habe zu schreiben. Früher habe ich aber nur besonders schöne oder besonders schreckliche Sachen aufgeschrieben. Als ich die Gewohnheit aufnahm, jeden Tag morgens zu schreiben, habe ich begonnen, jeden Tag alles aufzuschreiben, was mir wert schien, festgehalten zu werden.

Es ist schon ziemlich toll, ich könnte mein Leben über weite Strecken fast lückenlos nachvollziehen. Es ist mir ganz unverständlich, dass es Menschen gibt, die ihre Tagebücher verbrennen. (Den Wunsch, sich von der Vergangenheit zu trennen, verstehe ich natürlich schon.) Aber meine Tagebücher zu vernichten kann ich mir nicht vorstellen. Für mich steht schon fest, dass ich mein Tagebuch mal einem Archiv vermache, als Zeitzeugendokument.

Das Tagebuchschreiben hat mich

zu dem gemacht, was ich heute bin.

Ich denke, diesen Blog gibt es nur, weil ich durch das Tagebuchschreiben die Fähigkeit erworben habe, über mich zu schreiben und zu erzählen. Mit ein bisschen Distanz, Humor und Ironie. Das eine habe ich so lange gemacht, dass das andere ganz leicht fiel und fällt und sich ganz natürlich anfühlt.

Aber zurück zu meinen Lieblingsritualen: Wenn ich mit dem Tagebuchschreiben und Teetrinken fertig bin, starte ich

3. Nordic Walking

Ich habe das vor Jahren schon einmal begonnen, sogar einen Blogbeitrag dazu geschrieben. Leider ist es nach und nach in Vergessenheit geraten, vielleicht habe ich es auch nicht lange genug gemacht, um wirklich eine Gewohnheit daraus zu etablieren. Jetzt laufe ich aber schon seit mehreren Wochen wieder fast jeden Tag und es macht mich sowas von glücklich! Eigentlich laufe ich nur dann nicht, wenn ich morgens einen akuten Erschöpfungsschub habe (was zum Glück nicht mehr allzu häufig vorkommt).

Was ich selbst sehr schön finde, ist, dass mir das eine ganz besondere Form von Körperglück beschert. Es ist häufig so, dass, noch während ich schreibend auf dem Sofa sitze, in mir so eine Freude hochblubbert. Die schiere Vorfreude auf die Bewegung. Beim Laufen sage ich dann häufig mein Switchword des Tages vor mich hin. Bei meiner aktuellen Strecke von 35 Minuten kommt da ganz schön was zusammen 😉

Jetzt sind Sie am Zug.

Welches sind Ihre 3 Lieblingsrituale?

Welche Rituale verleihen Ihnen Kraft? Schreiben Sie entweder einen Beitrag auf Ihrem eigenen Blog und verlinken Sie ihn in den Kommentaren. Bitte verweisen Sie im Text auf meine Blogparade und setzen Sie einen Link zu dieser Seite.

Falls Sie keinen eigenen Blog haben, können Sie mir den Text auch schicken und ich setze ihn für Sie in die Kommentare.

Jetzt bin ich ganz gespannt, welche Rituale Sie haben, die Ihnen Kraft und Zuversicht geben.

Bitte schicken Sie Ihre Beiträge bis zum 31. August 2021 ein.

Von Herzen,

Ihre

Monika Richrath

Image by Baohm from Pixabay 

Lieblingsrituale von Gundula
1) Ich war schon immer ein begeisterter Frühaufsteher. Und jetzt ist es Lina, unsere 13jährige Süddeutsche Hütehündin, die früh ab ca. 6.30 Uhr oder eher uns mitteilt, dass sie ausgeschlafen hätte.
Sie schläft mit im Schlafzimmer auf dem Fußboden. Und dort kann sie unter 3 Optionen wählen: Hundebett (noch von Wuffi), Flauschdecke oder etwas kühleres Bettchen, also eine richtige Prinzessin.
Dann gähnt sie, oder scharrt mit ihren Krallen auf dem Fußboden, oder seufzt – alles Dinge, um ihre „Herde“ wach zu bekommen. Und natürlich stehe ich auf und lasse sie schnell in den Garten. Dann gehe ich wieder ins Bett, nachdem Lina ganz schnell wieder drin ist.
Gegen 7 Uhr stehen wir dann auf – da läuten die Glocken der Evangelischen und Katholischen Kirche im Dorf.
2) Unserem über 14 Jahre alten Malteser Rüden Wuffi zu Ehren, der am 01.03.2021 wegen Krebs und dadurch viel Wasser in der Lunge eingeschläfert wurde, dusche ich mich jeden Morgen (nur) kalt.
Dieses Kaltduschen habe ich eigentlich seit meinem 15. Lebensjahr vorgenommen, allerdings 2 Jahre lang ausgesetzt, bevor ich Wuffi das Versprechen gegeben habe.
3) Und weil ich schon viele Artikel über Kokosöl (Dr. Goerg) gelesen habe, habe ich ebenfalls wieder mit Kokosöl-Ziehen angefangen. Das mache ich beim Abbürsten mit der Klosterbürste (Messingborsten), Duschen, Abtrocknen, danach leichtes Einölen mit Kokosöl. Alles in allem dauert dieser Ölzieh-Prozess etwa 6 Minuten.
4) Danach gehen Lina und ich Gassi. Sie ist ein sehr lieber, freundlicher Hund. Allerdings hat sie durch das  neunjährige aktive Schafhüten gelernt, dass andere Hunde für „ihre Herde“ – also jetzt ich – eine Gefahr darstellen könnten und ist dann nicht mehr so freundlich. Deshalb muss sie leider an die Leine.
5) Nach dem Gassigehen hat mein Mann schon den Kaffee gekocht, und wir sitzen am Frühstückstisch. Zuerst bekommt Lina ihr Fressen. Sie wird nicht verwöhnt, sondern ist gleichwertiges Familienmitglied, muss jedoch auch warten können wie alle anderen auch.
6) Nach dem Frühstücken wird „gewimmelt“. Und zwar June’s Journey. „June’s Journey ist ein Computerspiel des deutschen Spieleentwicklers und -publishers Wooga. Das Wimmelspiel wurde 2017 auf Facebook sowie für mobile Endgeräte mit den Betriebssystemen Android und iOS veröffentlicht.“
 
Ich bin eigentlich kein Computerspieler, doch habe ich mich von meinem Mann überzeugen lassen, dass dieses Wimmeln einiges an Geist abverlangt. So kommen einmal pro Woche auch noch Vergleichs- und Zeitspiele dazu, die enorm fordernd sind. Wir spielen immer ohne Geld!!!
7) Früher habe ich auch sog. Sehnsuchtsmusik angehört. Schnell habe ich gemerkt, dass dies für mein Wesen nicht förderlich ist. Deshalb komme ich seit Jahren ohne jegliche Musik aus – „und das ist gut so“ (dieses Wortspiel kommt in einem Märchen vor. Da war einem Mann aufgetragen worden, als Antwort immer nur „und das ist gut so“ zu sagen, egal in welcher Situation er sich befindet …).
8) Und gern gehe ich in unseren Hausgarten, wenn mir nach Unterbrechung meiner Tätigkeit zumute ist. Ich bin sehr schnell geistig ermüdet und muss öfters eine Pause machen.

Wie Sie sich mit der EFT-Klopftechnik in ein neues Lebensgefühl hineinklopfen

Wie Sie sich mit der EFT-Klopftechnik in ein neues Lebensgefühl hineinklopfen

Das ist eine echte Herausforderung für meine Hochsensibilität. Mein Leben fühlt sich im Moment als, als säße ich auf einem rasenden Zug, der immer mehr und mehr an Geschwindigkeit aufnimmt. Zwischendurch werden immer wieder einmal neue Waggons angehängt, was die Fahrt nicht verlangsamt, sondern beschleunigt. Stress pur.

Das hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich innerhalb so kurzer Zeit als Sprecherin auf vier verschiedenen Kongressen auftrete! Es ist natürlich sehr schön, auf das Thema Hochsensibilität aufmerksam machen zu können, und auf meine Arbeit mit dem Intensivkurs.

2010 habe ich meine erste Klopfausbildung angefangen. Die Idee, die

EFT-Klopftechnik mit dem Thema Hochsensibilität zu verbinden,

hatte ich relativ schnell. Es war eine sehr gute Idee, denn ich hatte ja das beste Studienobjekt für meine Zielgruppe, das man sich nur wünschen kann: mich selbst.

Auch wenn ich damals noch keine wirkliche Ahnung von Hochsensibilität hatte. Nur eines wusste ich: dass ich den Stress, die Ängste,

all das Unglück, aus dem mein Leben bestand,

das wollte ich nicht mehr. Obwohl ich natürlich fairerweise sagen muss, einen wirklich bewussten Entschluss mein Leben zu ändern, gab es nicht. (Das wurde wohl woanders entschieden.) Eines kann ich allerdings: Chancen wahrnehmen. Wenn mir etwas vor die Nase gesetzt wird, und ich weiß, oder merke, es ist gut für mich, dann packe ich zu. Und lasse nicht mehr los. Die Verbindung von Klopfakupressur mit dem Thema Hochsensibilität wurde mir übrigens genauso vor die Nase gesetzt. Die Idee für den Intensivkurs auch.

Ich hatte schon lange von einer Art Jahresgruppe geträumt, bin aber vor der eher hochpreisigen Natur zurückgeschreckt. Was irgendwie gut war, denn dann habe ich Andreas Goldemann getroffen und war sofort

fasziniert von seiner Art der Gruppenarbeit.

Ich wusste quasi sofort, dass ich meine Arbeit langfristig ähnlich ausrichten möchte. Das heißt, eine Form von thematischer Arbeit zu Hochsensibilität anzubieten, die zwar vom Angebot her allgemein, aber doch tiefgehend ist, aus der sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann individuell den größtmöglichen Nutzen ziehen können.

Irgendwann hatte ich meine Arbeit von Einzelstunden auf Sitzungspakete umgestellt. Was logischerweise dazu führte, dass ich meine Klientinnen und Klienten über einen mehr oder weniger langen Zeitraum in ihrem Leben begleiten konnte. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass bei manchen Menschen sich innere Zustände etabliert haben, die

eine wirkliche Veränderung verhinderten,

auch wenn das Klopfen an sich durchaus wirkte.

Warum das so ist, bzw., worauf es ankommt, habe ich erst vor relativ kurzer Zeit verstanden. 2019 habe ich mich verliebt und das hat eine ganze Kaskade von Ereignissen in meinem Leben ausgelöst.

Letzten Endes hat es dazu geführt, dass ich begonnen habe, mich intensiv

mit dem Thema Trauma,

vor allen Dingen Entwicklungstrauma, zu beschäftigen. Ich habe nicht nur viel über Trauma gelernt, sondern habe selbst eine Traumatherapie begonnen. Was mir dabei geholfen hat, sehr viele Dinge in Sachen Hochsensibilität zu verstehen, z. B.

wo diese inneren Zustände herkommen,

die jegliche Veränderung sabotieren, auch wenn man sich das noch so sehr wünscht.

Und es wurde mir wieder ein passendes, aber sehr wichtiges Detail vor die Nase gesetzt, nämlich, wie man klopfen kann, für sich selbst klopfen kann, ohne dabei traumatische Trigger zu berühren und trotzdem Veränderung bewirken kann. Dabei geht es vor allen Dingen darum, in sich selbst ein Gefühl für Sicherheit aufzubauen. Zwei Dinge sind hierbei besonders wichtig:

Dies benötigt Zeit.

Man kann nicht über Nacht ein anderer Mensch werden. Ihr System hat sich in Ihrem aktuellen Zustand eingerichtet. Mag sein, dass es sich nicht gut anfühlt, aber es ist vertraut. Höchstwahrscheinlich wird sich Ihr System nur zögerlich auf Veränderung einlassen, aber das ist o.k. Sie benötigen diese Zeit.

Ich selbst habe diese Zeit natürlich auch benötigt. Wenn man aber bedenkt, dass ich 40–45 Jahre ein sehr unglücklicher depressiver Mensch war, und sich innerhalb von 1–2 Jahren fast täglichen Klopfens mein Leben vollkommen verändert hat, ist diese Zeitspanne sehr kurz.

In dieser Zeit habe ich herausgefunden, dass ich ein total fröhlicher, optimistischer Mensch bin.

Heute sprudele ich nur so über vor Lebensfreude

– meistens jedenfalls.

Was mich (vielleicht) von anderen Menschen unterscheidet, die keinen so durchschlagenden Erfolg mit der Klopfakupressur hatten, ist: Beharrlichkeit. Ich höre so oft von Menschen: „Ja, EFT kenne ich, habe ich mal gemacht, hat mir gut getan, hat gewirkt, habe ich aber aufgehört.“

Glauben Sie mir, ich bin gar nichts Besonderes. Es gibt nur einen Grund, warum ich es geschafft habe,

mich in ein ein ganz neues Lebensgefühl hineinzuklopfen:

ich bin einfach dabei geblieben! Die Klopfakukpressur entfaltet ihre stärkste Wirkung am besten langfristig. Das ist das ganze Geheimnis.

Was mich zu der letzten Zutat bringt: Klopfen mit Begleitung. Durch das Coaching habe ich schon gemerkt, dass Begleitung ein ganz entscheidender Faktor ist bei Veränderungsprozessen. Ich habe mir also Gedanken gemacht, wie ich Sie als Gruppe begleiten kann und dafür gute Lösungen gefunden.

Jetzt, wo alles beisammen ist, kann es losgehen:

mein Intensivkurs geht online!

Das Ziel des Kurses ist also, Ihnen die Möglichkeit zu geben, langfristig Stress, Überforderung und Erschöpfung aus der Hochsensibilität aufzulösen, damit Sie ein neues Lebensgefühl entwickeln können, in dem Sie sich sicher und wohl in sich selbst und der Welt fühlen können. Und damit das auch geschehen kann, ist der Kurs wirklich langfristig angelegt. Die einzelnen Module sind so aufgebaut, dass Sie zu dem jeweiligen Modulthema Informationen bekommen, es gibt eine u. a. eine jeweilige vorbereitende Übung zu der gemeinsamen Live-Klopfsession (die natürlich auch aufgezeichnet wird). Sie bekommen danach von mir eine Klopfanleitung bis zur nächsten Session. Alle zwei Wochen treffen wir uns online zu einer live Q+A Session, wo Sie mir Ihre Fragen stellen können.

Ich möchte noch betonen, dass in der Live-Klopfsession wir

alle gemeinsam an einem Thema arbeiten.

Ich habe hier ein sehr gut funktionierendes Workshop-Konzept entwickelt. Zu keinem Zeitpunkt werden wir die Themen einzelner Personen vor der Gruppe beklopfen. (Diese Arbeit von Gruppenarbeit ist in der Klopfergemeinde sehr verbreitet, finde ich aber für hochsensible Menschen vollkommen unpassend.)

Ihr täglicher Aufwand für den Kurs beträgt ca. 10–15 Minuten, aber Sie können natürlich auch mehr Zeit investieren. Es gibt in jedem Modul zahlreiche Bonustracks mit hilfreichen Übungen, die Sie je nach Belieben verwenden können, aber nicht müssen.

Der Kurs ist noch nicht vollständig fertig, was Ihnen die Gelegenheit gibt, die Inhalte noch mitzugestalten, wenn Sie das möchten.

Mir gibt es die Gelegenheit, Ihnen

den Kurs zu einem ganz unschlagbaren Preis anzubieten.

Ansonsten habe ich mir überlegt, den Kurs 4 mal im Jahr anzubieten, um Ihnen die Entscheidung für eine Teilnahme zu erleichern. Konkret bedeutet dies, dass Sie den Kurszugang vom 21. bis zum 27. April 2023 kaufen können. Sie können dann sofort starten. 

Mir ist wichtig, dass Sie sich ruhigen Gewissens für den Kurs entscheiden können. Es gibt kein Risiko für Sie. Sie können bis zu 30 Tage nach dem Kauf den Kurs zurückgeben, wenn es Ihnen nicht gefällt. Dann wird Ihnen der Betrag rückerstattet. Sie haben also nichts zu verlieren. Aber so unendlich viel zu gewinnen. Probeiren Sie es einfach aus. Ich zeige Ihnen, wie Sie entspannt Stress, Überforderung und Erschöpfung loslassen und in ein neues Lebensgefühl kommen können.

Am 21. April geht es los! Sind Sie dabei? Ich freue mich auf Sie!

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

 

Was durch Matrix Birth Reimprinting möglich wird

Was durch Matrix Birth Reimprinting möglich wird

Um Matrix Birth Reimprinting ist es auf diesem Blog schon verschiedentlich gegangen. Matrix Birth Reimprinting ist eine Sonderform von Matrix Reimprinting, bei der es darum geht, ausschließlich Geburtsthemen mit Klopfen (Klopfakupressur) zu verändern. Das klingt erst einmal ziemlich begrenzt, hat aber in Wirklichkeit fast unendliche Dimensionen, da es dabei immer auch um Beziehung, Verbindung und letzten Endes auch Liebe geht. Matrix Birth Reimprinting wurde von Sharon King entwickelt und ich lege Ihnen ihr Buch Heile deine Geburt, heile dein Leben wirklich unbedingt ans Herz. Es eröffnet uns wirklich ein vollkommen neues Verständnis von „Geburt“ und „Leben“. Und ich denke, es geht dabei auch um Themen, mit denen viele hochsensible Menschen zu tun haben, bzw. die in der Hochsensibilität eine Rolle spielen.

Heute möchte ich Ihnen von einer sehr besonderen Sitzung erzählen, die ich vor einiger Zeit mit meinem Matrix Birth Reimprinting Coach, Karin Arndt, hatte. Denn dadurch haben sich für mich sehr erstaunliche Veränderungen ergeben. Ich kann die Sitzung natürlich nicht zu 100 % wiedergeben, da ich mir als Klientin keine Notizen mache und angewiesen bin auf das, was ich später aus dem Gedächtnis in meinem Tagebuch notiert habe, aber ich denke, es wird reichen.

Nachdem ich meine Augen geschlossen habe und in der Zeit zurückgehe,

bin ich offenbar in der Gebärmutter

gelandet. Das gefällt mir überhaupt nicht. Es ist total eng, ich habe nicht genug Platz. Es riecht auch nicht sehr gut. (Tatsächlich mochte ich den Geruch meiner Mutter soweit ich mich erinnern kann, nicht wirklich.) Und schlagartig wird mir klar, warum ich diesen einen ganz besonderen Rotton nicht mag: es ist das Rot der Gebärmutterschleimhaut!

Karin erklärt mir, dass der Geruch daher kommen kann, dass meine Mutter sehr gestresst ist. Auch dass die Gebärmutter so eng ist, dass ich keinen Platz habe, könnte daran liegen.

Also

wenden wir uns mit dem Klopfen meiner Mutter zu,

die sehr verzagt ist, nervös, gestresst, erschöpft. Schon jetzt mit zwei kleinen Kindern an der Belastungsgrenze, wie soll es mit einem dritten gehen? die Beziehung mit ihrem Mann ist schon brüchig geworden, er verbringt sehr viel Zeit in Nervenkliniken und ist einfach keine Stütze. Alles muss sie alleine machen. Soviel Hoffnung hat sie in diese Beziehung gesetzt! Die Hoffnung, jetzt endlich, zum ersten Mal in ihrem Leben, Liebe zu bekommen. Aber sie hat sich wohl getäuscht. Es gibt keine Liebe. Genauso, wie zuhause.

Wir gehen noch weiter zurück,

zur Mutter meiner Mutter. Meine Oma hat, so hat sich einmal in einer Aufstellung herausgestellt, einen Mann und ein Kind verloren, die sie beide sehr geliebt hat. Das hat sie so mitgenommen, dass sie beschlossen hat, nie wieder jemanden zu lieben. Der Vater meiner Mutter ist daher nur zweite Wahl, nicht wirklich gewollt, nicht wirklich beachtet. Jetzt klopfen wir also mit meiner Großmutter und ihren Gefühlen und am Ende kristallisiert sich ein Bild heraus: meine Großmutter, die mit dem verstorbenen Mann und dem verstorbenen Kind am Strand sitzt. Sie trägt ein hellblaues Kleid mit weißen Punkten, die Sonne scheint und leise rauschen Wellen ans Ufer. Es geht ihr gut.

Dieses Bild ist so machtvoll mit seinem Frieden und der darin enthaltenen Liebe, dass ich spüren kann, dass es mein Feld verändert!

Wir imprinten dieses Bild,

d. h., ich nehme es in mein Herz auf und schicke es ins Universum und das tue ich jetzt mehrmals täglich für die nächsten drei Wochen.

Jetzt geht es darum, wie diese neue, veränderte Großmutter das Leben meiner Mutter verändern kann. Wieder sitzt die Familie am Strand, diesmal aber meine Großmutter, ihr Mann (also der Vater meiner Mutter) und meine Mutter als Kind. (Offenbar haben wir eine deutliche Affinität zu Wasser in der Familie). Meine Großmutter ist nun sehr liebevoll und zugewandt zu ihrem Kind, aber ihr Mann mag nicht so recht „mitspielen“ und ist irritiert. Also klopfen wir erst einmal mit ihm. Meine Mutter spielte derweil zufrieden im Sand. Als er gefragt wird, was er braucht, damit es ihm besser geht, wünscht er sich einen Sonnenuntergang. Großvater und Großmutter heben meine Mutter, das Kind, auf ihre Knie. Alle drei sitzen ganz eng zusammen und sehen sich den Sonnenuntergang an. Auch dieses Bild schicken wir ins Universum.

Ich war so glücklich in der Sitzung!

Das lässt sich kaum mit Worten ausdrücken. Selbst jetzt, wo ich diese Bilder aufschreibe, habe ich einen Kloß im Hals …

Um den Bogen wieder zu schließen, wenden wir uns nun wieder mir in der Gebärmutter zu. Wie geht es mir jetzt dort?

Erstaunlicherweise haben sich die Dinge verändert. Zunächst einmal ist das grässliche Rot verschwunden. Statt dessen ist meine Gebärmutter-Umgebung viel weicher, in einem zarten Orangeton oder Apricotfarben und ich habe viel, viel mehr Platz. Etwas sehr Unglaubliches ist vor sich gegangen: vor meinem Inneren Auge erlebe ich den gleichen Raum vollkommen verändert: vor dem Klopfen hatte er sich wie eine Art zweite Haut an mich geschmiegt, in der eben nur ich Platz hatte und sonst nichts.

Jetzt sehe ich auf eine palastartige runde prächtige Halle,

von der in alle Richtungen Türen abgehen. So viel Platz!

Meine Mutter spricht mit mir und sagt mir, dass sie sich auf mich freut. Ihre Mutter ist da und kümmert sich um meine beiden Schwestern.  Mein Vater ist auch da, er erledigt den Haushalt und kümmert sich um meine Mutter. Auch Engel Michael ist da und sorgt für Frieden und Ruhe. Jetzt kann ich wohl bald neu auf die Welt kommen.

Eigentlich hatte ich meinen Aufzeichnungen nach die letzte friedliche Szene, in der meine Mutter von anderen Menschen umsorgt und verwöhnt wird und sich ganz in Ruhe auf mich einstellen und mich willkommen heißen kann, imprinted.

Offenbar ist aber noch etwas anderes ins Universum geschickt worden. Ob absichtlich oder ganz unbemerkt weiß ich heute nicht mehr. Sicher ist nur, dass das Gefühl unendlicher Weite, das ich in dieser palastartigen Eingangshalle empfand, mich sehr intensiv beeindruckte.

Diese Klopfsitzung fand im Juli statt. Vier bis fünf Monate später fand ich mich unverhofft auf Wohnungssuche wieder, da ich wegen Eigenbedarf eine Kündigung bekommen hatte. Es hat ein wenig gedauert, bis ich meine Schockstarre überwinden konnte. Dann habe ich aber ganz schnell eine Wohnung gefunden, nach wie vor ein Wunder für mich. Das Wunder hört damit aber noch nicht auf. Mein ganzes Leben lang habe ich in 1–2 Zimmer-Appartments und Wohnungen gelebt (ich habe immer gefunden, dass dieser Platz reicht). Jetzt hatte ich plötzlich zum ersten Mal in meinem Leben wirklich richtig viel Platz für mich, nämlich 3 Zimmer (und zum ersten Mal konnte ich mir ein eigenes Sofa kaufen!).

Sehr freudig habe ich also diese Wohnung in Besitz genommen.

Und es waren schon ein paar Monate vergangen, ich hatte mich halbwegs häuslich eingerichtet, da stand ich eines Tages in dem sehr geräumigen Flur, von dem aus verschiedene Türen abgehen. Und plötzlich stieg in mir ganz genau das Gefühl aus meiner Matrix Birth Reimprinting Sitzung von Weite und Großzügigkeit nach oben (ein bisschen kann man das in dem Foto für diesen Beitrag wiederfinden), sehr intensiv und sehr eindringlich.

Ehrlich gesagt, ist es mir in diesem Moment heiß und kalt den Rücken runter gelaufen. Ich habe verstanden. Wie großartig, wie großzügig und wunderbar das Leben, das Universum oder wie Sie es sonst nennen mögen, ist. Was alles möglich ist. Wenn wir es bloß zulassen.

Wie ist es mit Ihnen? Haben Sie auch besondere Erlebnisse, (geklopfte oder andere), die Ihnen ähnliche Einsichten beschert haben? Wie immer freue ich mich, wenn Sie Ihre Erlebnisse mit uns teilen.

Von Herzen, Ihre

Monika Richrath

 

Image by Randy Jost from Pixabay 

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